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Veröffentlicht am 15.03.2020

Teilweise wirklich schöne Szenen, gelungener Cliffhanger, aber für mich zwischendrin zu viel Drama

Wir sind das Feuer
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Achtung: Band 1 einer Dilogie!

Achtung: Cliffhanger!


Louisas Kindheit war seit dem tragischen Tod ihres Vaters die Hölle. Ihre Mutter hat sie dazu gemacht. Ein Teil von ihr, kann ihrer älteren Schwester ...

Achtung: Band 1 einer Dilogie!

Achtung: Cliffhanger!


Louisas Kindheit war seit dem tragischen Tod ihres Vaters die Hölle. Ihre Mutter hat sie dazu gemacht. Ein Teil von ihr, kann ihrer älteren Schwester nicht vergeben, dass sie sie damals mit ihr allein gelassen hat. Dennoch hat sie sich entschlossen in Redstone aufs College zu gehen, die Stadt, in der ihre Schwester lebt. Vielleicht gelingt es ihr, das Verhältnis wieder zu kitten.
Paul hat einen One-Night-Stand nach dem anderen. Das ist alles was er geben kann, seit er große Schuld auf sich geladen hat. Er verdient nicht mehr – so seine feste Überzeugung. Als er Louisa begegnet, wirft sie ihn vollkommen aus der Bahn. Irgendetwas an ihr, zieht ihn an, bringt ihn dazu ihr nahe zu kommen, mit ihr tiefschürfende Gespräche zu führen und ein ganz anderer Paul zu sein. Doch er darf sie nicht an sich heranlassen. Sein Geheimnis würde ihr Herz brechen.


Einerseits fand ich das Buch wirklich schön. Wie Louisa und Paul sich unterhalten haben, sich einander geöffnet haben und dergleichen und auch wenn sie sich nähergekommen sind, das war echt schön. Was mich aber echt gestört hat, war das andauernde Gejammer von beiden. Damit will ich jetzt nicht sagen, dass sie nicht schlimmes erlebt haben und ihnen das Recht absprechen traurig zu sein, aber was mich daran genervt hat, war, dass das andauernd wiedergekäut wurde. Die beiden haben sich in ihren Schuldgefühlen gesuhlt. Es dauert buchstäblich bis zur vorletzten Seite, bis man erfährt, was bei Paul damals vorgefallen ist. Wobei ich zugeben muss, dass ich einen Verdacht hatte und damit richtig lag.

Ich hasse diese Teenager-Logik: mein Geheimnis wird ihr das Herz brechen, also breche ich es ihr lieber gleich, indem ich ein A... bin. Wo ist da bitte die Logik?! Er war andauernd heiß und kalt, lieb und A... immer abwechselnd. Ich bin kein Fan von hin und her. Ich kann es akzeptieren, tolerieren und manchmal sogar mitfiebern, aber nur, wenn ich die Motive dafür verstehen kann; z.B. wenn es um Lehrer/Schüler Beziehungen geht am College oder Chef/Angestellte, wenn also echte Probleme dahinterstecken, dass man einfach wirklich nicht zusammen sein darf! Und genau diese Gründe fehlen hier, weil man ewig nicht erfährt, warum Paul sich so verhält. Er hält sein Verhalten für notwendig, aber er liefert keine richtige Begründung. Ich weiß, dass das hier eine überraschende Wendung geben sollte und deswegen so lange verschwiegen wurde, aber ich persönlich finde, dass hier die Wendung auf Kosten der Nachvollziehbarkeit geht. Wobei die Wendung wirklich heftig ist. Eine Andeutung, nicht so viel, dass man sofort weiß, was Sache ist, aber zumindest etwas hätte mir schon gereicht, um Paul besser zu verstehen.

Was mich auch gestört hat ist, dass Louisa immer alles, was sich negativ auf sie bezieht, sofort glaubt. Sie hat einen Streit mit Paul, ist zurecht wütend, er dreht den Spieß um und wirft ihr echt fiese Macho-Sachen an den Kopf und auch so manch anderes. Statt also weiter wütend zu sein und ihn dafür ordentlich verbal zur Brust zu nehmen, ist sie sofort der Meinung, er habe recht und zieht sich zurück. Das fand ich echt schade. Klar gab es einen Grund für dieses Verhalten, es war wichtig für die Handlung, aber trotzdem nervt es mich. Louisa steckt eher ein, als dass sie für sich selbst einsteht.

Fazit: Das Buch hat durchaus seine schönen Szenen, die hat es wirklich. Zudem ist die Wendung/Auflösung am Ende wirklich ein heftiger Cliffhanger, wobei ich schon einen Verdacht hatte und damit richtig lag.
Allerdings hat mich das ewige hin und her genervt. Das Problem war vor allem für mich, dass auf mich die ständige Selbstgeißelung und das sich in Schuldgefühlen suhlen bei beiden wie Gejammer wirkte. Es wurde ständig wiederaufgewärmt und in meinen Augen ist ihre jeweilige Reaktion auf das, was dahintersteckte übertrieben. Ich kann zum Beispiel sehr gut verstehen, warum sich Louisa so verhalten hat für mich gibt es keinen Grund sich irgendwie schuldig zu fühlen. Paul ist in meinen Augen auch nicht schuld, zumindest nicht in der Art, wie er es in den Andeutungen, die wirklich extrem spärlich waren, hat anklingen lassen. Er ließ es schon fast klingen, als habe er jemanden aus reiner Mordlust oder im Streit ermordet, in Wirklichkeit ist aber etwas ganz anderes passiert. Mir sind beide in ihrer Reaktion viel zu dramatisch.
Klar hat man Schuldgefühle, die hat jeder, aber die beiden wälzen sich immer und immer und immer wieder darin und das empfand ich als nervig.

Insgesamt bin ich ziemlich zwiegespalten. Wegen der guten Szenen gibt es aber von mir 3 Sterne – mehr war aber leider wirklich nicht drin.

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Veröffentlicht am 14.03.2020

Teilweise echt heftig, aber bis auf einen Kritikpunkt wieder ein schöner, heißer Rocker-Roman

Rocker Ghost. Ghost und Angel
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Achtung: Sammelband eines Pärchens aus einer längeren Reihe!

Achtung: Viel Sex und derbe Sprache!

Triggerwarnung: Vergewaltigung, häusliche Gewalt!


Angel ist glücklich ihren gewalttätigen Ehemann verlassen ...

Achtung: Sammelband eines Pärchens aus einer längeren Reihe!

Achtung: Viel Sex und derbe Sprache!

Triggerwarnung: Vergewaltigung, häusliche Gewalt!


Angel ist glücklich ihren gewalttätigen Ehemann verlassen zu haben. Doch niemals hätte sie gedacht, dass sie diese Entscheidung letztlich in die Arme eines Rockers der Dead Riders treiben würde. Aber genau das ist geschehen. Bei einem blutigen Angriff rettete sie Ghost das Leben. Für ihn war schon vorher klar, dass sie die Eine ist, aber ihre Tat hat ihm einen Vorwand geliefert, sie mit sich zu nehmen und zu behalten. Ihre Vergangenheit hat sie geprägt und Ghost weiß, dass er sein inneres Monster an die Leine lehnen muss, um sie nicht zu verschrecken.
Beide ahnen nicht, dass sie das Schlimmste noch nicht überstanden haben und Ghost Angel entgegen seiner Beteuerungen nicht rund um die Uhr beschützen kann.


Wow. Der Sammelband der Reihe ist echt heftig. Angel muss wirklich schreckliches durchmachen, nicht nur während ihrer Ehe. Doch es ist faszinierend, wie gut sie und Ghost zusammenpassen. Vom ersten Moment an – in einem anderen Band der Reihe – war klar, dass sie sich der Anziehungskraft nicht entziehen können. Und – so viel verrate ich – Angel schleppt für den Club die nächste potentielle Old Lady an, ihre beste Freundin Madison.

Es geht in dem Buch wirklich übel zu. Man hätte sich gewünscht, dass Angel nichts von alledem durchmachen muss. Ghost ist, wie alle Dead Riders sehr besitzergreifend und eifersüchtig. Doch er weiß genau, wie zerbrechlich Angels Geist ist. Sie ist durch die Hölle gegangen und muss es in diesem Band erneut. Er will ihr Anker sein, ihr Halt geben und ihr Schutzschild gegen die Welt sein. Er ist eigentlich niemand, der im Bett zurückhaltend agiert, doch für Angel ist er bereit absolut alles zu tun.

Man erfährt auch wieder einiges über die Geschäfte des Clubs und es wird ziemlich bald deutlich, dass da ordentlich Ärger auf den Club zu kommt. Es kracht mehrmals und es ist offensichtlich, dass der ein oder andere Handlungsstrang für noch mehr Blutvergießen sorgen wird. Man kann nur hoffen, dass der Club da unbeschadet wieder rauskommt.

Es gibt wieder sehr viele Sex-Szenen, die sich zwar wieder durch derbe Sprache auszeichnen, aber in denen dennoch deutlich wird, dass es nicht um Demütigung oder Herabwürdigung geht, sondern um Sex zwischen zwei Menschen, die einander Freude schenken wollen.

Ich freue mich, dass wieder das nächste Buch vorbereitet wurde, indem sich die Protagonisten bereits in diesem Band kennenlernen. Dadurch bekommt man direkt ein Gefühl für sie und freut sich umso mehr auf das nächste Buch.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings und das ist eine extrem dämliche Entscheidung von Angel. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, wie sie so etwas dummes tun konnte! Ja es ist wichtig für die weitere Handlung und die des nächsten Bandes, aber dennoch war das einfach sowas von absolut dämlich und vorhersehbar was die Konsequenzen anbelangt.

Fazit: Ich habe das Buch wieder sehr gerne gelesen, allerdings steht die Triggerwarnung nicht umsonst über dieser Rezension. Die entsprechenden Szenen sind teilweise wirklich sehr heftig und wer das nicht lesen kann, sollte rechtzeitig mit dem Überblättern anfangen.

Die Protagonisten und die anderen Charaktere sind wieder sehr sympathisch. Ich finde es toll, wie sie miteinander umgehen. Es geht wieder ziemlich ab und natürlich gibt es auch wieder Leichen zu entsorgen. Es wird auch deutlich, dass dem Club wieder einiges an Ärger bevorsteht, der nächste Band verspricht also heftig zu werden.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings und das ist eine extrem dämliche Entscheidung von Angel, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Sie ist wichtig für die Handlung und als Weichenstellung für die Zukunft, aber dennoch wirklich dumm. Dafür muss ich einen halben Stern abziehen, weil mich das wirklich gestört hat. Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.03.2020

Bis auf einen Kritikpunkt wieder richtig gut

Rocker Heart. Spider und Abigail
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Achtung: Sammelband eines Pärchens aus einer längeren Reihe!

Achtung: Viel Sex und derbe Sprache!


Abigail ist die Cousine von Catcher, einem Mitglied der Dead Riders, einem Motorradclub. Eigentlich ...

Achtung: Sammelband eines Pärchens aus einer längeren Reihe!

Achtung: Viel Sex und derbe Sprache!


Abigail ist die Cousine von Catcher, einem Mitglied der Dead Riders, einem Motorradclub. Eigentlich sollte sie dieser Status schützen, hat er aber nicht. Die 16-jährige wurde entführt und sollte von einem Mädchenhändlerring an den Meistbietenden verkauft werden. Der Club konnte sie retten, doch das Erlebte hat sie verändert. Sie hat oft Angst, nur dann nicht, wenn Spider bei ihr ist. Der Nomad ist 10 Jahre älter als sie und kämpft gegen seine Gefühle, doch er weiß, dass er auf verlorenem Posten steht. Aber kann er ihr das wirklich antun, nach all dem mit einem Mann wie ihm zusammen zu sein?


Ich mochte Abigail und Spider schon im vorherigen Buch sehr gerne. Sie sind einfach tolle Charaktere und so süß zusammen. Abi kämpft sich tapfer durch ihr Trauma. Meistens gelingt ihr das auch, aber nicht immer. Sie liebt das Leben im MC, immerhin hat sie neben ihrem Cousin, der für sie mehr ein Onkel ist, jede Menge Brüder und Spider. Niemand will ihr glauben, dass sie weiß was sie tut, aber das weiß sie. Spider gibt ihr Sicherheit und inneren Frieden.
Doch Spider will ihr Zeit geben. Er weiß, dass er kein einfacher Mensch ist und wenn es nach ihm ginge, würde Abi ein ganz normales Leben führen, ohne Blutvergießen und Tod. Als er nach 6 Monaten zurückkehrt muss er zu seinem Unmut erkennen, dass Abi viel Zeit mit einem Prospect namens Ghost verbringt. Am liebsten würde Spider ihn an Ort und Stelle erschießen. Doch es reicht ihm seinen Standpunkt klar zu machen – vorerst. Als allerdings der Club von einer Tragödie ereilt wird, beschließt er Abi ein Leben außerhalb des Clubs zu ermöglichen. Er will sie in Ruhe lassen, obwohl er sich mit jeder Faser seines Seins nach ihr verzehrt.

Mich hat das Buch wieder von Anfang an direkt gepackt. Ich habe direkt mitgefiebert. Allerdings habe ich dieses Mal einen Kritikpunkt: Mir war das hin und her zwischen Abi und Spider einfach zu viel und zu lang. Das am Anfang konnte ich ja noch nachvollziehen, aber das später fand ich blöd. Wie Abi richtig sagt: wenn sie ihn am meisten braucht, stößt er sie weg – zu ihrem „besten“ – und lässt sie mit ihrem Schmerz allein. Da ging er mir so extrem auf die Nerven, dass ich mir echt gewünscht hätte, er würde eine kräftige Trachtprügel einstecken, um sein Hirn wieder zum Funktionieren zu bringen... Das hat sich für mich viel zu oft wiederholt. Ich denke: „oh schön, das wäre erledigt“, wenige Seiten später geht es wieder los. Das war nervig.

Was mir zudem aufgefallen ist: mindestens eine Sex Szene klingt sehr ähnlich, genau die gleichen Formulierungen. Ja, das kann mal passieren, aber es fiel mir direkt auf und ich hatte plötzlich das Gefühl: das habe ich doch genau so schon einmal gelesen! Das hat mich rausgebracht.

Ansonsten gefiel mir das Buch wieder sehr gut. Was ich besonders schön fand, war, dass relativ viele Szenen mit Ghost und Angel – den Protagonisten des nächsten Sammelbandes – enthalten waren. Das hat einem gleich ein Gefühl für die beiden gegeben und macht gleich noch mehr Lust auf den nächsten Band.

Fazit: Bis auf meinen größeren Kritikpunkt, was das für mich zu lange hin und her anbelangt, hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen. Die Protagonisten waren sehr sympathisch und die anderen Charaktere auch. Allerdings gibt es in diesem Band einen Verlust zu betrauern, schlimmer noch als der aus dem vorherigen Band. Es ist echt ein Tritt in den Magen.

Wer kein Problem mit irrational eifersüchtigen Rockern, deftiger Sprache und vielen Sex-Szenen hat, der ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 11.03.2020

Wieder ein sehr heißer und sehr guter Rocker-Roman

Rocker Bastard. Razzor und Nicki
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Achtung: Sammelband eines Pärchens aus einer längeren Reihe!

Achtung: Viel Sex und derbe Sprache!


Razzor liebt seinen Motorrad-Club „Dead Riders“. Doch als er sich entgegen aller Regeln zur Old Lady ...

Achtung: Sammelband eines Pärchens aus einer längeren Reihe!

Achtung: Viel Sex und derbe Sprache!


Razzor liebt seinen Motorrad-Club „Dead Riders“. Doch als er sich entgegen aller Regeln zur Old Lady seines Präsidenten hingezogen fühlt und diese Gefühle einfach nicht verschwinden wollen, beschließt er zu gehen. Jetzt schlägt er sich mit illegalen Aktivitäten durch, bis der Nicki begegnet. Die junge Frau braucht seinen Schutz und Razzor ist ein sehr gefährlicher Mann. Er würde alles tun, um Nicki zu beschützen und wenn er muss, geht er eben über Leichen. Niemals hätte er erwartet, Nicki mit so einer Gier besitzen zu wollen, dass es schon fast an Wahnsinn grenzt. Und Gnade Gott jedem Mann, der versucht ihr etwas anzutun, denn Razzor wird keinen Funken davon zeigen.


Razzor hat sich in Amy, die Old Lady seines Präsidenten verliebt. Aus diesem Grund hat er das einzige Zuhause verlassen, dass er je gekannt hat. Er schlägt sich jetzt mit verschiedenen illegalen Aktivitäten durch, inklusive Cage Fights. Bei so einem trifft er auf Nicki, die sich in der Notlage befindet. Frauen in Not waren schon immer Razzors Schwäche und so macht er einen Deal mit ihrem gewalttätigen „Freund“, wenn er den Kampf gewinnt, bekommt er Nicki, gewinnt der andere erhält er sein Bike, es ist ein Kampf um Leben und Tod, denn nur einer wird den Ring lebendig verlassen.
Nicki weiß, dass sie einen Hang dazu hat sich mit falschen Entscheidungen in Schwierigkeiten zu bringen. Sich auf diesen Rocker einzulassen, der ihr gerade das Leben gerettet hat, gehört bestimmt dazu. Trotzdem kann sie sich der Anziehungskraft zwischen ihnen nicht entziehen und als ihr Razzor auch noch ein Angebot macht, ihn zu seinem MC zu begleiten und für 5000 Dollar 4 Monate bei ihm zu bleiben, nimmt sie natürlich an. Sie hofft, dass er sie behalten will, denn sie will definitiv nicht wieder gehen. Sie ahnt nicht, dass Razzor seine Entscheidung schon längst getroffen hat.

Doch das Clubleben ist hart. Der MC bringt seine Mitglieder immer wieder in Gefahr, aber oft haben sie einfach keine andere Wahl. Wie jetzt auch: Abigail, die Cousine von Catcher wurde von einem Mädchenhändlerring entführt und soll verkauft werden. Selbstverständlich macht sich der Club auf, um das 16-jährige Mädchen zu retten. Sie ist immerhin Familie. Doch um das zu erreichen, brauchen sie Lockvögel und einer davon ist Nicki. Kann Razzor seine Frau beschützen oder wird er sie für immer verlieren?

Wow. In diesem Buch geht es ganz schon zur Sache. Es ist heftiger als der erste Sammelband der Reihe und auch im Bett geht es deutlich anders zu. Razzor steht auf Dominanz und Nicki hat nichts dagegen mit ihm zu spielen.
Was mir hier besonders gut gefällt ist, dass trotz der ziemlich deftigen Sprache nicht Demütigung oder Entmenschlichung im Vordergrund steht, sondern einfach „nur“ Dominanz, ohne den anderen dabei herabzuwürdigen. Klar ist die Wortwahl sehr derb, aber nicht so extrem, dass man sich abgestoßen fühlt.
Aber es ist eine harte Welt und da geht es leider auch nicht ohne Verluste zu.


Fazit: Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und freue mich sehr, dass ich den nächsten Band direkt neben mir liegen habe. Ich bin angefixt!

Ich fand Nicki und Razzor total sympathisch. Razzor tut gern so hart und ja, er kann echt gefährlich und brutal sein, aber wenn es um Nicki geht, bringt ihn das total aus dem Konzept. Er redet sich immer wieder ein, dass die Gefühle vergehen werden, aber weiß irgendwie schon, dass es wohl kaum so sein wird. Er wandelt auf dem schmalen Grat zwischen Liebe und Besessenheit.

Wer nichts gegen derbe Sprache und viele Sex Szenen hat und es genießt harte Kerle komplett kopflos durch die Gegend rennen zu sehen, wenn es um eine Frau geht, der ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 10.03.2020

Ein richtig guter Roman über eine mutige junge Frau im London der frühen 1940er Jahren

Liebe Mrs. Bird
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London, Dezember 1940: Emmys größter Traum ist es, Journalistin zu werden, am liebsten Kriegsberichterstatterin. Sie will an forderster Front stehen und über Dinge berichten, die wirklich wichtig sind. ...

London, Dezember 1940: Emmys größter Traum ist es, Journalistin zu werden, am liebsten Kriegsberichterstatterin. Sie will an forderster Front stehen und über Dinge berichten, die wirklich wichtig sind. Als sie eine Stellenanzeige findet – direkt unter einer, die eine Marmeladen-Köchin sucht – hält sie das für ihre große Chance. Sie schreibt sofort ihre Bewerbung und schwebt auf Wolken. Bis sie mit einem ziemlich harten Plumps wieder auf dem Boden aufschlägt: die Stelle sucht niemanden für „richtigen“ Journalismus, es geht lediglich darum, als Sekretärin für „Mrs. Bird“ zu fungieren. Mrs. Bird hat eine Ratgeber-Kolumne und Emmys hauptsächliche Aufgabe ist es, die Leserbriefe vor zu sortieren. Die wichtigste Regel: alles anstößige landet sofort im Papierkorb. Doch Emmy bringt es nicht über sich diese teilweise verzweifelten Frauen im Stich zu lassen und beginnt ihnen heimlich zu antworten, unterschrieben mit Mrs. Bird.


Emmy war mir direkt sympathisch. Sie ist eine zupackende junge Frau, die ihren Beitrag im Krieg leistet. Sie arbeitet freiwillig als Telefonistin bei der Feuerwehr und riskiert ihr Leben. Und trotz nur weniger Stunden Schlaf gibt sie auch für die Briefeschreiberinnen alles. Mrs. Bird weigert sich, sich mit irgendetwas ernsthaftem oder wichtigem zu beschäftigen. Die Liste der Themen, die ihr nicht unter die Augen kommen sollen, ist endlos. Doch Emmy bringt es irgendwann einfach nicht mehr über sich, die Briefe zu zerschneiden und wegzuwerfen. Sie kann diese verzweifelten Frauen nicht mehr ignorieren.
Ihnen zu antworten ist extrem riskant. Besonders, als sie auch noch dafür sorgt, dass der ein oder andere Brief sogar abgedruckt wird, weil sie keine Adresse der Absenderin hat. Wenn das alles auffliegt, kommt sie in Teufelsküche. Aber es ist ihr das Risiko wert. Sie kann einfach nicht anders.
Ihre Antworten sind sehr einfühlsam und nicht bloß heiße Luft. Sie fühlt sich in diese Frauen ein und versucht ihnen wirklich zu helfen, ihnen eine Freundin oder große Schwester zu sein.

Gleichzeitig geht ihr „normales“ Leben weiter. Sie arbeitet in zwei Jobs und wird nur für einen bezahlt. Sie lernt einen jungen Mann kennen, geht auch mal ins Kino oder Tanzen. Währenddessen fallen Bomben andauernd auf London und von jetzt auf gleich sind ganze Straßen einfach weg. Sie sitzt am Telefon und nimmt die Treffer und daraus entstandenen Feuer auf, sie bleibt am Telefon, während die Bomben fallen, anstatt sich in einem Bunker zu verstecken. Doch auch Emmy bleibt vom Krieg nicht verschont. Auch sie erlebt Tragödien.

Die Wendung ist ziemlich erschütternd. Ich meine, das gesamte Buch über ist einem klar, dass Krieg ist, aber da ist man plötzlich mittendrin. Emmy sieht Verletzte und Tote und muss schwere Entscheidungen treffen, für die sie sich selbst hasst. Aber gerade das macht das Ganze so realistisch. So war das damals. Es ist tragisch, was da passiert ist und wie es danach weitergeht, aber auch das ist realistisch. Menschen sind nun mal so. Ich muss hier leider so kryptisch bleiben, sonst würde ich spoilern.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich und zwar, dass Emmy an einem Punkt sehr deutlich ihre Meinung sagt und in meinen Augen absolut im Recht ist. Doch sie knickt ein und versucht diese Meinung wieder zurückzunehmen. Gut, das passt vielleicht auch einfach zu der Zeit damals, aber mich wundert es nicht, dass der Versuch scheitert und sich alles noch mehr hochschaukelt, weil ihr Gegenüber nur Schwachsinn von sich gibt. Klar, will derjenige das nicht hören, was ihm Emmy vorwirft, aber sie hat recht! Viele lassen sich in dieser Art Beruf hinreißen und riskieren zu viel. In der Situation denke ich braucht man jemandem, der einem das auch mal ins Gesicht sagt. Wie gesagt, ich finde es schade, dass sie sich selbst da so fertig macht, weil es Streit gegeben hat. In meinen Augen hat sie recht und der Streit war notwendig.


Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich finde es ist nicht nur interessant und teilweise emotional nicht ohne, sondern wirkt auch sehr realistisch. Gut, ab und an wird vielleicht etwas dick aufgetragen, aber es war jetzt auch nicht so schlimm, dass es mich genervt hat. Mich hat es nur etwas gestört, wenn Emmy ihrer Meinung nicht treu geblieben ist und gekuscht hat. Sie ist einfach nicht der Typ dafür. Sie war meiner Meinung nach bei dem Streit, der ein zentrales Thema in der zweiten Hälfte wird, im recht und hat alles durch ihren Versuch das wieder zurückzunehmen nur schlimmer gemacht, weil ihr Gegenüber dann Schwachsinn ohne Ende von sich gegeben hat. Da hätte ich mir von ihr mehr Durchsetzungskraft gewünscht.
Ich fand es super wie der Krieg ständig präsent war, allein schon durch Emmys zweiten Job. Er war immer da, sodass er schon fast zu einer Art Hintergrundrauschen wurde, doch dann passierte wieder etwas, dass Emmy persönlich tangierte und einem wurde plötzlich wieder klar, dass das ein „echter“ Krieg ist, von dem hier die Rede ist und obwohl Emmy an die Gefahr gewöhnt ist, diese doch sehr real ist.

Von mir gibt es 4,5 Sterne. Mir hat das Buch wirklich richtig gut gefallen.

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