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Veröffentlicht am 05.02.2020

Sehr spannend und wirklich toll gemacht!

Blind Date – Tödliche Verführung
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Vor 4 Jahren hat Hartley ihren Ehemann bei einem Autounfall verloren. Jetzt hat sie ihre beste Freundin endlich so weit, dass sie bereit ist sich zumindest auf drei Blind Dates einzulassen. Die beiden ...

Vor 4 Jahren hat Hartley ihren Ehemann bei einem Autounfall verloren. Jetzt hat sie ihre beste Freundin endlich so weit, dass sie bereit ist sich zumindest auf drei Blind Dates einzulassen. Die beiden ersten sind eine Vollkatastrophe, doch das dritte Date, mit Jacob, läuft gut. Doch nur wenige Tage später geschehen merkwürdige Dinge in Hartleys Umgebung und dann kommt der Punkt, an dem sie keine Ausreden mehr erfinden kann: jemand versucht sie psychisch kaputt zu machen, quält sie mit Erinnerungen an ihren verstorbenen Mann. Aber wer könnte etwas so Grausames tun?
Als die Lage sich verschlimmert, bittet sie Zähne knirschend ihren Nachbarn Ace, einen Detective, um Hilfe. Zwar kann sie ihn absolut nicht leiden, doch lieber bittet sie einen A... um Hilfe, als ihr Leben zu riskieren. Oder ist Ace vielleicht gar kein A...? Versteckt sich hinter seinem groben Verhalten vielleicht sogar ein guter Kerl?


Ich muss vornewegschicken, dass ich von Anfang an eine Theorie hatte und mit der auch richtig lag. Doch das störte mich nicht besonders. Das Buch war trotzdem spannend, besonders durch die Art, wie der Verantwortliche Hartley gequält hat und an sich selbst zweifeln ließ.

Ace ist anfangs echt total unhöflich. Ja, Hartley zickt ihn schon ganz schön an, aber er hat, wenn wir ehrlich sind, angefangen. Die Chemie zwischen ihnen ist echt toll. Am Anfang wartet man irgendwie darauf, dass sie ihm etwas über den Schädel zieht, aber als sie realisiert, dass sie in Gefahr ist, ist er sofort zur Stelle.

Sie haben beide einen schweren Verlust erlitten und gehen damit komplett unterschiedlich um. Trotzdem verbindet sie das.

Fast das gesamte Buch ist aus Hartleys Sicht geschrieben. Der Prolog aus der des Täters und kurz vor Schluss auch mal aus Aces Sicht. Erst da merkt man, wie viel ihm Hartley wirklich bedeutet, obwohl man es schon vorher erahnen konnte.
Der Täter ist echt krank und so böse! Aber leider auch schlau.

Es ist wirklich toll gemacht, dieses Gefühl der Bedrohung, die ständige Frage, ob man sich etwas nur einbildet, ob man so überreizt ist, dass man Dinge sieht oder hört, die gar nicht da sind.

Kurz vor Schluss erfährt man, wie der Täter seine Opfer auswählt und das ist echt widerlich! Allerdings stellt sich mir da auch eine Frage, die ich nicht ausformulieren kann, ohne zu spoilern.
Mich an dem Buch vor allem gefreut, dass – Achtung: mini-Spoiler: die beiden Protagonisten das gesamte Buch über immer sie selbst sind und nicht, wie in vielen anderen Romanen, plötzlich ins totale Klischee abdriften.


Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe eigentlich keine Kritik. Ja, ich habe ziemlich schnell erraten, wer der Böse ist, aber das hat nicht weiter gestört. Ich fand es toll gemacht, wie Hartley zuerst an sich selbst gezweifelt hat – alle in ihrem Umfeld haben das ja auch getan – und versuchte eine logische Erklärung für die Vorkommnisse zu finden, bis es einfach nicht mehr ging. Ace und Hartley fand ich von Anfang an toll zusammen. Ja, sie haben sich viel gestritten, aber nicht auf eine affige Art und Weise, sondern glaubhaft. Die Protagonisten sind sich treu geblieben und nicht in Klischees abgedriftet. Zudem war das Buch wirklich sehr spannend.

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Veröffentlicht am 05.02.2020

Ein schöner Roman, aber leider mit ein paar Schwachpunkten

To Love Storm
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Es ist einfach nicht Evelyns Tag. Erst weigert sich ihr langjähriger Lebensgefährte sie zu einem wichtigen Termin zu fahren und schenkt ihr stattdessen ein Navi, dass nicht ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Es ist einfach nicht Evelyns Tag. Erst weigert sich ihr langjähriger Lebensgefährte sie zu einem wichtigen Termin zu fahren und schenkt ihr stattdessen ein Navi, dass nicht einmal funktioniert, dann verfährt sie sich in einem Schneesturm und hat zu allem Übel auch noch einen Autounfall. Der einzige Lichtblick: Storm. Er hat ihren Unfall gesehen und eilt ihr zu Hilfe. Als er sie zu seinem Haus fahren will, haben die beiden wegen eines Rehs ebenfalls einen Unfall und landen mitten im Wald an einem Hang. Zum Glück war Storm kurz vorher einkaufen, sodass genug Wasser und Essen da ist, denn sie müssen den Schneesturm abwarten. Nie hätten sie gedacht, dass sie sich dabei nahekommen und zwar näher, als sie je einem anderen Menschen waren.


Ich muss ehrlich sagen, dass mir Evelyn anfangs total auf die Nerven gegangen ist. Sie war andauernd am meckern, jammern und hatte total naive unmögliche Vorstellungen. An Storms Stelle, hätte ich sie garantiert mindestens einmal in den Schnee geschubst, in der Hoffnung der kleine Kälteschock tut ihrem Hirn gut. Ich finde ihren Freund schrecklich, er hat null Respekt vor ihr und tut gern so, als sei sie absolut irrational und hysterisch. Er schert sich einen Dreck um ihre Bedürfnisse, sie soll nur die Wohnung in Ordnung halten, kochen, putzen und beim Sex stillliegen. Ich kann einfach nicht fassen, dass sie so viele Jahre bei ihm geblieben ist! Ich hätte mir das niemals bieten lassen.

Storm ist provozierend, ja, aber auch irgendwie total süß. Er kümmert sich um Evelyn und merkt gar nicht, wie sehr sein Verhalten, seinen Aussagen, er wolle mit Frauen nur Sex und Spaß aber auf keinen Fall eine Beziehung, widerspricht.

Was Evelyn nicht ahnt ist, dass Storm ein erfolgreicher Rock-Star ist. Er wollte nicht, dass sie es weiß, er wollte, dass sie ihn will und nicht den Star.


Mir gefiel die Chemie zwischen den beiden von Anfang an und die anderen Mitglieder der Band – die alle auch ihre eigenen Bände bekommen werden, so wie es aussieht – sind auch sehr sympathisch, wenn auch etwas brummig und verschlossen.

Was mir nicht gefiel war, dass sich die Sache mit Michael so ewig hingezogen hat. Er hat nichts anderes getan, wie Evelyn andauernd spüren zu lassen, dass sie ihm eine Last ist und zu behaupten, sie sei hysterisch, würde überreagieren und hätte sowieso immer unrecht. Er war ein mega A... und sie weigert sich partout das zu sehen. Mich hat das echt total genervt. Als Evelyn etwas weniger nervig war, fing dieser Teil der Handlung an und nervte mich noch mehr, als Evelyn am Anfang. Ihr hat das in meinen Augen geschadet, weil es einfach zu lange gedauert hat. Wäre Michael anders gewesen, hätte ich ihr Verhalten viel besser verstehen können, aber so leider nicht.


Fazit: Das Buch ist wirklich schön, aber ich hatte auch meine Probleme damit. Mich hat Evelyn anfangs total genervt. Ich hätte sie am liebsten in den Schnee geschubst. Als sie sich gebessert hat, konnte ich die Chemie zwischen ihr und Storm anfangen zu genießen. Aber es dauerte nicht lange und die ganz Michael-Handlung grätschte dazwischen. Dieser Teil war für mich nicht wirklich glaubwürdig. Er behandelt sie wie Dreck, sie liebt ihn nicht einmal mehr, aber will trotzdem bei ihm bleiben?! Das ergibt für mich keinen Sinn. Es wurde zwar erklärt, warum sie sich so verhielt, aber ich hätte an ihrer Stelle die Beziehung schon längst beendet, Storm hin oder her, einfach weil Michael null Respekt vor ihr hat und sie obendrein auch noch total mies behandelt. Für mich grenzt das schon fast an psychischen Missbrauch.

Von mir bekommt das Buch aufgrund der Kritikpunkte leider nur 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.02.2020

Durch die vielen Perspektivwechsel leider lange Zeit unübersichtlich, aber das Ende ist echt gut!

In the Dark - Keiner weiß, wer sie sind
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Achtung: Band 2 einer Reihe!

Bei der Renovierung eines Hauses wird im Keller die Wand zum Nachbarhaus beschädigt. Als der Bauherr den Schaden inspiziert entdeckt er in dem Loch ein Gesicht.

Die Polizei ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!

Bei der Renovierung eines Hauses wird im Keller die Wand zum Nachbarhaus beschädigt. Als der Bauherr den Schaden inspiziert entdeckt er in dem Loch ein Gesicht.

Die Polizei findet im Nachbarhaus in einem Kellerverließ eine junge, stark dehydrierte und unterernährte Frau und ein Kleinkind, vermutlich ihren Sohn. Im Haus befindet sich noch ein Alzheimerkranker alter Mann. Die Frau ist mehr tot als lebendig, doch sie schafft es trotzdem zu überleben, ist aber zutiefst traumatisiert. Der Junge zeigt auch kein normales Verhalten, wie könnte er auch. Doch wie erfahren die Ermittler, was mit der Frau geschehen ist, wer sie ist und ob der alte Mann der Entführer ist, oder jemand anderes?


Die Idee finde ich interessant, die Ermittler sind durchaus teilweise sympathisch, teilweise benehmen sie sich aber auch ziemlich dämlich – Quinn zum Beispiel, der ging mir immer mehr auf die Nerven.
Aber das große Problem für mich, sind die vielen Sprünge bzw. Perspektivwechsel. Man springt von Ermittler zu Ermittler und schon relativ bald habe ich total den Überblick darüber verloren, wer denn jetzt der Protagonist bzw. Hauptermittler sein soll. Ohne Vorwarnung springt man wirklich ohne Pause. Erst kurz vor der Mitte kommt die junge Frau erstmals zu Wort, aber nur extrem kurz.

Das Buch ist nicht in Kapitel eingeteilt, sondern nur in einen extrem langen Prolog und einen kurzen Epilog. Das hilft beim Überblick leider auch überhaupt nicht.

Der Schreibstil ist distanziert und durch die vielen Perspektivwechsel fällt es mir schwer mitzukommen. Man erhält zwar auch Einblick in die Gefühle der Ermittler, aber gerade, wenn ich mitfühlen könnte, schon wieder ein Wechsel.

Was ich am Buch am besten fand waren die integrierten Interviews, Chatverläufe, Lagepläne, Presse-Artikel usw. sogar im eBook sind die teilweise optisch vom Rest des Textes abgehoben.

Die Ermittlungen werden anschaulich dargestellt und durch die eingefügten Skizzen und Co. hat man das Gefühl, beinahe selbst ein Teil des Teams zu sein. Was ich etwas schade finde ist, dass die Ermittler andauernd ihre Verdächtigen wechseln, wie Unterwäsche. Gut, das mag realistisch sein, aber auf mich wirkte es im letzten Viertel etwas zu krampfig, als müssten noch schnell möglichst viele Theorien her, bevor die Auflösung kommt.

Die Auflösung hatte ich teilweise erraten, aber nicht komplett. Ich finde sie sehr gut. Ich mag es, wenn ein Buch unkonventionelle Wege geht und die Auflösung hier ist unkonventionell und überraschend.


Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht. Die Integration von Skizzen, Interviews, Chats etc. gefiel mir sehr, ebenso wie die Auflösung. Allerdings waren es für mich viel zu viele Sprünge. Ich habe relativ schnell total den Überblick verloren wer, wer ist und wer jetzt was genau macht, welchen Rang hat und wer denn jetzt der Boss ist. Ich war echt total verwirrt und kam da gar nicht mehr mit, bis ich in der zweiten Hälfte ganz langsam etwas mehr Überblick bekommen habe, einfach weil die Charaktere persönlich mehr involviert wurden, durch deren jeweiliges Familienleben oder auch ihre dummen Ideen, wie bei Quinn, der sich immer mehr zum Vollidioten entwickelte. Leider blieben auf der persönlichen Ebene der Ermittler sehr viele Fragen offen. Die Handlung hört da mit der Lösung des Falls einfach ganz plötzlich auf.
Die Auflösung ist richtig gut und macht auch Sinn. Aber die Phase kurz davor war mir zu viel gewollt. Der Leser sollte krampfhaft auf die falsche Fährte geführt werden, egal, welcher Theorie er glaubte.
Die Herleitung der letztlich richtigen Theorie und die untermauernden Beweise dagegen fand ich glaubwürdig, ebenso, wie den Epilog.

Von mir bekommt das Buch wegen des tollen Endes 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.02.2020

Stellenweise echt heftig, aber trotzdem so gut!

Gilde der Jäger - Engelskrieger
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Achtung: Band 4 einer Reihe!



Achtung: Stellenweise wirklich heftig!



Triggerwarnung: Folter und Vergewaltigung!





Dmitri ist der über 1000 Jahre alte Stellvertreter des mächtigen Erzengels ...

Achtung: Band 4 einer Reihe!



Achtung: Stellenweise wirklich heftig!



Triggerwarnung: Folter und Vergewaltigung!





Dmitri ist der über 1000 Jahre alte Stellvertreter des mächtigen Erzengels Rafael. Der Vampir wurde damals gegen seinen Willen verwandelt und musste den Mord an seiner Familie mitansehen. Daran ist er zerbrochen. Heute kennt er statt Liebe nur noch Grausamkeit.

Honor hat Schreckliches überlebt. Sie ist entführt und zwei Monate lang gefoltert, vergewaltigt und gefangen gehalten worden. Als sie schließlich befreit wurde, war sie mehr tot als lebendig. Dieses Trauma sitzt tief. Doch Honor kämpft sich Stück für Stück zurück ins Leben – wenn auch noch nicht ganz, die Panik ist ihr täglicher Begleiter – und arbeitet wieder als Jägerin für die Gilde. In dieser Funktion wird sie vom Erzengelturm beauftragt einen Mordfall zu lösen, der sich bald zu einer ganzen Serie auswächst. Doch der Auftrag hat einen Haken: sie muss mit Dmitri zusammenarbeiten.



Zu ihrer beider Überraschung fühlen sie sich zueinander hingezogen. Doch kann das gut gehen? Ein Mann, der die dunklen Seiten der Erotik bevorzugt und eine Frau, die auf jegliche Art schwer missbraucht worden war?



Dies ist der erste Band, in dem es nicht um Elena und Rafael geht, sie sind hier nur Nebencharaktere. Ich freue mich, dass Dmitri als erster seinen eigenen Band bekommt.



Honor und Dmitri tun einem so schrecklich leid! Beide mussten Furchtbares erleben und haben mich zum Weinen gebracht. Es ist teilweise wirklich nur schwer zu ertragen, wenn Honor in Rückblenden gefangen ist oder Panikattacken hat, wenn man erfährt, was sie ihr alles angetan haben. Auch wenn Dmitri sich in seiner Trauer und seinem Schmerz verliert, bricht einem das Herz. Wenn man in Rückblenden erfährt, dass er wie Honor auch gefoltert und missbraucht worden war und was seiner Familie angetan worden ist, das ist einfach so grausam und schrecklich. Mir sind mehr als einmal Tränen in die Augen gestiegen.



Ich freue mich für Honor so sehr, dass Dmitri Gefühle für sie entwickelt. Ich wünsche eigentlich niemandem, Dmitri in die Hände zu fallen, wenn er Bestrafung verdient hat, doch denen, die Honor entführt und gefoltert haben, denen wünsche ich es von Herzen. Immer wieder erfährt man, wozu er fähig ist und was er sich für diese Vampire überlegt hat und so schrecklich es auch ist, aber sie haben es verdient! Ich genieße die Jagd auf diese Tiere!

Ich freue mich auch für Dmitri, dass er endlich jemanden gefunden hat. Er war so lange allein.



Die Auflösung rund um Honor und Dmitri ist für mich etwas zu dick aufgetragen. Es ist schön, ja, aber es wirkt etwas weit hergeholt. Außerdem macht es das alles umso tragischer für Honor in meinen Augen.



Fazit: Ich liebe die Reihe. Jedes Mal denke ich: ich mag Band X am liebsten, doch dann lese oder höre ich die Reihe mal wieder von vorne und schon weiß ich wieder nicht mehr, welches ich am besten finde. Dieses ist auf jeden Fall ganz vorne mit dabei. Ich mag Rafaels Sieben so gern. Sie sind alle verdammt gefährlich, aber auch grundgut, obwohl sie das sehr gut verstecken können. Wenn es um ihre Frauen geht, sind sie kompromisslos und gehen über Leichen, um sie zu beschützen und zu verteidigen. Dmitri ist da nicht anders.

Stellenweise ist das Buch nur schwer zu ertragen, wenn man erfährt, was beiden angetan worden ist. Aber es ist auch unglaublich romantisch und sehr spannend.

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Veröffentlicht am 03.02.2020

Interessante Idee, aber ich kam emotional nicht an die Protagonistin heran

Die Welt nach der Flut
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Mehrere Fluten haben dafür gesorgt, dass die Welt beinahe vollkommen von Wasser bedeckt ist. Zahllose Menschen sind gestorben und die wenigen, die noch übrig sind, leben auf Booten oder auf Handelsposten. ...

Mehrere Fluten haben dafür gesorgt, dass die Welt beinahe vollkommen von Wasser bedeckt ist. Zahllose Menschen sind gestorben und die wenigen, die noch übrig sind, leben auf Booten oder auf Handelsposten. Jeder kämpft nur für sich und ums Überleben. Doch Myra kämpft um mehr. Vor sieben Jahren wurde ihre Tochter Row von ihrem Mann, Rows Vater entführt. Nie wird Myra aufhören zu suchen. Zusammen mit ihrer zweiten Tochter Pearl, mit der sie damals hochschwanger war, durchkämmt sie die Welt immer auf der Suche nach einem Zeichen von Row. Doch die Welt, in der sie leben ist gefährlich. Überall lauern Piraten und Frauen und Kinder sind sowieso Freiwild. Kann Myra es schaffen und Row finden, oder wird sie für immer verschwunden bleiben? Und welchen Preis muss sie für ihre Suche bezahlen?


Die Idee an sich fand ich wirklich gut. Die Welt ist von Wasser bedeckt und die Menschen müssen sehen, wie sie dennoch überleben. Was ich aber schade fand war, dass man überhaupt nicht erfahren hat, warum John seine Tochter entführt und seine Frau und das ungeborene Kind zurückgelassen hat. Es gab nicht einmal Vermutungen von Myras Seite, einfach gar nichts, es ist halt so.

Was mir gefallen hat, waren die Rückblenden, in denen man erfuhr, wie es überhaupt dazu kam, dass die Welt nun so ist, wie sie ist. Das war sehr interessant.

Die Handlung an sich empfand ich leider als sehr langatmig. Immer wieder gab es lange Beschreibungen oder Widerholungen im Tagesablauf, die einen irgendwie wegdriften lassen.

Was mich aber leider ziemlich gestört hat war Myra. Ja, sie ist eine Mutter und sie will ihr Kind finden und retten, aber dabei setzt sie, ohne groß darüber nachzudenken das Leben ihrer anderen Tochter und später auch vieler anderer Menschen einfach so aufs Spiel. Es scheint als wäre ihr Row wichtiger als Pearl. Sie ist sehr egoistisch, manipulativ und zieht, komme was wolle, immer ihr Ding durch, ohne Rücksicht auf Verluste. Manchmal kommt es mir so vor, als sei jeder Mensch, den sie trifft, nur ein Mittel zum Zweck, um irgendwie an Row heranzukommen. Sie strebt nicht danach ein gutes und halbwegs sicheres Leben für Pearl aufzubauen, es geht ihr einzig und allein darum Row zu finden.
Ich kann nachvollziehen, dass ihr das extrem wichtig ist, aber nicht verstehen kann ich, wie sie Pearl einfach riskiert.

Ich kam emotional nicht an die Charaktere heran. Vielleicht ist das auch gewollt, um der Düsternis und Schwere dieser dystopischen Welt Ausdruck zu verleihen, aber mich hat es gestört. Ich mochte Myra leider überhaupt nicht. Anfangs tat sie mir leid, aber sie war so kalt und distanziert und hat mich damit von sich gestoßen.

Ich weiß nicht, wie ich an ihrer Stelle handeln würde, ich habe keine Kinder und weiß nicht, ob ich nicht auch alles riskieren würde. Aber von Gefühl her würde ich glaube ich nicht das Leben des einen Kindes riskieren, um das andere zu finden, das macht in meinen Augen wenig Sinn.


Fazit: Wer Piratengeschichten mag und den Klimawandel gern weiterdenkt, dem könnte dieses Buch sehr gefallen. Ich fand die Rückblenden am interessantesten. Aber leider konnte ich keine Verbindung zur Protagonistin aufbauen, die mir zudem auch noch unsympathisch war. Ich finde die Idee echt super und wie man selbst anfängt nachzudenken, „was wäre, wenn“ das eben wirklich eines Tages passiert mit so einer Flut. Aber dennoch konnte es mich nicht wirklich fesseln. Mir hat der persönliche Zugang gefehlt, die emotionale Nähe zu Myra und das Mitfiebern mit ihr und ihrer Mission. Ich habe eher das Negative an ihrem Verhalten bemerkt, das für mich das edle Ziel, die Rettung ihrer Tochter überlagert hat.

Von mir bekommt das Buch 2 Sterne.

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