Cover-Bild Flying High

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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 29.07.2019
  • ISBN: 9783736309890
Bianca Iosivoni

Flying High

Das Einzige, was für mich zählt, ist, dass du jetzt hier bist



Hailee hatte ein Geheimnis. Ein dunkles Geheimnis, das niemand kannte und niemand erfahren sollte. Am allerwenigsten Chase, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat. Hailee war klar, dass sie Chase verlieren würde. Sie wusste es von der ersten Sekunde an, als sie ihm gegenüberstand. Und doch hat er ihr Herz mit jedem Lächeln und jeder Berührung ein bisschen mehr erobert. Aber gibt es für sie beide überhaupt eine Chance? Oder müssen sie einsehen, dass manchmal nicht einmal die Liebe ausreicht, um zwei Menschen zusammenzuhalten?



"Die Liebesgeschichte von Hailee und Chase ist nicht nur atemberaubend schön, sondern ehrlich, feinfühlig und der Inbegriff von Mut." STEHLBLÜTEN




Die mitreißende Fortsetzung von Falling Fast!



Die neue New-Adult-Reihe von Bianca Iosivoni:

1. Falling Fast
2. Flying High

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2019

zu oberflächlich, zu wenig Handlung

5

„Vielleicht gibt es weder eine alte noch eine neue Hailee, und ich… ich bin einfach nur verloren.“ (Hailee in Flying High)

Worum geht’s?

Nach dem schockierendem Ende von Falling Fast rast Chase los, ...

„Vielleicht gibt es weder eine alte noch eine neue Hailee, und ich… ich bin einfach nur verloren.“ (Hailee in Flying High)

Worum geht’s?

Nach dem schockierendem Ende von Falling Fast rast Chase los, um Hailee zu retten. Wird er es schaffen? Wird es noch eine Chance für ihre Liebe geben? Und falls ja, wie wird das Leben danach aussehen?

Flying High ist der zweite Teil einer Dilogie und setzt Band 1 fort. Vorkenntnisse aus Band 1 sind notwendig. Die Dilogie schließt mit Flying High.

Schreibstil / Gestaltung

Das Cover ist erneut ein wahrer Hingucker in strahlenden Blau mit goldenen Highlights. Das Cover lässt jedoch wieder keinerlei Rückschluss auf den Inhalt des Buches zu, passt aber zu Band 1.

Das Buch startet wie bereits Band 1 mit einer TRiggerwarnung, die identisch zu Band 1 ist. Das Buch setzt unmittelbar nach Band 1 an und wird fortan linear erzählt. Es gibt keine Rückblenden. Hailee und Chase führen den Leser wieder in der Ich-Perspektive durch das Buch, wobei die Kapitel jeweils entsprechend übertitelt sind, teilweise jedoch auch mitten im Kapitel der Erzähler wechselt. Der Erzählanteil von Hailee überwiegt dieses Mal deutlich. Anders als in Band 1 merkt man hier einen deutlichen Unterschied in der charakterlichen Darstellung. Der Schreibstil ist wie bei Band 1 locker und gut lesbar. Das Spruch ist sprachlich angemessen für das Genre und die Protagonisten.

Mein Fazit

Vorweg möchte ich darauf hinweisen, dass ein Teil der Rezension sich im Spoilerbereich abspielen wird, was nachvollziehbar ist, da ich für Kritik an dem Buch natürlich auch Inhalte eingehen muss. Bis zum ausdrücklichen Spoilerhinweis werde ich nur allgemein über das Buch sprechen.

Nachdem mich Falling Fast ja eher ratlos als rastlos zurückgelassen hat, war ich lange unsicher, ob ich Flying High lesen möchte. Am Ende siegte die Neugier, ob die Autoren den Scherbenhaufen aus Band 1 zusammenkehren und – in realistischer und nachvollziehbarer Weise - kitten kann. Ich muss allerdings festhalten: Ich hätte es mir schenken können.


Der Einstieg in das Buch gelang mir zwar erneut ganz gut, insbesondere da zeitnah nach dem Ende von Band 1 eingesetzt wird, die Ernüchterung kam jedoch sehr schnell. Bereits nach wenigen Seiten war der Kern der Handlung abgeschlossen. Was danach bleibt, ist ein regelrechtes Wirrwarr aus Handlungslosigkeit. Hier und da werden Themen angerissen, bunt zusammengewürfelt und dann doch in einem schwarzen Loch versenkt. Nach den ersten 100 Seiten war ich verwundert, dass ich bereits ein Viertel des Buchs hinter mir hatte und eigentlich wenig bis nichts passiert ist. Ich hatte nicht erwartet, dass Flying High ein ultimativ-spannendes Buch ist, aber zumindest viel Tiefe und viele Emotionen hatte ich erhofft. Bekommen habe ich davon sehr wenig. Als nach der Hälfte des Buches eine Entscheidung auch noch die Lovestory topediert, war bei mir fast schon der Ofen aus. Nachdem ich ja bereits in Band 1 die Beziehung von Hailee und Chase nicht wirklich nachvollziehen konnte, war dies auch in Band 2 nicht besser, ganz im Gegenteil. Hinzu kommen nach etwa Dreiviertel des Buches Entscheidungen von Chase, die regelrecht aus dem Nichts kommen und dann auch ins Nichts – abgesehen von ein wenig Drama – laufen. Es werden einfach immer wieder kleinere Storylines aufgegriffen – Katies Tod, Chase Bruder Josh und sein Drogenproblem, die Boxkämpfe – und nach wenigen Sätzen sind die wieder abgeschlossen. Insbesondere Josh und Chase hätten noch viel Potenzial gehabt, allerdings entpuppt sich dieser Plot eher als Blindgänger, sodass man sich fragt, wieso es ihn überhaupt gab.

Über weite Strecken passiert also wie in Band 1 nichts, die Geschichte plätschert seicht vor sich hin. Sie erfüllt nebenbei wieder zahlreiche Klischees, aber bringt dieses Mal nicht einmal dieses Wohlfühl-Gefühl mit sich wie Band 1 es tat, dieses „süße Kleinstadt“-Feeling. Es fehlte wieder an so vielen Stellen im Buch die Tiefe, dass ich nicht mitleiden konnte und keine emotionale Bindung zum Gelesenen gefühlt habe. Das empfand ich in diesem Buch fast noch tragischer aufgrund der Thematik. Am Ende war ich erstaunt und auch ein wenig enttäuscht, wie wenig Handlung auf 400 Seiten zu finden ist, wie viel Potenzial verschenkt wurde und wie oberflächlich mit einem so wichtigem Thema umgegangen wurde. Den einzigen Pluspunkt gibt es dafür, dass zumindest die Marketing-Botschaft „sei mutig“ hier noch einmal kritisch aufgegriffen wurde. Sogar Chase wirkt nicht wie Chase, er spielt eine fast schon untergeordnete Nebenrolle und als er dann endlich mal im Fokus steht, entwickelt er sich so schnell, dass einem fast schwindelig wird. Zu Hailee konnte ich in Band 1 kaum eine Verbindung aufbauen. Das Problem ist jetzt aber, dass in Flying High Hailee natürlich ihr wahres Inneres zeigt. Dies ist eine ziemliche 180-Grad-Wendung und wird einige Leser sicher überfordern.

Insgesamt muss ich leider festhalten, dass Flying High für mich die Dilogie nicht retten konnte. Ich hatte gehofft, dass diese kritischen Themen hinreichend beleuchtet werden und auch der Verarbeitungsprozess aufgezeigt wird. Tatsächlich bleibt Flying High aber oberflächlich und fast schon klischeehaft, die wirklich interessanten Punkte werden nicht thematisiert und auch die Lovestory verläuft sich regelrecht im Sande, nur um dann krampfhaft abgeschlossen zu werden. Flying High hat zu viele Seiten für viel zu wenig Handlung. Es hätte der Dilogie besser getan, wenn man Falling Fast etwas gestaucht hätte – denn hier gab’s extreme Längen – und dann die Thematiken aus Band 2 mit in Band 1 genommen hätte. Es braucht einfach keinen zweiten Teil, weil in diesem nichts Weltbewegendes passiert.

+++ es folgen im Weiteren Spoiler!!! +++

Es kommt wenig überraschend, dass Hailee sich nicht umbringt. Das ist verständlich, nachvollziehbar und für mich auch die einzig richtige Handlung, dass Hailee selbst entscheidet, nicht sterben zu wollen. Zu keiner Zeit habe ich daran gezweifelt, dass diese Variante ausgespielt wird. Hätte sie es getan und Chase sie gerettet, hätte man sie eindeutig einweisen müssen und naja, wie hätte das Buch sonst laufen sollen? Daher lag für mich die Kernfrage darauf, wie mit diesem ernstzunehmenden Selbstmordversuch, den generellen Gedanken zum Thema Tod und der Thematik rund um Hailees Depressionen umgegangen wird. Ich war beruhigt, dass zumindest angesprochen wurde, dass Hailee sich in Therapie begibt. Das war’s aber eigentlich auch schon. Es wird 2-3x im Buch angesprochen, dass sie in Therapie ist, Einblicke erhalten wir aber nicht. Wir dürfen nicht bei Therapiestunden dabei sein, sondern dürfen nur in Hailees endloses Gedanken-Karussell schauen. Hier tut sich aber das nächste Problem auf: Immer und immer wieder sehe ich ernstzunehmende Gedankengänge, die gefährlich werden können. Statt in eine längere Unterbringung zur Therapie zu gehen, besucht Hailee alle paar Tage ihre Therapeutin und verbringt den Rest der Zeit in dem Haus, in dem sie alles an ihre Schwester erinnert.

Ja, Hailee kehrt Fairwood den Rücken, lässt Chase zurück und geht mit ihren Eltern zurück nach Hause, mit denen sie sich regelmäßig streitet. Damit landen wir schon beim nächsten Problem: Wie möchte man eine glaubwürdige Liebesgeschichte bauen, wenn Chase nicht an ihrer Seite sein kann, während sie leidet? Für mich gar nicht. Beide leben die Hälfte des Buches nebeneinander her, telefonieren sporadisch, Chase kommt sie einmal besuchen – was natürlich direkt im Sex endet -, Chase ist wieder am College und irgendwie verrennt sich die Geschichte. Am Ende wird dann einfach bei Hailee die Erkenntnis hervorgerufen, dass sie zurück nach Fairwood will, zu ihren Freunden, zu Chase (auch wenn sie ihn nur alle paar Wochen dann sieht – sie weiß zu dem Zeitpunkt nicht, dass er sein Studium abbrechen will). Gesagt, getan, ist Hailee also wieder in Fairwood, alle sind glücklich, Hailee schreibt dem Verlag wegen des Angebots, möchte direkt noch Jespers Manuskript (oh, da war ja noch was!) mit anbieten, bekommt ihren Kellnerjob wieder und geht regelmäßig zur Therapeutin. Das war’s. Aber wieso braucht man dafür 400 Seiten? Wieso musste Hailee die Hälfte des Buches nach Hause zu ihren Eltern, wo man jederzeit merkt, dass es ihr nicht guttut und ihre Eltern sie nicht verstehen? Das Buch wirft so viele Fragen auf und gibt so wenige Antworten. Dies betrifft auch Chase, seine Entscheidung des Studiumsabbruchs (Blitzgedanke), die ganze Geschichte mit seinem aus dem Nichts zurückkehrenden Bruder (diese Handlung wird kurz thematisiert, Josh ist wieder da, aber es passiert nichts in der Entwicklung).

Und das traurigste? Man verlässt Hailee und Chase mit dem Gefühl, dass eigentlich nichts er- und geklärt ist.

[Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise vom Verlag überlassen wurde. Meine Meinung ist hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 26.08.2019

Emotionales Finale

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ACHTUNG: Die Rezension enthält Spoiler für Band eins der Reihe und über die Auflösung des Cliffhangers am Ende des ersten Bandes!!!!

Flying High von Bianca Iosivoni ist die Fortsetzung zu Falling Fast ...

ACHTUNG: Die Rezension enthält Spoiler für Band eins der Reihe und über die Auflösung des Cliffhangers am Ende des ersten Bandes!!!!

Flying High von Bianca Iosivoni ist die Fortsetzung zu Falling Fast und das Ende der Dilogie. Vorweg sei gesagt, dass mir Band eins sehr gut gefallen und 5 Sterne gekriegt hat.

MEINUNG:

Mich hat selten ein Buch so mitgenommen und ich musste auch unfassbar viel weinen.

Ich wollte, dass unsere Protagonisten einfach ein Happyend kriegen und alles wieder gut wird, aber genau das wäre kein glaubwürdiges Ende geworden.

Meine Ängste darüber, dass die wichtigen Themen zu kurz kommen könnten, waren komplett unbegründet, da Hailees ungesunder Seelenzustand und auch ihr Kampf damit bis zur letzten Seite thematisiert werden.

New Adult wir häufig mit Unterhaltungsliteratur gleichgesetzt, aber dieses Buch ist weder dies noch ein Buch für zwischendurch.

Hailee und Chase befinden sich in einem Tiefpunkt in ihrem Leben und beide müssen kämpfen, damit es ihnen besser gehen kann. Es wird nicht suggeriert, dass plötzlich, wie durch ein Wunder, alles perfekt werden kann, dass die Liebe alle Probleme löst. Wir treffen hier auf Figuren, die es genauso im echten Leben geben könnte und die genauso unvollkommen sind wie ich oder Du.

Die Geschichte zeigt einem, dass man nicht allein ist, egal ob man andere enttäuscht, sich gerade selbst nicht erkennt oder einfach alles infrage stellt. Sie zeigt einem, dass es manchmal nötig ist, an sich selbst zu denken und es möglich ist alles umzukrempeln und ein Neuanfang zu wagen.

Sprache/Stil: Biancas Schreibstil ist sehr flüssig und einfach zu lesen und man kommt schnell in die Geschichte rein. Die gewählten Erzählperspektiven und auch der Stil führen zu einer unfassbaren Nähe der Figuren. Hailees und Chase Gedanken sind häufig ungeordnet und sprunghaft und die Sprache spiegelt das wieder, so wirkt es manchmal ungewöhnlich, wenn sich einige Sätze mal wiederholen und wirklich einfache Wörter benutzt werde, aber genau so sind nun mal Gedanken. Diese Tatsache hat dazu geführt, dass ich mich unfassbar gut in die Figuren hineinversetzend konnte und ihre Sorgen und Ängste wie meine eigenen wahrgenommen habe.

Setting: Im ersten Teil habe ich mich mit Hailee zusammen in Fairwood verliebt. In diesem Band habe ich die Stadt teilweise vermisst, auch wenn sie noch immer eine zentrale Rolle spielt, sind wir nicht immer vor Ort und wenn doch , sind die Beschreibungen der Umgebung nicht so detailiert wie im ersten Teil. Mich hat es zwar etwas gestört, aber letztlich hatte das einen Grund. Im ersten Band wird häufig nur das sichtbare beschrieben und in Flying High wir der Fokus vom Äußeren auf die Innenwelt der Protagonisten gerichtet. So habe ich Hailee viel besser verstehen können und sie war mir viel sympathischer.

Fazit:

Ich liebe diese Fortsetzung.

Band eins war für mich ein Wohlfühlbuch, (außer die Enthüllung zum Schluss), aber dieses Ende macht es zu einer Geschichte, die ich wahrscheinlich niemals vergessen werde. Die Geschichte von Hailee und Chase ist realistisch für mich und gibt mir das Gefühl, dass jeder seine Probleme hat und nie alles Vollkommen sein kann, aber man trotzdem sein bestes geben sollte und für ein Stück Glück weitermachen sollte.

Veröffentlicht am 07.08.2019

Eine wunderschöne und wichtige Geschichte

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„Menschen machen Fehler. Und vielleicht geht es gar nicht mal darum, alles zu vergeben und zu vergessen, sondern darum, zu lernen, Menschen trotz all ihrer Fehler zu lieben.“

Ich habe nun endlich auch ...

„Menschen machen Fehler. Und vielleicht geht es gar nicht mal darum, alles zu vergeben und zu vergessen, sondern darum, zu lernen, Menschen trotz all ihrer Fehler zu lieben.“

Ich habe nun endlich auch Flying High beendet und dieses Buch hat mich umgehauen!

Der Abschluss der Dilogie rund um Hailee und Chase setzt genau dort fort, wo Falling Fast endet. Hailees Geheimnis wurde gelüftet. Nun müssen sich alle um sie herum mit den Konsequenzen befassen, allen voran Chase und natürlich Hailee selbst, was eine große Herausforderung für beide darstellt.

Der Einstieg ins Buch fiel mir, anders als im ersten Band, sehr leicht und ich konnte problemlos in das Geschehen in Fairwood eintauchen. Wie nach dem fiesen Cliffhanger zu erwarten, waren die ersten Seiten emotional extrem aufwühlend und gingen mir sehr ans Herz. Auch danach blieb es äußerst gefühlvoll, die Gefühls- und Gedankenwelt von Hailee und Chase hat sich total real angefühlt. Was ich persönlich auch beeindruckend finde, ist die Art und Weise, wie die Autorin Hailees Weg danach geschildert hat - und es gleichzeitig auch geschafft hat, alle um sie herum mit einzubinden. An keiner Stelle hat sich die Geschichte unrealistisch angefühlt oder wurde zu schnell erzählt. Die Charakterentwicklung kann man sehr gut mitverfolgen. Die Themen, mit denen man sich als Leser hier auseinandersetzt, sind wahnsinnig wichtig und auch mir hat das Buch so einiges mit auf den Weg gegeben, was ich nicht so schnell vergessen werde.

Flying High ist ein großartiges Buch und ein wunderschöner Abschluss von Hailee und Chase‘ Geschichte. Die 5 Sterne sind hier absolut verdient! Ein großes Dankeschön an Bianca Iosivoni, dass sie uns nach Fairwood reisen ließ und diese wunderschöne Geschichte erzählt hat.

Veröffentlicht am 17.01.2020

Gut, aber "Falling Fast" ist doch einen Tick besser...

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Bianca Iosivoni hat mit "Flying High" ein wichtiges Thema angesprochen und mir speziell aufgezeigt, wie sehr Erkrankungen - sowohl psychischer als auch physischer Art - das Leben von Menschen verändern ...

Bianca Iosivoni hat mit "Flying High" ein wichtiges Thema angesprochen und mir speziell aufgezeigt, wie sehr Erkrankungen - sowohl psychischer als auch physischer Art - das Leben von Menschen verändern können. Im Vergleich zu "Falling Fast" hat mir ein wenig der Humor gefehlt und auch der Zwang, unbedingt weiterlesen zu wollen. Die Handlung hat sich anfangs ziemlich gezogen, weshalb ich "Flying High" auf jeden Fall hinter "Falling Fast" einreihen würde.

Cover: Wie eigentlich immer bei Büchern des Lyx-Verlages zieht das Cover mit seiner schlichten Besonderheit an. Ich persönlich finde, die blaue Farbe strahlt eine gewisse Freude aus, und alleine deshalb würde ich das im Buchladen schon aus dem Regal nehmen.

Erzählstil: Wie auch in "Falling Fast" hat mich Bianca Iosivonis Stil, die Geschichte von Hailee und Chase zu erzählen, von der ersten Seite an mitgerissen. Man kann die Gefühle der Protagonisten gut nacheimpfinden und hat keinerlei Schwierigkeiten sich zuerechtzufinden, wer gerade was sagt oder tut. Da die gesamte Geschichte eine andere Grundstimmung halt als im ersten Buch ist die Art und Weise, wie erzählt wird, nicht mehr so humorvoll. Stattdessen stellt Bianca Iosivoni einige Szenen nun auf eine viel ernstere Weise dar, was dem Buch aber keinesfalls schadet.

Handlung: Tja, die Handlung... Leider hat mich die Handlung im Vergleich zu "Falling Fast" nicht halbsosehr gepackt. Erst nach den ersten 150-200 Seiten (also dem halben Buch!) hatte ich wirklich das Bedürfnis, es nicht mehr weglegen zu wollen. Davor hat sich alles irgendwie ein bisschen in die Länge gezogen und immer um ein und denselben Punkt gedreht, ohne vorwärts oder rückwärts voran zu kommen.
!Achtung, Spoiler!
Allgemein finde es ich super, dass in einem New Adult-Roman Selbstmordgedanken und -versuche thematisiert werden, um darüber aufzuklären. Auch speziell über die Wirkung verschiedener Antidepressiva und deren Nebenwirkungen - die bei Hailee klar sichtbar aufgetreten sind - wird aufgeklärt, was ich echt klasse finde, da ich noch nie darüber nachgedacht habe, was diese Medikamente eigentlich so richtig bewirken.
Aber dennoch... Ich kann gar nicht so richtig sagen, was mir gefehlt hat. Im Vergleich zur Handlung des ersten Buches - in welchem Chase und Hailee "einen ganzen Sommer" zusammen erleben, kam mir die Handlung in "Flying high" eher flach und eintönig vor.

Charaktere: Meine Bewertung zwischen Handlung und Charakteren hängt wahrscheinlich ziemlich eng zusammen.
Die Hailee aus "Falling Fast" habe ich geliebt. Irgendwo ängstlich, aber dennoch hinten hinaus immer mutig genug, um doch den nächsten Schritt zu wagen und eine bleibende Erinnerung zu schaffen.
Die Hailee aus "Flying High" hingegen ist plötzlich wieder so zurückgezogen und "unternehmungsscheu", was mit Sicherheit auch mit ihrem Zusand zusammen hängt. Ich erwarte nicht, dass man hier ein falsche Bild von einem Menschen aufzeigt, aber dennoch habe ich mich dadurch eher distanzierter von ihr gefühlt.
Chase habe ich nach wie vor ins Herz geschlossen und das wird sich auch nicht ändern
Und eine Person muss ich einfach noch ansprechen. Josh ... Einerseits kann ich seine Ängste absolut nachempfinden. Andererseits habe ich mich die ganze Zeit darüber geärgert, wie man so egoistisch sein kann, von seinem eigenen Bruder immer nur zu nehmen und nichts zurückzugeben. Das ist vielleicht ein bisschen hart gesagt, aber allgemein habe ich ihn so wahrgenommen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2020

...das Finale lässt mich ratlos zurück.

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Der zweite Band der Diologie von Bianca Iosovini "Flying High" schließt an Band 1 "Falling Fast" an. Band 1 muss zwingend vor Band 2 gelesen werden.

Band 2 schließt direkt dort an, wo Band 1 aufgehört ...

Der zweite Band der Diologie von Bianca Iosovini "Flying High" schließt an Band 1 "Falling Fast" an. Band 1 muss zwingend vor Band 2 gelesen werden.

Band 2 schließt direkt dort an, wo Band 1 aufgehört hat: Mit einem Wettlauf gegen die Zeit. Hailee hat eine Entscheidung getroffen, mit gravierenden Folgen. Kann Chase sie abhalten?

Das Cover ist mal wieder...hach, ein Traum!

Auch der Schreibstil konnte mich direkt wieder fesseln. Bildlich, aber gleichzeitig nicht zu ausschweifend. Auch wenn ich die Handlung und die Charaktere dieses Bandes im Folgenden noch kritisieren muss - der Schreibstil hat das einfinden in die Geschichte einfach gestaltet.


Die Rezension ist für mich nicht ohne Spoiler möglich

Nachdem Band 1 mich mitgerissen hat, war ich von Band 2 doch eher enttäuscht:

Zum Inhalt: Die Handlung ist an vielerlei Stelle extrem langatmig - sie geht nur schleppend voran. Nach diesem extremen Cliffhanger irgendwie schockierend. Und besonders der Cliffhanger und der Umgang damit hat mich extrem gestört:

Hailee wollte sich umbringen. Und auch wenn sie sich entschieden hat, dass sie es nicht tun wollte, hätte ich mir gewünscht, dass diese Entscheidung im Nachgang stärker thematisiert wird. Chase nimmt sie mit zurück nach Fairwood und passt dort auf sie auf. Freunde passen auf sie auf. Doch sie hat einen ernstzunehmenden Versuch gestartet sich das Leben zu nehmen. Der Umgang damit hätte, meiner Ansicht nach, viel stärker und intensiver thematisiert werden müssen. Auch wenn angesprochen wird, dass sie sich in Therapie begibt, hätte der Fokus auch auf dem Heilungsprozess liegen müssen.

Das Thema ist mutig und der Umgang damit sicherlich schwer. Ich empfand ihn aber an vielerlei Stelle als zirkulär - es hat sich irgendwie im Kreis gedreht. Auch wenn ich Chase Gedanken nachvollziehbar fand, hätte ich mir dennoch gewünscht, dass er sie ins Krankenhaus bringt. Das wäre definitiv die vernünftigere Option gewesen...

Ich weiß nicht, ob es an der Langatmigkeit, an dem Umgang mit dem Thema Selbstmord oder an etwas anderem lag, aber Band 2 hat mich nicht ergriffen - ich habe mich zeitweise handlungstechnisch irgendwie gelangweilt, weil es so repetitiv war. Durch Chase Umgang mit Hailees Selbstmord und allem was danach kam, habe ich für mich auch die Sympathie zu den beiden als Paar verloren und empfand die Reaktionen und Handlungen seinerseits weder nachvollziehbar noch verantwortungsvoll.

Leider für mich kein gelungener Abschluss nach einem guten Start.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere