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Veröffentlicht am 19.09.2024

Einen Kritikpunkt habe ich, ansonsten fand ich es aber echt toll

Lieferdienst
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In der Zukunft ist das Leben vor allem auf eins ausgerichtet: Konsum – um jeden Preis. Lieferdienste drucken/produzieren alle Produkte selbst und liefern sie teils mit Drohnen, überwiegend aber mit sogenannten ...

In der Zukunft ist das Leben vor allem auf eins ausgerichtet: Konsum – um jeden Preis. Lieferdienste drucken/produzieren alle Produkte selbst und liefern sie teils mit Drohnen, überwiegend aber mit sogenannten Bringern und das sogar bei voller Fahrt auf der Autobahn. Gekämpft wird mit harten Bandagen und es gibt Szenen wie im Krieg.

Arkadi ist ein solcher Bringer und noch dazu ein sehr guter. Er ist auf dem besten Wege bald befördert zu werden. Als ihn ein verletzter Kollege – eine Bringer-Legende! – bittet, eine seiner Lieferungen zu übernehmen, muss Arkadi wenig später mitansehen, wie dieser Kollege ermordet wird. Wo ist er da hineingeraten?


Schon heute beschweren wir uns über die „Konsum-Gesellschaft“, dass alles, was kaputt ist, nicht mehr repariert, sondern ausgetauscht wird, dass es zu viele Pakete sind, die jeden Tag verarbeitet und zugestellt werden und Menschen alles nur noch online bestellen. In diesem Buch wurde das alles auf die Spitze getrieben – Konsum auf Crack, wenn man so will.

Eine Gesellschaft, in der alles von Druckern hergestellt und von zahllosen Drohnen und Bringern zugestellt wird, alle im Kampf um denselben Auftrag. Wer zuerst zustellt, hat gewonnen, die überflüssige Ware der Konkurrenten wird vernichtet. Wie krank ist das? Verschwendung auf höchstem Niveau. Aber es kommt noch krasser: gut situierte Menschen leisten sich einen Anprobierroboter, der Kleidung und ähnliches für sie auspackt, anprobiert und ggf. zurückschickt. Das ist so eine heftige Zukunftsvision.

Auch bei den Lieferdiensten geht es heftig zu. Sie sind beinahe schon militärisch organisiert. Die Wortwahl allein ist schon krass, da ist die Rede von „Lieferschlacht“, „Lieferkrieg“ und „militärischem Marketing“. Und die Entwicklung geht auch in Richtung immer neuer Extreme.

Die Handlung rund um die mysteriöse Lieferung, die Arkadi zustellen soll und das, was danach passiert und wie das alles immer größer und größer wird, ging für mich fast unter vor der Kulisse von all diesem Konsum. Man wird davon richtig gehend erschlagen – aber auf eine gute Art, weil einen das dazu bringt, zu erkennen, wie nah wir da teilweise schon dran sind.
Der Handlungsstrang rund um diese Lieferung hat mich irgendwann leider abgehängt. Ich habe da nicht ganz durchgeblickt und fand auch die Auflösung und das Ende etwas konfus.


Fazit: Mir hat das Buch richtig, richtig gut gefallen. Mit einem Handlungsstrang hatte ich zunehmend Probleme und blickte bis zum Ende nicht durch, aber davon abgesehen, fand ich das Buch wirklich toll.

Man bekommt eine Horrorvision einer konsumorientierten Gesellschaft präsentiert, die einen sprachlos macht. Und besonders dieser gesellschaftskritische Teil gefiel mir ausnehmend gut.

Das Tempo blieb hoch und es wurde auch immer wieder spannend, aber das Ende und die Auflösung fand ich eher konfus.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Der Schreibstil war nicht meins, der Inhalt dafür schon

Death. Life. Repeat.
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Triggerwarnung: sexuelle Übergriffe, Drogenmissbrauch, toxische Männlichkeit, Sexismus, Entmenschlichung von Frauen, Victimblaming.


Spencer ist ein typischer Teenager. Er interessiert sich mehr dafür ...

Triggerwarnung: sexuelle Übergriffe, Drogenmissbrauch, toxische Männlichkeit, Sexismus, Entmenschlichung von Frauen, Victimblaming.


Spencer ist ein typischer Teenager. Er interessiert sich mehr dafür zu feiern und cool zu sein, als für die Schule oder seine Zukunft. Auch in seiner kleinen Clique, die nur aus drei Mitgliedern besteht, will er dazugehören und seinem besten Freund gefallen. Für ihn ist es normal, Mitschülerinnen nach ihrem Äußeren mit Punkten zu bewerten, sich über sie auszulassen und darüber zu lachen, wenn es seine Freunde tun.
Doch eine Nacht verändert alles. Spencer erlebt, wie Clara Hart stirbt. Obwohl er Clara nicht besonders mag, wünscht er ihr dieses Schicksal nicht und als sich der Tag plötzlich wiederholt, versucht er ihren Tod zu verhindern. Immer und immer wieder.


Der Schreibstil war gar nicht meins. Diese Mischung aus Jugendsprache, Umgangssprache und kurzen, abgehackten Sätzen, machte mir heftig zu schaffen. Ich tat mich damit echt schwer. Davon abgesehen möchte ich das Buch aber wirklich jedem ans Herz legen. Meiner Meinung nach sollte es Schullektüre werden.

Warum? Wegen Spencer. Zuerst ist er ein typischer Teenager-Junge. Er glaubt, die Welt dreht sich nur um ihn, erkennt die toxische Männlichkeit nicht, die ihn umgibt und an der er aktiv beteiligt ist. Doch je öfter sich der Tag wiederholt, je weiter er zurückgehen muss, um die Weichen zu stellen und hoffentlich Claras Tod zu verhindern, desto mehr fällt ihm auf, dass das was er und vor allem auch sein bester Freund Anthony tut, nicht in Ordnung ist. Er beginnt Zeichen zu erkennen und Dinge anders zu deuten. Er sieht auch Clara mehr und mehr in einem anderen Licht und Mädchen im Allgemeinen.

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Geschichten, in denen sich Tage immer und immer wieder wiederholen, aber bei diesem Buch fand ich das toll. Weil es gut gemacht war. Ja, man kriegt keine Erklärung dafür, wie das möglich ist und so aber darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, wie Spencer mehr und mehr seine Sicht auf die Welt verändert. Wie er den Blick auf sich selbst und andere Jungs, vor allem auf seine Freunde, verändert. Wie er lernt, Dinge anders einzuordnen und kritisch zu hinterfragen.


Fazit: Der Schreibstil war überhaupt nicht meins, aber das lag daran, dass – so vermute ich es zumindest – versucht wurde die Sprache der Jugend abzubilden, was zudem noch in einer Übersetzung bestimmt alles andere als leicht war. Ich persönlich tu mich einfach mit der Sprache schwer, mit dem abgehackten Satzbau und der Wortwahl, die ich oft nicht gut verstanden habe. Ich musste erst die Vokabeln lernen, wenn man so will.

Davon abgesehen fand ich das Buch aber richtig, richtig gut und verdammt wichtig. Es werden sehr viele wichtige Themen behandelt und das ohne Zeigefinger, sondern mittels der Entwicklung des Protagonisten. Besonders die alltägliche toxische Männlichkeit unter Teenager-Jungs und die Objektivierung von Mädchen und Frauen wurde richtig schön herausgearbeitet.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne und eine dicke Empfehlung für Jugendliche.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Richtig gute Dark Romance!

Heute, Morgen Und In Alle Ewigkeit
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Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen. Ein Epilog teasert aber einen weiteren Band an.

Mellory begegnet in einem Club Killian De La Cruz und hat keine Ahnung, wo sie dadurch hineingerät. ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen. Ein Epilog teasert aber einen weiteren Band an.

Mellory begegnet in einem Club Killian De La Cruz und hat keine Ahnung, wo sie dadurch hineingerät. Denn Killian ist nicht einfach nur ein arroganter Kerl, der glaubt über Mellory bestimmen zu können, bloß weil er sie will, nein, Killian ist der Erbe eines Kartells.
Bald stellt er Mellorys Leben auf den Kopf und obwohl sie ihm dafür ab und an den Kopf abreißen will, kann sie sich der Anziehungskraft zwischen ihnen kaum entziehen.


Ja, es handelt sich hier um Dark Romance, aber eine Dark Romance, die ohne sexuelle Übergriffe seitens des Protagonisten auskommt und dadurch für mich alle anderen Bücher des Genres in diesem Jahr hinter sich lässt.

Okay, Kilian ist übergriffig, weiß nicht, was Privatsphäre ist, und ist extrem eifersüchtig. Aber er ist nicht sexuell gewalttätig. Er zwingt Mellory nicht dazu, mit ihm ins Bett zu gehen, oder seinen Kinks zu entsprechen. Mellory ist für ihn die Eine, das weiß er auf den ersten Blick und weil er eben ist, wer er ist, will er auf seine Art dafür sorgen, dass sie die Seine wird. Zum Beispiel, indem er ihr befielt mit ihm auszugehen oder dafür sorgt, dass sie nur eine bestimmte Menge Alkohol ausgeschenkt bekommt. Er ist kontrollierend, aber er hält Mellory auch nicht für zu blöd, sich um sich selbst zu kümmern, er meint nur, dass er das besser kann. Ja, er ist arrogant, aber er liefert auch. Er möchte sie verwöhnen und ihr alles bieten.

Mellory hatte kein leichtes Leben – es war eher das Gegenteil. Sie ist es gewohnt, um alles kämpfen zu müssen und sich um sich selbst und ihren Bruder zu kümmern. Kein Wunder also, dass sie nicht wirklich mit der Situation umzugehen weiß, dass da auf einmal dieser Kerl ist, der sich um sie kümmern und alle ihre Probleme verschwinden lassen will.

Durch sein Dasein als Kartellerbe wird es auch immer wieder mal blutig. Manchmal auch ein wenig sehr blutig, aber dadurch, dass mir Killian sympathisch war, ging das alles für mich noch.


Fazit: Mir hat das Buch wirklich richtig gut gefallen. Ja, Killian ist recht eigen, aber er kann auch echt süß sein. Ich fand es einfach mal total erfrischend Dark Romance zu lesen, ohne dass ER ihr gegenüber sexuell übergriffig war. Mellory weiß, wie sie sich behaupten kann und das macht es echt gut. Gegen Ende wurde es mir ein bisschen zu dramatisch und eine Sache war mir einfach zu drüber, aber das ist Geschmackssache.

Leider hat das Lektorat keinen besonders guten Job gemacht, das ist schade, weil das Buch Besseres verdient gehabt hätte. So findet sich leider kein einziger Genitiv im Buch, diverse Fehler und manche Sätze sind brutal krumm. Darunter leidet die Geschichte etwas, aber ich hoffe, dass die geplante Neuveröffentlichung mit überarbeitetem Text, dem Abhilfe schaffen wird.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne – ohne die Fehler wären es 4,5 geworden.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Mir waren es zu viele Wiederholungen und es fehlte das gewisse Etwas

We Conquer the Dark
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Lucy lebt seit dem Tod ihres Vaters zurückgezogen. Doch das ändert sich, als sie einen Mann mit Flügeln in ihrem Hinterhof findet. Nein, Lucy ist nicht verrückt geworden ihr ist nur ein Dämon „zugelaufen“, ...

Lucy lebt seit dem Tod ihres Vaters zurückgezogen. Doch das ändert sich, als sie einen Mann mit Flügeln in ihrem Hinterhof findet. Nein, Lucy ist nicht verrückt geworden ihr ist nur ein Dämon „zugelaufen“, wenn man so will. Casziel ist aber nicht irgendein Dämon. Als er noch lebte, war er Sumerer und ein Krieger, doch der Verlust seiner Familie und vor allem der seiner Frau sorgten dafür, dass aus ihm ein Dämon wurde, auf der ständigen Suche nach Rache. Jetzt hat er genug. Doch bevor er für immer ausgelöscht werden will, möchte er sicherstellen, dass es Lucy gut geht, dass sie glücklich ist, denn Lucy bedeutet ihm mehr, als sie jemals begreifen kann.


Ich fand die Idee sehr interessant. Ebenso wie die Tatsache, dass Casziel Sumerer war. Man weiß über dieses Volk so wenig. Doch die Geschichte selbst war leider nicht meins.

Die Idee, dass Lucys innere Stimme, die ihr immer wieder das Selbstbewusstsein raubt und sie fertig macht, diese Stimme, die wir alle kennen, nicht einfach eine innere Stimme ist, gefiel mir richtig gut. Die Erklärung war toll und hätte das Buch mehr in dieser Richtung auf Lager gehabt, hätte es richtig gut sein können.

Leider wurde ich weder mit Lucy noch mit Casziel richtig warm. Es war schon extrem früh klar, worum es ging und worauf es hinauslaufen würde. Insgesamt war das Buch sehr vorhersehbar.
Mich störten vor allem die vielen Wiederholungen. Vieles verlief immer nach demselben Schema und einiges wurde auch so oft wiederholt, dass es langweilig wurde.

Es wurden mir zu oft Klischees bemüht und das zusammen damit, dass einfach beinahe alles schon nach den ersten Seiten klar war, nahm das sehr viel von der Spannung.

Das Buch war schlicht und einfach nicht meins.


Fazit: Die Vorhersagbarkeit des Buches machte es in vielen Bereichen für mich leider langweilig. Auch die Charaktere konnten das für mich nicht mehr rausreißen. Sie waren mir zwar nicht unsympathisch, aber ich kam trotzdem nicht an sie heran. Die vielen Wiederholungen ließen das Buch bemüht wirken und sorgten für zusätzliche Längen.

Zum Ende hin wurde das Buch spannender, aber auch hier gab es leider keine Überraschungen. Die offenen Fragen wurden in den Epilogen schnell, schnell abgefrühstückt. Und das Buch ließ mich leider unbefriedigt zurück.

Leider kann ich dem Buch nicht mehr als 1 Stern geben. Mich hat es leider überhaupt nicht gepackt. Dem Buch fehlte das gewisse Etwas.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Leider war das Buch für mich ein Flop

Mr. Widows Katzenverleih
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Der verwitwete Archibald Widows lebt in seinem kleinen Haus zusammen mit 40 Katzen, die er an Menschen verleiht, die sie gerade dringend brauchen. Eines Abends macht er jedoch eine seltsame Entdeckung. ...

Der verwitwete Archibald Widows lebt in seinem kleinen Haus zusammen mit 40 Katzen, die er an Menschen verleiht, die sie gerade dringend brauchen. Eines Abends macht er jedoch eine seltsame Entdeckung. In einer Mülltonne findet er neben einem Wurf Katzenbabys auch eine schwangere junge Frau. „Nancy“ wie sie sich nennt, ist auf der Flucht und verzweifelt und Mr. Widows konnte noch nie einem Wesen widerstehen, das seine Hilfe braucht.


Ich fand die Idee echt süß. Ein Rentner, der etliche Katzen hat und diese an Menschen verleiht, die Vollzeit keine Katze halten können. Dabei sucht er für jeden Menschen die richtige Katze aus. Aber ja, seltsam ist es schon, das findet auch Nancy. Allerdings hat sie schon sehr früh im Buch richtige Unterhaltungen mit den Katzen, auch wenn diese ihr eher mit Gesichtsausdrücken und Taten antworten als mit Worten. Die Worte denkt sie sich einfach dazu.

Leider hat mich aber der Schreibstil vergrault. Die Idee fand ich gut und süß und ich hatte auf ein Buch in der Richtung von „Ein Sommer mit Hemingways Katzen“ gehofft, aber leider kann dieses Buch nicht mithalten.
Ich empfand den Schreibstil als anstrengend und die Charaktere waren für mich nicht greifbar.

Auch die Story selbst war leider nicht meins. Ich fand sie zu konstruiert, unlogisch und merkwürdig. Nichts passte für mich so richtig zusammen.


Fazit: Ich wollte dieses Buch wirklich mögen, weil ich Katzen mag und es liebe Bücher zu lesen, in denen sie eine größere Rolle spielen. Aber leider hat mich dieses Buch enttäuscht und gelangweilt. Ich habe es beendet, mir aber im Nachhinein gewünscht, ich hätte es einfach abgebrochen.

Für mich war der Schreibstil ein großes Problem. Ich empfand ihn als sehr, sehr langatmig und anstrengend.

Ich hatte schlicht etwas ganz anderes erwartet. Schade. Von mir bekommt das Buch 0,5 Sterne, für mich war es leider ein Flop.

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