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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2024

Super spannend und total interessant

Partikel
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Auf einer Hochzeit brechen reihenweise Gäste zusammen, zwei sterben sogar. Was ist passiert?
Eine Reporterin recherchiert und findet Erschreckendes heraus, während gleichzeitig ihr verwitweter Bruder um ...

Auf einer Hochzeit brechen reihenweise Gäste zusammen, zwei sterben sogar. Was ist passiert?
Eine Reporterin recherchiert und findet Erschreckendes heraus, während gleichzeitig ihr verwitweter Bruder um das Leben seiner Tochter kämpft, die mit nur zwei Jahren an Leberkrebs stirbt und deren Körper voller Mikroplastik ist.
Ein BND-Agent versucht das Rätsel rund um seine Eltern zu lösen, während er eine Umweltkatastrophe untersucht, die unser aller Leben für immer verändern könnte.


Wir alle wissen, dass Plastik praktisch ewig hält. Wir wissen auch, dass Plastik sehr oft illegal entsorgt wird und im Meer landet oder in ärmeren Ländern. Wir wissen ebenso, dass Mikroplastik mittlerweile fast überall ist und dass es gefährlich für uns ist. Was wir nicht wissen ist, wie gefährlich es wirklich ist.

Klar ist das hier auf die Spitze getrieben. Ganz so heftig ist es heut zu Tage noch nicht, aber was Wolf Harlander echt toll macht, ist die Verknüpfung von Wissenschaft und Thriller. Er verwebt das, was heute schon bekannt ist, mit dem, was uns möglicherweise bevorsteht, wenn kein Umdenken erfolgt.

Normalerweise tue ich mich immer schwer, wenn aus vielen Sichtweisen erzählt wird, was auch hier der Fall ist. Aber dieses Mal konnte ich immer gut folgen und behielt den Überblick.
Anstatt dass die Charaktere austauschbar gewesen wären, lernt man sie zu einem großen Teil kennen und ihre Familien, dadurch kommt man ihnen näher – vor allem Melissa (die Reporterin), Tobias (ihr Bruder) und Zoe (seine kranke Tochter) aber auch später eingeführten Charakteren, wie dem BND-Agenten Nelson oder Leon (wer das ist, kann ich nicht verraten ohne zu spoilern).


Fazit: Mich konnte das Buch von Anfang bis Ende bei der Stange halten und begeistern. Ich fand es mega gruselig, aber realistisch. Dadurch wie Wolf Harlander Bekanntes und seine Zukunftsvision miteinander verband, wirkte das alles extrem „echt“ und realistisch. Immer wieder wurde aus echten und fiktiven Studien und Artikeln zitiert und man hatte wirklich das Gefühl, ständig unter Spannung zu stehen.
Ich fand das Buch sehr spannend und interessant. Es gefiel mir ausnehmend gut. Zwischendurch ließ es stellenweise etwas nach und wurde etwas verwirrend, aber nicht zu schlimm.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne. Ich werde definitiv die weiteren Bücher des Autors auf meine Wunschliste setzen.

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Veröffentlicht am 20.06.2024

Mich konnte es leider nicht so richtig packen

Genau jetzt mit dir
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Alma wagt einen Neustart. Eigentlich wollte sie nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr als Hebamme arbeiten, aber als sie von Frankfurt ins beschauliche schwedische Nora zieht, fängt sie in der Praxis ...

Alma wagt einen Neustart. Eigentlich wollte sie nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr als Hebamme arbeiten, aber als sie von Frankfurt ins beschauliche schwedische Nora zieht, fängt sie in der Praxis ihrer Tante an und lernt schnell den Job wieder zu lieben. Bei einem Hausbesuch lernt sie den Bruder einer werdenden Mutter kennen und es funkt zwischen ihnen. Doch kann sich Alma wirklich auf eine neue Liebe einlassen, obwohl sie noch immer von ihrer Vergangenheit verfolgt wird? Was, wenn Liam erfährt, was damals passiert ist?


Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an Schweden und den schwedischen Lebensstil. Die Landschaft, das entschleunigte Leben außerhalb der Städte, die Gemeinschaft und die Freude an den kleinen Dingen.
Gleichzeitig gibt es aber auch Kritik für die Geburtshilfe im Land, die so wie man im Buch liest, mehr als mangelhaft ist, wenn die Kliniken einfach Frauen wegschicken, die dann regelmäßig im eigenen Auto gebären müssen – das klingt echt heftig.

Auch Almas Vergangenheit ist heftig. Sie trägt ein Trauma mit sich herum, über das sie nicht sprechen will. Aber sie lebt in ständiger Angst, dass jemand erfahren könnte, was damals passiert ist, warum sie ihren Beruf für einige Zeit aufgegeben hat.

Dann lernt sie Liam kennen und es funkt einfach zwischen ihnen. Doch auch er trägt ein Trauma mit sich herum, das Alma noch mehr in Angst versetzt.

Bei mir löste das Buch gewisse „Call the Midwife“-Vibes aus. Ich finde die Arbeit interessant und zusammen mit den Landschaftsbeschreibungen wird man irgendwie recht schnell eingelullt. Leider wurde ich aber mit den Charakteren nur bedingt warm. Ich weiß nicht, woran es lag, aber mir fehlte etwas.


Fazit: Ich fand die Handlung zu vorhersehbar. Das war schade. Ich konnte ganz genau vorhersehen, wie die Charaktere auf bestimmte Enthüllungen reagieren und wie das Buch weiter verlaufen würde. Toll fand ich die Enthüllung rund um Almas Tante, die eine andere Sichtweise mit reinbrachte. Allerdings ging mir da vieles zu schnell. Viele Dinge, die länger aufgebaut wurden, wurden ruckzuck abgehandelt.

Zudem gab es für mich auch ein paar Ungereimtheiten.

Mich konnte die Geschichte leider nicht ganz packen. Was ich aber schön fand, war die Liebeserklärung an Schweden, die einem direkt Fernweh macht.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne, mehr war für mich leider nicht drin.

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Veröffentlicht am 17.06.2024

Kam für mich leider nicht an Band 1 heran

Die Rückkehr der Wildblumen
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Achtung: Band 2 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Triggerwarnung: Verlust, Trauer, Tod, Trauma, Substanzmissbrauch, Erwähnung von häuslicher Gewalt und Missbrauch.


Sechs Jahre sind vergangen seit ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Triggerwarnung: Verlust, Trauer, Tod, Trauma, Substanzmissbrauch, Erwähnung von häuslicher Gewalt und Missbrauch.


Sechs Jahre sind vergangen seit Salem ihrem Heimatort und Thayer den Rücken gekehrt hat. Sechs Jahre, in denen viel passiert ist. Doch jetzt liegt ihre Mutter im Sterben und Salem kommt zurück nach Hause, um diese letzten Wochen mit ihr zu verbringen. Thayer wohnt nach wie vor nebenan und Salem weiß nicht, was überwiegt, der Schmerz, weil er sie damals aus seinem Leben gestrichen hat oder die Schuldgefühle, weil sie ihm seit damals etwas Essenzielles verschweigt.
Thayer weiß, dass er es damals mit Salem versaut hat, dass er sie verletzt hat und es verdient, zu leiden. Doch er weiß auch, dass sie die Liebe seines Lebens ist und er will seine zweite Chance nutzen und sich einen Platz in ihrem Leben erkämpfen, wenn sie ihn noch will.


Ich habe mich ja schrecklich über die Wendung und das Ende von Band 1 aufgeregt – für mich passte das einfach nicht zum Rest des Buches. In Band 2 muss man sich jetzt mit den Folgen auseinandersetzen. Und ganz ehrlich: Für mich hätte es diesen zweiten Band nicht gebraucht. Meiner Meinung nach hätte es auch eine andere Wendung für Band 1 geben können und dann hätte ein Band genügt. Dieser zweite Band ist ganz anders als der erste und zu 90% eigentlich überflüssig. Das klingt hart, aber ich empfand ihn als extrem flach.

Band 2 setzt sechs Jahre nach dem Ende von Band 1 ein – was finde ich dem Ganzen irgendwie den Reiz nimmt. Alles ist irgendwie schon längst entschieden und Salem und Thayer haben alle Probleme überwunden, ohne dass man dabei war. Jetzt sind sie teilweise wieder wie vor der Tragödie, teilweise ganz anders. Besonders Salem ist, abgesehen von den Szenen mit ihrer Familie, irgendwie kalt und distanziert geworden. Man erkennt sie gar nicht mehr wieder.

Thayer hat die Scherben seines Lebens zusammengekehrt und lebt wieder, auch wenn er einsamer geworden ist. Und ja, man kann verstehen, warum er so war am Ende von Band 1, aber wie gesagt, für mich hätte es die Tragödie nicht gebraucht. Die kam so aus heiterem Himmel und es hätte genug andere Themen für eine Wendung gegeben.


Fazit: Es kommen auch in diesem Band wieder wichtige Themen vor, aber mir fehlte der Zauber aus Band 1. Auf mich wirkt dieser Band eher aufgewärmt. Es gibt viele Wiederholungen und eigentlich ist schon beim Cliffhanger von Band 1 klar, was in Band 2 passieren würde.

Für mich hätte es diesen zweiten Band einfach nicht gebraucht. Ich kam nicht mehr so an die Protagonisten heran, wie in Band 1. Es gab zwar auch hier schöne Momente und wichtige Themen, aber mir fehlte einfach etwas.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.06.2024

Bis zur Wendung habe ich es so sehr geliebt, aber die hat es mir leider ruiniert

Die Zuversicht der Wildblumen
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Achtung: Band 1 einer Reihe, endet mit einem Cliffhanger!

Triggerwarnung: Verlust, Trauer, Tod, Trauma, Substanzmissbrauch, Erwähnung von häuslicher Gewalt und Missbrauch.

Salems Leben ist ziemlich langweilig ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, endet mit einem Cliffhanger!

Triggerwarnung: Verlust, Trauer, Tod, Trauma, Substanzmissbrauch, Erwähnung von häuslicher Gewalt und Missbrauch.

Salems Leben ist ziemlich langweilig und genau so will sie es. Sie hat gerade ihren Schulabschluss gemacht und anders als alle in ihrem Umfeld keine großen hochtrabenden Pläne. Während ihr Freund in Boston Jura studieren und ihre beste Freundin New York im Sturm erobern will, möchte Salem einfach nur, dass alles so bleibt, wie es gerade ist. Sie und ihre Familie haben die Hölle überlebt und haben alle noch mit dem Trauma zu kämpfen.
Als Thayer nebenan einzieht, bringt er Bewegung in Salems Leben. Denn obwohl Thayer 13 Jahre älter ist als sie, weckt er verbotene Gefühle in Salem und auch er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch kann das auf Dauer gut gehen? Und was ist mit Salems Freund?


Ich muss ehrlich sagen: ich habe dieses Buch geliebt – bis zur Wendung und dann ging es für mich leider deutlich bergab.

Salem und ihre Familie haben die Hölle überlebt. Sie haben zusammengehalten, sich gegenseitig unterstützt und sich ein neues Leben aufgebaut. Aber die Geister der Vergangenheit sind hartnäckig und ihr jeweiliges Trauma schwer abzuschütteln. Salem zum Beispiel wird immer noch von Albträumen geplagt und geht im Morgengrauen laufen.
Sie ist ziemlich planlos nach dem Schulabschluss, aber genießt genau das. Kein Druck, keine Pläne, einfach nur ihr langweiliges Leben in der Kleinstadt, die sie liebt. Doch dann zieht Thayer nebenan ein, entwickelt sich bald zu einem guten Freund und Vertrauten und plötzlich will Salem mehr: sie will ihn, ihn und seinen kleinen Sohn.

Thayer macht es auch ziemlich zu schaffen, dass er, frisch geschieden, Salem über den Weg läuft. Sie ist gerade 18 Jahre alt und damit 13 Jahre jünger als er, was ihm echt zu schaffen macht. Aber er schafft es auch nicht, ihr aus dem Weg zu gehen.


Fazit: Ich habe es geliebt, dass Salem hier nicht einfach nur als ein Kind mit einer Schwärmerei dargestellt wurde. Durch ihre Vergangenheit ist sie verdammt reif für ihr Alter und weiß genau, was sie will und was nicht.
Die Gefühle zwischen ihr und Thayer werden ernsthaft behandelt, ebenso wie die wichtigen Themen im Buch, allen voran das ihrer Vergangenheit. Es werden viele wichtige Dinge angesprochen – Denkmuster, die einfach falsch sind, aber nur selten hinterfragt werden.

Thayer ist sehr oft unglaublich süß. Wie er Salem unterstützt und immer für sie da ist – da ging mir echt das Herz auf.

Dann kam die Wendung und hat für mich alles kaputt gemacht. Ich bin so sauer deswegen! Vor allem auch wegen dem Ende! Wie kann das Buch so enden?! Das war kein Cliffhanger, sondern einfach nur gemein. Mich regt es extrem auf, dass es zwei Bände sind, für mich hätte es diese Wendung und dieses Ende nicht gebraucht.

Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch total liebt, wirklich alles daran feiert und dann kommt die Wendung und ihr würdet das Buch am liebsten anschreien, die Protagonisten schütteln und einen Wutanfall hinlegen, wie ein dreijähriges Kind? So ging es mir bei diesem Buch.

Ich kann dem Buch leider nicht mehr als 3 Sterne geben, weil mich die Wendung und das Ende so enttäuscht haben und das ist so schade, weil ich es davor so extrem geliebt habe.

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Veröffentlicht am 12.06.2024

Ich fand das Buch richtig gut - ich habe nur einen Kritikpunkt

Jane und die Geheimnisse von Branwell Hall
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Jane hat einen Plan: Sie wird während sie sich als Au-Pair um ein kleines Mädchen kümmert, das Geld, das sie verdienen wird dafür ausgeben, das kleine Cottage ihrer Großmutter tief im Wald zu renovieren. ...

Jane hat einen Plan: Sie wird während sie sich als Au-Pair um ein kleines Mädchen kümmert, das Geld, das sie verdienen wird dafür ausgeben, das kleine Cottage ihrer Großmutter tief im Wald zu renovieren. Das letzte richtige Zuhause, das sie hatte, bevor ihr Leben sich für immer veränderte. Doch das Haus ist mehr als nur baufällig und die Dorfbewohner halten es für gefährlich und den Aufenthaltsort von Fae. Jane glaubt allerdings nicht an so etwas. Ihre Arbeitgeber sind dafür eine positive Überraschung, denn Jane wird während ihres Aufenthaltes in einem echten Schloss leben! Doch dann häufen sich merkwürdige Vorkommnisse und Jane muss sich ernsthaft fragen, ob sie vielleicht zu vorschnell war mit ihrem Urteil darüber, was real ist und was nicht.


Jane Eyre zählt seit ich 13 war zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, also ist es nur logisch, dass ich dieses Buch, das als Jane Eyre Retelling beworben wird, lesen musste.

Das Problem bei Retellings ist oft, dass sich das Buch entweder zu stark oder zu wenig am Originalstoff orientiert. Bei diesem Buch ist die Mischung finde ich, sehr gut geglückt.

Jane Bell ist als Au-Pair nach Thornefield – hier trägt das Dorf diesen Namen, nicht das Anwesen – gekommen und hat auch vor, sich im Ort – streng genommen etwas außerhalb im Cottage ihrer Großmutter – dauerhaft niederzulassen. Janes Leben war zuvor nicht wirklich vom Glück gesegnet, aber sie lässt sich nicht unterkriegen. Bald nach ihrer Ankunft hat sie eine Freundin gefunden und auch die Arbeit auf dem Anwesen gefällt ihr.

Liam hat schon einiges von Rochester, er kann ebenso ein unsensibler A… sein, allerdings sind sie sich vom Alter deutlich näher. Was ich hier toll fand, war, dass der Grund für sein Verhalten ein ganz anderer war, als in der Vorlage.


Fazit: Ja, man kann dieses Buch durchaus als Jane Eyre Retelling bezeichnen, allerdings wurde hier nicht einfach nur Jane Eyre in die heutige Zeit verlegt, sondern durch den Handlungsstrang rund um die Fae bekommt das Buch eine ganz andere Richtung. Ich persönlich fand das echt toll und total interessant und spannend.
Dadurch fallen aber einige Teile der Originalhandlung komplett weg. Als Fan des Originals tut das natürlich weh, aber dieses Buch ist so gut verwoben mit dem Fae-Handlungsstrang, dass mir dahingehend nichts gefehlt hat.

Eine Sache jedoch hat mich etwas gestört. Zum Ende hin ging mir einiges zu schnell, ich kam da teilweise nicht ganz mit. Da passierte plötzlich so viel, dass ich gefühlt nicht wusste, wo ich „hinschauen“ sollte. Ich hätte mir zudem einen Epilog gewünscht, weil für mich noch einiges offen blieb hinsichtlich der Frage, wie es denn jetzt weitergeht.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne. Ich fand es wirklich schön zu lesen und bis auf meinen Kritikpunkt hat es mir echt gut gefallen.

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