Profilbild von Dark_Rose

Dark_Rose

Lesejury Star
offline

Dark_Rose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Dark_Rose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2023

Leider hat mich das Buch nach der ersten Wendung verloren

The Man I Never Met – Kann man lieben, ohne sich zu kennen?
0

Triggerwarnung: schwere Erkrankung.

Davey und Hannah lernen sich kennen, als er versehentlich gleich zwei Mal bei ihr anruft, obwohl er eigentlich jemand anderen wegen eines Vorstellungsgespräches anrufen ...

Triggerwarnung: schwere Erkrankung.

Davey und Hannah lernen sich kennen, als er versehentlich gleich zwei Mal bei ihr anruft, obwohl er eigentlich jemand anderen wegen eines Vorstellungsgespräches anrufen wollte. Sie plaudern und daraus entsteht mit der Zeit mehr. Sie werden Freunde, reden viel miteinander, schreiben sich Nachrichten und werden ein immer größerer Teil im Leben des jeweils anderen. Bis sich Davey nicht mehr meldet. Ein schwerer Schicksalsschlag verändert sein Leben für immer und Hannah muss sich fragen, wie man jemanden so sehr vermissen kann, den man nie persönlich getroffen hat.


Als sich Hannah und Davey kennenlernen fand ich die beiden echt total süß. Ja, Hannah wirkt manchmal ein wenig doof – z. B. weiß sie nicht, dass Dallas in Texas liegt, oder Huston. Es gibt noch mehr Beispiele, die es mir mit ihr manchmal etwas schwer gemacht haben. Trotzdem mochte ich diese Anfangsphase des Buches, aber als dann die härteren Themen kamen, hat mich das Buch leider verloren.

Hannah hat es mir nicht immer leicht gemacht. Abgesehen davon, dass sie manchmal etwas doof rüberkam – siehe das Beispiel weiter oben – empfand ich sie auch immer wieder als sehr sprunghaft. Ich konnte ihren Gedankengängen nicht immer folgen. Zum Beispiel stuft sie George ganz klar als Freund ein, aber dann plötzlich nicht mehr. Das hat sich für mich aber nicht "natürlich" entwickelt, sondern, wie leider ein großer Teil des Romans sehr gestellt. Ich empfand weite Teile als zu konstruiert.

Mir tat Davey natürlich leid. Es muss wirklich krass sein, so einen Schlag einzustecken und dazu verändert sich das komplette Leben. Was ich aber nicht verstehen oder nachvollziehen kann, ist seine Entscheidung, Hannah komplett aus seinem Leben zu streichen. Ja, er möchte selbstlos sein und zudem erinnert sie ihn an das, was hätte sein können, aber trotzdem.

Der Großteil des Buches ist aus Hannahs Sicht erzählt. Erst ab Kapitel 13 kam ab und an auch Davey mal zu Wort. Ich fand das schade. Ich denke, es hätte dem Buch gutgetan, wenn beide gleichberechtigte Erzähler gewesen wären. So erfährt man zwar ein paar Fakten von Davey, aber er nimmt einen nicht so mit, wie er es gekonnt hätte. Er tat mir leid, wie es jeder Mensch in seiner Situation tun würde, aber das wars auch schon. Ich habe weder geweint, noch habe ich besonders mitgelitten.

Ein Faktor, der mich persönlich leider sehr gestört hat, waren die Zufälle. Es gibt immer wieder plötzliche Zufälle, viel Drama und x Verwicklungen. Alle drei empfand ich als extrem konstruiert. Die Geschichte nahm immer lieber noch eine Wendung, noch eine dramatische Verwicklung mehr mit als mal wirklich zum Punkt zu kommen.

Ich habe zunehmend den Kontakt zu Hannah und Davey verloren und irgendwann nur noch das Ende herbeigesehnt.


Fazit: Das Buch fing, trotz ein paar Stolperer, echt süß an. Aber als dann der Schicksalsschlag für die erste große Wendung sorgte, ging es für mich leider stetig bergab. Oft gab es nur alles oder nichts, Hauptsache Drama, Verwicklungen und plötzliche, unrealistische Zufälle. Mir war das Buch zunehmend zu konstruiert und viele Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Beide Protagonisten, die ich anfangs noch mochte, haben mich mehr und mehr verloren, ich konnte ihre Handlungen zu einem großen Teil nicht mehr nachvollziehen und ich habe nur noch das Ende herbeigesehnt. Ein paar der Handlungsstränge fühlten sich für mich aufgesetzt an.

Es wird definitiv ein wichtiges Thema behandelt und der Anfang war echt süß, aber leider hat mich das Buch schon recht früh verloren. Von mir bekommt es 1,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2023

Ich fand das Buch gut, aber ich kam nicht ganz so nah an die Protagonisten heran, wie ich es mir gewünscht hätte

Herz in Acryl
0

Triggerwarnung: toxische/missbräuchliche Beziehung!

Anne ist gerade erst mit ihrem Mann nach Hamburg gezogen und sie hasst es hier. Sie kennt niemanden, fühlt sich in der Stadt nicht wohl, vermisst ihr ...

Triggerwarnung: toxische/missbräuchliche Beziehung!

Anne ist gerade erst mit ihrem Mann nach Hamburg gezogen und sie hasst es hier. Sie kennt niemanden, fühlt sich in der Stadt nicht wohl, vermisst ihr Zuhause und dann wird ihre Katze auch noch überfahren. Annes Mann ist keine Hilfe, immerhin war der Umzug und sowieso alles andere ihre Schuld, weil Anne absolut gar nichts richtig machen kann.
Eines Tages beschließt Anne, dass sie anfangen muss, ihr Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen. Sie stimmt zu dem Nachbarsjungen Kunstunterricht zu geben, um ihm bei der Heilung seiner Hand zu helfen. Bald stellt sie fest, dass der Kontakt mit dem jungen Mann auch ganz andere Sachen heilen kann.


Anne lebt in einer toxischen Ehe. Sie selbst erkennt es nicht – was typisch ist, in so einem Fall – aber Außenstehenden könnte es auffallen, wenn sie hinsehen. Manche tun das in diesem Buch, die meisten anderen entscheiden sich aber, nichts sehen zu wollen. Sebastian schlägt Anne nicht, aber seine verbalen Entgleisungen, die ständigen Schuldzuweisungen und das Vorhalten ihrer Fehler, berauben sie ihres Selbstbewusstseins.

Diese toxische Ehe ist sehr gut und überzeugend dargestellt. Sowohl von der Aggressor- als auch von der Opferseite. Man erlebt das alles aus Annes Sicht und als Außenstehender fallen einem die Misstöne auf. Sebastian zufolge ist immer alles Annes Schuld, egal, worum es geht. Wenn er sie nicht mit Vorwürfen oder Spitzen bedenkt, oder in der Öffentlichkeit Witze auf ihre Kosten reißt oder gar versucht sie lächerlich zu machen, dann ignoriert er sie. Sie soll das Haus sauber halten und für ihn kochen, mehr will er nicht. Ach und sie soll gefälligst dankbar sein und Gewehr bei Fuß stehen, wenn er etwas will.
Man merkt, dass Sebastian nicht auffällt, was er tut. Der emotionale Missbrauch ist systematisch, aber er hat sich das so überzeugend eingeredet, dass Anne ohne seine "Anleitung" nichts hinbekommt und unfähig zu allem ist. Er fühlt sich ihr extrem überlegen und sorgt dafür, dass auch Anne das weiß.

Durch den Kunstunterricht erweckt Leo Annes Lebensgeister und auch ihre Liebe zur Kunst wieder. Gleichzeitig sind einige Parallelen zwischen ihrer und Leos Familie zu erkennen, die irgendwann auch Anne zu denken geben.


Fazit: Ich fand die Darstellung der toxischen/missbräuchlichen Ehe sehr gut und überzeugend. Mir gefiel auch wie Anne und Leo langsam, aber sicher einen Draht zueinander fanden und einander halfen, wo sie konnten und wenn es nur die Sicht eines Außenstehenden war. Annes Entwicklung empfand ich als glaubwürdig. Mir persönlich war das Ende zu abrupt. Gerade war man noch mittendrin und dann war Schluss. Zum Glück gab es einen Epilog sonst wäre für mich das Buch so irgendwie nicht abgeschlossen gewesen. Ich kann mit dem Ende des Epilogs gut leben, aber ich hätte es mir etwas anders gewünscht. Mir war das ein wenig zu oberflächlich.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne. Ich fand es gut, aber ich kam nur bedingt an Anne und Leo heran. Ich weiß nicht, ob es an mir lag, aber ich habe jetzt nicht total mit beiden mitgefiebert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2023

Ich fand es sehr schön, hatte aber auch ein paar Probleme

When the Storm Comes
0

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Marlys Roadtrip wird jäh unterbrochen, als ihr Auto – also eigentlich das Auto ihres Großvaters – beschließt, keinen Meter mehr fahren zu wollen. ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Marlys Roadtrip wird jäh unterbrochen, als ihr Auto – also eigentlich das Auto ihres Großvaters – beschließt, keinen Meter mehr fahren zu wollen. Da es sich um einen Motorschaden handelt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als mindestens zwei Wochen in St. Andrews zu verbringen und Geld für die Reparatur zu verdienen. Dort trifft sie den attraktiven, aber wortkargen Jack und seinen super Golden Retriever. Letzterer scheint von Marly begeistert zu sein, ersterer eher weniger. Doch Marly ist nicht ohne Grund in St. Andrews, sie ist auf der Suche nach jemandem aus ihrer Vergangenheit und vielleicht auch nach etwas anderem. Aber es gibt auch Dinge, die sie mit aller Kraft zu verdrängen sucht.


Ich fand das Setting absolut mega. Man hat wirklich das Gefühl dort zu sein und die Nebencharaktere, die man in St. Andrews kennenlernt sind alle sehr sympathisch. Es ist eine Kleinstadt, das heißt jeder weiß alles über jeden und so spricht es sich auch bald herum, dass Marly hier gestrandet und auf der Suche nach einem Job ist. Niemals hätte sie gedacht, dass sie sich am Empfang der örtlichen Tierarztpraxis so wohlfühlen würde.

Marly war aber nicht ohne Grund in der Nähe von St. Andrews unterwegs. Sie sucht ihre Mutter, die sie als kleines Kind verließ und bei ihrem gewalttätigen Alkoholkervater zurückließ. Gleichzeitig will sie aber auch mehr über ihre Herkunft erfahren, sie ist durch ihre Mutter zur Hälfte Native American, weiß aber nur das über deren Geschichte, was sie im Studium gelernt hat und das konzentrierte sich eher auf die größeren Stämme.

Jack erwischt Marly direkt auf dem falschen Fuß. Er kann sie absolut nicht leiden und tut sie als oberflächliche Großstadttouristin ab, bis er merkt, dass mehr in ihr steckt.


Fazit: Ich habe das Setting total geliebt, es macht einem wirklich Lust auf einen ausgedehnten Urlaub in St. Andrews.
Anfangs hatte ich meine Probleme mit Jack. Er hat sich echt schlimm aufgeführt. Irgendwann mochte ich dann beide, wobei mir Jack immer noch sehr „wertend“ vorkam. Eine Einschätzung von ihm konnte ich zum Beispiel null nachvollziehen, das wirkte auf mich sehr „wer im Glashaus sitzt“.
Mein absoluter Liebling war Reggie, Jacks Golden Retriever, aber auch ein paar der Nebencharaktere mochte ich wirklich gern. Mit Jack hatte ich aber immer wieder meine Schwierigkeiten. Marly mochte ich dagegen sehr. Insgesamt kam ich den beiden aber nicht so nah wie ich mir das gewünscht hätte. Ich weiß aber nicht, woran das lag.

Eine Storyline wurde für mich nicht so richtig beendet. Ich hätte mir da im Epilog noch ein paar Worte dazu gewünscht, dass das zumindest noch nicht ganz aufgegeben wurde oder so. das wirkte auf mich unvollendet.

Insgesamt mochte ich das Buch sehr, aber ich hatte meine Probleme mit Jack und kam insgesamt nicht so nah an ihn und Marly heran, wie ich mir das gewünscht hätte. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2023

Ich hatte anfangs wirklich meine Probleme, aber es hat sich gesteigert

Spanish Love Deception – Manchmal führt die halbe Wahrheit zur ganz großen Liebe
0

Catalina steckt in Schwierigkeiten. Ihre Schwester heiratet und natürlich muss sie zur Hochzeit nach Hause, nach Spanien fliegen – nein, das ist nicht das Problem. Der zukünftige Ehemann ihrer Schwester ...

Catalina steckt in Schwierigkeiten. Ihre Schwester heiratet und natürlich muss sie zur Hochzeit nach Hause, nach Spanien fliegen – nein, das ist nicht das Problem. Der zukünftige Ehemann ihrer Schwester ist aber dummerweise der Bruder ihres Ex-Freundes und noch immer hat Lina mit einigem zu kämpfen, was mit der Beziehung zu tun hat – aber nein, das ist auch nicht das Problem. Das Problem ist, dass Lina in einem Anflug von keine-Ahnung-was auf die Neuigkeit, dass ihr Ex vergeben ist, behauptet, ebenfalls einen festen Freund zu haben, was nicht stimmt.
Ihr Arbeitskollege und Erzfeind Aaron hat das zufällig mitbekommen und bietet sich als Lösung an, er wird ihren Fake-Freund spielen. Aber wie soll das funktionieren, wenn sie einander andauernd bis aufs Blut reizen? Und was, wenn Aaron eigentlich ganz anders ist, als Lina immer dachte?


Ich muss ehrlich zugeben, dass ich anfangs massive Probleme mit dem Buch hatte. Lina und Aaron liegen im Kleinkrieg miteinander und das zieht sich leider eine Weile hin. Ihre erste Begegnung lief alles andere als gut und das wirft ihm Lina bis heute vor und er ihr scheinbar ebenso. Dazu kommt dann noch, dass sie in einem Büro mit einigen Männern arbeitet, die ein Weltbild wie vor 70 Jahren zu pflegen scheinen, was nicht nur Lina mehrfach beinahe vor Wut platzen lässt, sondern auch mich.

Besser wurde es, als es darum ging, die Reise zu planen und anzutreten. Jetzt lernte man beide mal von einer ganz anderen Seite kennen und vor allem Aaron hat sich unaufhaltsam in mein Herz geschlichen. Er kann so unglaublich süß und lieb und charmant sein!

Mit der Zeit erfuhr man mehr über Linas Vergangenheit und ihre Beziehung mit ihrem Ex. Das half zu verstehen, warum sie sich so verhält wie sie es tut, das meiste ist nämlich wirklich darauf zurückzuführen. Sie hat da wirklich Schreckliches erlebt und das hat Narben hinterlassen. Jetzt tut sie alles, um nicht wieder in so eine Lage zu geraten.


Fazit: Mir gingen leider die Protagonisten anfangs mit ihrem Kleinkrieg extrem auf die Nerven, vor allem Lina. Ich hätte da manchmal echt schreien können. Ich fand da vieles so kleinlich und übertrieben. Doch dafür wurden meiner Meinung nach wichtige Themen sehr gut eingebunden. Trotzdem ließ mich das eine ganze Weile lang nicht darüber hinwegkommen, dass ich wegen Lina mehrfach laut schreien wollte aus Frustration. Ich kam mit ihrer Art einfach nicht klar. Ja, auch Aaron konnte nerven, vor allem mit dem scheinbaren Herumreiten auf ihrer ersten Begegnung, aber ich fand es toll, wie er immer bereitstand, um Lina zu helfen, wenn sie ihn brauchte.
Lina ist so gefrustet wegen ihres Ex, ihrer Familie und den Chauvys auf der Arbeit, dass sie überall nur noch Ablehnung sieht und entsprechend defensiv agiert.
Es dauerte aber in Spanien wurde das Buch deutlich besser und süßer. Die Erklärung ihrer Vergangenheit erklärt manches und Aaron hat sich dort wirklich schnell in mein Herz gemogelt.

Die Wendung war mir persönlich ein bisschen zu dramatisch, aber sie hat zu den Protagonisten sehr gut gepasst, ebenso wie das Ende.

Da ich anfangs wirklich große Probleme mit dem Buch hatte, kann ich dem Buch "nur" 3,5 Sterne geben, aber die Entwicklung war wirklich gut, es hat sich zum Glück gesteigert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2023

Ich fand es emotional sehr berührend, aber manchmal zu dramatisch

Shatter and Shine (Faith-Reihe 2)
0

Achtung: Band 2 einer Reihe, unabhängig lesbar, aber ich würde raten, nach der Reihe zu lesen.

Triggerwarnung: Verlust, Trauma, PTBS.


Hazel hat der Tod ihres Ex-Freundes hart getroffen. Mason war Soldat ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, unabhängig lesbar, aber ich würde raten, nach der Reihe zu lesen.

Triggerwarnung: Verlust, Trauma, PTBS.


Hazel hat der Tod ihres Ex-Freundes hart getroffen. Mason war Soldat und hat mit ihr per Brief Schluss gemacht. Wenig später war er tot. Für Hazel war es ein hartes Jahr. Sie hat neben Mason auch ihre Großmutter verloren, die für sie mehr Mutter war, als es ihre eigentliche Mutter jemals gewesen ist. Doch Hazel hat genug vom Trauern, sie will ihr Leben wieder in die Hand nehmen und ein wichtiger Schritt dafür ist, wieder mit dem Gebärdenunterricht anzufangen.
In ihrem Anfängerkurs trifft sie auf Cameron, der sein Gehör verloren hat und damit nicht zurechtkommt. Eigentlich will er gar nicht in den Kurs gehen, aber egal, jetzt ist er da und kann nicht fassen, dass er seine Lehrerin attraktiv findet.


Mir taten beide Hazel und Cameron sehr leid. Hazel hatte es nie leicht im Leben. Ihre Mutter ist grauenhaft und sie ist für ihren kleinen Bruder die Hauptbezugsperson, neben ihren Großeltern. Der Verlust ihrer Großmutter hat sie hart getroffen und dann auch noch Masons Tod. Man merkt, wie tief Hazels Liebe geht und wie tief auch ihr Schmerz reicht. Aber ich finde es bewundernswert, wie sie sich ihre Mutter regelmäßig antut, nur für ihren Bruder, den sie abgöttisch liebt.
Cameron hat viel durchgemacht und ist eindeutig traumatisiert. Er lebt nicht, er existiert und quält sich mit Schuldgefühlen herum.

Hazel und Cameron kommen sich langsam näher, aber für mich wirkte das sehr passend und realistisch. Doch immer wieder gibt es auch Rückschläge in ihrer "Beziehung". Als Hazel erfährt, dass Cameron ein Veteran ist, zum Beispiel oder wenn Cameron von seinem Trauma eingeholt wird.


Fazit: Mich hat das Buch mehrfach sehr berührt und mir manchmal auch Tränchen in die Augen getrieben. Allerdings war es auch wirklich sehr viel Drama – manchmal in meinen Augen auch unnötig aufgebauschtes Drama. Ich kann verstehen, dass beide sehr verletzlich sind, aber gerade Hazels Reaktion auf die Auflösung/Wendung fand ich leider deutlich überzogen. Diese Wendung selbst gefiel mir dafür ausnehmend gut.

Manchen Handlungsstrang empfand ich als nicht zu Ende geführt, zum Beispiel in Bezug auf Hazel und ihre Mutter. Da passiert im Buch so einiges, aber dann steht mehr das Drama zwischen Hazel und Cameron im Mittelpunkt und das mit ihrer Mutter wird irgendwie vergessen.

Trotzdem gefiel mir das Buch wirklich sehr gut. Mir war das Drama manchmal zu überzogen, aber es war definitiv berührend. Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere