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Veröffentlicht am 13.11.2020

Verschwingt???

Make it happen
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Jeder ist angeblich in der Lage, durch die Kombination aus Gedanken + Gefühlen + Handlung + Vertrauen erfolgreiche Manifestationen zu kreieren.

Es soll eine einfache Glücksformel sein, mit der man alles ...

Jeder ist angeblich in der Lage, durch die Kombination aus Gedanken + Gefühlen + Handlung + Vertrauen erfolgreiche Manifestationen zu kreieren.

Es soll eine einfache Glücksformel sein, mit der man alles realistisch Erreichbare erfüllen kann, wenn man nur diese Kombination anwendet mit fester innerer Überzeugung.

Da beginnt mein Problem mit dem Buch. Die Autorin hat sich Erfolg und Geld manifestiert, indem sie diesen Ratgeber unter die Leute gebracht hat. Eine hübsche Gelddruckmaschine. Schade!

Ich bin US-Amerikanerin und lebe in Deutschland. Ich habe deutlich bemerkt, dass die Zielgruppe dieses Buches an für sich die Nordamerikaner sind, von denen ohnehin viele die Neigung zu dieser Art Ratgeber haben.

Dabei hat dieses Buch durchaus Ansätze, die mir gefallen. Dass alles Unbelebte und Belebte atomar ist und eine eigene Schwingungsfrequenz hat, ist mittlerweile durch die Quantenphysik belegt. Ich bin wie die Autorin davon überzeugt, dass diejenigen am besten harmonieren, die auf derselben Frequenz schwingen.

Allerdings kontradiktiert sich Jordanna Levin bei ihren Aussagen über Gedanken. Sind sie nun immanent oder nicht?

Das Kapitel über Vertrauen wiederum hat mir sehr zugesagt, vor allem auch ihre Differenzierung zwischen Religion und Glaube. Dass es eine höhere Präsenz gibt, ob nun Er/Sie oder jemand/etwas anderes, daran hege ich keinerlei Zweifel.

Diese Manifestationsformel hat mir in Teilen jedoch nicht zugesagt. Sie betont zwar die Wichtigkeit des aktiven Handelns, aber das ist für mich nicht glaubwürdig, leider.

Das Buch hat ein ansprechendes, poetisches Cover, das den Retinae Wohlgefallen bietet sowie der Humor ist positiv anzumerken.

Deswegen bin ich zwiegespalten und gebe dem Ratgeber dreieinhalb Sterne.🌟🌟🌟und ein halber.

Vielleicht befindet sich der Text mit mir nicht auf derselben Schwingungsfrequenz und hat dergestalt fünf Sterne verhindeet

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Veröffentlicht am 13.11.2020

In der Wildnis, die so gar nicht unberührt ist!

Nächster Halt: Wildnis
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Eine junge Lehrerin hat genug von der Enge des Alltags und sucht buchstäblich das Weite. Stefanie Vetter beschließt, ein Sabbathalbjahr in Südafrika einzulegen. Dort macht sie eine Ausbildung zur Rangerin ...

Eine junge Lehrerin hat genug von der Enge des Alltags und sucht buchstäblich das Weite. Stefanie Vetter beschließt, ein Sabbathalbjahr in Südafrika einzulegen. Dort macht sie eine Ausbildung zur Rangerin und lernt dabei viel über das Leben, andere Menschen, Gott und sich selbst. Neben allen kleinen und großen Abenteuern, die sie in dieser besonderen Auszeit erlebt, ist es vor allem die beeindruckende Schöpfung Gottes, die sie fasziniert und nachhaltig verändert. Sie entwickelt eine ganz neue Achtsamkeit für ihre Umgebung, und die Bewahrung dieser wunderbaren Schöpfung wird ihr ein brennendes Herzensanliegen. In allen Begegnungen mit dem Fremden wird ihr einer umso vertrauter: Gott, der überall auf sie wartet - im Busch genauso wie im Lehrerziimmer. Dieser durchgehend farbige, reich bebilderte Reisebericht ist ein Plädoyer für die Bewahrung unserer Erde und das sinnerfüllte Leben in Gemeinschaft mit dem Schöpfer und seinen Geschöpfen.

Stefanie Vetter führt im Verhältnis zu anderen Menschen ein relativ privilegiertes Leben. Sie hat eine Stellung als Lehrerin, ist nicht ohne Geld und hat eine Familie, die sie jederzeit auffangen und helfen würde. Das kann nicht jeder von sich behaupten. Allerdings fängt für mich dort das Problem an. Wer gewissermaßen "satt" ist und ihm rein materiell nichts im Leben sowie gesundheitlich nichts weiter fehlt, merken viele solcher Menschen, dass da trotzdem etwas fehlt. Der tiefere Sinn von allem?

Viele Menschen suchen den tieferen Sinn des Lebens als auch Gott, sind aber weit weniger privilegiert und können nicht ohne weiteres nach Südafrika oder sonst irgendwo auf der Welt hin. Fernweh hin oder her. Außerdem ist das in Zeiten des Klimawandels noch richtig, Fernweh zu pflegen? Manche fliegen geradezu exzessiv um die Welt, um ihr Fernweh zu bedienen. Das ist eine allgemeine Aussage. Das bezieht sich jetzt nicht auf die Autorin.

Kann man denn in Deutschland oder zumindest in Europa auf Sinn- und spirituelle Suche gehen? Muß es gleich Südafrika sein? Dort gibt es auch sehr gläubige, aber unglaublich arme Menschen, die so etwas nie machen könnten. Außerdem fragt im Busch keiner die Tiere danach, was sie davon halten, von Safaristas gestört zu werden. Naturschützer, die es wirklich ernst meinen, ausgenommen. Dann gibt es noch diese zweifelhafte Dunkelindustrie, bei welcher meist reiche Ausländer gegen ordentlich Bakschisch Tiere abknallen dürfen. Sehr zweifelhaft!

Warum läßt Er es zu, dass viele Menschen ihren sogenannten freien Willen dafür mißbrauchen, Seine Schöpfung nach und nach auszurotten und damit letztendlich sich selbst?


Die Natur ist ein Klassenraum des Lebens. Sie ist ein Ort, an dem wir in Schönheit eintauchen dürfen, ein Ort, an dem wir Gottes Gegenwart auf eine ganz besondere Weise wahrnehmen können.
Stefanie Vetter

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Grausam und unerbittlich.

Bruder
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Ein interessantes Psychogramm extrem kranker kaputter Menschen und Psychopathen.

Michael lebt bei seiner Familie irgendwo in den Hinterwäldern mitten in der Pampa auf einer einsam gelegenen verfallenen ...

Ein interessantes Psychogramm extrem kranker kaputter Menschen und Psychopathen.

Michael lebt bei seiner Familie irgendwo in den Hinterwäldern mitten in der Pampa auf einer einsam gelegenen verfallenen Farm. Er hat einen älteren Bruder, Rebel und eine jüngere Schwester. So weit, so gut/schlecht ... Wenn da nicht diese ungewöhnliche Obsession der Familie wäre: Frauen entführen und töten.

Michael macht nur widerwillig und gezwungen mit. Er tötet nicht, muss aber die Schweinerei hinterher aufräumen. Er ist der "Normalste" dieser Familie und das hat auch seinen Grund, den ich hier nicht verraten möchte.
Auch die Schwester macht nicht mit, nimmt aber gern den Schmuck der Toten. Jeder der Protagonisten ist psychisch krank und/oder ziemlich gestört. Einzig Michael und vielleicht auch seine Schwester scheinen keine Psychopathen zu sein. Sie sind aber auch massiv gestört. Diese Familie ist das, was man in den USA " White Trash " nennt.
Ahlborn gelingt ein gutes Psychogramm jener Individuen. Im Roman gibt es Grausamkeiten und einige Ekelszenen. Diese sind aber nicht Selbstzweck, sondern dienen dem Fortlauf der Handlung. Man leidet trotzdem mit Michael, hofft, dass er vielleicht entkommt, sein kleines Glück woanders findet. Es tun sich menschliche Abgründe auf, die bei der Mutter z. B. weit zurückreichen. Atemlos verfolgt man mit, wie sich nach und nach die Wahrheit entblättert und ist schockiert ob solch widerwärtiger Bosheit, die vor allem auch von Rebel ausgeht.
Ein Panorama der menschlichen Widerwärtigkeiten, ein Tableau der Rache, der Mensch auf der absoluten Nachtseite der Existenz. Das macht den Roman erschreckend gut. Was einen unbehaglich macht, ist die Tatsache, dass solch eine Geschichte oder eine ähnlich gelagerte in den USA real stattfindet oder schon stattgefunden hat.
Der Roman spiegelt also das Negative der amerikanischen Gesellschaft gut wider. Falls aber jemand nicht gut mit Grausamkeiten physischer und psychischer Art umgehen kann, sollte die Finger davon lassen.

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Es geht rund in Bückeburg!

SchattenSchuld
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Sehr gut geschriebener, humorvoller, spannender Krimi! Unbedingt empfehlenswert!

Der Roman fängt geheimnisvoll an. Wolf macht eine unheimliche Entdeckung bei einem Gassispaziergang. Knochen in einem Bleisarg!

Während ...

Sehr gut geschriebener, humorvoller, spannender Krimi! Unbedingt empfehlenswert!

Der Roman fängt geheimnisvoll an. Wolf macht eine unheimliche Entdeckung bei einem Gassispaziergang. Knochen in einem Bleisarg!

Während die Kripo in diesem Fall ermittelt, fängt die neue Rechtsmedizinerin Anke Seiler in Bückeburg an.
Menschen verschwinden, einzelne Körperteile tauchen in Paketen bei Anke Seiler auf. Besteht da ein Zusammenhang? Ist das ein über Scherz? Plötzlich scheint Bückeburg von Kriminalität überspült zu werden und Wolf kann sich über soviel Arbeit auf einmal nur wundern.
Vergangenheit und Gegenwart scheinen sich ineinander zu verweben. Es scheint, als seien die Fälle nicht aufzuklären, bis wieder was Schlimmes passiert ....
Dieses Buch ist großartig geschrieben, spannend und humorvoll, mit authentischen Charakteren und originellen Ideen. Auch die Beschreibungen der Szenen mit dem Hund Leo allein, aber auch mit den Ragdolls Max und Moritz sind unglaublich witzig!
Das Buch schrammt knapp knapp an fünf Sternen vorbei, weil am Ende der Geschichte etwas Bestimmtes nicht näher erläutert wird und weil der Schluss etwas unbefriedigend ist ...Ja, aber das ist natürlich "Jammern" auf hohem Niveau, weil das Buch sonst durchgehend top ist! Bravo! Bravissimo!

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Immerzu Ärger!

Meeresgrab
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Ehemaliger Schulkamerad bringt Martin Ebel in unerwartete Schwierigkeiten! Spannend!

Nachdem Martin Ebel, ein ehemaliger Anwalt, bei einem Klassentreffen in Stuttgart war, kehren er und Justus nach La ...

Ehemaliger Schulkamerad bringt Martin Ebel in unerwartete Schwierigkeiten! Spannend!

Nachdem Martin Ebel, ein ehemaliger Anwalt, bei einem Klassentreffen in Stuttgart war, kehren er und Justus nach La Palma zurück, wo Martin seinen Wohnsitz hat. Gegen seinen Willen quartiert sich Justus bei ihm ein.

Es geschehen seltsame Dinge, bis Justus ihm unter Zwang gewisse Sachen erzählt, in die er verwickelt ist. Martin glaubt ihm, ohne das zu überprüfen.
Justus wird zusammengeschlagen, kommt ins Krankenhaus und Martin vertraut ihn seinen Aussteigerfreunden an, bis er von ihnen benachrichtigt wird, dass Justus im Meer ertrunken sei.
Irgendetwas kommt Martin seltsam vor und sein Jagdtrieb erwacht, was ihn selber in höchste Gefahr bringt ....
Der Roman ist spannend und steigert sich noch. Es muß nicht vor Blut triefen, um gut zu sein. Ich habe mich nur gewundert, dass Martin, als ehemaliger Anwalt etwas naiv scheint, einfach den Ausführungen seines Freundes zu glauben, ohne das zu überprüfen.
Die Protagonisten sind authentisch und die Landschaftsbeschreibungen stimmig und auch Humor ist vorhanden.
Als auf der Hauptinsel die eigentliche Jagd losgeht, wird es atemlos und aufregend. Dieser Roman war definitiv keine Zeitverschwendung.

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