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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2025

Rätselhafte Ereignisse

Commissario Gaetano und der lügende Fisch
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Commissario Geatano und sein Team stehen vor einer besonders herausfordernden Zeit: In Neapel wird das traditionsreiche Fest zu Ehren des San Gennaro gefeiert, die Straßen sind voller Menschen, Musik und ...

Commissario Geatano und sein Team stehen vor einer besonders herausfordernden Zeit: In Neapel wird das traditionsreiche Fest zu Ehren des San Gennaro gefeiert, die Straßen sind voller Menschen, Musik und Emotionen – doch mitten in dieser lebendigen Kulisse taucht ein Fremder aus Turin in Geatanos Büro auf. Verängstigt berichtet er von Bedrohungen gegen sein Leben. Geatano nimmt die Sache ernst, reagiert umsichtig und stellt einen Kollegen zur Überwachung der Wohnung ab. Doch was zunächst nach Vorsichtsmaßnahme aussieht, entwickelt sich rasch zu einem blutigen Albtraum – in der Wohnung wird ein brutaler Mord entdeckt. Dem Opfer wurde der Kopf abgetrennt. Und als wäre das nicht schon verstörend genug, findet man in einem Rucksack auch noch einen toten Fisch – eine Botschaft? Ein Ritual? Etwa ein Hinweis auf die Mafia?

Im Laufe der Ermittlungen tun sich immer neue Spuren und Verdachtsmomente auf. Die Liste der möglichen Täter wächst, und mit ihr die Spannung. Immer wieder überraschen unerwartete Wendungen, die Leser:innen dazu bringen, ihre Vermutungen zu überdenken. Zwar schleichen sich im Mittelteil einige Längen ein, doch die Handlung nimmt immer wieder Fahrt auf und bleibt bis zum Ende fesselnd.

Besonders gelungen ist die atmosphärische Darstellung Neapels – die Stadt mit all ihren Facetten wird lebendig, beinahe greifbar. Zwischen Festtagsstimmung, dunklen Gassen und den lauten Stimmen der Menschen entwickelt sich ein ganz eigenes Setting, das den Fall perfekt untermalt. Auch die Figur des Commissario Geatano ist fein gezeichnet. Seine Gedanken, sein innerer Zwiespalt und auch die Andeutungen zu seinem Privatleben verleihen ihm Tiefe und Menschlichkeit. Die Nebenfiguren bleiben hingegen teils bewusst im Schatten – was die Spannung über ihre Motive und möglichen Verstrickungen weiter anheizt.

Insgesamt ist dieser Kriminalroman ein spannender, atmosphärischer Lesegenuss mit einem vielschichtigen Ermittler und einem Fall, der mehr als nur ein dunkles Geheimnis birgt. Ich habe die Lektüre sehr genossen und kann das Buch Krimi-Liebhabern wärmstens empfehlen – besonders jenen, die nicht nur Wert auf Spannung, sondern auch auf Lokalkolorit und psychologische Tiefe legen.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Ein toller Auftakt

Dorn. Hotel der Angst
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Mit „Dorn – Zimmer 103“ startet Jan Beck eine neue Thriller-Reihe, die von Anfang an mit einer düsteren Atmosphäre, komplexen Charakteren und intelligent konstruierter Spannung besticht.

Kriminalpsychologe ...

Mit „Dorn – Zimmer 103“ startet Jan Beck eine neue Thriller-Reihe, die von Anfang an mit einer düsteren Atmosphäre, komplexen Charakteren und intelligent konstruierter Spannung besticht.

Kriminalpsychologe Simon Dorn hat sich nach mehreren schweren Schicksalsschlägen aus dem aktiven Polizeidienst zurückgezogen. Er lebt isoliert im verfallenen Hotel Dornwald in Bad Gastein, einem einst mondänen Kurort, der hier als eindrucksvolle Kulisse für Becks düstere Geschichte dient. Dorn lässt seine Vergangenheit jedoch nicht ruhen: Zimmer für Zimmer verwandelt er das Hotel in ein morbides Museum ungelöster Mordfälle – eine symbolische wie schaurige Verarbeitung seiner beruflichen und persönlichen Traumata.

Sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist Karla Hofbauer vom Cold Case Management in Wien. Als sie in Hamburg brutal ermordet wird, beginnt die eigentliche Handlung: Lea Wagner, eine junge, ehrgeizige Kriminalpolizistin, nimmt Hofbauers Ermittlungen auf – und landet schließlich in Bad Gastein. Was als Konfrontation beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Zusammenarbeit zwischen Wagner und Dorn. Gemeinsam jagen sie einen Serienmörder, der seine eigenen perfiden Regeln kennt – und keine Grenzen.

Jan Beck versteht es meisterhaft, eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Besonders hervorzuheben ist das nicht vorhersehbare Finale. Der Schreibstil ist flüssig, präzise und atmosphärisch.

„Dorn – Zimmer 103“ ist ein starker Auftakt zu einer vielversprechenden neuen Thriller-Reihe.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Eine Liebesgeschichte in Venedig

Wenn du mich findest
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Mit "Wenn du mich findest" präsentiert Hanni Münzer eine fesselnde Mischung aus Romantik, Drama und Spannung, die unter die Haut geht. Die Autorin hat ihre frühere "Venedig Love Story – Das Mädchen hinter ...

Mit "Wenn du mich findest" präsentiert Hanni Münzer eine fesselnde Mischung aus Romantik, Drama und Spannung, die unter die Haut geht. Die Autorin hat ihre frühere "Venedig Love Story – Das Mädchen hinter der Maske" umfassend überarbeitet und erweitert, wodurch die Geschichte noch intensiver und vielschichtiger geworden ist.

Im Mittelpunkt steht Gina, eine temperamentvolle Studentin, die ein schweres Geheimnis mit sich trägt. Auf der Flucht vor einer dunklen Vergangenheit ist sie gezwungen, der Liebe aus dem Weg zu gehen – bis ihr Schicksal Riccardo in den Weg stellt. Er ist Mitte dreißig, erfolgreich, attraktiv, aber innerlich leer – bis er der geheimnisvollen Gina begegnet und seine Welt ins Wanken gerät.

Hanni Münzer gelingt es meisterhaft, die komplexen Emotionen ihrer Figuren herauszuarbeiten. Besonders Gina ist eine vielschichtige und berührende Heldin, deren Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit sie sofort sympathisch macht. Auch Riccardo entwickelt sich im Laufe der Geschichte deutlich weiter und wird mehr als nur der typische reiche Womanizer.

Die Handlung entfaltet sich vor der atmosphärischen Kulisse Venedigs, die mit ihren engen Gassen, verborgenen Plätzen und der leicht melancholischen Stimmung perfekt zur Geschichte passt. Münzers bildhafter Schreibstil lässt die Leser*innen direkt in die Szenerie eintauchen und verleiht dem Roman eine ganz besondere Stimmung.

"Wenn du mich findest" ist eine intensive, emotional aufgeladene Geschichte über Vertrauen, Mut und die heilende Kraft der Liebe.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Tolle Idee mit einigen Schwächen

Dark Labyrinth – Gefährliches Verlangen
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"Dark Labyrinth" von Adrianne May bietet eine spannende Grundidee und ein düster-verlockendes Setting, das Fantasy-Fans neugierig macht. Die Geschichte startet sofort mit einem Mysterium: Die Protagonistin ...

"Dark Labyrinth" von Adrianne May bietet eine spannende Grundidee und ein düster-verlockendes Setting, das Fantasy-Fans neugierig macht. Die Geschichte startet sofort mit einem Mysterium: Die Protagonistin Sadaré erwacht ohne Erinnerung auf einem spiegelglatten, schwarzen Boden und begegnet kurz darauf dem geheimnisvollen Daemon Daesra, der sie zu kennen scheint – und sie abgrundtief zu hassen behauptet.

Der Einstieg ist atmosphärisch dicht und erzeugt sofort eine bedrückende, spannende Stimmung. Das Konzept eines tödlichen Labyrinths als Prüfung der Götter ist faszinierend und sorgt für eine ständige Bedrohung, die für Spannung sorgt. Auch die Dynamik zwischen Sadaré und Daesra – ein Wechselspiel aus Anziehung, Misstrauen und unterschwelliger Gefahr – ist interessant angelegt.

Allerdings bleibt die Figurenentwicklung insgesamt etwas oberflächlich. Sadarés Identitätskrise wird zwar thematisiert, aber ihre emotionale Tiefe und die Entwicklung ihrer Beziehung zu Daesra hätten stärker und differenzierter herausgearbeitet werden können. Besonders in der Mitte des Buches schleichen sich einige Längen ein, in denen sich die Handlung wiederholt und der Fortschritt im Labyrinth eher schleppend wirkt.

Adrianne Mays Schreibstil ist insgesamt flüssig und leicht zu lesen, gelegentlich jedoch etwas zu einfach, wodurch einige der dramatischeren Szenen an Wirkung verlieren.

"Dark Labyrinth" ist eine solide Fantasy-Geschichte mit einem faszinierenden Setting und einer interessanten Ausgangssituation, welche jedoch im Verlauf der Story schwächelt.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Ein ergreifendes Finale

Lied der Rache
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Mit "Lied der Rache" liefern das Autoren-Duo Iny Lorentz ein würdiges und fesselndes Finale ihrer historischen Romanreihe um die Gauklerin Cristina.

Cristina, die nach dem Tod ihres geliebten Ehemannes ...

Mit "Lied der Rache" liefern das Autoren-Duo Iny Lorentz ein würdiges und fesselndes Finale ihrer historischen Romanreihe um die Gauklerin Cristina.

Cristina, die nach dem Tod ihres geliebten Ehemannes schweren Verlust erfahren hat, versucht, sich in Tresskau ein neues Leben aufzubauen. Doch Ruhe und Frieden sind ihr nicht vergönnt: Die Zeit der napoleonischen Kriege bringt Unsicherheit, Gewalt und Zerstörung über Europa – und auch ihr persönliches Umfeld wird von dunklen Bedrohungen heimgesucht. Besonders der eskalierende Erbstreit mit dem Vetter ihres verstorbenen Mannes entwickelt sich zu einer ernsten Gefahr für ihr neues Leben und ihr hart erkämpftes Glück.

Cristina erweist sich einmal mehr als starke, kämpferische Heldin, die sich den Herausforderungen des Lebens entschlossen stellt. Ihre Entschlossenheit, Gerechtigkeit zu erlangen und ihre Lieben zu beschützen, macht sie zu einer zutiefst bewundernswerten Figur. Iny Lorentz zeichnen Christina nicht als unfehlbare Heldin, sondern als menschliche, verletzliche Frau, die trotz aller Rückschläge niemals aufgibt.

Die historischen Hintergründe der napoleonischen Zeit sind gekonnt eingeflochten und geben der Handlung eine dichte, glaubwürdige Atmosphäre. Iny Lorentz gelingt es, das Leid, die Unruhen und die Unsicherheiten dieser Epoche ebenso eindrücklich darzustellen wie die Hoffnungen und Träume der Menschen, die in ihr leben.

Besonders hervorzuheben sind die abwechslungsreiche Handlung, die zahlreichen dramatischen Wendungen sowie die vielschichtigen Nebenfiguren, die das Bild dieser bewegten Zeit abrunden. Intrigen, Abenteuer und große Emotionen sorgen dafür, dass keine Seite langweilig wird und man Cristina bis zum Ende mit Herzklopfen begleitet.

"Lied der Rache" ist eiin großartiger Abschluss einer fesselnden Reihe, der sowohl Historienfans als auch alle Liebhaber*innen starker Frauenfiguren begeistern wird!

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