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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2026

ein Pageturner

REM
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Ich bin ehrlich gesagt normalerweise kein großer Fan von Horror, aber die Kombi der Autoren hat mich neugierig gemacht. Nun, man wird definitiv nicht enttäuscht. Ein regelrechter Pageturner, ...

Ich bin ehrlich gesagt normalerweise kein großer Fan von Horror, aber die Kombi der Autoren hat mich neugierig gemacht. Nun, man wird definitiv nicht enttäuscht. Ein regelrechter Pageturner, ich hatte das Werk in kürzester Zeit regelrecht verschlungen. Die Idee dahinter fand ich stimmig und auch die Verbindung mit der aktuellen Zeit in der wir leben.
An manchen Stellen musste ich an den Film Matrix denken, aber sonst werde ich hier nichts spoilern.
Es gibt viele Kapitel (82 auf rund 300 Seiten), die für zusätzliche Spannung und Dynamik sorgen. Der Schreibstil ist irgendwie realistisch, man nimmt die Story ab und die Gruselmomente sind hervorragend eingebaut. Als Film könnte ich es vermutlich nicht anschauen, aber lesen geht gut. Natürlich dürfen gewisse Twists im Plot nicht fehlen. Ich finde die neue Kombi aus Horror und Thriller sehr gelungen und werde mit Sicherheit auch das nächste Buch davon verschlingen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

über Generationen hinweg

Das schönste aller Leben
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Die Geschichte einer Familie über die Jahrhunderte hinweg. Wobei immer nur die Frauen im Fokus stehen. Rein örtlich geht es vom Umland Wiens nach Banat (Rumänien), und sehr viel später von dort ...

Die Geschichte einer Familie über die Jahrhunderte hinweg. Wobei immer nur die Frauen im Fokus stehen. Rein örtlich geht es vom Umland Wiens nach Banat (Rumänien), und sehr viel später von dort nach Deutschland.
Es ist ein Buch über die Ungerechtigkeit, die Rolle der Frau, Migration, die Frage der Schuld und den Idealen, die vermeintlich noch immer Gültigkeit haben.
Die Erzählung wird aus Sicht dreier Frauen lebendig. Theresia, die im 18 Jahrhundert sehr viel Leid und Ungerechtigkeit ertragen muss, Vio und "Ich". Letztere spielt in der deutschen Gegenwart und kämpft mit einem folgenschweren Moment der Unaufmerksamkeit, der das Leben ihrer Tochter komplett ändert. Mir hat die Figur der Theresia imponiert, wohingegen mich die Schilderungen des "Ichs" teilweise strapaziert haben. Für mich war es schwer nachzuvollziehen, wie dieser "Unfall" derartig detailliert thematisiert wurde und alles sich nur noch darum drehte. Dabei wollte Vio doch "Das schönste aller Leben" für ihre Tochter Sophie.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

auf der Suche

Ich möchte zurückgehen in der Zeit
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Ganz unauffällig kommt das schmale Buch daher. Mit einer offenen Tür, die einlädt, durchzugehen und herauszufinden, was dahinter liegt.
Erstmal geht es zurück in die Vergangenheit. Der Großvater ...

Ganz unauffällig kommt das schmale Buch daher. Mit einer offenen Tür, die einlädt, durchzugehen und herauszufinden, was dahinter liegt.
Erstmal geht es zurück in die Vergangenheit. Der Großvater der Autorin war ein SS Mann und die wenigen Überbleibsel seines Lebens lassen viele Deutungen zu. Leider dämmert vieles im Vergessen und unter der Oberfläche. Trotzdem reist Judith Hermann nach Polen, um den Ort und um mehr von ihrem Großvater zu erfahren. Ein Bild von ihm in Radom, selbstsicher und in die Kamera lächelnd, steht im starken Kontrast zur Wirklichkeit. Die Stadt ist unangenehm ruhig, die düstere Vergangenheit scheint immer noch nachzuhallen. Im zweiten Teil die Reise zu ihrer Schwester nach Neapel. Der sonnige Süden und die zwischenmenschlichen Beziehungen stehen wieder im Kontrast zu den erlebten kalten Wochen in Radom. Die Schwester lebt in ihrer eigenen Welt. Die Autorin vermag es mit wenigen Worten einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

ein Buch, das bleibt

Der Fluss der Zeit
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Normalerweise bin ich kein Freund von Kurzgeschichten. Nachdem mir der Autor jedoch mit dem Werk Nachtzug nach Lissabon sehr gut im Gedächtnis geblieben ist, war ich neugierig. Schade, dass wir keine weiteren ...

Normalerweise bin ich kein Freund von Kurzgeschichten. Nachdem mir der Autor jedoch mit dem Werk Nachtzug nach Lissabon sehr gut im Gedächtnis geblieben ist, war ich neugierig. Schade, dass wir keine weiteren Geschichten von ihm lesen können, Pascal Mercier ist 2023 verstorben. Das Buch besteht aus fünf kurzen Episoden. Man taucht schnell in die jeweilige Begebenheit ein. Ohne viel Worte beschreibt der Autor die Situationen. Obwohl es nicht emotional geschrieben ist, fühlt man intensiv mit. Was wäre wenn? Was macht ein Leben aus und wie lange können Tage eigentlich sein? An wenigen Beispielen wird klar, dass man am Rad der Zeit nicht drehen kann, weder zurück noch nach vorne. Für mich ein Meisterwerk, das ich mir sicherlich noch in gedruckter Version für meine Sammlung kaufen werde.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Winterroman für Frauen

Wintertöchter Trilogie
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Durch Zufall bin ich über diese Trilogie gestolpert. Ein Buch für Frauen. Es spielt in Österreich, genau gesagt in der Forstau, einem ruhigen Ort mit wenigen Höfen. Man begleitet die Hauptdarstellerin ...

Durch Zufall bin ich über diese Trilogie gestolpert. Ein Buch für Frauen. Es spielt in Österreich, genau gesagt in der Forstau, einem ruhigen Ort mit wenigen Höfen. Man begleitet die Hauptdarstellerin Anna über die Jahrzehnte, vom kleinen Mädchen bis hin zur alten Frau. Dabei ist der Schreibstil der Landschaft und den Menschen angepasst. Sachlich und karg, aber nicht ohne Hilfsbereitschaft und Gemütlichkeit. Hinzu kommt noch der Kern der Geschichte, eine Begabung, die manche Frauen in unterschiedlicher Ausprägung in sich haben.
Über die Zeit braut sich dramatisches zusammen, Gewalt und viel Leid zum Beispiel. Insgesamt habe ich die Bücher sehr gerne gelesen, als Wintermensch fühlte ich mich manchmal direkt dabei, die Atmosphäre war gut getroffen. Aber vor allem im letzten Teil war mir die Geschichte eine Spur zu dick aufgetragen.

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