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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2019

Der lange Weg - Sein Leben lenken lernen

Wer nix checkt, kann nix ändern!
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Zuerst dachte ich, schon wieder so ein Ratgeber, wobei mir das außergewöhnliche Titelbild ganz gut gefiel. Wer hat nicht mal Tomaten auf den Augen?

Herbert Lange duzt seine Leser. Das kann man mörgen ...

Zuerst dachte ich, schon wieder so ein Ratgeber, wobei mir das außergewöhnliche Titelbild ganz gut gefiel. Wer hat nicht mal Tomaten auf den Augen?

Herbert Lange duzt seine Leser. Das kann man mörgen oder auch nicht. Er versteht es jedoch seine Gedanken klar zu fassen, genau zu definieren und er formuliert seine Zeilen leserfreundlich. Langes wissenschaftlicher Hintergrund als Psychologe und Coach klingt immer wieder durch. Hier begegnet der eine oder andere Leser bekannten psychologischen Theorien. Allerdings ist dies, um die Grundlagen zu erklären, kaum vermeidbar.

Das Buch ist glücklicherweise kein weiterer Ratgeber zum Thema Selbstoptimierung, sondern zeigt einen individuellen Weg der Persönlichkeitsentwicklung auf, der den Menschen als soziales Wesen akzeptiert. Machen wir uns nichts vor, hierbei geht es um eine Lebensaufgabe in Verbundenheit mit unseren Mitmenschen. Das ist m. E. Herbert Lange in "Wer nix checkt, kann nix ändern" sehr gut gelungen und deshalb ist das Buch durchaus lesenswert.

Veröffentlicht am 27.10.2019

30 Porträts

Hamburgs starke Frauen
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30 Porträts erzählen eine weibliche Geschichte der Freien und Hansestadt Hamburg und nehmen den Leser auf eine Zeitreise, so vielschichtig wie ein Frauenleben. Die Porträts beschränken sich auf nur 4-5 ...

30 Porträts erzählen eine weibliche Geschichte der Freien und Hansestadt Hamburg und nehmen den Leser auf eine Zeitreise, so vielschichtig wie ein Frauenleben. Die Porträts beschränken sich auf nur 4-5 Seiten, geben aber dennoch einen guten Einblick in die jeweilige Biographie. Tanja Breukelchen wählte dabei Frauen zwischen dem 17. Jahrhundert und heute. Von einigen hat man schon etwas gehört wie z.B. von einer Heidi Kabel, einer Loki Schmidt oder einer Helga Feddersen und Cornelia Funke.; andere, nicht weniger einflussreiche, kennt man dagegen leider nicht, wie z.B. Meta Klopstock, Amalie Sieverking und Isabella Vértes-Schütter. Diese hat mir Tanka Breukelchen näher gebracht und vielleicht schafft sie es auch mit diesem Buch, sie bekannter zu machen.

Außerdem wird dem Leser schnell klar, welche Vorarbeit diese Frauen für die heutigen geleistet haben, aber auch welche Dinge sich vielleicht noch nicht wesentlich verbessert haben.

Tanka Breukelchen ist ein kurzweiliges Buch mit einer sehr gelungenen Auswahl an Frauenbiographien gelungen.

Veröffentlicht am 06.10.2019

Der 10. Fall

Guglhupfgeschwader
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Rita Falk feiert mit "Guglhupfgeschwader" den 10. Eberhofer-Julbiläumskrimi und gleichzeitig auch das 10jährige Dienstjubiläum von Franz Eberhofer.
In diesem Band steht v.a. der Kriminalfall im Mittelpunkt. ...

Rita Falk feiert mit "Guglhupfgeschwader" den 10. Eberhofer-Julbiläumskrimi und gleichzeitig auch das 10jährige Dienstjubiläum von Franz Eberhofer.
In diesem Band steht v.a. der Kriminalfall im Mittelpunkt. Franz Eberhofer und sein Spezl Rudi Birkenberger stellen unter Einsatz ihres Lebens eine kriminelle Bande. Allerdings war der Kriminalfall an sich für mich nie das Hauptaugenmerk der Eberhofer-Krimis. Mir gefallen v.a. die Geschichten, die sich in Niederkaltenkirchen im Allgemeinen und in der Eberhofer Familie insbesondere abspielen, und da ist es ganz schön ruhig geworden. Der Fanz, seine Susi und der kleine Paul leben ihr Familienidyll, die Oma bringt leider nur einige wenige Klopper, der Papa kifft friedlich vor sich hin und Leopold hilft sogar bei den Ermittlungen. Die Niederkaltenkirchner sind in diesem Band ebenfalls sehr zurückhaltend.

Wie bei jedem Hörbuch der Eberhofer-Reihe sticht Christian Tramitz als brillanter Sprecher heraus. Kaum einer schafft es wie er, den einzelnen Charakteren eine eigene Stimme zu verleihen. Allein dadurch entlockt er dem Hörer schon den einen oder anderen Lacher.

Ich hoffe auf einen 11. Band, in dem die Charaktere wieder mehr zum Zug kommen sollten.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Wo der Büffel zwischen den Zeilen grast

Fettnäpfchenführer Vietnam
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Ich mag diese Reihe aus dem Conbook-Verlag sehr. Sie sind i.d.R. etwas überspitzt und konstruiert, was aber einfach dem Thema geschuldet ist. Ansonsten würde man die ganzen Fettnäpfchen nicht beschreiben ...

Ich mag diese Reihe aus dem Conbook-Verlag sehr. Sie sind i.d.R. etwas überspitzt und konstruiert, was aber einfach dem Thema geschuldet ist. Ansonsten würde man die ganzen Fettnäpfchen nicht beschreiben können. Diesem Konzept folgt auch der "Fettnäpfchenführer Vietnam", in dem die Protagonistin Nina, die in Hanoi für eine deutsche Organisation arbeitet und der befreundete Tourist Florian in div. Fettnäpfchen treten. Dabei wird jedoch auch klar, dass dies nicht mit Absicht geschieht, meistens auf Missverständnissen basiert und die Vietnamesen jedes Missgeschick höflich einfach weglächeln. Ich glaube, dass viele Ausländer nicht mal merken, dass sie gerade in ein Fettnäpfchen getreten sind, weil man ihm das in Vietnam nie spüren lassen wird. Gleichzeitig glaube ich auch, dass man anhand dieser Situationen, viel über eine fremde Kultur lernen kann und sie zu mehr Verständnis und Toleranz führen können.

Der Reiseführer ist äußerst unterhaltsam und nützlich. Er gehört für mich als Sekundärliteratur unbedingt ins Gepäck.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Und immer wieder grüß das Murmeltier

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Zum Inhalt: " Familie Hardcastle lädt zum Ball auf ihr Anwesen Blackheath. Alle Gäste amüsieren sich, bis ein fataler Pistolenschuss die Feier beendet. Evelyn Hardcastle, die Tochter des Hauses, ist tot. ...

Zum Inhalt: " Familie Hardcastle lädt zum Ball auf ihr Anwesen Blackheath. Alle Gäste amüsieren sich, bis ein fataler Pistolenschuss die Feier beendet. Evelyn Hardcastle, die Tochter des Hauses, ist tot. Einer der Gäste muss mehr über ihren Tod wissen, denn am selben Tag hat Aiden Bishop eine seltsame Nachricht erreicht: »Heute Abend wird jemand ermordet werden. Es wird nicht wie ein Mord aussehen, und man wird den Mörder daher nicht fassen. Bereinigen Sie dieses Unrecht, und ich zeige Ihnen den Weg hinaus.« Tatsächlich wird Evelyn nicht nur ein Mal sterben. Bis der Mörder entlarvt ist, wiederholt sich der dramatische Tag in Endlosschleife. Doch damit nicht genug: Immer, wenn ein neuer Tag anbricht, erwacht Aiden im Körper eines anderen Gastes und muss das Geflecht aus Feind und Freund neu entwirren. Jemand will ihn mit allen Mitteln davon abhalten, Blackheath jemals wieder zu verlassen."

Stuart Turton hat mit "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" ein sehr komplexes Debüt abgeliefert - eine Mischung aus "Immer wieder grüßt das Murmeltier" und Agatha Christie. Der Hörer merkt jedoch schnell, dass es sich dabei nicht um ein Hörbuch handelt, das man so nebenbei hören kann. Ich finde die Idee hinter seinem Debütroman genial, die Umsetzung lässt mich jedoch etwas verwirrt und gelangweilt zurück. Er mag die unterschiedlichen Charaktere gut herausgearbeitet haben, dennoch kann man sie sich aufgrund der Menge kaum merken. Erschwerend kam hinzu, dass bei mir keine Spannung aufkommen wollte; ich langweilte mich eher, so dass ich nach ca. 15 Stunden abbrach.

Dem Sprecher, Frank Stieren, möchte ich jedoch ein Lob aussprechen.

Vermutlich polarisiert dieses Hörbuch. Entweder man findet es großartig oder man kann so gar nichts mit ihm anfangen. Ich gehöre zu den Letzteren.