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Veröffentlicht am 29.06.2018

Schwarzes Requiem - ein Thriller der in die dunkelsten Ecken und Geschichten führt

Schwarzes Requiem
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Der Thriller "Schwarzes Requiem" von Jean-Christophe Grange gelesen von Dietmar Wunder führt uns direkt nach Afrika, genauer die Republik Kongo, in der zu dem Zeitpunkt Macht und Geld regiert.
Mittendrin ...

Der Thriller "Schwarzes Requiem" von Jean-Christophe Grange gelesen von Dietmar Wunder führt uns direkt nach Afrika, genauer die Republik Kongo, in der zu dem Zeitpunkt Macht und Geld regiert.
Mittendrin sind Gregoire Morvan und sein Sohn Erwan.
Sie folgen ganz verschiedenen Zielen.
Während Greogoire auf dem Weg zu seinen Minen ist, um heimlich Coltan wegzuschaffen und so noch reicher zu werden, ist Erwan hergekommen um einen alten Fall aufzulösen. Der Fall des Nagelmannes. Was beide wissen, aber nicht aussprechen, ist, dass Erwan vermutet, dass ein Vater mit der Sache etwas zu tun hat.
Währenddessen in Frankreich. Erwans Schwester Gaelle trifft sich mit dem Psychater Katz. Sie hat versucht sich umzubringen.
Ihr Bruder Luic erfährt das der Vater seiner Exfrau auf brutale weise ermordet wurde und reist mit ihr nach Italien zur Beerdigung.

In Afrika spitzt sich die Lage zu, Erwan hat einiges, erschreckendes über seinen Vater herausgefunden und kommt in ein Kriegsgebiet. Sein Vater versucht ihn herauszuholen und stirbt dabei.

Auch in Frankreich wird es gefährlich. Gaelle findet heraus, dass Katzt nicht der ist, für den sie ihn hält und Luic wird bedroht als er versucht herauszufinden, wer seinen Schwiegervater bedroht hat.
Zuletzt verweben sich alle Handlungsstränge an der Beerdigung von Gregoire Morvan.

Gleich zu Beginn der Geschichte wird man mitten ins korrupte Kongo geworfen. Es wird schnell klar, dass man ohne Geld und Kontakte nicht weit kommt. Auch wenn man noch nicht viel von diesem Land gehört hat, versteht man schnell, woher die Aufruhen kommen. Schwer ist es tatsächlich nur etwas, mit den ganzen Orten klar zu kommen und den Entfernungen. Da lohnt es sich mal einen Blick auf eine Karte zu werfen, um zu verstehen, warum Erwan nicht so leicht nach Lontano kommen kann und warum es eine tagelange Reise ist.

Am Anfang kann es ein wenig schwer fallen, in die Handlung herein zu kommen, es gibt viele, neue Namen. Das mag aber auch daran liegen, dass mir der erste Teil noch ungekannt war. Und trotzdem findet man schließlich doch in die Geschichte rein, lernt die Charaktere kennen und beginnt sich mit ihnen zu identifizieren -mehr oder weniger.

Was ganz besonders gelungen ist, dass man nie, aber auch nie erraten kann, was als nächstes passiert. Der Autor lässt keine langeweile aufkommen und immer wenn man denkt, jetzt kann es nicht schlimmer kommen, schafft er es noch eins oben drauf zu setzen. Die Handlung wirft sich manchmal regelreicht in eine plötzlich andere Richtung. Es ist keien Geschichte, die man nebenbei hören kann, nein, hier ist es wichtig, aufmerksam zuzuhören, sonst kann es sein, dass man einen wichtigen Teil überhört.

Alles in allem ein mehr als gelungener Thriller, mit vielen, unerwarteten Handlungsänderungen, viel Spannung und dunklen Geheimnissen.

Veröffentlicht am 23.10.2017

Über ein großes Tabu-Thema, das schon lange totgeschwiegen wird

Die stille Kammer
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„Die stille Kammer“ ist ein Psychothriller von Jenny Blackhurst und erzählt die Geschichte von Susan Webster, die glaubt, ihr Kind umgbracht zu haben.

Susan Webster lebt unter dem Namen Emma Cartwirght ...

„Die stille Kammer“ ist ein Psychothriller von Jenny Blackhurst und erzählt die Geschichte von Susan Webster, die glaubt, ihr Kind umgbracht zu haben.

Susan Webster lebt unter dem Namen Emma Cartwirght in einer kleinen, ruhigen statt. Sie hat ihr Kind im alter von 12 Wochen umgebracht und ihre Strafe in der Psychatrie abgesessen.
Sie hat ihr Kind aufgrund der Pueperalpsychose erstickt, eine sehr seltene und verstärkte Form des so genannten „Baby Blues“, die für Paranoia und starken Psychosen sorgt.
Als Susan ein Bild von einem kleinen Jungen erhält, auf dem der Name ihres Sohnes draufsteht macht sie sich auf um herauszufinden, was passiert ist. Der Journalist Nick Whitely hilft ihr bei ihren Recherchen und sie findet immer mehr Hinweise darauf, dass ihr Sohn noch lebt.
Allerdings hat Susan weiterhin immer mal wieder „Aussetzer“ bekommt etwas nicht mit, oder vergisst etwas, sodass man nie genau weiß, ob das alles wirklich passiert, oder sie sich das nur einbildet.

Der Einstieg in das Buch gelingt sehr leicht. Gleich zu beginn erzählt Susan, was sie getan hat. Sie verdeutlicht sehr eindrücklich, wie sehr ihr der Tod ihres Kindes zu schaffen macht und obwohl sie sich rechtfertigt, bemerkt man deutlich, wie sie sich selbst die Schuld daran gibt. Auch sehr schön und gleichzeitig traurig, sind die Rückblenden zu der Zeit, die sie mit ihrem Sohn Dylan verbracht hat. Sie schweift ob ab, denkt daran, wie sie mit ihm gekuschelt und gespielt hat.
Das nimmt der Geschichte auch so etwas den bitteren Beigeschmack. Das Thema, das eine Mutter ihr eigenes Kind umbringt ist sehr gewagt und wird bei uns totgeschwiegen, auch wenn mittlerweile nachgewiesen ist, dass diese Pueperalpsychose eine schwerwiegende Krankheit ist, kann man sich das - wenn man es nicht selbst miterlebt hat – kaum nachvollziehen.
Das ist das erste Buch, in dem diese Krankheit offen angesprochen wird und darüber geschrieben wird, dass auch diese Mütter ihre Kinder wirklich geliebt haben. Sie waren einfach nur krank.

Neben Susans Geschichte werden auch immer einzelne Kapitel eingeworfen, die zu Beginn scheinbar gar nichts mit der eigentlichen Geschichte zusammen hängen. Erst ganz zum Ende hin erkennt man die Verknüpfungen zur aktuellen Geschichte.
Das sorgt dafür, dass im Buch die Spannung erhalten bleibt. Während Susan auf der Suche nach ihrem Sohn ist, erhalten wir Einblick in eine ganz andere Jugend und auch wenn man ein paar Vermutungen anstellen kann, so ganz findet man es doch nicht heraus.

Alles in allem ist das Buch sehr spannend. Es ist nicht blutig, es hat keine besonderen Schreckmomente, doch es fesselt den Leser. Durch dieses außergewöhnliche Thema und die Personen, in die man sich meist ganz gut hineinversetzen kann, schafft man es kaum, das Buch zu Seite zu legen.

Veröffentlicht am 02.10.2017

Die Schlange von Essex- Ein Liebesroman der ganz anderen Art

Die Schlange von Essex
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"Die Schlange von Essex" ist ein Roman von Sarah Perry und bekam den britischen Buchpreis für den besten Roman des Jahres.
"Die Schlange von Essex " erzählt die Geschichte einiger sehr unterschiedlicher ...

"Die Schlange von Essex" ist ein Roman von Sarah Perry und bekam den britischen Buchpreis für den besten Roman des Jahres.
"Die Schlange von Essex " erzählt die Geschichte einiger sehr unterschiedlicher Charaktere, die alle, so unterschiedlich sie auch sind, durch eine Sache miteinander verbunden sind. Liebe. Sie alle haben etwas gemeinsam. Sie lieben und werden geliebt und in diesem Buch, ist die Liebe in allen Facetten beschrieben.

Im Mittelpunkt steht die Geschichte von Cora Seaborne. Schon in jungen Jahren verheiratet, war sie in einer Ehe gefangen, in der sie nicht glücklich weden kann. Jetzt ist ihr Mann tot und sie kann endlich anfangen zu leben, muss sich an keine Konventionen mehr halten. Sie ist frei und kann tun und lassen, was sie will.
An ihrer Seite ist Martha, die ihr eine enge Freundin, Vertraute und gleichzeitig Coras Angestellte ist. Sie kommen nach Aldwinter, wo sie William Ransome - der Dorfpfarrer- und seiner Familie vorgestellt werden. Will liebt seine Frau Stella innig und auch Cora fasst sofort Vertrauen zu Stella. Doch sie empfindet etwas besonderes für Will. Sie werden innige Freunde. Was Luke Garret gar nicht passt.
Dieser war der Arzt von Coras verstorbenen Mann und liebt Cora ebenfalls. Und auch sie empfindet so etwas wie Liebe für ihn und beide machen daraus keinen Hehl, doch scheint es so, als sollten Sie nicht zusammen kommen. Lukes bester und treuester Freund Spencer wiederrum empfindet etwas für Coras vertraute Martha. Und so geht es immer weiter.
Das war nur ein kurzer Einblick in die Geschichte, doch in ihr findet man so viel Liebe, Trauer, Angst, Hass, dass es gar nicht möglich ist, hier alles zu erklären.
Dieser Roman ist etwas ganz besonderes. Natürlich kann man ganz einfach und lapidar sagen, es geht um Liebe. Doch das beschreibt die Besonderheit dieses Romans nicht mal im entferntesten und wird ihm auch nicht gerecht. Denn es ist kein Liebesroman und beschreibt auch nicht unbedingt eine Liebesgeschichte. Tatsächlich habe ich nie zuvor einen Roman gelesen in dem es um Liebe geht, aber in dem kaum ein Kuss verschenkt wird. Viel mehr geht es um die platonische Liebe und diese Liebe wird mit Kleinigkeiten ausgedrückt. Mit einer liebevollen Geste, einer ungeteilten Aufmerksamkeit oder einem verständnisvollen Brief.
Die Sicht der Personen wechselt ständig, man bekommt von jeder Person einen Einblick in die jeweiligen Gefühle. Man muss durchgehend aufmerksam sein, da es vor allem zu Beginn sehr viele neue Chraraktere und Namen sind. Auch wechselt die Ansicht der Personen innerhalb eines Kapitels, was das Buch auch sehr faszinierend macht. Man hat keine einzelnen Kapitel und weiß, jetzt geht es um Cora, jetzt um Martha und jetzt sehen wir alles aus der Sicht von Will. Nein, das Buch umfasst ein komplettes Jahr, es wird grob in die Monate unterteilt und in den Kapiteln kann es durchaus sein, dass sich die Charaktere vermischen. Am Anfang einer Seite kommen die Gefühle und die Handlungen von Will heraus und das wechselnt zwischendrin einfach, sodass man mitbekommt, was die Charaktere zur selben Zeit machen. Es ist nichts klar abgegrenzt sondern die Charaktere sind vermischt und gehen so nahtlos und perfekt ineinander über. Dies wird nur unterbrochen, durch die Briefe und TAgebucheinträge der Chraktere, die eine gelungene Abwechslung sind und sehr gut zu lesen.
Es gibt noch viel mehr zu dem Buch zu sagen, doch ich will versuche es nicht zu lang zu machen.
Dieses Buch ist etwas ganz besonderes, es beschreibt keine großen Begebenheiten, keine unglaubliche, einmalige Liebesgeschichte und man kann es auch nicht einmal übermäßig spannend nennen. Es ist die Liebe. Schlicht und einfach und doch unendlich kompliziert in allen Facetten. Dazu kommt noch ein einzigartiger Schreibtstil, der elegant und doch nicht hochnäßig wirkt. Es ist einfach durch und durch ein britisches Buch und ich kann es jedem nur unbedingt empfehlen, denn es ist etwas ganz besonderes.

Veröffentlicht am 07.06.2017

Interessanter Thriller

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
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Der Thriller „Nur ein kleiner Gefallen – A simple Favor“ Von Darcy Bell und gelesen von Tanja Geke beschreibt eine Geschichte über eine Frau – Stephanie - deren beste Freundin Emely verschwunden ist und ...

Der Thriller „Nur ein kleiner Gefallen – A simple Favor“ Von Darcy Bell und gelesen von Tanja Geke beschreibt eine Geschichte über eine Frau – Stephanie - deren beste Freundin Emely verschwunden ist und nun über ihren Blog versucht diese zu finden.

Das Buch beginnt schon gleich mit dem verschwinden Emelys. Ohne große Vorgeschichte, wird man sofort in die Geschichte mitgenommen und bekommt mit Rückblenden Stück für Stück erzählt, wie ,aus Stephanies Sicht, die Freundschaft begann. Abwechselnd wird das Buch aus ihrem Blog und ihrer direkten Sicht geschrieben und man erfährt schnell, dass Stephanie auch nicht unbedingt die Unschuld in Person ist. Sie gibt sich die Schuld, an dem Tod ihres Mannes und ihrem Halbbruder, mit dem sie immer mal wieder eine Affäre hat. Man findet die Leiche von Emely und Stephanie kommt mit Sean zusammen, Emelys Mann.
Die Sicht wechselt ungefähr an der Hälfte des Buches und wir bekommen Emelys Sicht der Dinge. Es erinnert ein kleines bisschen an „Gone Girl“, denn Emely ist nicht die gute Mutter und Freundin für die Stephanie sie hält. Im Gegenteil. Sie hat ihren Tod bewusst vorgetäuscht und ihre Zwillingsschwester in den Tod gehen lassen um eine Versicherungspolice zu bekommen. Auch war die angebliche Freundschaft zu Stephanie nur getäuscht.
Als Emely bemerkt, dass Sean sie betrügt, ändert sie ihren Plan wieder und will ihn loswerden.

Das Buch ist sehr interessant erzählt, wie schon beschrieben wird man gleicht zu Beginn mitten in de Geschichte hineingeworfen und erfährt immer Stück für Stück, wie die Vergangenheit war und kann immer besser verstehen, wie und warum die Charaktere sich verhalten und so sind, wie sie sind. Es ist sehr spannend, wie man sich überlegt, was mit Emely passiert ist und wie sie es geschafft hat am Leben zu bleiben. Interessant sind auch immer die verschiedenen Sichtweisen, die das Buch offenlegt. Mal sehen wir alles aus der Perspektive von Stephanie. Sie ist sehr naiv, sehr offen, denkt, dass sie schon alles schlimmer erlebt hat und will die Mutter des Jahres sein. Sie sehnt sich nach Freundschaft, Anerkennung und Liebe und wird in dem Buch zum Narren gehalten.
Dann ist da Emely, sie ist berechnend, eiskalt, manipulativ und weiß genau, wie sie mit Menschen umgehen muss, damit ihr geglaubt wird. Sie nutzt die Gutmütigkeit und die Liebe von Sean aus.
Als letztes wird auch Seans Sichtweise beschrieben. Er definiert sich zu seiner unglaublichen Liebe und Ehrfurcht zu Emely. Und auch er ist in gewisser weiße naiv. Er kann sich nicht vorstellen, wie hinterlistig und zielstrebig seine Frau sein kann.

Die Stimme von Tanja Geke passt auch hervorragend zu dem ganzen dazu. Mit ihrer leicht rauen und doch sehr angenehmen Stimme, kann man gar nicht mehr aufhören ihr weiter zuzuhören. Und sie schafft es mit nur kleinen Veränderungen der Stimme deutlich zu machen, wer gerade spricht. Sie gibt jedem Charakter eine andere Stimme , ohne dass es lächerlich oder übertrieben wirkt.

Alles in allem ist es ein sehr gelungenes Buch, dass mit vielen Psychospielchen, Manipulation und Naivität sehr interessant zu lesen ist. Trotzdem dass nichts blutiges oder brutales vorkommt, kann man doch auf jedem Fall von einem ganz besonderen Thriller sprechen, den ich nur weiterempfehlen kann, egal ob man ihn liest, oder sich von Tanja Geke vorlesen lässt.

Veröffentlicht am 29.05.2017

wunderschöne Liebesgeschichte

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt
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Das Buch „Wer weiß schon wie man Liebe schreibt“ ist eine klassische Liebesgeschichte von Kristina Günak, verlegt in Lyx Verlag

In der Geschichte geht es um Bea, Bea ist jung, ledig, gut in ihrem Job, ...

Das Buch „Wer weiß schon wie man Liebe schreibt“ ist eine klassische Liebesgeschichte von Kristina Günak, verlegt in Lyx Verlag

In der Geschichte geht es um Bea, Bea ist jung, ledig, gut in ihrem Job, liebt ihre Familie und opfert sich für alle und jeden auf, so gut sie es eben schafft. Sie arbeitet in einem Verlag, der eigentlich Liebesromane verlegt. Dort begegnet sie Tim Bergmann.
Tim ist still, jähzornig, lässt sich nicht in die Karten schauen und ist ein Bestseller-Autor.

Bea soll dafür sorgen, dass das Buch von Tim den Roderich-Preis bekommt und begleitet ihn auf Lesereise. Nur so kann sie den Verlag retten, der kurz vor dem Ruin steht. Leichter gesagt als getan, denn Tim hat viele Stimmungsschwankungen und hasst die Lesereise und alles drum herum. Doch als die beiden sich verlieben scheint alles leichter zu werden.
Was die beiden voneinander erst spät erfahren: Sie verbindet doch mehr, als man glaubt. Beide haben eine schwere und schreckliche Kindheit hinter sich und sind in Pflegefamilien aufgewachsen. Doch das scheint sie nur noch mehr zu verbinden.

Die Geschichte ist ähnlich aufgebaut, wie eine „klassische Liebesgeschichte“. Es gibt eine, die denkt dass sie nie die wahre Liebe findet und plötzlich verliebt sie sich doch in einen Mann, den alle wollen. Er ist zunächst abweisend, aber am Ende stellt sich heraus, dass er sie schon die ganze Zeit mochte.
So abgedroschen das auch klingt, so hat es Kristina doch geschafft, das ganze in ein neues Licht zu Rücken. Die Geschichte beginnt schon gleich sehr schwungvoll, ohne großen Vorspann wird Bea gleich Tim Bergmann zugeteilt. Daher muss man sich nicht erst in die Geschichte „hineinlesen“ sondern kommt sofort zum interessanten Teil. So zieht sich die Geschichte fort, es ist keine Seite zuviel, alles eher knapp gehalten und es gibt keinen Moment, an dem man das Gefühl hat „das könnte man auch weglassen“ oder „das zieht sich aber jetzt“. Von Anfang bis Ende lesenswert und interessant.
Auch der Teil mit der Pflegefamilie und der schlechten Vergangenheit von Bea wird langsam und sorgfältig in die Geschichte eingeflochten, es gibt immer nur kleine, kurze Flashbacks und erst ganz zum Schluss erfährt man, was passiert ist.

Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, dass es sich auf jeden Fall zu lesen lohnt. Die Sprache ist einfach gehalten, es gibt keine komplizierten Fachausdrücke oder langen Schachtelsätze. Es liest sich sehr angenehm als nicht so anspruchsvolle Lektüre für den Urlaub. Auch wenn es eine eher „klassische Liebesgeschichte“ ist, ist sie doch spannend und man fiebert bis zum entscheidenden Moment mit, ob und wenn ja, wie sei zusammenkommen.