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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2026

Dieses Buch hätte so viel mehr gekonnt 🥺

Crown of War and Shadow
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Sorrel lebt als Außenseiterin mit außergewöhnlichen Heiler-Fähigkeiten in einem abgeschiedenen Dorf. Schon immer gilt sie als seltsam und genau diese Andersartigkeit wird ihr zum Verhängnis und sie muss ...

Sorrel lebt als Außenseiterin mit außergewöhnlichen Heiler-Fähigkeiten in einem abgeschiedenen Dorf. Schon immer gilt sie als seltsam und genau diese Andersartigkeit wird ihr zum Verhängnis und sie muss fliehen. Begleitet allein von einem mürrischen, undurchsichtigen Söldner, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise, die ihr mehr und mehr über sich selbst offenbart und sie zur erbitterten Gegnerin der gefürchteten Dämonen-Bedrohung macht …

„Crown of War and Shadow“ hat mich hart getroffen. Das Buch ist absolut vielversprechend gestartet und ich mochte zunächst alles daran. Protagonistin Sorrel ist eine sympathische Figur, ihre Fähigkeiten hochinteressant. Auch ihre Entwicklung hat mir richtig gut gefallen. Sie lernt, sich selbst zu vertrauen, erfährt Hilfe und Anerkennung, nachdem sie lange wie eine Aussätzige behandelt wurde. Aber dann ist da Merc, der anfangs so liebenswert schroff-charmante Söldner, der ihr zur Seite steht. Ich mochte ihn, dann mochte ich ihn nicht mehr. Und das hat die Love Story für mich zu Staub zerfallen lassen. Red-Flag-Verhalten vom Feinsten und Sorrel lässt es sich gefallen. Jegliches Potenzial im Boden versenkt.

Dabei ist die Handlung unheimlich spannend, die Abenteuer kreativ und das Tempo angenehm. Gelangweilt habe ich mich keine Sekunde, geärgert umso mehr. Und zwar über die miserable Übersetzung des Textes! Immer wieder stolperte ich über seltsame, verwirrende Formulierungen und stark hervorstechende Fehler. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, ein unfertiges Manuskript vor mir zu haben, das lieblos durch einen maschinellen Übersetzer gejagt wurde. So, so schade! Es wurde bei diesem Buch unglaublich viel Potenzial verschenkt, was leicht hätte verhindert werden können, denn die Grundidee ist wirklich toll, die Umsetzung an vielen Stellen auch. Es gibt spannende Wendungen, eine durchdachte Story mit wunderschönen Erzählbögen. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte so viel mehr Liebe und Sorgfalt verdient gehabt! Ich bin noch immer hin- und hergerissen zwischen Faszination, Ablehnung und Unglaube. Die Fortsetzung steht momentan nicht auf meiner Wunschliste, aber ganz streichen kann ich sie auch nicht. Ich sagte ja anfangs schon, das Buch hat mich hart getroffen.

Veröffentlicht am 18.06.2026

Spannende Romantasy für Jugendliche 🐉

Firelight
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Die 16jährige Jacinda ist eine Draki, eine seltene Drachenwandlerin, und lebt mit anderen ihrer Art in einem versteckten Dorf. Nach einer bedrohlichen Begegnung mit einem Draki-Jäger, verlässt ihre Familie ...

Die 16jährige Jacinda ist eine Draki, eine seltene Drachenwandlerin, und lebt mit anderen ihrer Art in einem versteckten Dorf. Nach einer bedrohlichen Begegnung mit einem Draki-Jäger, verlässt ihre Familie die schützende Gemeinschaft und versucht, ein neues Leben zu beginnen. Jacinda soll ihr Drachenwesen sterben lassen. Da begegnet sie Will, der alles in ihr zum Leben erweckt - doch er ist ein Draki-Jäger, ihr erbittertster Feind …

„Firelight“ bildet den Auftakt zu Sophie Jordans Drachenwandler-Romantasy-Trilogie. Schnell ist mir beim Lesen klar geworden, dass sich die Geschichte spürbar an Jugendliche richtet. Wir sind hier viel in der Schule unterwegs und erleben Jacindas Alltag als neue Schülerin, als Außenseiterin und erfüllt mit den Emotionen einer ersten Liebe. Aufgefallen sind mir vor allem die Parallelen zu Twilight. Wer die Reihe mochte, kann hier ebenfalls auf seine Kosten kommen, wenn auch mit ganz anderen Wesen.

Der Schreibstil ist leicht, flüssig und spannend, das Tempo schnell. Ich konnte mich mit Jacindas Ich-Perspektive nicht ganz identifizieren, was am Alter liegen mag, dennoch fand ich die Story unterhaltsam. Das Setting ist urban und modern, gut vorstellbar. Ich mochte, wie die Anziehung zwischen Will und Jacinda transportiert wird, die verbotene Liebe kommt authentisch rüber. Für Jugendliche eine spannende und fantasievolle Lektüre, die Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 14.06.2026

Zwischen Hass und Verlangen - Spannender Auftakt

Blade of Night. Silberkuss
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In Kommandantin Zelies Welt sind Nachtelfen und Menschen - wie sie - erbitterte Feinde. Als sich eine dämonische Bedrohung aus der Sternenkluft erhebt, die die beiden Völker voneinander trennt, ist Zelie ...

In Kommandantin Zelies Welt sind Nachtelfen und Menschen - wie sie - erbitterte Feinde. Als sich eine dämonische Bedrohung aus der Sternenkluft erhebt, die die beiden Völker voneinander trennt, ist Zelie gezwungen mit dem Nachtelfen Aries zusammenzuarbeiten. Doch einander zu vertrauen, ist lebensgefährlich …

Auf „Blade of Night“ von Jessica Iser war ich sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht. Ich liebe ja den Enemies-to-Lovers-Trope und der kommt hier richtig schön zur Geltung. Zelie und Aries schwanken zwischen Hass und Anziehung, jegliche Zuneigung ist absolut verboten. Sie balancieren auf einem schmalen Grat zwischen Verrat und dem Wunsch, das Richtige zu tun. Immer wieder geraten sie aneinander, doch sich auf den anderen einzulassen, kann tödlich enden. Eine spannende Dynamik, die das Buch durchzieht und mit knisternden Emotionen würzt.

Obwohl weder die Handlung noch die Figuren wirklich an Tiefe gewinnen, fand ich die Handlung durchweg fesselnd. Am Anfang wirkt die Story aufgrund vieler Namen und politischer Verknüpfungen weniger einladend, aber das gibt sich schon nach wenigen Seiten. Die Wendungen sind durchdacht und spannend bis zum Schluss. Zelie und Aries dürfen wir in wechselndem POV aus der jeweiligen Ich-Perspektive kennenlernen. Das ist auch etwas, das ich sehr mag, weil die emotionalen, moralisch grauen Verstrickungen dadurch noch greifbarer werden. Mir hat der Romantasy-Auftakt richtig gut gefallen und ich werde die Fortsetzung definitiv ebenfalls lesen.

Veröffentlicht am 10.06.2026

Fantasievoller Auftakt 🪽

Starminster - Stadt in den Wolken
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Die elfjährige Astrid sehnt sich nach Freiheit, doch sie kennt nur das eintönige Leben in einem Schuppen, in dem ihre Mutter sie vor den Gefahren der Welt schützen will. Bis das Mädchen von einer geflügelten ...

Die elfjährige Astrid sehnt sich nach Freiheit, doch sie kennt nur das eintönige Leben in einem Schuppen, in dem ihre Mutter sie vor den Gefahren der Welt schützen will. Bis das Mädchen von einer geflügelten Frau befreit und zu der geheimnisvollen Schule Starminster gebracht wird. Eine Schule, die über den Wolken thront, denn auch Astrid sollen bald Flügel wachsen …

Angezogen und fasziniert hat mich an dem Kinderbuch „Starminster“ die originelle Idee, dass den Kindern Flügel wachsen und sie das Fliegen lernen. Der uralte Traum aller Menschen. Spielen tut die Geschichte in einer Welt, die aus einem „Überlondon“ und einem „Unterlondon“ besteht. Die Bewohner des Letzteren ahnen nichts von den geheimnisvollen Wesen über ihren Köpfen.

Astrid ist ein aufgewecktes, mutiges Mädchen, das nach und nach Freundschaften knüpft, aber auch hinterfragt, was um sie herum geschieht. Ganz warm geworden bin ich mit ihr und der Handlung dennoch nicht. Manches erschien mir nicht wirklich logisch oder zu inszeniert, um künstlich Spannung zu erzeugen.

Die Atmosphäre ist zudem sehr düster, was ich einerseits interessant und andererseits angesichts der Grausamkeit als too much empfand. Trotz der anschaulichen Beschreibungen der Stadt und des ausgefeilten Worldbuildings, kam ich in der Geschichte nie ganz an. Einige Passagen empfand ich zudem als langatmig. Obwohl ich die Fantasie der Autorin loben möchte! Ich glaube, dass junge Fantasy-Fans durchaus begeistert sein werden.

Veröffentlicht am 10.06.2026

Im Auftrag des Todes 💀🩺🧪

Das Dreizehnte Kind
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Geboren als 13. Kind, wächst Hazel ungeliebt und ungewollt in einer armen Großfamilie auf. Nur der „Endgültige“, der Tod höchstselbst, will sie als sein Patenkind aufnehmen und sie zu seiner Gehilfin machen, ...

Geboren als 13. Kind, wächst Hazel ungeliebt und ungewollt in einer armen Großfamilie auf. Nur der „Endgültige“, der Tod höchstselbst, will sie als sein Patenkind aufnehmen und sie zu seiner Gehilfin machen, einer Heilerin mit besonderen Fähigkeiten. Doch dieses Leben bietet nicht nur Wohlstand für Hazel, sondern auch viele Tücken. Als sie an den Hof des Königs gerufen wird, gerät sie in ernste Schwierigkeiten …

Erin A. Craigs „Das dreizehnte Kind“ mutet wie ein düsteres Märchen an. Das Hörbuch wird von der großartigen Rebecca Veil gelesen. Ich liebe es, ihrer angenehmen Stimme zu lauschen. Sie haucht jeder Geschichte Leben ein und begeistert mich immer wieder aufs Neue. Durch ihre Performance hat sie für mich viel gerettet, denn das Buch zog sich teilweise und konnte mich insgesamt nicht recht abholen.

Hazel ist durchaus ein interessanter Charakter und ihre Heiler-Fähigkeiten fand ich sehr spannend. Allerdings fand ich die Handlung irgendwie willkürlich und weniger faszinierend als erwartet. Schön finde ich, dass es sich um einen Fantasy-Einzelband handelt, der mit einem runden Ende abschließt. Zwischendurch ist das erfrischend.

Der Schreibstil ist ebenfalls angenehm, flüssig und bildhaft. Ich konnte mich gut in Hazel hineinversetzen, aber die Emotionen kamen nicht recht durch. Vor allem die nebensächliche Love Story habe ich überhaupt nicht gefühlt. Manchmal habe ich mich gefragt, was genau die Geschichte mir eigentlich sagen will, was mich dann aus dem Lese- bzw. Hörflow rausgeworfen hat. Für mich ein nicht ganz überzeugendes, aber dennoch unterhaltsames Werk.