Epischer Kampf von Licht und Schatten
Die Chroniken von WetheridIn Aufbau und Namensgebung habe ich mich bereits zu Anfang des Buches „Die Chroniken von Wetherid“ stark an „Herr der Ringe“ erinnert gefühlt. Christian Dölder entführt den Leser in eine fantasievoll ausgestaltete ...
In Aufbau und Namensgebung habe ich mich bereits zu Anfang des Buches „Die Chroniken von Wetherid“ stark an „Herr der Ringe“ erinnert gefühlt. Christian Dölder entführt den Leser in eine fantasievoll ausgestaltete Welt voller magischer Kreaturen und Wesen. Diese Wesen sind zahlreich und so hält der Autor es auch mit den Charakteren. Zuerst war ich mit den vielfältigen Namen und Informationen überfordert, aber nach und nach kristallisiert sich eine liebenswerte Gruppe heraus, die in einer detailliert ausgestalteten Fantasiewelt vor gefährliche Herausforderungen und den Kampf gegen die Dunkelheit gestellt wird.
Gewöhnungsbedürftig war für mich der teilweise etwas umständliche Schreibstil des Autors, der aber bei solchen Geschichten nicht ungewöhnlich ist. Oft denken die Figuren in wörtlicher Rede, was ich persönlich nicht so mag. Die Aufgaben und Umgebungen sind hingegen von faszinierender Detailliertheit. Manchmal etwas zu langatmig beschrieben, aber das ist Geschmacksache.
Das Grundthema ist der unerschöpfliche Kampf von Schatten und Licht. Die Begleiter der Hauptcharaktere sind Mut, Hoffnung, Freundschaft und das Streben nach Gerechtigkeit. Christian Dölder hat spürbar Herzblut in die Handlung investiert, inspiriert von großen Geschichten und beflügelter Fantasie.