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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2019

Spannung von Anfang bis Ende

Der siebte Schrei
3

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ich finde man kann den Schrei förmlich sehen.
Die Hoffnungslosigkeit des eingeschlossenen Jungen, im Prolog, ist gut nachvollziehbar. Im ersten Kapitel begegnet ...

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ich finde man kann den Schrei förmlich sehen.
Die Hoffnungslosigkeit des eingeschlossenen Jungen, im Prolog, ist gut nachvollziehbar. Im ersten Kapitel begegnet uns dann Steve wieder, der Junge aus dem Prolog, aber aus dem Klappentext wissen wir ja schon, dass er entkommen konnte und danach noch ein Junge verschwand. Außerdem lernen wir Deacon Hamilton und seinen Partner Miles kennen, FBI-Agenten. Beide betreiben zur Tarnung einen Getränkewagen. Miles wird bei einer Schießerei von Deacon tödlich getroffen. Danach ist nichts mehr wie es war, regelmäßig quälen ihn Flashbacks. Nun steht die Frage im Raum, ob er noch diensttauglich ist. Ihm ist wichtig wieder zu arbeiten, doch vorerst wird er in den Innendienst versetzt und soll ungelöste Fälle bearbeiten. So bekommt er den Fall von 6 entführten Jungen, von denen der letzte fliehen konnte, aber nichts zur Aufklärung beitragen konnte, auf den Schreibtisch. Ganz aktuell wird gerade wieder ein Junge vermisst. Nun ist seine Neugier geweckt, er will den Fall aufklären.
Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen. Bisher habe ich noch nichts von der Autorin gelesen. Sie schreibt sehr flüssig und die Hintergründe sind gut recherchiert. So lernt man sogar noch einiges über Pferde, Krankheiten, Wahrnehmungen, Medikamente, Partydrogen und Therapien. Bis zum Ende ergeben sich viele Spuren, die in verschiedene Richtungen führen, was den Spannungsbogen bis zum Schluss gespannt hält. Die Handlung ist in sich abgeschlossen und am Ende klärt sich alles auf, was ein gutes Gefühl zurück lässt, wenn man das Buch nach dem Lesen ins Regal stellt. Gern würde ich noch mehr von Hamilton lesen, sein Charakter und der Stil wie er an die Aufklärung geht, haben mir gut gefallen.
Anfangs stellte sich mir die Frage, ob ein Polizist mit Flashbacks wirklich zu guter Arbeit fähig ist. Was hat es mit dem Reiterhof auf sich? Kann der 7. Junge gerettet werden? Kann Deacon seine Vergangenheit aufarbeiten und seine Flashbacks überwinden?
Nachdem in einer Sequenz die Geschichte aus Sicht des Serienmörders erzählt wurde, benötigte ich erstmal eine Pause. Es ging mir an die Nieren von den Taten zu lesen. Ich dachte, wenn das so weiter geht, schaffe ich das Buch nicht. Am nächsten Tag las ich dann weiter und es wurde mit jeder Seite spannender, die Sequenzen aus Sicht des Täters waren nun kürzer und brachten die Ermittlungen weiter, so dass es erträglich war in seine Sichtweise einzutauchen. Nun wirkt das Cover noch passender.
Fazit: Die Geschichte hat mich sehr gefesselt. Sie beschäftigt sich mit Menschen mit einer besonderen Wahrnehmung und auch die Amnesie des FBI-Agenten Hamilton bildet eine spannende Nebenhandlung, so dass sich die Handlung abwechslungsreich, aber nicht langatmig, gestaltet.
Absolut lesenswert!

Veröffentlicht am 01.10.2019

Spannung und Magie

Waldo Wunders fantastischer Spielzeugladen
2

„Waldo Wunders fantastischer Spielzeugladen“ – bereits das Cover hat mich angesprochen und ich hatte sofort Lust darauf dieses Buch mit meinem Patenkind zu lesen. Bisher kannte ich Anne Scheller als Kinderbuchautorin ...

„Waldo Wunders fantastischer Spielzeugladen“ – bereits das Cover hat mich angesprochen und ich hatte sofort Lust darauf dieses Buch mit meinem Patenkind zu lesen. Bisher kannte ich Anne Scheller als Kinderbuchautorin und Larisa Lauber als Illustratorin noch nicht.
Der Klappentext verspricht Spannung und Magie. Lenni soll während einer überstürzten Reise von Waldo Wunder auf dessen Spielzeugladen aufpassen. Dabei ist er ja, mit seinen 10 Jahren, aus dem Alter raus, um mit Spielzeug zu spielen. Doch dann passieren allerhand merkwürdige Dinge und er darf auf keinen Fall die dritte Schublade im Ladentisch öffnen. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und er ist auch noch auf Merles Hilfe angewiesen. Aber auch zusammen stoßen sie auf ungeahnte Hindernisse, doch kommen auf wundersame Weise Helfer.
Mein Patenkind und ich, haben beschlossen jeden Tag 3 Kapitel zu lesen. Das erste liest er und danach übernehme ich. Er ist gerade in die 2. Klasse gekommen und liest zwar gut, aber noch etwas holperig. Es gab am Anfang ein paar Worte, bei denen ich helfen musste, z.B. Tomahawk, ansonsten ist es aber sehr gut für Erstleser geschrieben und eignet sich auch für Kinder, die sonst nicht so gern lesen. Natürlich haben wir nicht immer nach 3 Kapiteln aufgehört, dafür wurde es mit jedem Kapitel spannender und er feilschte jeden Tag ums Weiterlesen.
Die Geschichte wird witzig und spannend, in authentischen Dialogen erzählt. Die Kapitel lassen sich flüssig lesen, die Schrift ist etwas größer, so dass auch ungeübte Leser sie gut erfassen können. Magie in diesem Buch, wird nicht nur durch die Worte, sondern auch durch die liebevollen, detailreichen Zeichnungen, die genau zur Geschichte passen, und in einer Nachtszene durch weiße Schrift auf schwarzem Untergrund transportiert. Zum Schluss gibt es einen fantastischen Aktivteil, der nochmal zum Gespräch anregt und die Geschichte ausklingen lässt.
Eine dicke Leseempfehlung! Wir haben beschlossen auch die beiden anderen Bücher der Autorin gemeinsam zu lesen.

Veröffentlicht am 27.09.2019

Enttäuschend

Und dann kam Ute
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Mein Geschmack ist es nicht, ich dachte als Urlaubslektüre für zwischendurch geht es, aber der Schreibstil und der Inhalt haben mich nicht überzeugen können. Nach 1/3 hab ich es weg gelegt.
Live kann ...

Mein Geschmack ist es nicht, ich dachte als Urlaubslektüre für zwischendurch geht es, aber der Schreibstil und der Inhalt haben mich nicht überzeugen können. Nach 1/3 hab ich es weg gelegt.
Live kann ich ihn besser ertragen.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Eine faszinierende Familiengeschichte

Das Geheimnis der Fjordinsel
1

„Das Geheimnis der Fjordinseln" ist bereits der Sechste Norwegen-Roman der Autorin Christine Kabus. Es ist mein erstes Buch dieser Autorin, aber bereits nach den ersten Kapiteln stand für mich fest, dass ...

„Das Geheimnis der Fjordinseln" ist bereits der Sechste Norwegen-Roman der Autorin Christine Kabus. Es ist mein erstes Buch dieser Autorin, aber bereits nach den ersten Kapiteln stand für mich fest, dass es nicht das letzte Buch sein wird. Schön dass am Anfang die wichtigsten Personen und Handlungsorte aufgeführt werden. Das finde ich beim Lesen immer sehr hilfreich. Bereits der Klappentext hat mich sofort gefesselt. Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ich erwarte einen Roman mit Liebesgeschichte und mysteriösen Enthüllungen, der auch historische Ereignisse miteinschließt.
Die Geschichte beginnt mit einem Mann der einen mysteriösen Liebesbrief findet. Dann beginnt die Handlung in zwei Zeitebenen, das macht die Geschichte richtig spannend. Die Charaktere sind interessant und ihre Unterschiedlichkeit fesselte mich gleich von Anfang an. Bereits auf den ersten Seiten fühlt man sich mitten in die Geschichte hineinversetzt. Dass der Dialekt übersetzt wird, macht es leichter, da die geschriebene Form schwierig zu verstehen ist. Der Dialekt macht die Charaktere auch sehr authentisch. In diesem Roman können Wut, Trauer, Hoffnung, Freude, Liebe sehr gut nachempfunden werden.
Der Schreibstiel liest sich so leicht und flüssig, so dass ich einfach immer weiter lesen musste. Die Zeitebenen wechseln immer dann, wenn der Spannungsbogen sehr hoch ist. Aber der Wechsel geht sehr flüssig, so dass ich immer schnell wieder in die Handlung gefunden habe. Es ist immer schade, wenn eine Zeitebene endet, aber auch schön, wieder in der Anderen weiter zu lesen können. Die Charaktere sind total authentisch, so dass ich mich mühelos in beide Hauptfiguren hineinversetzen konnte. Aber auch die „Nebenfiguren" fühlen sich echt an. Wie in jeder Familie gibt es völlig unterschiedliche Charaktere.
Dass die Schicksale von Johanne und Rike miteinander verwoben sind, lässt sich schon früh erahnen. Trotzdem gibt es viele Fragen. Was ist passiert, dass Rikes Großmutter die Familie verlassen hat, und wie kommt es, dass Johanne Fiete geheiratet hat? Und um welche Personen handelt es sich im Prolog? Das Ende ist nicht vorhersehbar. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass es am Ende alles so schnell geht. Für meinen Geschmack hätten die letzten Ereignisse noch ausführlicher behandelt werden können.
„Das Geheimnis der Fjordinseln“ ist nicht nur eine locker leicht dahin plätschernde Liebesgeschichte, sondern durch die miteinander verwobenen Zeitebenen und eingestreuten historischen Ereignisse, durch die zwei starken Frauen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, eine spannende und angenehm anspruchsvolle Geschichte einer Familie über mehrere Generationen hinweg. Ich habe das Lesen sehr genossen

Veröffentlicht am 14.07.2019

Kurzweiliger Roman mit unvorhersehbaren Ereignissen

Das kleine Cottage auf dem Hügel
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Dieses Buch ist für mich das erste Buch dieser Autorin. Emma Davies schreibt in jeder freien Minute und „Das kleine Cottage auf dem Hügel“ ist der erste von vier Bänden, die im englischen Original unter ...

Dieses Buch ist für mich das erste Buch dieser Autorin. Emma Davies schreibt in jeder freien Minute und „Das kleine Cottage auf dem Hügel“ ist der erste von vier Bänden, die im englischen Original unter der Reihe „The Littele Cottage" erschienen.
Das Cover verspricht sonnig leichte Urlaubslektüre, kitschig aber schön.
Madeline nimmt ein vielversprechendes Angebot auf dem Land an. Statt des luxuriösen Anwesens, das sie als exklusiven Urlaubsort vermarkten soll, findet sie verfallene Cottages vor und Seth, der sie unfreundlich und ignorant behandelt. Sie fühlt sich deplatziert, mit ihrem akkuraten Aussehen und ihrem schnittigen Auto, als Großstadt-Frau auf dem einfachen Land. Sie war mir von Anfang an sympathisch, als Stadtmensch braucht man eine Weile, bis man sich an das Landleben gewöhnt hat. Das stellt die Autorin sehr gut dar. Die anderen Charaktere empfand ich, durch die vielen Andeutungen, etwas undurchschaubar. Die ersten Kapitel lesen sich etwas zäh, allerdings führte der leichte und flüssige Schreibstil dazu, dass ich das Buch trotzdem kaum aus der Hand legen konnte. Viele Detailschilderungen bewirken, dass man sich Joys Acre gut vorstellen kann. Spannung wird immer wieder aufgebaut, wenn von Maddie's Vergangenheit und der der Menschen um sie herum die Rede ist. Für meinen Geschmack dauert es zu lange, bis man alles erfährt und dann ist die Geschichte auch schon fast zu ende.
Mein Fazit:
Ein kurzweiliger Roman für zwischendurch, der sich am Ende unvorhersehbar entwickelt, dem aber das Knistern einer Liebesgeschichte fehlt und in dem aus Dingen Geheimnisse gemacht werden, die nach ihrer Enthüllung nicht mehr so spektakulär sind.