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Veröffentlicht am 01.07.2018

Starke Frauen in der Zeit von Jane Austen

Die Herberge von Ivy Hill
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Cover:
Das Cover ist wunderschön und lässt mit seinem traumhaften Garten gleich auf den Inhalt des großartigen Buches, welches in der Vergangenheit spielt, schließen.

Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Der ...

Cover:
Das Cover ist wunderschön und lässt mit seinem traumhaften Garten gleich auf den Inhalt des großartigen Buches, welches in der Vergangenheit spielt, schließen.

Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Der Mittelpunkt von Ivy Hill ist sein Wirtshaus „The Bell“. Als der Besitzer plötzlich stirbt, muss seine Witwe Jane die Geschäfte übernehmen, obwohl ihr das gar nicht liegt. Jane wendet sich an ihre Schwiegermutter, die sie nicht leiden kann. Doch die Not schweißt die beiden Frauen zusammen und zwischen ihnen entwickelt sich Vertrauen. Heilung wird möglich und Jane blüht in ihrer neuen Rolle auf. Wird das ausreichen, um „The Bell“ zu erhalten?

Meinung:
Der bildhafte Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist aus der Perspektive von mehreren Charakteren geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann.
Bereits nach wenigen Sätzen ist man völlig in dieser traumhaften und großartigen Geschichte versunken und hat alles förmlich vor Augen. Die authentischen und sympathischen Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sehr gut dargestellt und beschrieben worden. Zudem entwickeln sie sich im Laufe der Geschichte realistisch weiter. Sehr gefühlvoll zeigt die Autorin auf, wie Frauen zur damaligen Zeit von Männern abhängig waren und wie schnell sie unverschuldet in Not geraten können, z.B. die unverheiratete Tochter steht nach dem Tod des Vaters quasi auf der Straße.
Besonders begeistert hat mich in diesem Roman Jane Bell, die sich nach dem Verlust ihres Mannes welcher ihr die Herberge hinterlassen hat, stetig weiterentwickelt, weiterkämpft und im Laufe der Geschichte immer mehr Selbstbewusstsein entwickelt und für sich und ihre Angestellten einsteht.
Da ich bereits vor dem Lesen wusste, dass dies eine Reihe ist, kann ich mit dem Ende des Buches sehr gut leben, ansonsten wäre ich eher enttäuscht gewesen. Es gibt einige potentielle Liebespaare, doch in welche Richtung es gehen könnte, ist noch völlig offen. Aber es geht ja weiter und ich freue mich sehr Ivy Hill und dem Bell wieder einen Besuch abzustatten.
Der Glaube spielt eine eher dezente Rolle und zeigt sich hier vor allem in dem starken Gemeinschaftsgefühl des Dorfes, so dass sich das Buch sehr gut als Einstieg in das Genre der christlichen Romane/Inspirational Romance eignet.
Wer Romane von Jane Austen liebt oder historische Romane mit einem Gemeinschaftsgefühl, Dorfidylle und starken Frauenfiguren wird hier wunderbare Lesestunden genießen dürfen und sollte sich diese tolle Reihe nicht entgehen lassen. Ich bin sehr froh, dass ich eine neue Lieblingsautorin für mich entdecken konnte.

Fazit:
Ein wunderbarer und gefühlvoller Auftakt zur Ivy-Hill-Reihe mit authentischen und sympathischen Charakteren sowie einem realistischen Blick in die Vergangenheit. Das war das erste Buch der Autorin und es ist sicherlich nicht das letzte gewesen, welches ich von ihr gelesen habe.

Veröffentlicht am 01.07.2018

Herzerwärmende Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Hoffnung

Miss Gladys und ihr Astronaut
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Cover:
Ein außergewöhnliches Cover, was einen direkt anspricht und man möchte es in die Hand nehmen.

Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser ...

Cover:
Ein außergewöhnliches Cover, was einen direkt anspricht und man möchte es in die Hand nehmen.

Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …

Meinung:
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin.
Die Familie Ormerod hat es nicht leicht: Großmutter Gladys leidet an Demenz und wird immer vergesslicher. Eigentlich soll sie sich um die beiden Enkel, die 15-jährige Ellie und den 10-jährigen James, kümmern, da ihr Sohn Darren im Gefängnis sitzt und die Mutter der Kinder verstorben ist. Doch Ellie kümmert sich um die Familie, sie geht neben der Schule auch noch drei Jobs nach um für den Unterhalt der Familie aufzukommen. Sie versucht die Familie zusammenzuhalten, damit die Großmutter nicht im Pflegeheim und sie und ihr Bruder nicht getrennt in Pflegefamilien unterkommen müssen, wenn ihre Situation den Behörden bekannt werden sollte. Doch dann droht die Familie ihr Zuhause zu verlieren und die bisher so starke und kämpfende Ellie muss lernen Hilfe anzunehmen.
Thomas ist auf dem Weg zum Mars und ist ein griesgrämiger Mann, der dahinter seine Verbitterung versteckt. Doch nach und nach erfährt man was in Thomas Vergangenheit geschehen ist und somit zu seiner Flucht von der Erde geführt hat.
Die sympathischen und authentischen Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen realistisch dargestellt und beschrieben worden und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Man hat mit ihnen mitgefühlt, mitgefiebert und mitgelitten. Trotz der ernsten Thematik der bevorstehenden Obdachlosigkeit und den Schwierigkeiten der Familie gibt es immer wieder einen Hoffnungsschimmer am Horizont sowie eine gute Prise Humor.
Eine absolute Leseempfehlung für diese herzerwärmende Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Hoffnung mit einer guten Prise Spannung und Humor.

Fazit:
Ein wunderbares Lesevergnügen, in dem es um Freundschaft, Hoffnung und Zusammenhalt geht, garniert mit einer guten Prise Humor. Absolute Leseempfehlung für schöne Lesestunden.

Veröffentlicht am 19.06.2018

Berührende Geschichte mit ganz viel Gefühl und Humor

Familie to go
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Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Als Laura Moritz eines Tages in seiner Autowerkstatt aufsucht, hat sie nur ein Ziel und sie ist bereit, alles dafür zu tun. Sie wünscht sich ein Kind, aber nicht von ...

Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Als Laura Moritz eines Tages in seiner Autowerkstatt aufsucht, hat sie nur ein Ziel und sie ist bereit, alles dafür zu tun. Sie wünscht sich ein Kind, aber nicht von irgendjemanden, sondern von ihrem Mann. Blöd nur, dass er nicht mehr lebt und sie sich deshalb an seinen aussätzigen Bruder halten muss. Aber was macht man, wenn der attraktive Mechaniker nicht bereit ist, seine Gene freiwillig herzugeben? Und was passiert, wenn der verbitterte Schwiegervater, der seine Beine verloren hat, bloß Verachtung für einen übrighat?
Ganz klar, man hält an seinen Plänen fest. Und deshalb ist es Laura auch egal, dass Moritz plötzlich Gefühle in ihr weckt, die so in keinem Vertrag stehen, oder dass sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben irgendwo zuhause fühlt. Nicht einmal der eigenartige Mann im Rollstuhl, der das Haus seit Monaten nicht mehr verlässt, folgt irgendeiner Regel, also warum sollte Laura sich an welche halten?

Meinung:
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Laura und Moritz geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Bereits nach wenigen Seiten war ich völlig in der Geschichte gefangen und konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, ein wahres Lesevergnügen.
Lauras größter Wunsch ist es ein Kind zu haben und dieses verfolgt sie sehr hartnäckig. Sie ist eine starke, selbstbewusste, humorvolle, hilfsbereite und freundliche Frau, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe. Moritz hat eine harte Schale, aber einen weichen Kern. Doch bis wir und Laura diesen kennen lernen können, dauert es zwar ein bisschen, doch man bemerkt nichtsdestotrotz schnell, dass er das Herz auf dem rechten Fleck hat.
Die langsame und zarte Annäherung von Laura und Moritz mitzuverfolgen war einfach nur wunderschön. Je besser man die beiden kennenlernt, umso mehr merkt man wie gut sie sich tun und wie gut sie zusammenpassen. Vor allem der Schlagabtausch zwischen den beiden hat mich zum Auflachen bzw. Schmunzeln gebracht.
Die Charaktere und Nebencharaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sowie Gefühlen authentisch dargestellt worden, so dass man nicht anders kann als mit ihnen mitzufühlen, mitzuleiden und mitzulachen. Auch entwickeln sie sich im Laufe der Geschichte realistisch weiter.
Ich habe die Lesestunden und die Achterbahn der Gefühle, von Lachen bis zu Tränen ist alles dabei, absolut genossen und bin sehr froh, dass ich eine neue Autorin für mich entdecken durfte. Ich freue mich sehr auf weitere Werke aus ihrer Feder. Das einzige was ich etwas vermisst habe, war ein Epilog, weil ich die Protagonisten noch ein Stück weit in ihre Zukunft begleiten möchte, doch das hat auf die Bewertung keinen Einfluss, da diese Geschichte einfach nur großartig ist.
Mehr als verdiente 5 von 5 Sternen, wenn ich könnte, würde ich mehr für diese emotionale und intensive Geschichte mit Tiefgang und Humor vergeben.

Fazit:
Eine absolute Leseempfehlung für diesen berührenden und tiefgründigen Roman, der mit sympathischen und authentischen Charakteren mit Ecken und Kanten, viel Gefühl sowie einer guten Prise Humor aufwartet.

Veröffentlicht am 19.06.2018

Locker-leichte und humorvolle Geschichte für zwischendurch

Liebe mit Wellengang
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Cover:
Das Cover gefällt mir sehr und passt mit seinem sommerlichen Flair perfekt in die Sommerzeit, in welcher der Roman spielt.

Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Wenn aus rosa Wolken eine Sturmfront ...

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr und passt mit seinem sommerlichen Flair perfekt in die Sommerzeit, in welcher der Roman spielt.

Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Wenn aus rosa Wolken eine Sturmfront wird … Eigentlich läuft es super für die Schriftstellerin Sina: Sie soll als Ghostwriterin für die berühmte Schauspielerin Clarissa schreiben und könnte sich ihren Feierabend von Frizz, dem durchtrainierten Windsurfer, versüßen lassen. Dummerweise liegt die Betonung auf „könnte“ – denn dem Sonnyboy sind seine Freiheit und die perfekte Welle wichtiger. Und als wäre das alles nicht schon anstrengend genug, sorgt auch Sinas charmanter Nachbar auf einmal für Gefühlschaos …

Meinung:
Der Schreibstil liest sich locker-leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Sina geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann.
Ich bin mit den Charakteren leider nicht warmgeworden, was mir natürlich auch den Einstieg in die Geschichte erschwert hat. Woran es genau gelegen hat, kann ich leider nicht sagen, denn für die Kürze der Geschichte waren die Hauptcharaktere gut ausgearbeitet. Aber Clarissa hat für mich viel zu viel Raum in der kurzen Geschichte eingenommen. Ich bin einfach mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen und hatte mir mehr Irrungen und Wirrungen in der Liebe bei Sina und auch mehr Liebe vorgestellt, doch dies ist durch Clarissa eher in den Hintergrund getreten. Gefallen haben mir Sinas Nachbar Udo und ihr Hund Motte. Die Szenen mit den beiden waren sehr schön und haben mich auch zum Schmunzeln bzw. Lachen gebracht.
Der Schreibstil und der Humor der Autorin haben mir sehr gefallen und ich wollte auch wissen, wie die Geschichte endet, aber sie konnte mich leider nicht völlig überzeugen. Ich bin leider einfach nicht mit den Charakteren, bis auf Udo und den Hund Motte, wirklich warm geworden. Auch die Liebe hätte eine größere Rolle spielen dürfen. Deswegen gibt es von mir gute 3 von 5 Sternen für schöne und witzige Lesestunden, aber da Geschmäcker verschieden, gibt es sicherlich Leserinnen, denen diese Geschichte sehr gefallen wird.

Fazit:
Eine locker-leichte sommerliche Lektüre für einen schönen Strandtag und schöne Lesestunden, jedoch hat mir leider das gewisse Etwas gefehlt und ich bin leider mit den Charakteren nicht warm geworden. Aber Geschmäcker sind verschieden und das ist auch in Ordnung, es gibt sicherlich andere Leserinnen, denen die Geschichte mehr zusagen wird. Der Schreibstil und der Humor der Autorin haben mir sehr gefallen, so dass es nicht das letzte Buch von ihr gewesen sein wird.

Veröffentlicht am 19.06.2018

Bitterböse Geschichte und wie eine Frau den Weg zu sich selbst findet

Beim Morden bitte langsam vorgehen
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Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Endlich Witwe - eine giftige Komödie!
Die Leute leben einfach zu lange. Und die wenigsten haben das verdient. Horst jedenfalls nicht. Nach 39 Ehejahren voller Sticheleien ...

Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Endlich Witwe - eine giftige Komödie!
Die Leute leben einfach zu lange. Und die wenigsten haben das verdient. Horst jedenfalls nicht. Nach 39 Ehejahren voller Sticheleien hat Irene endgültig genug von ihrem Mann. Als sie eines Tages in einer alten Schachtel Vorhang-Bleibänder findet, kommt ihr die beste Idee ihres Lebens: Aus der immer so netten Bibliothekarin wird eine gerissene Hobbychemikerin, die ihre bisher von Braten- und Kuchenduft erfüllte Küche in ein Labor verwandelt. Dort bereitet sie Bleizucker zu. Geduldig rührt sie ihrem Mann täglich ein Löffelchen in den Kaffee. Bei den wirklich wichtigen Dingen muss man langsam vorgehen...
Mit Gift zum Glück – ein makabrer und doch so lebenskluger Roman über die Ehe mit tödlichen Folgen.

Meinung:
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Irene geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann.
Irene ist mir nicht sympathisch gewesen, da bereits zu Beginn des Buches klar ist, dass sie ihren Ehemann Horst ermordet hat. Und so jemanden zu mögen, fällt doch schwer. Jedoch konnte ich ihre Gedanken, Gefühle und die Gründe, welche das Fass langsam aber sicher zum Überlaufen gebracht haben, absolut nachvollziehen. Sie erkennt endlich, dass sie von Horst seit Beginn der Ehe gedemütigt und kleingehalten wurde. Horst mochte ich nicht, für das was er seiner Frau angetan hat. Alleine schon wie er sich den Dachboden einverleibt hat, um dort sein Musikzimmer zu errichten, und sie regelrecht mit ihren Büchern in den Keller verbannt hat… Wenn er gelitten hat, kam kurz Mitgefühl auf, doch dann hat er sich wieder unmöglich benommen oder Irene hat sich an Begebenheiten aus der Vergangenheit erinnert und das Mitgefühl war wieder weg.
Irene entwickelt sich im Laufe der Geschichte immer weiter. Die stille Bibliothekarin, die sich alles gefallen lässt, entwickelt sich zur Hobbychemikerin und je kränker Horst wird, umso mehr Selbstvertrauen und Platz im Haus erobert sie sich zurück. Immer wieder gibt es passende und wichtige Botschaften, die zum Nachdenken anregen und viel Wahrheit enthalten. Der schwarze Humor lässt einen immer wieder Auflachen oder Schmunzeln.
Eine bitterböse Geschichte über Selbstemanzipation und dem Weg zu sich selbst und zu Selbstvertrauen. Auch wenn bereits der Klappentext und der Anfang verraten, dass es für Horst nicht gut ausgehen wird, hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Insgesamt konnte mich das Buch gut unterhalten, jedoch bin ich mit Irene nicht wirklich warmgeworden, so dass es wunderbare 4 von 5 Sternen gibt.

Fazit:
Eine bitterböse Geschichte, in der viel Wahrheit und wichtige Botschaften stecken, die mich gut unterhalten konnte. Wer schwarzen Humor liebt, wird tolle Lesestunden haben.