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Veröffentlicht am 12.09.2021

Mord unter Monstern

Berlin Monster - Nachts sind alle Mörder grau
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Lucy Wayne, die Protagonisten des Buches, ist eine ehemalige Polizisten, die anstatt Mörder zu verfolgen mit Monstern zu tun hat. Sie lebt in einem Berlin, das nicht nur die uns bekannte Bundeshauptstadt ...

Lucy Wayne, die Protagonisten des Buches, ist eine ehemalige Polizisten, die anstatt Mörder zu verfolgen mit Monstern zu tun hat. Sie lebt in einem Berlin, das nicht nur die uns bekannte Bundeshauptstadt mit dem Fernsehturm ist, sonder so wie auch der rest ihrer Welt von mystischen Wesen mit belebt wird. Die sagenhaften Wesen entstanden während einer riesigen Explosion, die auch dafür sorgte, dass die Detektivin mit einer besonderen Fähigkeit gesegnet ist.
Nach einem tragischen Zwischenfall bei ihrer ehemaligen Einheit, stieg Lucy aus und entschied sich, Privatdetektivin zu werden. Wie es der Zufall will könnte sich nun ihr erster Großer Fall ankündigen und sie ist nach langer Recherche auf die Hilfe, wenn auch nicht ganz freiwillig, von alten Freunden angewiesen .
Die Protagonistin stürzt sich mit Hilfe ihrer Freunde in eine spannende Suche nach einer Sängerin die scheinbar spurlos verschwunden ist.
Lucy erfüllt hierbei das fast schon typische Bild einer leicht verbitterten Privatdetektivin, die sich nur ungern von andern unter die Arme greifen lässt, während sich ihre eigene Geschichte im laufe des Buches immer weiter offenbart. Aber es sind doch genau die, die solch ein Buch noch interessanter machen. Neben der Protagonistin haben auch ihre Freunde und Gegner eine eigene teilweise unerwartete Vorgeschichte vorzuweisen.
Letztlich ist das Buch gut geschrieben und teilweise auch sehr spannend.
Ich würde es definitiv für Hobby Detektive und Science Fiction Liebhaber empfehlen, die noch eine anfangs ruhige und sich steigernde Geschichte für den Strand oder den Pool suchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 24.05.2021

Nach den Sternen greifen

Die Tänzerin vom Moulin Rouge
4

Das will auch die Pariserin Luise, die mit ihrer Schwester und Mutter nach dem Tod ihres Vaters im Armenviertel von Paris wohnt.
Beflügelt durch die Bekanntschaft mit einigen Malern aus dem Künstlerviertel ...

Das will auch die Pariserin Luise, die mit ihrer Schwester und Mutter nach dem Tod ihres Vaters im Armenviertel von Paris wohnt.
Beflügelt durch die Bekanntschaft mit einigen Malern aus dem Künstlerviertel der Stadt, will sie genau wie ihre Schwester Vic auf den großen Bühnen dort auftreten.
Doch wie alle großen Stars muss auch Luise Weber klein anfangen.
Durch den Zwang ihrer Mutter zu heiraten, flieht die Protagonisten zu ihrer Schwester, die bis zu dem Zeitpunkt noch glücklich verheiratet ist. Doch das glück kann so schnell verschwinden, wie es gekommen ist.
La Goule, wie Luise später genannte wird, ist vor allem durch ihre strake Persönlichkeit und ihre gier nach Ruhm auffällig.

Im Buch treffen viele verschiedene Charaktere aufeinander, die hoffen, Glück und Erfolg zu finden. Einigen gelingt dies und anderen wiederum nicht.

Das Buch ist neben den interessanten Charakteren auch toll geschrieben und das 19. Jahrhundert ist sehr gut dargestellt. Man findet sich neben dem Armenviertel auch in riesigen Tanzsälen wieder, die mit ihren bunten Tänzerinnen und dem interessanten Publikum hervorstechen.

Mich selbst hat Luises Reise in den Bann gezogen.
Es beweist, dass eine Frau mit Zielen diese auch ohne einen Mann erreichen kann. Man brauch nur Freunde, die einen unterstützen.

Letztlich ist der historische Roman sehr gut gelungen und man hat das Gefühl selbst auf den Pariser Bühnen der 19. Jahrhunderts zu stehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 08.04.2021

Aus Unbekannten werden Freunde

Reise mit zwei Unbekannten
1

Maxime und Alex lernen sich nur durch Zufall kennen, während sie auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit nach Brüssel sind. Die beiden Franzosen, deren Altersunterschied nicht größer sein könnte, werden ...

Maxime und Alex lernen sich nur durch Zufall kennen, während sie auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit nach Brüssel sind. Die beiden Franzosen, deren Altersunterschied nicht größer sein könnte, werden während der Reise immer mehr zu Freunde, die einander unterstützen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und das Cover, was eine bunte Mischung aus allem verspricht, hat meine Erwartungen auf jeden Fall eingehalten.
Während der Fahrt kommen sich der junge, depressive Alex, der diese Krankheit oft als Ausrede benutzt, und die scheinbar an Alzheimer erkrankte Maxime immer näher. Vor allem die Geschichten der alten Dame sorgen während der Fahrt immer wieder für traurige und nostalgische Stimmung, die im kompletten Gegenteil zu der sonst heiteren Atmosphäre steht. Aber genau dieser Stimmungswechsel macht das Buch aus.

Trotz der heiteren und traurigen Szenen, die beider maßen für Tränen gesorgt haben, hat die Autorin in mancher Hinsicht zu viel gewollt, womit das Buch in vielen Aspekten unrealistisch erscheint.
Trotzdem darf man den Inhalt nicht hinten an stellen, denn dieser ist hier auf jeden Fall nennenswert. Während Alex Depressionen nicht von seinem Arzt ernst genommen werden und er meiner Meinung nach aus einem schrecklichen Elternhaus ohne Unterstützung kommt, wohnt Maxime in einem Altenheim, dass eher einem diktatorischen Staat gleicht, in dem sogar das Fernsehprogramm bestimmt wird, als einem Ort, an dem die älteren Menschen den Rest ihres Lebens genießen könne. Zudem will die Seniorin Sterbehilfe in Anspruch nehmen, da sie scheinbar an Alzheimer, das durch eine Selbstdiagnose festgestellt wurde, erkrankt ist. Auch war die Rentnerin damals, nachdem ihr Verlobter im Krieg starb, dazu gezwungen, ihre später geborene Tochter wegzugeben, was auf die damalige und noch heutige Abneigung gegen allein erziehende Mütter hinweist. Meiner Meinung nach ein wichtige Kritik, an einer veralteten Sichtweise.

Letztlich lässt sich sagen, dass die Autorin versucht schwierige Themen mit Humor zu paaren, auch wenn sich die benutzten Witze irgendwann nur noch wiederholen und beginnen zu stören. Abschließend ist "Reise mit zwei Unbekannten" gut als Sommerlektüre am Strand geeignet, die durch Übertreibung, Lebensweisheiten und eine Achterbahn der Gefühle geprägt wird.

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