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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2020

Feuertaufe

Feuertaufe. Lorenz Lovis ermittelt
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Die „Feuertaufe“ ist wunderbar geschrieben. Man kann sich alle Personen – davon gibt es einige – bestens vor dem inneren Auge vorstellen. Und merken lassen sie sich auch, denn die wichtigen Nebenfiguren ...

Die „Feuertaufe“ ist wunderbar geschrieben. Man kann sich alle Personen – davon gibt es einige – bestens vor dem inneren Auge vorstellen. Und merken lassen sie sich auch, denn die wichtigen Nebenfiguren treten immer mal wieder auf. Der frisch gebackene Detektiv hat auch so einige Fälle vor sich liegen, einer wird es in sich haben, einer sich wandeln. Seine Erfinderin sorgt dafür, das er in zahlreiche Fettnäpfchen tritt und immer wieder daraus von dritter Seite errettet wird. Viel Lokalkolorit, mal in gut zu lesendem „Tiroler Deutsch“, mal in italienisch und auch ein paar schwäbische Sätze fallen von einem Feriengast. Vor allem aber sind die Dorfbewohner trocken-humorig unterwegs. Klar zu verstehen, was sie ihrem Lorenz begreiflich machen wollen. Natürlich ohne viele Worte dabei zu verlieren. Wunderbar, ohne jegliche Hektik mit einigen verschrobenen Typen, etwas Pferd, geringer Spannung und viel gemütlichem Flair lässt sich der Roman gut vertragen. Schwupps, schon ausgelesen und gut dabei amüsiert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2020

Codex 632

Codex 632. Wer war Christoph Kolumbus wirklich?
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Der Autor verknüpft wissenschaftlich Fundiertes mit Erfundenem und verbindet beides in seinem Roman vorzüglich. Allerdings liest sich dieses Buch eher wie ein Sachbuch mit belletristischen Ansätzen. Das ...

Der Autor verknüpft wissenschaftlich Fundiertes mit Erfundenem und verbindet beides in seinem Roman vorzüglich. Allerdings liest sich dieses Buch eher wie ein Sachbuch mit belletristischen Ansätzen. Das liegt an der Fülle des Gemischs aus Fakten und Fiktion. Einerseits richtig spannend und interessant, andererseits kommen Dialoge etwas zu überfrachtet daher.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2019

Draussen

Draussen
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Es gibt keine langweilige Stelle im Buch. Dafür perfekt gesetzte Spannungsbögen, super beschriebene und angelegte Action, sehr sparsam auch Humor. Die Figuren überzeugen sofort, egal, ob mäklige, rebellische ...

Es gibt keine langweilige Stelle im Buch. Dafür perfekt gesetzte Spannungsbögen, super beschriebene und angelegte Action, sehr sparsam auch Humor. Die Figuren überzeugen sofort, egal, ob mäklige, rebellische Pubertierende oder sie schützender Ausbilder. Dazu das Geheimnis, das die beiden umweht, es wurde ein wahres Thriller-Menü vorgesetzt. Das Ende ist atemberaubend: hochspannend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2019

Verwirrend

Alles, was wir sind
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Anfangs fand ich den Stil und die Art, wie Lara Prescott schreibt, gut. Bis zur halben Mitte ungefähr. Dann verlor ich ein wenig den eh schon geringen Überblick, wer eigentlich gerade spricht. Das Problem: ...

Anfangs fand ich den Stil und die Art, wie Lara Prescott schreibt, gut. Bis zur halben Mitte ungefähr. Dann verlor ich ein wenig den eh schon geringen Überblick, wer eigentlich gerade spricht. Das Problem: Wer erzählt, steht (mehr oder weniger) in der Kapitelüberschrift, die Ich-Erzählenden werden namentlich nie genannt. Man weiß nicht: Frau oder Mann? Man weiß nur: Bürger der Sowjetunion, Inhaftierte/r der UDSSR, Mitarbeitende des CIA.

Autorin geht nie in die Tiefe

Man erfährt, wenn jemandem etwas Schlimmes widerfährt. Und auch, dass Pasternak von den Russen daran gehindert werden sollte, "Dr. Schiwago" zu schreiben und einen Verlag dafür zu finden. Während die U.S.A. unbedingt wollten, das es erscheint. Die jeweiligen Warums erfährt man nicht. Stattdessen erfährt man sehr viel über das Leben berufstätiger Stenotypistinnen, die für den CIA arbeiteten. Und manchmal auch Schlimmes. Das wird dann ausgewalzt, in zugegebenen gutem Schreibstil. Aber das Buch bleibt an der Oberfläche. Ähnlich, wie die Höflichkeit der U.S.-Amerikaner: viel Smalltalk, wenig Tiefe. Ein smalltalkendes Buch sozusagen. Das trifft es ziemlich. Ich habs gern umgekehrt oder, wenn schon seicht, dann so, dass ich mir zumindest die Erzählenden, die Umgebungen, vorstellen kann. Hier fehlt mir ziemlich viel.

Äußerliches & Umweltschädliches

Was mir überhaupt nicht gefiel: Der Verlag wickelt das gebundene Buch in einen Schutzumschlag aus transparenter Plastikfolie ein. Jeder weiß, das Plastik umweltschädlich ist. Andere Verlage, wie Ullstein z. B., finden umweltfreundliche Alternativen. Diese Folie ärgerte mich richtig.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Wunderbar nachdenkliche Geschichten

Weihnachtszauber
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Nicht eine, sondern viele Kurzgeschichten enthält dieses lesenswerte Taschenbuch! Geschichten von Truman Capote, Grégoir Hevier, Heinrich Böll und vielen anderen Autoren. Jede für sich besitzt ihren besonderen ...

Nicht eine, sondern viele Kurzgeschichten enthält dieses lesenswerte Taschenbuch! Geschichten von Truman Capote, Grégoir Hevier, Heinrich Böll und vielen anderen Autoren. Jede für sich besitzt ihren besonderen Charme. So finden sich sowohl bissige als auch nachdenkliche Inhalte als auch durchaus amüsante Geschichten. Bei den amerikanischen kommt ziemlich oft ein alter Mann mit weißem Bart vor, bei anderen wiederum engelartige Wesen. Jede Geschichte berührte mich innerlich, ging mir auf eine bestimmte Weise nahe. Sie sind sehr passend zusammengestellt worden.
Ein gutes Buch zum Verschenken, aber auch zum Vorlesen geeignet. Keine ist übermäßig lang, die meisten liegen zwischen zehn und zwanzig Taschenbuchseiten. Könnte ich mit gut unterm Weihnachtsbaum vorstellen, nachdem die Geschenke ausgepackt wurden und man es sich gemütlich macht!