Profilbild von Eva-MarieKwade

Eva-MarieKwade

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Eva-MarieKwade ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Eva-MarieKwade über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2022

Facettenreicher Jugendthriller

Erebos
0

Nicks bester Freund ist nicht mehr er selbst. Und auch andere Schüler sind komisch, Grund dafür ist wohl diese CD, die irgendwann auch Nick erreicht: Erebos. Ein Computerspiel. Auch Nick wird schnell in ...

Nicks bester Freund ist nicht mehr er selbst. Und auch andere Schüler sind komisch, Grund dafür ist wohl diese CD, die irgendwann auch Nick erreicht: Erebos. Ein Computerspiel. Auch Nick wird schnell in den Sog dieses Spiels gezogen. Als sein Charakter im Spiel stirbt und er nicht mehr spielen kann erkennt er, was mit den anderen Spielern geschieht und wie diese manipuliert werden. Kann er Schlimmeres verhindern?

Mal wieder ein Hörbuch über die Onleihe und -wow- wie schnell sind diese knapp 8 Stunden vergangen?!
Ich konnte gar nicht aufhören zu hören, weil ich wissen möchte wie es weiter geht. Mit diesem Ende habe ich gar nicht gerechnet.

Anfangs habe ich mich noch gefragt, wie man auf den Namen dieses Computerspiels gekommen ist. Die kleinen Informationen über die griechische Mythologie im Hintergrund haben diese Frage beantwortet.

Über die einzelnen Charaktere erfährt man nicht so viel, was aber auch nicht zwingend nötig ist. Nick als Hauptcharakter ist sehr interessant. Ich finde es goldig, wie er versucht die Gefühle zu seiner Klassenkameradin Emily Geheim zu halten. Außerdem finde ich es stark, wie er die Sucht zu dem Computerspiel doch noch besiegt hat, zwar weil sein Spielcharakter verstorben ist, aber eine Sucht zu bekämpfen ist nicht einfach. Emily gefällt mir sehr gut.
Es gab noch viele Personen mehr, aber diese sind mir leider nicht im Kopf geblieben, da es zu viele waren. Vor allem die Spieler und deren Nicknames konnte ich mir nicht merken.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und man konnte der Geschichte gut folgen.

Mir hat es gut gefallen, dass dieser Thriller so facettenreich ist. Neben der Spannung ist auch ein Fantasy-Teil mit eingebaut. Auch die griechische Mythologie spielt eine Rolle, außerdem wird ein wichtiges Thema angesprochen: die Spielsucht. Ganz am Schluss gab es dann auch noch ein Happy End, was mir vor allem für Nick gefallen hat.

Es gab ein paar Kleinigkeiten, die mich an dem Buch gestört haben. Aber das ist wirklich minimal. Wie oben schon erwähnt, habe ich diesen Jugendthriller durchgesuchtet und freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2022

Düster und interessant

TRUE CRIME. Der Abgrund in dir
0

In diesem Buch bringt uns die bekannte Thriller-Autorin Romy Hausmann elf True Crime Fälle näher. Zusätzlich hat sie mit einigen Experten auf diesem Themengebiet recherchiert. Mit dabei waren Bewährungshelfer, ...

In diesem Buch bringt uns die bekannte Thriller-Autorin Romy Hausmann elf True Crime Fälle näher. Zusätzlich hat sie mit einigen Experten auf diesem Themengebiet recherchiert. Mit dabei waren Bewährungshelfer, Richter, Trauma-Experten und Polizisten. Außerdem hatte sie Kontakt mit der Mutter und dem Großvater eines Opfers, deren Fall ebenfalls im Buch analysiert wird.

Ich hab größten Respekt vor diesem Werk. Alleine die Recherchearbeit ist eine top Leistung. Was für mich das Buch noch interessanter gemacht hat, waren die Emotionen, die Romy Hausmann eingebaut hat. Zwischendurch gibt es immer wieder Tagebucheinträge von ihr, was sie über ihre aktuelle Arbeit denkt und auch wie sie über ihr eigenes Leben nachdenkt.

Spannend waren auch die Zitate von verschiedenen Thriller-Autoren und -Autorinnen. Darunter zum Beispiel Jussi Adler-Olson oder auch Sebastian Fitzek, Arno Strobel und einige mehr. Diese Gedanken kamen immer vor einem neuen Fall.

Der letzte Fall im Buch hat mich ein bisschen verwirrt. Ansonsten musste ich zwischendurch echt eine Pause einlegen, weil ich nicht glauben konnte, was sich Menschen gegenseitig antun. Vor allem die Familie untereinander oder Ehepartner, Freunde. Und obwohl es so düster und krass war, wollte ich immer wissen, wie es weitergeht, was Romy über den einzelnen Fall denkt und wie die Gedanken der Experten dazu sind.

Eine ganz klare Leseempfehlung von meiner Seite.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.10.2022

Ein gut gelungenes und wichtiges Buch

Anton will Prinzessin sein
1

Anton freut sich sehr, denn im Kindergarten ist morgen Verkleidungstag. Er weiß auch schon ganz genau, als was er sich verkleiden möchte: er will Prinzessin sein. Auch wenn seine Schwester Ella ihm andere ...

Anton freut sich sehr, denn im Kindergarten ist morgen Verkleidungstag. Er weiß auch schon ganz genau, als was er sich verkleiden möchte: er will Prinzessin sein. Auch wenn seine Schwester Ella ihm andere Kostüme vorschlägt, die besser zu einem Jungen passen, bleibt er bei seiner Meinung. Er möchte kein Feuerwehrmann, Astronaut oder Ritter sein, sondern Prinzessin. Das versteht dann Ella und bringt ihm ein wunderschönes Glitzer-Prinzessinnenkleid.

Dieses Buch ist so wunderschön und liebevoll gestaltet.

Da mein Sohn auch Anton heißt, findet er es natürlich klasse, dass der Junge im Buch auch so heißt. Beim Anschauen zeigt er immer auf Anton im Buch und sagt „Ich?“ das ist einfach goldig.

Die Illustrationen sind so gut gelungen, die Farben sind so schön gewählt.

Die kurzen Sätze in der großen Schrift sind toll zum Vorlesen. Man braucht aber auch nicht viel Text, da die Bilder eigentlich alles sagen. Ich finde es schön, denn so können die Kinder auch ihre eigene Geschichte dazu erzählen.

Das Hauptthema dieses Buches finde ich wundervoll getroffen und auch sehr wichtig. Jeder kann alles sein, was er möchte. Ein Junge kann eine Prinzessin werden und ein Mädchen zum Beispiel Feuerwehrfrau. Wichtig ist, dass man offen ist und niemanden verurteilt.

Ich finde es vor allem sehr gut, dass das Cover genau diese Diversität zeigt: Anton als Junge ist eine Prinzessin und Ella als Mädchen ein Pirat.

Dieses Buch werden wir noch oft lesen und es wird nie langweilig.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 15.09.2022

Cassie Raven ist einfach genial

Wer mit den Toten spricht
0

Zum Ende des ersten Bandes rund um die Cassie Raven „Tote schweigen nie“ hat sie erfahren, dass ihre Eltern nicht bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Angeblich hat ihr Dad ihre Mutter getötet. ...

Zum Ende des ersten Bandes rund um die Cassie Raven „Tote schweigen nie“ hat sie erfahren, dass ihre Eltern nicht bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Angeblich hat ihr Dad ihre Mutter getötet. Plötzlich kontaktiert Callum Raven seine Tochter und möchte Cassie davon überzeugen, dass er nicht der Schuldige ist. Zusammen mit Phyllida Flyte von der Polizei und Kieran, ihrem besten Freund möchte Cassie dem
Ganzen auf den Grund gehen. Nach und nach kann sie das Puzzle zusammen setzen. Als plötzlich Kieran in die Leichenhalle eingeliefert wird, gibt sie sich die Schuld und möchte ihn rächen.

Auch das Cover vom zweiten Fall ist wieder sehr gut gelungen. Es passt wunderbar zum ersten Teil.

Ebenso gut ist auch wieder der Schreibstil. Der Wortfehler, der sich durch den ersten Band gezogen hat, wurde ausgebessert und es kommen nicht mehr so viele lateinische und polnische Worte vor, die beim ersten Teil meinen Lesefluss gestört haben.
Wie auch in „Tote schweigen nie“ sind die Kapitel recht kurz gehalten, dadurch konnte ich das Buch noch weniger aus der Hand legen: Ein Kapitel geht noch und noch eins und nochmal eins

Angefangen hat „Wer mit den Toten spricht“ mit einem toten Teenager. Hier hat Cassie schon ein bisschen ermittelt. Für mich war das so ein kleiner Lückenbüßer, bis es zum Hauptthema kommt, was ich schade finde.

Die Charaktere sind wieder interessant gewählt. Vor allem Callum Raven, also Cassies Dad, fand ich ziemlich interessant. Von Anfang an, wollte ich wissen was es mit seiner Geschichte auf sich hat.
Ich hab mich riesig für Kieran gefreut, der von der Straße weggekommen ist und clean wurde. Umso schlimmer war es für mich, als er plötzlich tot war. Natürlich hatte ich auch großes Mitleid mit Cassie, die plötzlich ihren besten Freund verloren hat.

Sehr lange habe ich nicht geahnt, wer wirklich der Mörder von Cassies Mum ist. Es war bis zum Schluss sehr spannend und die ganzen Wendungen waren mega gut geschrieben.

In diesem Buch wurden Themen angesprochen, die mich zum Grübeln gebracht haben. Einmal Korruption innerhalb der Polizei, wobei dieses Thema nur ganz kurz erwähnt wird. Darüber hätte ich gerne mehr gelesen, das hätte jedoch das Buch unnötig in die Länge gezogen. Das andere Thema war die voreingenommene Jury, die Cassies Dad zu Unrecht beschuldigt haben.

Ich hoffe sehr, dass es bald einen dritten Teil gibt.

So und zum Ende meiner Rezension möchte ich mich bei Vorablesen.de und dem Droemer-Knaur-Verlag für dieses tolle Exemplar bedanken

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2022

Ein düsterer Zamomien-Roman

Der Schrecksenmeister
0

Juhu, weiter geht es bei der Reise durch Zamonien. Diesmal begleiten wir die Kratze „Echo“, der nach dem Tod von seinem Frauchen durch die Straßen Sledwayas streunt. Eines Tages begegnet er dem Schrecksenmeister ...

Juhu, weiter geht es bei der Reise durch Zamonien. Diesmal begleiten wir die Kratze „Echo“, der nach dem Tod von seinem Frauchen durch die Straßen Sledwayas streunt. Eines Tages begegnet er dem Schrecksenmeister Succubius Eißpin. Dieser bietet ihm sozusagen Kost und Logis an, dafür darf Eißpin zum nächsten Schrecksenmond Echos Fett auskochen. Zuerst klingt dies für die arme Kratze verlockend und er genießt das delikate Essen und hat eine spannende Zeit im Schloss. Er lernt einen Schuhu kennen und freundet sich mit ihm an und auch mit den Ledermäusen hat er eine interessante Zeit. Doch als der Vollmond immer näher kommt, wird es ihm mulmig zumute und er möchte aus dem Vertrag mit dem Schrecksenmeister zurück treten. Alle Pläne sind zum Scheitern verurteilt. Wird er es doch noch schaffen?

Den 5. Teil der Zamonien-Reihe durfte ich als Hörbuch genießen. Alleine schon die Stimme des Sprechers hat von mir die volle Punktzahl verdient. Wie er die Stimme verstellen konnte und für jeden Charakter eine passende Tonlage hatte war köstlich.
Ich konnte bei dieser Geschichte sehr oft schmunzeln, zum Beispiel als Echo die Ledermäuse kennen gelernt hat. Oder auch den Schuhu mit dem Sprachfehler. Manche stellen haben mir auch echt einen Schauer über den Rücken gejagt. Walter Moers versteht es sehr gut, eine geniale Welt zu erschaffen. In diese konnte ich mich super hineinträumen.

Echo ist ein goldiger Charakter. Ich finde er ist das krasse Gegenteil zu Eißpin und das hat seinen Reiz. Es ist interessant, wie sich Echo durch die düstere Welt von Sledwaya kämpft und ich habe mit ihm mitgefiebert und hab ihm oft die Daumen gedrückt.

Eißpin ist ein düsterer Geselle, er hat einen sehr schwarzen Humor und ziemlich schräge Hobbys. Es würde mich zum Beispiel interessieren, wie man ein Gespenst kocht.

Die Schreckse Izanuela war recht verrückt aber auf ihre ganz eigene Art interessant und auch sympathisch.

Der Schreibstil ist wieder genial, wenn auch manchmal ein bisschen anstrengend. Die Welt in Sledwaya und deren Bewohner, insbesondere natürlich die Lebewesen im Schloss sind sehr gut ausgearbeitet, was ich jedesmal aufs Neue phantastisch finde.

Leider war der Anfang etwas schleppend. Erst gegen Ende wurde es spannender und auch rasant. Das Ende selbst kam mir ein bisschen komisch vor. Ich glaube das ist aber so, weil ich mir einen ganz anderen Schluss erhofft hatte. Es hat meiner Meinung nach an Emotionen gefehlt.
Alles in allem hat es mir trotzdem eine Freude bereitet dieses Buch zu hören.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere