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Veröffentlicht am 25.11.2016

The Purge - Nur in ge-rechter Form?

Wer Furcht sät
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Detective Max Wolfes dritter Fall: In London werden Männer erhängt, die allesamt vorher selbst zu Tätern geworden sind, aber von der Justiz keine lange Strafe bekommen haben. Der sogenannte ,,Club der ...

Detective Max Wolfes dritter Fall: In London werden Männer erhängt, die allesamt vorher selbst zu Tätern geworden sind, aber von der Justiz keine lange Strafe bekommen haben. Der sogenannte ,,Club der Henker" hat bald einen riesigen Fanclub, der die im Internet veröffentlichten Hinrichtungen bejubelt, was die Ermittlungen noch schwieriger macht, zumal Max Wolfe bald selbst in die Kritik gerät.

Dieses Buch hier ist mein erstes aus der Reihe um den Detective Max Wolfe und dennoch hatte ich überhaupt nicht den Eindruck, dass ich noch Vorwissen gebraucht hätte.
Dieser Thriller war für mich persönlich so spannend, weil mich das Thema der „Selbstjustiz“ sehr interessiert. Wir werden in dieser Geschichte mit verschiedenen Fällen konfrontiert, bei der die Justiz zu mild entschied und man sich selber denkt, das kann doch wohl nicht wahr sein, ich selber komme aus dem Bereich der Sozialarbeit und höre daher öfter von solchen Fällen, bei der man am liebsten selbst Hand anlegen würde. Und dieses Buch zeigt wie schmal dieser Grad zwischen beiden Fronten ist.
Max Wolfe ist mir in der Geschichte zwar nicht an Herz gewachsen, aber er hatte Lösungen und Wege die mich überrascht und ihn zu einem interessanten Menschen mit genialen Gedanken gemacht haben. Außerdem ist er alleinerziehender Vater und kümmert sich um einen alten Freund.
Tony Parsons Schreibstil hat mich vollends überzeugt, er schafft es von Anfang bis Ende die Spannung zu halten, so ist es in einem Rutsch weggelesen. Die überraschende Wendung am Ende hat mich total überrascht und was mir auch sehr gefallen hat, waren die interessanten Fakten am Rande. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich kann es guten Gewissens allen weiterempfehlen, die sich für Thriller und als Thema für Selbstjustiz interessieren.

  • Cover
  • Figuren
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Tempo
Veröffentlicht am 15.09.2016

SO WÜST UND SCHÖN ....

So wüst und schön sah ich noch keinen Tag
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Infos

Titel:
SO WÜST UND SCHÖN SAH ICH NOCH KEINEN TAG
Autor:
Elizabeth Laban
Verlag und Erscheinungsdatum: Hanser Verlag
Seitenanzahl: 283
Preis: 16,90 €
Genre: Jugendroman
Zielgruppe (meiner Meinung ...

Infos

Titel:
SO WÜST UND SCHÖN SAH ICH NOCH KEINEN TAG
Autor:
Elizabeth Laban
Verlag und Erscheinungsdatum: Hanser Verlag
Seitenanzahl: 283
Preis: 16,90 €
Genre: Jugendroman
Zielgruppe (meiner Meinung nach): ab 14 Jahren
Wie viele Sterne gab ich dem Buch: 5 von 5 Sternen

Der Originaltitel dieses Jugendbuches „The tragedy paper“, lässt schon erahnen, dass wir es hier mit einer Tragödie zu tun haben. Und auch der deutsche Titel „So wüst und schön sah ich noch keinen Tag“, ist entnommen aus Shakespeares Tragödie „Macbeth“, welch ein Zufall, dass auch unser Protagonist Tim, mit Nachnamen ebenfalls Macbeth heißt. Nun die Erklärung dieses wunderbaren Titels, ist simpel sowie erkenntnisreich, denn es gibt Tage, die so unglaublich furchtbar und tragisch sind, aber dennoch etwas Schönes beinhalten können (Man muss nur genau hinsehen).
Nach der Leseprobe, erwartete ich nur ein gutes Buch und bekam dafür ein grandioses.
Dafür, dass ich kaum Jugendbücher lese, hat es mir tatsächlich sehr gut gefallen.

Tim, ein Albino Junge, mit wenig Selbstvertrauen kommt auf Bestreben seines Stiefvaters in das „Irving Internat“ in New York, auf dem Weg dorthin, am Flughafen, lernt er Vanessa kennen und noch bevor die beiden wissen, dass sie auf das selbe Internat gehen werden, verliebt sich Tim in die hübsche Blondine. Tim ist ein symphatischer junger Mann, der sich niemals vorstellen könnte, dass Vanessa auch solche Gefühle für ihn hegen könnte. Außerdem hat sie einen sehr beliebten Freund auf dem Internat, dem das so gar nicht gefallen würde. Was jedoch letztendlich geschieht, hätte keiner ahnen können, auch mir blieb es bis zum Schluss verborgen.
Wir wissen nur, dass etwas Geschehen ist, jedoch nicht wie und nicht was.

Diese Geschichte muss trotzdem erzählt werden, so denkt sich Tim, und hinterlässt nach seinem Abschluss, in seinem alten Internatszimmer einen Schatz für Duncan (seinem Zimmernachkommen), in Form von CD's die erzählen sollen, was in jenem Jahr geschah. Denn eine solche Tragödie soll kein weiteres Mal geschehen.
Eine wunderbare authentische Geschichte über Verantwortung, Tragweite, Gefühle, Selbstachtung und Selbstvertrauen, aber auch Freundschaft und Liebe.

Fazit
Die Geschichte packt einen am Kragen und lässt nicht los, bevor die ganze Tragödie in einem emotionalen Chaos endet. Was will man mehr?

Zitate
Am Eingang auf dem Torbogen: „Tritt ein, um Freundschaft zu schenken und zu finden“

„Literarisch ausgedrückt könnte man sagen, die Schwäche des tragischen Helden bestand darin, dass er nicht an sich glaubte.“

„Am Tag meines Umzugs nach Irving war ich der Letzte, der unser Haus verließ, und zwar nicht nur für diesesn Tag, sondern für immer“

And last but not least, um Mr. Simon (den Englisch-Lehrer) zu zitieren:
Und nun geh und verbreite Schönheit und Licht.
Für mich ist es zu spät, aber nicht für dich.

Lg Feyza