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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2021

Direkt, fesselnd und geht unter die Haut

Schwarzes Herz
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Der Debütroman „Schwarzes Herz“ von Jasmina Kuhnke geht um das vergangene Leben einer Frau of Colour, die schon viel in ihrer Vergangenheit erdulden musste. Durch diese Erfahrungen glaubte sie, sie sei ...

Der Debütroman „Schwarzes Herz“ von Jasmina Kuhnke geht um das vergangene Leben einer Frau of Colour, die schon viel in ihrer Vergangenheit erdulden musste. Durch diese Erfahrungen glaubte sie, sie sei ein schlechter Mensch und nur schlechten Menschen widerfahren auch schlechte Dinge. Dies wurde ihr ständig durch andere Menschen eingetrichtert.

„Kuhnkes Buch zeigt, wie Rassismus sich in die Seelen der betroffenen Menschen webt. Es wird niemanden so schnell loslassen, denn es tut weh.“ (Schwarzes Herz)

Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Jasmina Kuhnke‘s Schreibstil ist direkt, fesselnd und geht unter die Haut. Man fühlt sich direkt verbunden und mittendrin in der Story. Das Cover ist anschaulich und zeigt, was der Inhalt des Buches verspricht.
Die kurzen Kapitel haben es mir angetan, um über das Geschriebene nachdenken zu können. Am Anfang ist es mir schwer gefallen, die Sinnigkeit der Reihenfolge der Kapitel zu verstehen, aufgrund der ständig wechselnden Lebenszeitabschnitte der Ich-Erzählerin of Colour. Aber nach und nach kam ich rein und habe die Relevanz dahinter verstanden und nachvollziehen können.
Die Ich-Erzählerin hat ein, für mich, sehr schwieriges Leben. Egal ob in ihrer Kindheit oder in ihrem Leben als Mutter. Schlimmere Erfahrungen kann man meiner Meinung nach nicht sammeln. Die Entwicklung dieser Frau finde ich sehr eindrucksvoll und ich habe ständig mit ihr mitgefühlt. Themen wie Rassismus, häusliche und sexuelle Gewalt, Diskriminierung, Missbrauch, Krankheiten, Gleichberechtigung, Einsamkeit und vieles mehr sind Begriffe, die meist verschwiegen werden. Hut ab für diese Geschichte.
Mir hat sie die Augen geöffnet, egal um welchen Schreck es ging. Ich finde, jeder Mensch ist gleichwertig und niemand sollte so behandelt werden.
Die Atmosphäre des Buches war eher düster und direkt gehalten, was den Leser mitten in die Geschichte geworfen hat.
Ich bin froh, dass sich das Buch gegen Ende hin zum Positiven gewendet hat.

Fazit:
Sehr wertvolles Buch und ein Muss.
Ich empfehle das Buch an all diejenigen, die eine starke Haut haben und sich für gesellschaftlich wichtige Themen interessieren.
Sterne 5/5

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Veröffentlicht am 27.09.2021

Würdiger Nachfolger

Die Rückkehr der Zwerge 1
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Die Handlung spielt etwa 1000 Jahre nach dem Ende des letzten Buches der Zwergen Reihe (der Triumph der Zwerge). Es geht um Goimron, einen Gemmarius aus dem Stamm der Vierten.
Das geborgene Land hat eine ...

Die Handlung spielt etwa 1000 Jahre nach dem Ende des letzten Buches der Zwergen Reihe (der Triumph der Zwerge). Es geht um Goimron, einen Gemmarius aus dem Stamm der Vierten.
Das geborgene Land hat eine Periode von starken Erdbeben hinter sich, die weite Teile der Gebirge unbewohnbar gemacht haben und einige der Stämme zwingt, außerhalb ihrer Heimat, an der Grenze zu den Gebirgen Wacht zu halten. Die Beben haben Orks, Trolle, Albae, Drachen und weitere Geschöpfe ins Land gelassen (die Drachen wurden durch die entstandenen Vulkane gelockt) und zwingen die Bewohner des geborgenen Landes wieder einmal dazu zu Zeiten des Krieges zurückzukehren.
Goimron findet in einem Laden auf dem Markt in Malleniaswacht ein Buch von dem Helden Tungdil Goldhand. Dabei stellt er fest, dass der letzte Eintrag des Buches nur kurze Zeit zurückliegt. Für ihn bedeutet dies, dass der Held noch immer am Leben ist und im zerstörten Reich der Fünften noch immer den Durchgang ins geborgene Land verteidigt. Goimron macht sich auf den Weg um Verbündete für seine Suche nach Tungdil zu gewinnen. Auf seiner Reise erlangt er neben neuen Freunden auch neue, sehr interessante Fähigkeiten.
Es gibt diverse Nebenhandlungen zu der Hauptgeschichte, teils aus Sicht der Albae, anderer Zwerge oder der Brigantiner. Der inhaltliche Zusammenhang zwischen den Perspektiven ist, wie von Markus Heitz gewohnt, klar und strukturiert. Es werden die verschiedenen Sichtweisen und Handlungen sehr gut beschrieben, was den Eindruck vermittelt, gleichzeitig an verschiedenen Orten zu sein.

Gerade der Teil zu Mondarcai hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere der einzelnen Personen haben mir es mir ebenfalls angetan. Heitz geht nicht zu tief auf die einzelnen Personen ein, was sonst zu langwierigen Beschreibungen führen würde, und lässt den Leser Dinge aus dem Kontext erfahren. Auch mit Erklärungen zu bisher unbekannten Formen der Magie oder unbekannten Wesen geht er eher spärlich um. Die erweckt den Anreiz, mehr zu lesen um dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Ein wenig gestört hat mich die Kürze des Buches, da es nicht die gewohnte Länge der anderen Bücher hat (was aber auch daran liegen kann, dass es zweigeteilt wurde).

Für mich war das Buch eine würdige Fortsetzung der Zwerge Reihe und jeder der Fan der Reihe ist, sollte es sich definitiv zulegen. Den Personen, die die vorherigen Teile nicht gelesen haben, empfehle ich allerdings zuerst die Bände davor zu lesen. Man kann es, denke ich, auch ohne Vorwissen verstehen, da die Geschichte in einer neuen Zeit und mit neuen Personen spielt. Vorwissen ist jedoch sicherlich nicht verkehrt. Auch das Verständnis für einzelne Teile des Buches könnten leiden, wenn die Teile davor nicht gelesen wurden.
Alles in allem eine klare Kaufempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.06.2021

Reichtum, Macht und Kampf um die Freiheit

Trust My Heart - Golden-Campus-Trilogie, Band 1
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Ich durfte das Buch „Trust My Heart“ von Lyla Payne als Rezensionsexemplar lesen. Vielen Dank an vorablesen.de, dass ich dieses Buch bekommen durfte.
Inhalt
Ärzte, Anwälte, Richter, auf Golden Isles haben ...

Ich durfte das Buch „Trust My Heart“ von Lyla Payne als Rezensionsexemplar lesen. Vielen Dank an vorablesen.de, dass ich dieses Buch bekommen durfte.
Inhalt
Ärzte, Anwälte, Richter, auf Golden Isles haben alle Einwohner Geld und Reichtum wird dort großgeschrieben. Auch auf der Golden Isles Academy stehen die Reichen im Mittelpunkt, denn die attraktiven Erben Felix und Noah James, die nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern distanzierter wurden, kennt jeder. Auch May wohnt, nach der Flucht aus ihrem Heimatort, bei ihrer verstorbenen Großmutter auf Golden Isles. Sie scheint eine der Wenigen zu sein, die kein Interesse an den beiden Brüdern hat. Doch als Felix ihr überraschenderweise einen Job als Nanny für seine kleine Schwester Sophie anbietet, muss sie ihn annehmen, egal sehr sie die Zwillinge verachtet. Im prachtvollen Haus der James-Brüder lernt sie jedoch eine ganz andere Seite von Felix kennen. Einen fürsorglichen Bruder, der darum kämpft das Sorgerecht seiner Schwester zu behalten und die eines Jungen, der ihr Herz höher schlagen lässt. Gegen ihren eigentlichen Willen lässt sie ihre Schutzmauern fallen und gibt sich dem James Bruder vollkommen hin. Kann dies gelingen, ohne dass sie verletzt wird?
Meine Meinung
Der Auftakt der Golden-Campus-Reihe ist ein richtiger Hingucker. Das Cover springt sofort ins Auge und ist eine Augenweide im Bücherregal. Die Aufmachung des Buches passt sehr gut zur Geschichte des Buches und verkörpert Reichtum und Macht. Durch den schlichten und einfach gehaltenen Schreibstil konnte man durch die Geschichte fliegen und dieser gut folgen. Der Inhalt des Buches verkörpert wichtige Themen wie Kampf um Sorgerecht, Einsamkeit und Unterschiede zwischen arm und reich, die sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen. Teilweise konnte ich den Ausführungen der einzelnen Thematiken jedoch nicht folgen. Es war mir zu schwammig formuliert und es wurden zu wenige Anhaltspunkte geliefert.
Mit den beiden Charakteren wurde ich in der Geschichte nicht warm. Ich finde May kommt zwar als eine sehr starke und selbstbewusste Persönlichkeit rüber, jedoch kann ich manche ihrer Handlungen nicht nachvollziehen. Es wirkt als ob sie ihre Probleme zwar bekämpfen will, aber der Wille und die Disziplin dazu fehlen. Was ich sehr schön finde, ist, wie sie mit Sophie umgegangen ist. May hat ihr genau das gegeben, was sie in ihrer Situation gebraucht hat. Jemanden, auf den sie sich verlassen kann und der sie nicht nur bemuttert. Sondern eine Art Freundin mit der sie über alles reden kann. Sophie finde ich einen sehr niedlichen Charakter, auch wenn sie sehr vorlaut ist. Sie kommt erwachsener und älter rüber als man denkt. Bei ihren Textpassagen musste ich oft grinsen, da ich nicht erwartet hätte wie gut das Mädchen Sprüche raushauen kann. Nicht nur gegenüber May, sondern vor allem gegenüber ihren zwei großen Brüdern. Felix James ist so der klassische Badboy wie man ihn kennt. Er sieht gut aus, hat Geld und macht was er will, bis er May trifft. Meiner Meinung nach ging die Entwicklung von Felix zu schnell – von Aufreißer und Macho zu perfekter Freund und Gentleman– und dennoch hat es zu dem Klischee der Geschichte gepasst. Noah James finde ich bisher gewöhnungsbedürftig. Man lernt ihn als uninteressierten Zwillingsbruder kennen, der sich zwar um seine Familie sorgt, aber trotzdem seinen eigenen Weg geht. Ich bin sehr gespannt, wie er im 2. Band der Golden-Campus-Reihe entwickelt.
An sich hat die Geschichte viel versprochen, was jedoch alles nur angeschnitten, aber nicht richtig thematisiert wurde. Manche Themen waren zu schnell abgeschlossen und andere Entwicklungen hat man nicht richtig mitfühlen können, was ich sehr schade fand.
Dennoch hatte ich oft ein Grinsen im Gesicht und hätte selbst auch gerne ein Picknick am Strand neben dem Leuchtturm. Auch wie das Tierheim mit in die Geschichte eingearbeitet wurde, finde ich sehr erfrischend und hat der Ablauf immer eine neue Wende geben.
Fazit
Alles in allem ist das Buch nicht unter meinen Lesehighlights. Mir hat zu viel Nähe zwischen den Protagonisten gefehlt und für mich war kaum Entwicklung vorhanden. Ich empfehle das Buch denjenigen, die gerne Geschichten mit Badboys und ihren Problemen lesen.

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Veröffentlicht am 02.06.2021

Erinnerungen sind alles was wir haben

The Memories We Make
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Ich durfte das Buch „The Memories We Make“ von Maya Hughes in einer zweiwöchigen Leserunde lesen. Vielen Dank an lesejury.de, dass ich daran teilnehmen durfte.
Inhalt
Persephone Alexander ist ein Mathegenie ...

Ich durfte das Buch „The Memories We Make“ von Maya Hughes in einer zweiwöchigen Leserunde lesen. Vielen Dank an lesejury.de, dass ich daran teilnehmen durfte.
Inhalt
Persephone Alexander ist ein Mathegenie und liebt Ordnung. Doch in sozialen Situationen fühlt sie sich unwohl und das „normale“ Collegeleben kennt sie nur aus Filmen. Nun bleibt ihr nur noch ein Semester Zeit, bevor ihr kontrollsüchtiger Vater sie in das Doktorandenprogramm einer Elite-Universität stecken will. Daher hat sie sich vorgenommen, die letzten Tage der Freiheit zu nutzen, um unvergessliche Erinnerungen zu sammeln. Dabei benötigt sie jedoch einen Partner. Durch eine Anzeige am Schwarzen Brett der Fulton Universität versucht sie einen geeigneten Kandidaten zu finden, der mit ihr gewisse To-Do´s, wie feiern gehen, Freunde finden, sich verlieben und ihr erstes Mal erleben, abhakt. Als zu diesem Termin ausgerechnet der attraktive Football-Star Reece Michaels erscheint, ist Seph hin und weg. Doch schnell stellt sich heraus, dass sich Reece am falschen Tisch befindet und Seph für seine neue Medienberaterin hält. Als er von ihrem Vorhaben Wind bekommt, setzt sein Beschützerinstinkt ein. Bevor jemand Seph ausnutzen kann, will er ihr dabei helfen, all diese Erinnerungen zu sammeln – alle bis auf das Verlieben und den Sex. Ob dies bei so vielen gemeinsamen Aktivitäten auch gelingt?
Meine Meinung
Der Auftakt der Fulton-University-Reihe ist ein richtiger Hingucker. Das Cover verleiht viele Good-Vibes und ist eine Augenweide im Bücherregal. Ich finde das Cover sehr passend zur Geschichte. Die Geschichte ist einfach gehalten und vermittelt ein paar wichtige Themen, über die sich jeder Mensch Gedanken machen sollte. Erinnerungen sammeln, das eigene Leben genießen und nicht für Andere leben. Jeder ist für sein eigenes Leben zuständig und sollte Dinge riskieren, um selbst glücklich werden zu können. Dies ist eine wichtige Thematik, die in diesem New-Adult-Buch thematisiert wird.
Durch den flüssigen und fesselnden Schreibstil war ich gleich in der Geschichte gefangen und habe sehr mitgefiebert. Toll finde ich auch den Sport, der in die Geschichte integriert wurde. Dadurch entsteht für mich immer ein Anreiz, das Buch zu lesen.
Die Charaktere des Buches sind allesamt unterschiedlich und doch perfekt aufeinander abgestimmt. Ich konnte mich sehr gut mit den Protagonisten identifizieren und es hat mir sehr viel Spaß bereitet, die sich langsam entwickelnde Beziehung der Beiden mitzuerleben.
An Seph’s Charakter finde ich toll, wie der Unterschied des Zwangs und der Freiheit durch Mathe und Geige spielen dargestellt wird. Außerdem erlebe ich Seph als eine starke Persönlichkeit, die eher in sich gekehrt ist. Sie möchte es vor allem ihrem Vater recht machen und doch ihr eigenes Leben in Freiheit leben. Sie hat durch ihre Familienverhältnisse gelernt, wenigen Menschen zu vertrauen. Es hat mich erschüttert, so ein Familiengeschehen mitzuerleben und manchmal konnte ich meine Emotionen nicht bei mir behalten. Auch wie sie in so einer WG leben kann, kann ich nicht nachvollziehen. Wieso zieht sie zu Alexa in die WG, die sie nicht ausstehen kann. Dadurch ergeben sich nur neue Probleme mit denen sie ebenfalls kämpfen muss. Ich finde Seph‘s Entwicklung in der Geschichte toll, auch wenn mir das ein oder andere ein bisschen zu schnell ging. Sehr genossen habe ich die Ideen und „ersten Male“, wie sie umgesetzt wurden und wie Reece ihr dabei zur Seite stand.
Reece ist für mich ein richtig cooler Charakter. Ich habe aber auch eine Schwäche für sportliche männliche Protagonisten :D Er verkörpert für mich einen perfekten Freund, der alles für seine Freundin tut, um sie glücklich zu machen. Auch wenn ich seine Entwicklung zu schnell fand – von Aufreißer und Macho zu perfekter Freund und Gentleman– passt es perfekt zu der Stimmung der Geschichte.
Es ist ein richtiges Wohlfühlbuch und man kann der Geschichte nicht mehr entkommen. Auch das Kennenlernen der Beiden ist sehr witzig und eine Sache für sich. Ich hatte die ganze Zeit ein fettes Grinsen im Gesicht und war gefesselt.
Wen ich auch richtig klasse finde, sind Reece‘ Mitbewohner, alias seine Footballteamkollegen. Sie sind genauso verständnisvoll wie urkomisch und stellen von ihrem Verhalten und ihrer Art das komplette Gegenteil zu Seph dar.
Ich hatte einen großen Lesespaß bei der Geschichte und bin Seite für Seite der Geschichte und auch der kompletten Fulton-University-Reihe verfallen. Ich fiebere schon auf die nächsten Bände hin.
Fazit
Alles in allem ist es ein perfektes Wohlfühlbuch für zwischendurch und zaubert einem ständig ein Lächeln ins Gesicht. Ich empfehle das Buch allen, die New-Adult-Literatur lieben und sich selbst auch gerne mit To-Do´s und dem Leben auseinander setzen wollen. Die Geschichte gibt Denkanstöße für das eigene Leben. Riskiere etwas. Lebe dein Leben. Sammle unvergessliche Erinnerungen, denn das Leben ist zu kurz um nichts zu riskieren.

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Veröffentlicht am 13.05.2021

Olga, zwei Männer, zwei Kulturen und viele Zwickmühlen

Laudatio auf eine kaukasische Kuh
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Ich durfte das Buch „Laudatio auf eine kaukasische Kuh“ von Angelika Jodl in einer Schnell-Leserunde lesen. Vielen Dank an lesejury.de, dass ich daran teilnehmen durfte.
Inhalt
Zwei Kulturen. Zwei Männer. ...

Ich durfte das Buch „Laudatio auf eine kaukasische Kuh“ von Angelika Jodl in einer Schnell-Leserunde lesen. Vielen Dank an lesejury.de, dass ich daran teilnehmen durfte.
Inhalt
Zwei Kulturen. Zwei Männer. Olga, junge Frau georgischer Abstammung, sieht sich selbst als „so deutsch wie ein Bamberger Hörnchen“ an. Ihre Familie hingegen spiegelt die kompletten georgischen Sitten wider. Deshalb traut sie sich nicht, ihren deutschen Arztfreund Felix der Familie vorzustellen. Zu viele Ansprüche der Familie, zu unterschiedliche Lebensweisen, zu wenig Selbstvertrauen in das Zusammentreffen. Jack, junger Lebenskünstler mit versteckten Talenten, umschwärmt Olga seit er sie das erste Mal sah. Als er Olga dazu überredet mit ihrer Familie nach Georgien zu reisen, fliegt er hinterher. Vorgestellt wird er dort als angeblicher Verlobter, der in kürzester Zeit die Herzen der georgischen Familie erobert. Olga ist in sich zwiegespalten. Eine Kuh in Nöten, weitere Zwickmühlen und ein Überraschungsgast machen ihr Chaos noch perfekt. Schafft sie es, für sich den richtigen Weg zu finden?
Meine Meinung
Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht um in die Geschichte reinzukommen, aber es ist mir von Seite zu Seite leichter gefallen. An den für mich eher außergewöhnlichen Schreibstil habe ich mich nach ein paar Kapiteln gewöhnt und ich konnte die Handlung gut verfolgen. Der rote Faden der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Liebesgeschichte zwischen den Charakteren und deren unterschiedlichen Lebensweisen habe ich sehr mitgefühlt und nach einer überraschenden Wende konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Es ist eine interessante Liebesgeschichte, in der viele familiäre und gesellschaftliche Thematiken eine wichtige Rolle spielen. Kultur, Sprache, Freiheit, sexuelle Belästigung aber auch Feminismus werden thematisiert.
Im Kampf um die eigene Freiheit habe ich mit Olga mitgefiebert und öfter auch nur mit dem Kopf geschüttelt. Sie ist eine nach Freiheit strebende Frau, jedoch steckt sie inmitten von zwei Lebenswelten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit den Protagonisten konnte ich mich selbst nicht identifizieren, da ich nicht so handeln würde. Jack finde ich einen gewöhnungsbedürftigen Charakter. Er ähnelt mir zu sehr einem Stalker, egal welche Absichten er hat. Ich zum Beispiel würde keiner Frau hinterher fliegen, die ich nicht kenne. An vielen seiner Facetten konnte ich jedoch erkennen, dass er mehr Talent verfügt als er es selbst für möglich hält und ich habe gerne seine Charakterentwicklung mitangeschaut.
Das Cover des Buches verrät nicht so viel über den Inhalt der Geschichte. Dennoch kann ich nachvollziehen, wieso es verwendet wurde. Meinen persönlichen Geschmack trifft es eher weniger.
Fazit
An sich hatte das Buch für mich sehr viele neue Kenntnisse parat. Ich habe gelernt wie schwer es ist in unterschiedlichen Kulturen aufzuwachsen und damit zu leben. Für mich ist das meiste davon einfach zu selbstverständlich. Trotzdem hat mich das Buch nicht komplett umgehauen. Mir persönlich hat das Verständnis und die Nähe zu den Protagonisten gefehlt.
Ich würde das Buch den Leuten empfehlen, die in eine Liebesgeschichte mit viel Trubel, zwei Kulturen und viel Drama schlüpfen wollen.

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