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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2021

Band 4 - Spannend bis zum Schluss

Moriarty the Patriot 4
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An Band 4 hatte ich besonders großen Spaß. Auf dem Cover sehen wir erst einmal Dr. Watson. Die Zeichnung passt sehr gut zu ihm, dennoch empfinde ich sie im Gegensatz zu den anderen bisherigen als geringfügig ...

An Band 4 hatte ich besonders großen Spaß. Auf dem Cover sehen wir erst einmal Dr. Watson. Die Zeichnung passt sehr gut zu ihm, dennoch empfinde ich sie im Gegensatz zu den anderen bisherigen als geringfügig schwächer. Weniger aufregend. Aber Watson ist ja nun auch kein Draufgänger.
Dieser Manga beschäftigt sich mit dem Krieg zwischen Indien und Afghanistan und natürlich spielt hier Moran - mein persönlicher Lieblingscharakter - eine sehr große Rolle! Auch lernen wir einen neuen Charakter kennen, Miss Moneypenny, die rechte Hand von Albert Moriarty. Auch sie hat William die Treue geschworen. Auf den Grund bin ich doch schon sehr gespannt.
In jedem Fall wird in diesem Band ein Spion getötet, der ein Gewehr ins Heimatland schaffen wollte. Die Moriartybrüder wollen dieses Verbrechen aufklären, wobei William allen schon einen Schritt voraus ist. Neu taucht auf der blinde, deutsche Ingenieur von Herder auf, der das MI6 unterstützt. Dass dieser Fall etwas mit Williams persönlichem Feldzug zu tun hat, kann man sich im ersten Moment nicht vorstellen. Dennoch scheint es ihm mehr um Moran und dessen unbedingte Treue zu gehen. Denn der Mord an dem Spion und die Wirren des Krieges haben mit seiner unmittelbaren Vergangenheit zu tun, die ihn quält und der Grund ist, weshalb er sich den Moriartys überhaupt angeschlossen hat.
Im zweiten Fall geht es um einen Mord im Zug und Sherlock tritt wieder auf, gewohnt manisch. Hier erfahren wir, wie er überhaupt zum beratenden Detektiv wurde und welche Dämonen ihn seit dem Fall um die Studie in Scharlachrot quälten. Dieser Fall jedoch wird in Band 5 fortgesetzt werden mit einem Wettstreit zwischen Holmes und Moriarty.
Alles in allem war der Band für mich wirklich ein Höhepunkt, da wir viel mehr von Moran mitbekommen konnten. Der Charakter wurde dadurch rund und bekam eine ungeahnte Tiefe, die man ihm auf den ersten Blick nicht zugetraut hätte. Ich hatte beim Lesen großen Spaß.
Die Zeichnungen sind wie gewohnt von sehr hoher Qualität. Ich bleibe auf jeden Fall dran und wandle mich gerade zum Fan der Serie.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.06.2021

Spannende Fälle rund um Moriarty

Moriarty the Patriot 3
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Band 3 der Serie glänzt wieder mit einem grandiosen Cover. Dieses Mal sehen wir Luis, den jüngsten der Moriarty-Brüder. In diesem Band wird Luis auch endlich etwas mehr im Kampf gegen korrupte Adlige verwickelt ...

Band 3 der Serie glänzt wieder mit einem grandiosen Cover. Dieses Mal sehen wir Luis, den jüngsten der Moriarty-Brüder. In diesem Band wird Luis auch endlich etwas mehr im Kampf gegen korrupte Adlige verwickelt und ist nicht mehr nur die Randfigur.
In diesem Band findet der letzte Fall von Band 2 seinen Abschluss, daher dreht der erste Teil sich sehr um Sherlock Holmes, der des Mordes verdächtigt wird. Einzig Watson hält zu ihm und versucht ihn zu unterstützen. Gregson dagegen setzt alles daran, Holmes endgültig hinter Gitter zu bringen, scheitert jedoch auch an Lestrades Integrität, der das richtige Polizeigespür entwickelt. Hier gefällt mir die Darstellung sehr, sie entspricht eher einem späten Lestrade, der da schon gesitteter ist und Holmes vertraut. Doyles früher Lestrade war dagegen schon ein ganz anderes Kaliber.
Ein weiterer Fall dreht sich um entführte Kinder und spielt auf dem Landsitz der Baskervilles. Hier wird endlich wieder Moriarty thematisiert, wie auch dessen Mitstreiter. Die Zeichnungen hier waren teilweise etwas verstörend. Ich denke, sie sind da auch eher für ein älteres Publikum geeignet. Die Geschehnisse dort und die dynamische Entwicklung zwischen den Charakteren waren aber großartig. Ich konnte vor Spannung das Buch nicht aus der Hand legen!
Die beschriebenen Fälle sind entfernt den Romanen von Doyle entlehnt, haben jedoch eine starke eigene Note. Auch wenn man Holmes fast auswendig kann, findet man an diesen Bänden großen Spaß. Und ich muss sagen, Band 3 schwächelt keinesfalls. Ich bin schon neugierig auf Band 4.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2021

Etwas schwächer als Band 1

Moriarty the Patriot 2
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Im Gegensatz zu dem für mich wirklich sehr guten Auftakt dieser Serie, schwächelt der zweite Bad etwas. Wo Band 1 mit drei wirklich sehr interessanten Fällen und das Leben in und um Durham punktet, befasst ...

Im Gegensatz zu dem für mich wirklich sehr guten Auftakt dieser Serie, schwächelt der zweite Bad etwas. Wo Band 1 mit drei wirklich sehr interessanten Fällen und das Leben in und um Durham punktet, befasst sich Band 2 mit den nun voranschreitenden Plänen Moriartys. Hier spürt man eine deutliche Änderung im Tonfall, denn in Band 1 wurde unser guter Lieblingsbösewicht noch etwas zu einem Helden verklärt, da bekommen hier seine Worte: "Du schuldest mir dein Leben" einen schärferen Ton. So ist er auch bereit, Unschuldige zu opfern. Und das ohne mit der Wimper zu zucken. Das steht dem Moriarty in Band 1 etwas entgegen, aber spricht natürlich für die Charakterentwicklung! Immerhin haben wir es mit dem Napoleon des Verbrechens zu tun einem glasklaren Antagonisten.
In diesem Band dreht es sich um die Entstehung des britischen Geheimdienstes MI6, der völlig unabhängig der Justiz agieren darf und den Moriarty dann für seine Zwecke missbrauchen will. Ein weiterer Fall spielt auf einem Schiff, der Noahtic (erinnert etwas an die Titanic). Auf diesem Schiff wollen sie einen Adligen in den Wahnsinn und in den Tod treiben, jedoch zu dem Zweck, dass die Bevölkerung von seinen Untaten erfährt und einen Groll gegen den Adel hegt. Moriarty vollführt hier also ein kleines Theaterstück. Dabei lernt er auch Holmes kennen, der... so vollkommen dem klassischen Holmes entgegensteht. Dieser Holmes scheint eher ein Aufschneider und auch ein wenig der Frauenversteher. Wobei natürlich auch der originale Holmes aus Doyles Feder gerade in jungen Jahren ein Aufschneider war, jedoch bei weitem nicht so extrem. Holmes ist es auch, der das Cover ziert. Eine wirklich gute Zeichnung, das Cover bekommt von mir gern Pluspunkte.
Nach dem Fall auf dem Schiff entscheidet Moriarty, Holmes Qualitäten zu testen und es bahnt sich der Fall um "Eine Studie in Scharlachrot" an. Hier taucht zum Schluss auch das erste Mal Inspektor Lestrade auf.
Was soll ich noch sagen? Der Band war spannend gestaltet, lässt aber etwas Charme vermissen. Die Zeichnungen sind wieder hervorragend. Ein Muss für jeden, der Band 1 gelesen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2021

Der Auftakt zu einer spannenden Reihe...

Moriarty the Patriot 1
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Als Holmes-Fan musste ich mir doch mal den Manga antun, nachdem meine beste Freundin davon schwärmte. Zwei Jahre hab ich ihn erfolgreich ignoriert, aber so langsam wurde ich doch neugierig.
Erst einmal ...

Als Holmes-Fan musste ich mir doch mal den Manga antun, nachdem meine beste Freundin davon schwärmte. Zwei Jahre hab ich ihn erfolgreich ignoriert, aber so langsam wurde ich doch neugierig.
Erst einmal das Cover. Die Gestaltung ist wunderschön und abgebildet ist der Hauptprotagonist der ganzen Geschichte. William James Moriarty.
Die Geschichte, die hier um den Napoleon des Verbrechens gesponnen wurde, erinnert nur sehr entfernt an die typischen Sherlock Holmes Werke von Doyle. Das finde ich jedoch nicht schlimm, man sollte sich darauf einlassen.
Hier wird beschrieben, wie Moriarty zu dem wurde, der er ist. Aufgewachsen mit seinem jüngeren Bruder Luis lebte er als Waise in einer Bibliothek. Dort eignete er sich aus den Büchern allerhand Wissen an und natürlich ist er auch hochintelligent. Er entwickelt auch eine eigene Sicht auf die Welt und das englische Klassensystem, das ihm im Grunde zuwider ist. Mit seiner Haltung beeindruckt er den jungen Adligen Albert Moriarty. Wer hier stutzt, ja, wirklich Moriarty. Denn William und Luis werden von diesem zu dessen Familie gebracht und durch eine Verkettung von Umständen, die man sich am besten selbst ansieht und durchliest, werden die drei eine Familie und erben als Moriartys den Adelstitel. Klingt etwas kompliziert, aber ich will auch nicht zu viel verraten.
Die Vorgeschichte ist schnell abgehandelt und es geht nun um die ersten Fälle, die William James Moriarty löst. Als mittlerer Erbe der Familie ist er doch das heimliche Oberhaupt und lenkt die Geschicke seiner kleinen Familie. Zudem ist er bereits Professor in Mathematik an einer nordenglischen Universität. In Durham, wo die drei nun leben, werden sie mit den Problemen und Nöten der Landbevölkerung konfrontiert. Moriarty löst die ihm erscheinenden Ungerechtigkeiten auf seine sehr spezielle Art - in kriminellen Dingen ist er ein Genie.
Man braucht etwas Zeit um seine komplexe Figur zu verstehen, nichtsdestotrotz ist der erste Band des Mangas unglaublich unterhaltsam und spannend. Ich konnte ihn gar nicht aus der Hand legen. Die Zeichnungen sind detailliert, die Charakterdarstellung ungewöhnlich, aber in sich schlüssig. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie Moran sich den Brüdern anschloss und auch Holmes baldiger Auftritt wird sicher für Spannung sorgen.
Alles in allem kann ich den Manga jedem ans Herz legen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2021

La Grande Finale!

Mara und der Feuerbringer
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Nachdem ich heute Morgen Band 2 um Mara und den Feuerbringer beendet hatte, schaffte ich es doch tatsächlich gegen 21 Uhr auch den dritten Band zu beenden.
Die Geschichte um Mara hab ich förmlich verschlungen!
Ich ...

Nachdem ich heute Morgen Band 2 um Mara und den Feuerbringer beendet hatte, schaffte ich es doch tatsächlich gegen 21 Uhr auch den dritten Band zu beenden.
Die Geschichte um Mara hab ich förmlich verschlungen!
Ich bin noch immer hin und weg!
Band 3 schließt sich nahtlos an Band 2 an, nun spielt auch die Exfrau von Professor Weissinger eine größere Rolle. Und ich liebe ihre Scharfzüngigkeit und die stets passenden Antworten! Sie und der Professor waren zusammen zwar vielleicht ein bisschen viel Input, aber sie haben auch unglaublich viel Dynamik und Wortwitz hereingebracht.
Mara, nun bewaffnet mit dem Stab, mit dem sie ihre Magie wirken kann (wenn es denn funktioniert) und der Hel entronnen, sowie siegreich über den Feuerbringer (mal sehen, wie lange), wendet sich nun mit dem Professoren-Duo dem scheinbaren Verursacher des Problems zu - Dr. Thurisasz. An dessen Seite das Eichhörnchen Ratatösk, das ihm hilfreiche und ungemein fies unter die Arme greift. Doch auch Mara bekommt nun mehr göttliche Hilfe - Hugin und Munin, die Raben Odins, sind an ihrer Seite. Und noch jemand, ein junger Germane, der manches Geheimnis birgt.
Hier nun also wird der Kampf um den Feuerbringer ein Ende finden und alle offenen Fragen werden geklärt. Dabei prasselten zahlreiche Überraschungen auf mich nieder und ich genoss das alles regelrecht. Herr Krappweis weiß, wie man es macht! Ich war einfach rundherum begeistert und verstehe nicht, wie dieses Buch nicht größere Aufmerksamkeit erhalten kann? Es gehört mit seinen beiden Vorgängern nun offiziell zu meinen Lieblingsbüchern. Sehr gern vergebe ich volle fünf Sterne, denn hier kam alles zusammen, was einfach Spaß machte. Ein Loki in Höchstform, ein stets stichelndes Professorenpaar, Teenagerliebe und auch ein kompliziertes Mutter-Tochter-Verhältnis mit einer kompletten Wandlung von Maras Mutter, die man vorher stets nur als verschroben bezeichnete und milde belächelte. Das alles machte am Ende erschreckend viel Sinn und war komplett durchdacht. Wenn Sie ein Buch wollen, dass Sie nicht aus der Hand legen können? Dann kann ich getrost zu diesem hier raten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere