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Veröffentlicht am 29.04.2020

Eine unglaublich bildreiche und pfiffige Abenteuergeschichte, die das Herz erobert!

Bork - Der Bäumling
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Wer Interesse an dem einmaligen Zauber grüner Wälder, lustiger Abenteuergeschichten, grandioser Zufälle, witzigen Situationen, kleinen und großen Notlügen, viel Schweden und unbeschwerte skandinavische ...

Wer Interesse an dem einmaligen Zauber grüner Wälder, lustiger Abenteuergeschichten, grandioser Zufälle, witzigen Situationen, kleinen und großen Notlügen, viel Schweden und unbeschwerte skandinavische Kindheit hat, der ist mit „BORK – Der Bäumling“ vom Autor Olle Lindberg, der mir leider noch völlig unbekannt ist, hier genau richtig um eine unvegessliche, spannende und aberwitzige Geschichte mit einem Buch zu erleben. Der talentierte und sympathische Kinderbuchautor Olle Lindberg hat ein wunderschönes und stimmungsvolles (Vorlese-)büchlein für kleine Abenteurer, Weltentdecker und selbstlesende Grundschüler erschaffen. Diese wunderbare Geschichte bringt die skandinavische Natur, die Freiheit, die Freundschaft, die vielen kindlichen Ideen und Zusammenhalt an die jungen und jung gebliebenen Leser und Zuhörer. BORK lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen, sondern bietet auch Erwachsenen eine tolle Möglichkeit dem Alltag mit einem gelungenen Buch zu entfliehen. Hier ist ein quirliges 8jähriges Mädchen eine der Hauptfiguren und wir (Vor-) Leser und Zuhörer dürfen uns mit der naturverbundenen Maja auf ein sagenhaft lustiges, wunderschönes und spannendes Abenteuer freuen, als sie auf einen sehr seltsamen Jungen im Wald trifft. BORK heißt dieser sonderbare Kerl, der in einer Höhle haust, Dinge von Familie Blomberg hortet , Laub in den Zottelhaaren trägt, intensivgrüne Augen hat und mit seinen riesigen Füßen irgendwie komisch ausschaut… Auf wen oder was unsere neugierige Maja hier wohl getroffen ist? Und wie diese Begegnung ihr Leben und das der ganzen Familie Blomberg auf den Kopf stellen wird, das erfahrt ihr natürlich im Buch…. Los geht´s!!!!!!

BORK – Der Bäumling ist erschienen im, wie könnte es treffender nicht sein?, Baumhausverlag der Bastei Lübbe Verlage

Inhalt / Beschreibung (Text von der Verlagshomepage übernommen):
"Als Maja eines Tages im Wald Bork trifft, steht ihr Leben Kopf. Denn Bork ist kein gewöhnlicher Junge: Er hat wilde rote Haare und auffällig große Füße mit erstaunlichen Eigenschaften. Auch sonst hat er einige Tricks auf Lager. Maja ist begeistert und beschließt: Bork soll bei ihr einziehen! Damit ihre Eltern davon nichts mitbekommen, versteckt sie ihn im Baumhaus. Aber lange kann sie ihren neuen Mitbewohner nicht geheim halten. Denn Bork ist ganz schön neugierig und will die Welt entdecken!"

Meinung:
Diese Geschichte trifft ganz und gar unseren Geschmack, erfüllt ganz und gar unsere Erwartungen und lässt uns ganz und gar mit einem Gefühl zurück, unbedingt mehr von Maja und BORK und aus der Feder von Olle Lindberg und den Illustrationen von Daniela Kunkel lesen, sehen und erleben zu dürfen. Mit BORK- Der Bäumling erlebt man wahre Freundschaft, viele lustige Momente, Zusammenhalt, Abenteuer, Sanftmut, kleine und größere Katastrophen und ein Moment, der Majas Leben und das ihrer Familie gehörig auf den Kopf stellen wird. Ganz besonders loben möchte ich die schwedischen Kulissen, das Gefühl unbeschwerter Kindheit, viel Naturverbundenheit und Beschreibungen von Wald und Flur. Maja hat nun einen neuen Freund, den wilden BORK, der ihre Sprache nicht spricht und ihre Sitten nicht kennt. Er ist wild aber unglaublich freundlich. BORK zieht bei Maja in den Garten und quartiert sich dort in ihrem Baumhaus ein. Eine spannende Freundschaft beginnt und Maja muss sich wirklich sehr viele Ausreden einfallen lassen, damit niemand merkt, wer BORK wohl tatsächlich ist. Und BORK muss wirklich viel und wirklich schnell lernen, sich nicht zu verraten…. Ein absolut unterhaltsames Kinderbuch mit sehr vielen wichtigen Botschaften für ein soziales Miteinander.
Denn neben der tollen Vorlesegeschichte und dem sagenhaft spannenden und erquickenden Abenteuer mit und um BORK, dürfen sich die Zuhörer, Selbstleser und Vorleser, egal ob jung oder alt, auch immer wieder über wichtige Botschaften erfreuen, die aus den jeweiligen Situationen und Begebenheiten hervorgehen. Zudem ist es immer wieder ein Genuss sich dieses tolle Cover anzuschauen, wo man allerhand Eindrücke aus der schwedischen Kindergeschichte wiederfindet. Hinten im Buch, als leckeres BonBon, findet man sogar die legendären Zimtschnecken und darf das Rezept gern einmal oder immer wieder nachbacken. Vielleicht kommen BORK und Maja ja dann schon bald zu dir um Zimtschnecken zu naschen?... Dieses sympathische, leicht zu lesende und gut zu verstehende Kinderbuch ist eine einladende Idee, es sich in der Kinderstube richtig gemütlich zu machen und sich mit einer wundervollen Skandinavischen Welt anzufreunden und diese sehr nah und intensiv zu erleben. Zusammen mit Maja und ihrem neuen Freund BORK, dem Bäumling.
Für mich und meine Familie ist dieses sehr liebevolle Buch eine bezaubernde Buchentdeckung für kleine Leseratten und Geschichtenliebhaber ab etwa 7 Jahren. Das Buch ist sehr handlich und hat ein angenehmes, großes und offenes Schriftbild. Genau das Richtige für Erstleser und junge Leser. Die Seiten sind angenehm fest, eine harmonische Farbgestaltung im Coverdesign. Sehr schön, großer Pluspunkt für ein Kinderbuch. Liebevolle Illustrationen im Buch und ganz niedliche und Pfiffige Vignetten im Buch runden den Gesamteindruck des Positiven nochmals ab.
Ein besonderes BonBon wären vollfarbige Illustrationen auch im Buche gewesen, so freuen wir uns über dreifarbige Bilder und Momente in Schwarz-weiß und sattem Grün.

Die Botschaft und Stimmung:
Wunder wunderschön. Die Botschaft, die aus diesem Buch hervorgeht ist einfach schön. Spielerisch werden Themen aufgegriffen und in wunderbare Worte gehüllt und somit Anreize vermittelt. Kinder, als auch Erwachsene dürfen sich gern ein Stück aus diesem Buch mitnehmen und in ihrem Alltag beherzigen. Irgendwie bemerke ich doch immer wieder, dass die unvergesslichsten Kindergeschichten und Abenteuer aus Schweden stammen. Die naturnahe und freie Kindheit, die Herzlichkeit und Menschlichkeit… Sehr liebevoll, facettenreich und bezaubernd. Viel Phantasie und Herz, ein unschlagbares Buch für Jungen und Mädchen im Grundschulalter und allen anderen Leseratten dieser Welt!

Fazit:
Ganz toll. Lese- und Geschenkempfehlung für alle mit 5 von 5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2020

Friesenkrimi auf einem neuen Level.

Taxi, Tod und Teufel - Folge 01
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Küstenkrimis mit Humor, Spannung, Atmosphäre und jeder Menge Situationskomik, dazu noch eine Brise Friesland und Lokalkolorit. Das ist es, was es zum Abschalten und Ausspannen braucht. Die Autorin Lena ...

Küstenkrimis mit Humor, Spannung, Atmosphäre und jeder Menge Situationskomik, dazu noch eine Brise Friesland und Lokalkolorit. Das ist es, was es zum Abschalten und Ausspannen braucht. Die Autorin Lena Karmann hat mit ihrem Auftakt zur neuen Krimi Reihe das Genre auf ein ganz individuelles Level gehoben. In Taxi, Tod und Teufel – Fährfahrt in den Tod, Folge 01 begeben wir uns in der Hörbuchausgabe, gelesen von Sprecherin Elena Wilms auf eine interessante Ermittlung, bei der der Titel eine ganz besondere Bedeutung bekommt. Krimis, die mit Witz und Spannung Suchtpotential erzeugen sind die ideale Basis für eine mehrteilige Reihe. So überzeugt auch dieser Auftakt, der erste Fall als Ermittlerteam, des sonderbaren Taxiunternehmerpaares James und Sarah. Mit fesselnder Spannung, grandiosen Ermittlungen, zwielichtigen Gestalten und ostfriesischen Schauplätzen. In der ungekürzten Hörbuchlesung zum gleichnamigen Kriminalroman „Taxi, Tod und Teufel – Fährfahrt in den Tod“, wird dieser Krimi durch die angenehme und facettenreiche Stimme von Elena Wilms zum reinsten und authentischstem Hörspaß.
Erschienen im Luebbe Audio Verlag

Zum Hörbuch / Beschreibung (Text von der Verlagshomepage übernommen):
„Paalinghus in Ostfriesland: Zwischen weitem Land und Wattenmeer lebt Sarah Teufel mit ihrem amerikanischen Ex-Mann James in einer Windmühle. Gemeinsam betreiben sie das einzige Taxiunternehmen weit und breit – mit einem Original New Yorker Yellow Cab! Bei ihren Fahrten bekommt Sarah so einiges mit. Und da die nächste Polizeistation weit weg ist, ist doch klar, dass Sarah selbst nachforscht, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Denn hier im hohen Norden wird nicht gesabbelt, sondern ermittelt!

Folge 1:
Es ist kalt und neblig in Paalinghus, als die Taxifahrerin Sarah Teufel frühmorgens am Schiffsanleger auf die Fähre aus Baltrum wartet. Doch der Fahrgast, den sie in Empfang nehmen will, ist tot! Zunächst sieht alles nach Herzversagen aus – aber Sarahs aufmerksamem Auge entgeht nicht, dass es ein paar Ungereimtheiten gibt. Warum wären sonst sein Koffer und sein Handy verschwunden, die er beide noch hatte, als er die Fähre betrat? Mit ihrer besten Freundin Britta und ihrem Ex-Mann James macht Sarah sich auf die Suche nach dem Mörder – und gerät selbst in tödliche Gefahr!“

Dauer: 303 Minuten
Art: ungekürzte Lesung in 121 Tracks als Download
Genre: Krimi zum 1. Fall des gleichnamigen Romans

Cover / Umsetzung:
Das Cover hat Wiedererkennungswert, und bietet einen guten Vorgeschmack auf die zu erwartende Story. Zudem finden sich Elemente aus den Ermittlungen und dem Leben im Dorf wieder. Das Cover zum Hörbuchdownload zeigt sich im selben Gewand wie der gleichnamige Kriminalroman. Viele aus der Handlung bekannte Szenen und Dinge erkennt man auf dem ansprechenden Cover wieder. Eine gelungene Inspiration zum Inhalt des neuen und spannenden Auftakts einer neuen Reihe. Die Kapitellängen und die Strukturierung finde ich sehr gut gelungen. Da kann man auch gerne mal den Stopp-Knopf drücken, und jederzeit seinen passenden Track wiederfinden.

Zum Schreibstil der Autorin und zum Lesestil der Sprecherin:
Lena Karmann hat sich in das Genre Kriminalroman gewagt und bietet mit ihrem Auftakt zu einer skurilen und humorvollen neuen Krimireihe wunderbaren Stoff zum Ermitteln, Rätseln, Schmunzeln, Verzweifeln, Lachen und zum Hände über den Kopf zusammenschlagen. Herrlich. Sehr viel friesischen Lokalcharakter, Charme und Plattitüden. Autorin Karmann würzt ihre spektakulären Krimis mit viel regionalem Touch und einer ganz besonders sympathischen Portion Humor und Ironie. Die Schriftstellerin hat ein Händchen für sympathische und auch sonderbare Charaktere, unseren Sarah und James gewinnt man schnell lieb und wird sich ihnen beiden und dem Dorf gern an die Seite der Ermittlungen stellen. Viele kleine Details geben Regionalbezug und schaffen Harmonie und eine spannende Welt zwischen bestialischen Taten und wunderschöner Idylle. Karmann besitzt für ihre Krimis bemerkenswerte Ideen für eine hochspannende und verworrene Handlung, die den Leser und Hörer mitreißen wird. Mit ihrer humorigen und spannungsintensiven Art und ihrem facettenreichen Wortschatz bietet sie den Lesern ihrer Krimis ein breites Spektrum an Platz für eigene Mutmaßungen, Spekulationen und Tiefe in der Handlung und die Fortsetzungen hoffen. Ihre weitreichenden Ideen, die Gabe Bilder zu erschaffen und in eine Welt zu entführen, die man sich hätte niemals zuvor vorstellen können, ist nur eines der großen Talente, die Lena Karmann als Krimiautorin auszeichnen. Super Umsetzung. Man ermittelt, leidet, hofft, kämpft und ängstigt mit dem sonderbaren Ermittlerteam und taucht tief in diesen unmenschlichen Fall ein. Die Dinge entwickeln sich mit einem Automatismus, und bieten großes Kopfkino.

So ein Küstenkrimi braucht eine Stimme mit einprägsamen Charakter. Elena Wilms blüht in den Rollen der Protagonisten richtig auf. Ihre facettenreiche und nuancierte Stimme gibt den Charakteren ein Gesicht. Sprecherin Elena Wilms hat mich mit ihrer guten Hörbuchumsetzung und ihrer angenehm abwechslungsreichen Lesung als Hörerin gewonnen. Sie hat eine Gabe, all die beklemmenden aber auch skurrilen und humorvollen Szenen, die plötzlichen und unerwarteten Ereignisse, sämtliche Emotionen und das Ostfriesische Flair und die Beklemmung der Ermittlungen und dessen Ausmaße zu Gehör zu bringen. Auch wenn es um Tod und einem Mordfall geht, Elena Wilms verleiht der Handlung Leben. Frau Wilms bietet in diesem Hörbuch, in dieser ungekürzten Lesung, all dass, was die Autorin Lena Karmann in ihrem Taschenbuch-Krimi übermitteln und darbieten zu vermag, durch ihren passenden Erzählstil . Sie wirkt nicht aufgesetzt oder gekünstelt, daher macht es Freude ihrer Lesung zu folgen.

Die Sprecherin (Text von der Verlagshomepage übernommen):
"Elena Wilms wurde 1970 in Münster geboren und erhielt ihre Schauspielausbildung am Bühnenstudio der Darstellenden Künste in Hamburg. Es folgten Theater- und Musicalengagements, u.a. am St. Pauli-Theater, den Hamburger Kammerspiele sowie in Bad Hersfeld.
Seit 1999 ist Elena Wilms als Sprecherin tätig, vor allem in den Bereichen Hörbuch, Synchron und Werbung. Zu den zahlreichen Hörspielen, an denen sie mitgewirkt hat, gehören u. a. "Die drei ???", "Die Alster-Detektive" oder auch "Das Kind" von Sebastian Fitzek. Für die Serie "Peter Lundt – Blinder Detektiv" übernahm sie sowohl in den Hörspielen als auch bei diversen Live-Auftritten die Rolle der Anna Schmidt.
Als Off-Sprecherin ist Elena Wilms in TV-Dokumentationen für arte, ZDF, NDR und Discovery Channel zu hören sowie als Trailer-Stimme des NDR-Fernsehen. Seit 2005 ist sie zudem als Dialogbuchautorin und Dialogregisseurin tätig, z. B. für die Comedy-Serie "Arrested Development" oder "Die Schule der kleinen Vampire" (KiKa/rbb)."

Fazit:
Eine lohnende Krimi-Lesung, die alle Erwartungen erfüllt. Für mich ist Elena Wilms die perfekte Stimme für Lena Karmanns speziellem Humor und diesem gelungenen Auftakt zur Dran-bleiber Kriminalhandlung. Einfach gut gelungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein stetiges Spannungsniveau, was jedoch nach mehr Ordnung und Struktur verlangt.

Der sanfte Mörder
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Mit diesem als Psychothriller beschriebenen Roman erschafft die britische Autorin Sophie Hannah ein Buch, welches durch die Hintergrundthematik wirklich sehr intensiv erscheint. In „Der sanfte Mörder“ ...

Mit diesem als Psychothriller beschriebenen Roman erschafft die britische Autorin Sophie Hannah ein Buch, welches durch die Hintergrundthematik wirklich sehr intensiv erscheint. In „Der sanfte Mörder“ taucht die Autorin in eine ganz verfahrene Konstellation aus Vergangenheit, Geheimnis, Verrat, Neid, Liebe, Abgrund und Rache ein und eröffnet den Lesern bittere Psychogramme zweier Liebenden und Leidenden und betreibt verblüffende Charakterstudien, die den Leser Rätsel bis fast zur letzten gelesenen Seite aufgeben. Da es sich hier um eine Reihe handelt, empfiehlt es sich auch die vorherigen Teile gelesen zu haben!
Erschienen im Bastei Lübbe Verlag


Inhalt / Beschreibung:
„Als Gaby am Flughafen eine junge Frau kennenlernt, erzählt diese ihr eine merkwürdige Geschichte. Ein Mann hat den Mord an seiner Frau gestanden, ohne jedoch das geringste Motiv anzugeben. Das Ungeheuerliche daran ist: Gaby kennt diesen Mann. Es ist Tim Breary, ihre einstige große Liebe – und der friedlichste Mensch, dem Gaby je begegnet ist. Trotz des Geständnisses glaubt sie an Tims Unschuld und begibt sich auf die Spur eines ebenso rätselhaften wie perfiden Verbrechens …“

Handlung:
Auf drei Erzählebenen, mit drei Handlungssträngen, nimmt uns die britische Autorin Sophie Hannah mit in ein perfides Beziehungsgeflecht, was ein unglaubliches Ausmaß an Rache, Angst, Vertuschung, Geheimnis, Schweigen und Verrat nach sich zieht. Als die junge und taffe Unternehmerin Gaby am Check-In des Flughafens für ihren Rückflug von Deutschland nach England wartet Gaby ist auf dem Rückweg von Deutschland nach England und wartet, fügt sich das Schicksal und Gaby trifft eine aufgebrachte und verständnislose Frau am Schalter. Denn der Flug, mit denen beide Frauen fliegen wollten, wird wegen eines Unwetters umgeleitet. Für Gaby kein Problem, für die andere Frau anscheinend schon. Die rastlose Frau und Gaby kommen ins Gespräch. In ihrer Rage verrät Lauren nicht nur ihren Namen, sondern auch, dass sie gerade einen Mann für den Mord an einer Frau hinter Gittern bringen will. Und dieser Mann scheint niemand anderes zu sein, als Gabys große (Jugend-) Liebe Tim Breary. Doch wie viel Wahrheit steckt in Laurens Worten? Kann man dieser Frau überhaupt trauen? Warum verschließt sie sich plötzlich so, nachdem sie es ausgesprochen hat? Sprach Lauren wirklich von ihrem Tim? Die Ehe, die sie nie mit ihm führen konnte, da er bereits eine Frau hatte? Ist Tim ein Mörder? Ist er der sanfte Mörder?…


Schreibstil:
Die Autorin Sophie Hannah nutzt ein interessantes und ansprechendes Stilmittel, um ihrem Psychothriller Tempo und Abwechslung zu verleihen. Aus drei unterschiedlichen Erzählperspektiven wird dieser Thriller geschildert und in drei Handlungsstränge gegliedert, die im späteren Verlauf gekonnt aufeinander zulaufen. Der Fall beginnt gleich sehr verheißungsvoll mit Auszügen aus polizeilichen Ermittlungsprotokollen und gefundenen Schriftstücken und Briefwechsel aus der Asservatenkammer der Behörde. Ein gelungener Appetizer für den weiteren Plot. Sophie Hannah erzählt aus der Ich-Perspektive, indem sie Gabys Sicht und Lage aus ihren Augen schildert und sich mit den Gedanken, Gesprächen und Sinneseindrücken der Hauptprotagonistin Gaby vereint. Die polizeilichen Ermittlungen werden im Präteritum behandelt und zeigen so das Wirken und Agieren des Ermittlerteams aus Simon Waterhouse und Charlie Zeiler in der Vergangenheit aus dritter Sicht beschrieben. Immer wieder dürfen wir Leser zudem in spannende Schriftstücke, Beweise, Aufzeichnungen und Protokolle eintauchen, die die weitere Basis für den verlauf bieten. Die Autorin hat eine wahnsinnig verworrene Story erschaffen, die sehr viele Ansätze, Ermittlungsansätze und Unfassbares bietet. Für einen Psychothriller ist diese Story absolut geeignet. Bei der Umsetzung gibt es jedoch einige Schwächen, auf die ich später nochmals eingehen möchte. Das Buch ist atmosphärisch sehr dicht geschrieben, schon dadurch bedingt, dass es drei Zeitverläufe zu schildern gilt. Irgendwie ist dieses Buch alles von allem, leider aber auch sehr unsortiert, chaotisch und unreif. Erst sehr spät in Hinsicht mit einer klaren Richtung wohin uns diese Story leiten wird. Meines Erachtens nach ist die Geschichte vor allem eines: Potentialgeladen und thematisch interessant, aber überstürzt und unüberlegt in der Umsetzung und im Kern des Geschehens. Leider werden Neueinsteiger, wozu ich mich auch zählen muss, Schwierigkeiten haben, die Dinge aus der Vergangenheit vorangegangener Ermittlungen zu verstehen. Spielten diese in den vorherigen Thrillern von Autorin S. Hannah mit ihren Polizisten Simon und Charlie bereits eine relevante Rolle? Ich weiß es nicht, ich kann es nur vermuten, aber leider nicht greifen.

Mit der Autorin Sophie Hannah und ihrem neuen Thriller „Der sanfte Mörder“ erlebt man schriftstellerische Ideen, die unerschöpflich wirken. Diese, so erscheint es mir, möchte sie am liebsten alle auf einmal in einem Buch umsetzen. Die Standpunkte der Protagonisten Gaby, Tim, Francine, Lauren und dem Team der Ermittlungen und der Prozesse und dessen Standpunkte bringen enormes Potential und erschreckende Psychogramme zu Tage. Hier leidet man als Leser anfangs unweigerlich mit und möchte vor allem beider Leben gerne ändern. Und dann ist da noch immer der besondere (Mord-) Fall , der nach und nach aus den Beweisen der Asservaten hervorgeht. Sehr mysteriös und verheißungsvoll. Sophie Hannah besitzt eine ganz einzigartige Note, an die man sich gern gewöhnen kann. S. Hannah zeigt ihren Lesern ein verschlossenes Bild gesellschaftlicher und psychischer Gedanken und die Auswirkungen des impulsiven und auch planerischen und kalkulierten Handelns und Tuns. Richtig rund bringt sie diese Konstellationen dennoch nicht zum Abschluss. Ihre Dialoge heizen sehr ein und feuern die Handlung richtig an, aber es fehlt etwas Greifbares und Bleibendes. Meinen Geschmack traf die Autorin mit ihrer erst sehr späten Offenbarung und ihren erst zum Schluss gebotenen Antworten nicht. Die zuvor schier unendlichen Mutmaßungen und Fragestellungen die sich beim Lesen ergeben und zu nichts führen haben mich nach etlichen Wiederholungen dann sehr gestört.

Charaktere:
Die Hauptprotagonisten in diesem Spannungsroman / Psychodrama sind natürlich Gaby und Tim, sowie die beiden Ermittler Charlie und Simon und ihre eigenen familiären Konstellationen und Beziehungen. Darüber hinaus werden auch Lauren und vor allem Francine Beary für den Thriller sehr wichtig. Aber auch andere wichtige Rollen und Nebenrollen werden den Leser beschäftigen. Die besonderen Figuren und mitwirkenden Charaktere bieten enormes Potential für diese ganzen Zusammenhänge und Abgründe. Die Autorin Hannah hat hier wirklich eindringliche Psychogramme erschaffen, hier wird jeder Leser zum Hobbypsychologe und wird sich fragen: Warum? Trotz aller Facette fehlte mir immer das gewisse Etwas. Die Charaktere besitzen Ecken und Kanten, aber leider wenig Tiefe. Leider jedoch konnten mich diese Konstellationen somit nicht vollständig mitreißen, vielleicht weil ich vielem auch nicht folgen konnte. Ich vermute, dass es sich hier um Informationen handelt, die Lesern der anderen Thriller mit Simon und Charlie bekannt sein dürften, die den Neueinsteigern jedoch verwehrt werden. Schade, hier hätte es eine stimmigere Mischung aus alt und neu geben dürfen. Ich empfand vieles für mich sehr lückenhaft und brüchig. Diese interessanten Charaktere blieben mir trotz intensiver Skizzierung fern und ich hatte keine Freude an dem stetigen Wechsel, neuen Erkenntnissen und den vielen Zufällen.

Schauplätze:
Die einzelnen Schauplätze finde ich sehr gut gelungen. Spannende Szenen und beklemmende Kulissen. Der Airport, der Check In, die Behörde, der familiäre Kreis, das betreffende Haus, die Familie, der Vorgarten, das Gefängnis, Wald, das Wetter, die Gerüche und Stimmungen… Die Autorin legt sehr viel Wert auf Details und Ausschmückungen. Das verhilft zu einem wahren Kopfkino und der Leser gewinnt den Eindruck wahrhafte Bilder beim Lesen zu erblicken. Das ist hier ausgesprochen gut gelungen. Jedes noch so unwichtige Detail wird am Rande aufgeführt und fügt sich beim Lesen ein. der Frost, die Jagd... etc. Hier punktet dieser Thriller richtig gut. Im Fokus stehen hier das Leben und die kreisenden Gedanken von Gaby über ihre Beziehung zu Tim. Hier dreht sich alles um die Anklage, um den Mord, für den er bezichtigt wird, um Lauren mit ihrer Aussage am Flughafen, um die Briefe an Francis. Und Simon und Charlie, die ebenfalls ein besonderes Leben führen und weitere Fragen aufkommen lassen. Auch der Leser begibt sich, dank der detaillierten und sehr nah differenzierten Formulierungen der Autorin Sophie Hannah zusammen in das Leben der Hauptprotagonisten und an die Kulissen. Hier werden die typischen und klischeehaften Kulissen einer Ehe, einer Angststörung, einer Familiengeschichte und Verstrickung gezeigt. Von humorig, sarkastisch, ironisch, faszinierend, bis hasserfüllt, mörderisch und perfide. Sophie Hannah hat ein Händchen für bildhafte Darstellung. Der Autorin gelingt es in seinem Psycho-Beziehungs-Roman gekonnt Nebenschauplätze aus Damals und Heute einzuweben und England in Atem zu halten.


Meinung:
Entweder-oder, Für oder wider, schwarz oder weiß… so wird es den meisten Lesern auch mit den Empfindungen und Meinungen zum Thriller ergehen. Thriller? Oder Roman? Psychodrama oder Psychothriller? Steter Tropfen höhlt den Stein, stete Pein tötet die Frau…
Die britische Autorin S. Hannah hat für ihren neuen Thriller eine intensive und potentialgeladene Thematik gewählt, keine Frage. Dieses Buch ist thematisch ein beklemmendes Werk. Perfide Gedanken, abartige Handlungen, viel Düsternis, viele Fragen, ein Verwirrspiel, eine sonderbare Konstellation an Verstrickungen und häppchenweise gibt es immer neue Erkenntnisse. Ein Mord? Oder ein Unfall? Schuld oder Unschuld? Was lag in der Vergangenheit? Welches Geheimnis soll gewahrt werden? Und woher kommen all die Anschuldigungen? Was besagen die Briefe wirklich? Wir treffen hier im Thriller auf viele Handlungsstränge und Begebenheiten. Jeder ist für sich enorm spannend. Jedoch geschieht der Wechsel einfach zu schnell, zu rasant und unüberlegt. Es wirkt stellenweise, als wolle die Autorin jeden Geistesblitz und jede Buchidee in einem einzigen Werk verwirklichen. Zudem stört mich der Faktor, dass es bereits vorherige Fälle mit dem Ermittlerteam gab, die hier leider nicht wieder aufgegriffen werden, obwohl es den Anschein weckt, dass wichtige und persönliche Details verloren gehen. Simon und Charlie konnte ich erst sehr schwer einordnen und in Verbindung mit dem Fall bringen. Für mich waren sie lange Gesichtslos, bis sie für den Plot doch sehr wichtig wurden und ich erkannte, dass sie das leitende Team sind. Das wirkt passagenweise überladen, unausgereift und unsortiert. Die Zusammenhänge passen für mich leider nicht, auch wenn viel Potential vorhanden ist. Gänsehaut und Nervenkitzel konnte ich daher nur wenig bis gar nicht entwickeln. Sehr schade. Auf den letzten knapp 60 Seiten zieht die Spannung dann wieder an und es werden Antworten geliefert und ein Bild aus Hintergründen und Motivationen entsteht, welches im ersten Moment für Schock und Verblüffung sorgt. Man möchte einfach wissen, was damals geschehen ist. An dem Buch hatte ich aufgrund der interessanten Leseprobe und des Klapptextes sehr hohe Erwartungen. Umso mehr wurde ich enttäuscht und habe hier leider nicht die Umsetzung im Buch erlebt, die ich mir erhofft hätte. Zudem hatte ich häufig Schwierigkeiten aus dem Text heraus zu erkennen, wer welche Gedanken denkt und wer gerade welche Dialoge führt. Das liegt aber wohl auch an den unterschiedlichen Schriftarten und Aufteilungen. Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen, wenn man scheinbar die anderen Fälle des Teams kennt. Ich wusste leider beim Erwerb nicht, dass es sich hier tatsächlich um eine Thrillerreihe handelt. Schade. Ein idealer Thriller für Leser, die sich zudem nicht an späteren Antworten und Hintergründen zum WARUM stören und mit weniger Erwartungen an das Buch herangehen, wie ich es getan habe. Zudem muss man dem erscheinenden Durcheinander und schnellen Wechsel zugetan sein. Ich war es leider hier nicht.

Cover / Buch:
Das Cover ist für dieses Buch äußerst gelungen. Eine blutrote Feder auf schneeweißen Grund. Dunkle Schattierungen und klare Strukturen. Das zieht meine Blicke auf jeden Fall an. Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang. Nach dem lesen sieht das Buch noch aus wie nagelneu und weißt keine Leserille oder andere Nutzungserscheinungen auf.

Die Autorin:
„Sophie Hannah ist eine junge britische Autorin, die für ihre Werke bereits zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Still, Still, ihr erster Psychothriller, galt in England als einer der besten Romane des Jahres und ist ebenso wie Schattenmesser, Nimmermehr und Totes Herz in über 20 Ländern erschienen. Sophie Hannahs Bücher werden derzeit mit großem Erfolg für das britische Fernsehen verfilmt.
Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und zwei Kindern in Cambridge.“

Fazit:
Leider war es für mich kein Psychothriller, wie ich ihn mir aufgrund des spannenden Klapptextes erhofft habe. Für meine Wünsche erschließt sich für mich der Kern des Thrills für meinen Geschmack zu spät und der Weg zu den Antworten war mir zu lang und zu ausweglos. Das Ende ist super, aber ein spannendes Ende konzipiert noch keinen rundum fesselnden Thriller. Empfehlenswert mag es sein, die anderen Thriller aus der Reihe zuvor zu lesen um Lücken zu schließen. 3 Sterne für das richtig gute Potential mit der verbesserungswürdigen Umsetzung und Ausarbeitung!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein Fitzek mit Nachhall! Spannend bis zum Schluss, die Nachwirkungen halten weitaus länger an!

Noah
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Autor Sebastian Fitzek begibt sich mit seinem neuen Werk in die erschreckende Thematik der Überbevölkerung der Welt. Dieser Thriller trägt starke Züge eines Psychothrillers und Autor Fitzek übertrifft ...

Autor Sebastian Fitzek begibt sich mit seinem neuen Werk in die erschreckende Thematik der Überbevölkerung der Welt. Dieser Thriller trägt starke Züge eines Psychothrillers und Autor Fitzek übertrifft sich mir diesem Buch wieder einmal selbst. Sebastian Fitzek gehört zu meinen Lieblingsautoren und natürlich musste ich sein neues Werk direkt lesen, ich wusste nicht direkt was mich erwartet, ich wollte mich überraschen lassen. Nach dem Lesen kann ich sagen: ich bin begeistert und erschüttert zugleich. Ein Thriller, der nachwirkt.

Inhalt:
"Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat."



Schreibstil:
Der Schreibstil des Autors in diesem Werk ist ein völlig neuer, gepaart mit Nuancen seines bekannten Stils. In diesem Buch behandelt er eine ganz neue Thematik, er provoziert, erregt, erschüttert, gibt aber dennoch den alten Fitzek nicht ganz auf. Eine sehr gelungene neue Art, dennoch bleibt er sich treu und die Leser bekommen das, was sie suchen: einen erstklassigen Thriller á la Fitzek. Der Autor besitzt eine ganz besondere Note. Ihm ist es gelungen, durch was auch immer er es schafft, den Leser in seine Welt zu versetzen, sie an die Schauplätze zu bringen, sich mit den Charakteren zu identifizieren und zu schockieren. Der Leser hat bis zum Schluss das Gefühl, unter ständiger Spannung und Anspannung zu stehen, dieses Spitzt sich bis zum Ende zu. Allein hierfür würde ich gerne 5 Sterne vergeben!



Charaktere:
weitere 5 Sterne vergebe ich für die raffinierte Auswahl der Hauptprotagonisten, die vielen Vieze-Hauptprotagonisten und die schmückenden Nebendarsteller.In diesem Buch gibt es eine Menge Sympathieträger. Manche davon nehmen im Verlauf der Handlung eine ganz andere Seite ein, diese gekonnten und raffinierten Wendungen zeugen von großem Talent und Geschick des Autors. Hier ist "Schubladendenken" sicherlich nicht angebracht, denn hier erlebt der Leser einige Überraschungen. Sebastian Fitzek besticht hier mit sehr detailliert beschriebenen Charakteren, auch jene Nebendarsteller werden mit einer ganz besonderen Macke oder Eigenschaft in dem Geschehen platziert. Die Darstellung der handelnden Personen ist authentisch und personifiziert geschildert. So bekommt der Leser die Möglichkeit Handlungen zu verstehen und sich zu identifizieren und vor allem: die Thematik tief in das Bewusstsein zu holen!!!

Schauplätze:
Auch hier weiß es der Autor zu glänzen. Erstmalig entführt Fitzek seine Leserschaft an unterschiedlichste Schauplätze. Allein dafür nochmals 5 Sterne! Die einzelnen Schauplätze sind so vielzählig wie die Charaktere in dem Buch. Bizarre Orte, tiefe Abgründe, neue Welten, entsetzliche Kulissen, aber auch die gute biedere Gemütlichkeit und Geborgenheit einer heilen Familie kommen nicht zu kurz. Die Autor bietet dem Leser einen Blick in die Welt von geschundenen Seelen und kranken Psychen. Diese schildert er authentisch, ohne zu übertreiben und geschmacklos zu wirken. Gewürzt werden die Handlungsorte mit einer Brise Schock und bitterer Wahrheit, aber auch mit den alltäglichen Normalitäten wie sie die Welt "noch" zu bieten hat.


Meinung:
Dieser Roman verdient es hoch gelobt zu werden!!!! Und ich frage mich: ist das der Ernst? Und ich muss gestehen: Ja!Gerade wenn dann noch der Buchinhalt nachwirkt, dann hat der Autor mehr erreicht als einfach nur ein gutes Buch abzuliefern. Fitzeks "Noah" macht nachdenklich und wirkt lange nach. Ich bin der Meinung, dass wir das "platte Draufstoßen auf unsere essentiellen, globalen Probleme" benötigen, da wir von Natur aus ignorant sind und vor diesen Themen die Augen verschließen! Fitzek hat eine Botschaft und vielleicht bewirkt diese mehr als die Mahnungen von Wissenschaftlern aller Welt oder weltfremde Politikermahnungen!!!!!!!!

Ich jedenfalls habe das Buch binnen 7 Stunden gelesen und eine gefühlte Ewigkeit nachsinniert. Fasziniert bin ich davon, wie es dem Autor immer wieder gelingt, die unzähligen und einzelnen Handlungsstränge des perfekt recherchierten Inhalts zu einem einzigen dicken Ende zu verweben. Großes Talent, grandioses Werk.

Dieser (Psych Thriller bedient alle Emotionen. Er wandert nicht nur auf der Schiene von Abscheu, Ekel und Klassengesellschaft, nein dieser Thriller ist trotz der schockierenden Momente ästhetisch, hat Stil und beweist Talent. Er serviert die Wahrheit knallhart und regt zum Nachdenken an.

Der Umstand, dass der Leser unfreiwillig die Augen öffnet und die Botschaft erkennt, ist mir weitere 5 Sterne wert. So manipulativ wurde ich noch nie durch eine Ermittlung bewegt. Das Buch zog mich von Beginn an in das Geschehen und ich konnte das Buch ungern aus der Hand legen. Faszination, Empörung, Leid und Neugier packen den Leser und fesseln ihn an die Ereignisse. Das Buch schwächelt in keinem einzigen Moment und ich als Leserin war immer gespannt darauf, was mich als nächstes erwartet und verblüffen wird.

Cover / Buch:
Das Cover, so besonders wie das ganze Buch. Sehr speziell, einfach anders, aber gekonnt abgestimmt. Das Schriftbild ermöglicht ein einfaches Lesen, auch bei Dämmerung, das Buch liegt gut in der Hand und wirkt absolut edel. Volle Punktzahl.
Das Cover ist die letzte Rundung zum rundum gelungenen Buch.

Fazit:
Da mir der Thriller durchweg mehr als sehr gut gefallen hat und ich das Buch guten Gewissens weiter empfehlen kann, sogar muss, kann ich gar nicht anders, als einen Lesezwang auszusprechen!
Es ist ein ganz anderes Werk, als die früheren Bücher, mit einer nicht gerade leicht verdaulichen Thematik, aber sehr intensiv, gut recherchiert,interessant, aktuell und spannend zugleich.
Wäre es möglich, würde dieses Buch mehr als 5 Sterne bekommen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Unter der Sonne Siziliens lauert das Verbrechen. Aber diese Rechnung wurde nicht mit Poldi gemacht..

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen
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Der Autor Mario Giordano setzt in seinem Kriminalroman "Tante Poldi und die sizilianischen Löwen" nicht nur auf einen skurrilen Titel, nein, der Autor verspricht neben Spannung, Ermittlung, Mafia und Sonne ...

Der Autor Mario Giordano setzt in seinem Kriminalroman "Tante Poldi und die sizilianischen Löwen" nicht nur auf einen skurrilen Titel, nein, der Autor verspricht neben Spannung, Ermittlung, Mafia und Sonne auch eine horende Portion Humor, Sarkasmus und Temperament. Er präsentiert hier seinen ersten Fall für die rüstig resolute Poldi, die ihren Lebensabend in Sizilien verbringen will. Von Lebensabend kann bei dieser Familie jedoch nicht die Rede sein... Ein unheimlich familiär-mafiöser Krimi, der eigendlich keiner ist. Krimi schon, familiär-mafiös nur im übertragenden Sinne...Der Leser darf sich auf turbulente Ermittlungen, kuriose Begebenheiten und sonderbare Erkenntnisse freuen.
Erschienen im Lübbe Verlag (https://www.luebbe.de/)

Zum Inhalt:
"Meerblick. Sonne. Ruhe. Mehr will Poldi nicht, als sie kurz nach ihrem sechzigsten Geburtstag von München nach Sizilien zieht. Dabei hat sie aber nicht mit der Familie ihres verstorbenen Exmannes gerechnet. Denn die, Sizilianer durch und durch, wollen Poldi natürlich das Dolce Vita nahebringen. Das war's dann mit der Ruhe. Als wäre es damit nicht genug: Eines Tages verschwindet Valentino, der Poldi in Haus und Garten ausgeholfen hat, spurlos. Ist er etwa in die Fänge der Mafia geraten? Poldi macht sich auf die Suche – und kreuzt dabei schon bald den Weg des attraktiven Commissario Montana ... "

Schreibstil:
Der klassische Krimi in einem neuen Gewand! Der Autor bedient sich einer ganz anderen Art des Krimis, denn der Leser wird willenlos in Vorurteile und Klischees gehüllt und zunächst gekonnt an der Nase herum geführt. Irrungen, Wirrungen und Überraschungen. Autor Mario Giordano lässt den Leser zuschauen und platziert ihn mitten in die temperamentvolle Sonne Siziliens und somit schon bald mitten in skurril-spannende Ermittlungen und setzt den Leser der unglaublichen Suche nach dem vermissten Valentino hilflos aus. Autor Giordano bringt dem Leser die Schauplätze und Regionen nahe, denn er schreibt teils in einer passenden Mundart und Ausdrucksweise. Bayern und Sizilien werden absolut nah und zeigen sich gegensätlicher denn je. Mario Giordano setzt die Handlungsstränge gekonnt fort und führt sie zum Ende hin raffiniert zusammen. Er besitzt Charme, Esprit und würzt seine Handlung mit Witz, Ironie und Atmosphäre. Wir erfreuen uns an Insidern und bestimmten Sitten. Autor Mario Giordano wartet mit einem Krimi auf, der gut unterhält und für Lesevergnügen und Spannung sorgt. Das Buch liest sich flüssig und bietet sommerliche Kurzweil. Er schreibt flott, modern und trifft den Nerv der Zeit.

Charaktere:
Die Auswahl der Charaktere ist dem Autor bemerkenswert gelungen, denn hier treffen wir viele Persönlichkeiten und gerade das Umfeld der einzigartigen Tante Poldi wird wunderbar dargelegt. Ein buntes und sonderbares Team rund um die Ermittlungen entsteht und wartet mit kuriosen Eigenschaften auf. Besonders angetan hat es mir naturlich die Hauptfigur der 60jährigen Tante Poldi, aber auch Commissaro Mantana schleicht sich nicht nur ins Herz von Poldi, sondern auch in das der Leser. Die Suche nach dem fleißigen Valentino wird auf eine besondere Probe gestellt.
Tante Poldi: eine rüstige nun 60jährige Münchnerin. Sie hat sich jedoch dem Alkohol zugesprochen, ein Problem, siie trinkt einfach zu gern. Im Leben hat sie schon Einiges erlebt und durchgemacht, nach ihrem sechszigsten Geburtstag beschließt sie nach Sizilien zu gehen, um dort ihren Lebensabend auf der Zielgeraden zu genießen. Lange kann es ja nicht mehr dauern, bis sie sich totgesoffen hat, und wenn sie schon auf den Gevatter Tot wartet, warum nicht am Meer und unter der Sonne Siziliens? Doch von Ruhe kann keine Rede sein, denn die familiären Tanten und Neffen kümmern sich rührend um ihre Tante Poldi und gönnen ihr kaum eine Auszeit. La Familia. Aber dann verschwindet auf einmal Valentino, und Poldi macht es sich zur Pflicht ihren Helfer und Trinkfreund zu finden und sein Verschwinden aufzuklären. Und dann entdeckt sie noch ihr besonderes Faible für Polizisten und besonders für den ermittelnden Commissario Montana.
Gekonnt fügt der Autor Haupt- und Nebenrollen zusammen, er streut Informationen aus dem Privatleben der Charaktere aus und bietet einen Blick hinter die Kulissen der Intalienischen Behörden und Methoden. Aber auch die vielen Nebenrollen bieten dem Leser viele unterhaltsame Momente und allem voran natürlich die bestätigten Klischees. Hier treffen wir auf sympathische und unsympathische Figuren und dürfen so manchen Überraschungsmoment erleben. Mario Giordano beweist großes Geschick, denn er bringt die vielen Rollen und Nebenrollen in Einklang und lässt den Leser somit mitfühlen und ganz wichtig: Er lässt den Leser an den Ermittlungen teil haben!

Cover:
Das Cover hat mich leider so gar nicht angesprochen, aber nicht immer verbirgt sich hinter einem nichtsagendem Cover auch eine ungute Geschichte. Denn hier bietet das Buch einen absolut grandiosen Inhalt, während mich das Cover nun gar nicht reizt. Der Klapptext hat meine Neugierde geweckt, und abschließend muss ich jedoch sagen, dass das Cover dennoch sehr stimmig zum Geschehen wirkt, da man einige Passagen wiedererkennt. Ich wurde nicht enttäuscht und jetzt bin ich richtig froh, ich hätte wirklich etwas verpasst, wenn ich die Poldi nicht kennenlernen hätte können. Ich hatte super gute Unterhaltung mit ihr. Ich konnte teilweise wirklich Tränen lachen.

Meinung:
Das Treiben um die sizilianische Familie, die Mafia, die Ermittlungen, Commissaro Montana, Das Verschwinden Valentinos und Tante Poldis schwarzem Humor fand ich sehr interessant und spannend dargestellt. Auch dieses besondere Team mit allen Klischees und Vorurteilen zu nutzen hat mir gut gefallen. Schließlich bringt es viel Potential für eine Kriminalhandlung! Auch die regionalen und südlichen Schauplätze sind gekonnt gewählt und machen das Geschehen lebendig und real. Die Kapiteleinteilung gefällt mir sehr gut und lässt das Buch sehr locker wirken. Leider hat das Buch für mich jedoch eine Schwäche im Spannungsbogen, dieser beginnt recht spät zu steigen, ist er jedoch ganz oben, gibt es kein Halten mehr und die Ereignisse überschlagen sich fast. Aber dennoch bezaubert mich der Spannungswert des Buches. Gerade die Charaktere und die Schauplätze trumpfen hier enorm auf. Das Ende ist an sich abgeschlossen, lässt aber noch genügend Potential für einen weiteren Fall im Team um Tante Poldi. Man darf sich freuen, vielleicht Poldi und Co nochmal zu erleben. Ein tolles Buch mit viel Persönlichkeit, Herzblut des Autors und vielen Entdeckungen in einem besonderen Fall.

Der Autor:
"Mario Giordano, geboren 1963 in München, studierte Psychologie in Düsseldorf, schreibt Romane, Jugendbücher und Drehbücher (u.a. Tatort, Schimanski, Polizeiruf 110, Das Experiment). Er lebt in Köln."

Fazit:
Dieser Krimi ist humorvoll, lustig und dennoch genügend spannend um ihn Krimi zu nennen. Tante Poldi und Co haben mich unterhalten und amüsiert. Es gibt von mir eine klare 4 Sterne Leseempfehlung.