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Florian2107

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2019

Ein fremdes Auto und ein großes Rätsel

Einer wird sterben
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Mich hat dieses Buch sofort neugierig gemacht. Die Tatsache, dass die Autorin Melanie Raabe dieses Buch empfohlen hat, war auch gute Werbung.

Die Hauptperson ist Stella, dessen Mann die ganze Zeit beruflich ...

Mich hat dieses Buch sofort neugierig gemacht. Die Tatsache, dass die Autorin Melanie Raabe dieses Buch empfohlen hat, war auch gute Werbung.

Die Hauptperson ist Stella, dessen Mann die ganze Zeit beruflich unterwegs ist. Sie ist nach einem schweren Autounfall mit ihrem Mann ziemlich entstellt. Über den Unfall wird in Rückblenden berichtet. Ebenso belastend für sie ist aber die Tatsache, dass in der Siedlung tagelang ein fremdes Auto mit zwei fremden Personen steht und einfach nicht wegfährt.
Die Geschichte spielt in der Blumenstraße, einer Siedlung mit mehreren zwielichtigen Nachbarn, die wohl alle etwas zu verbergen haben. Stella, die sich die ganze Zeit nicht wohl in ihrer Haut fühlt, versucht die Nachbarn auszufragen, ob die irgendetwas wissen.
Man weiß nicht so recht, ob die Informationen über die Nachbarn eher nebensächlich sind, oder direkt etwas mit der eigentlichen Story und der Auflösung der rätselhaften Zustände zu tun haben.

Insgesamt ist die Geschichte sehr spannend. Ich war brennend an der Auflösung dieses Rätsels interessiert. Und das Ende ist dann auch wirklich extrem überraschend. Daher kann ich dieses Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 26.10.2019

Ein Krimi aus der Heimat

Hammeltanz
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Dieser Krimi spielt in Onolzheim, ein Dorf in der Nähe von Crailsheim. Ich wohnte früher in der Nähe. Auch weil ich oft an diesem Dorf vorbeifahre, hat dieses Buch sofort mein Interesse geweckt.
Mehrere ...

Dieser Krimi spielt in Onolzheim, ein Dorf in der Nähe von Crailsheim. Ich wohnte früher in der Nähe. Auch weil ich oft an diesem Dorf vorbeifahre, hat dieses Buch sofort mein Interesse geweckt.
Mehrere Kneipen, Läden, die Turnhalle und sonstige Plätze in dieser Geschichte sind von mir persönlich bekannt. Von daher konnte ich mir beim Lesen vieles noch besser vorstellen.

Der Kriminalfall an sich ist wirklich sehr spannend. Es gibt mehrere Verdächtige, die einen Grund haben würden den Büttel zu ermorden. Ebenfalls interessant sind die vielen Hintergrundinformationen über den Ablauf und die Traditionen über den Hammeltanz.
Das Ermittler-Duo Lisa Luft und Heiko Wüst wirkt sympathisch. Man erfährt auch private Dinge über die beiden, die auch privat ein Paar sind. Auch in weiteren Hohenlohe-Krimis der Autorin spielen die beiden Ermittler eine Rolle.

Insgesamt kann ich dieses Buch empfehlen, selbst wenn man nicht aus dieser Gegend kommt. Spannend ist dieses Buch allemal.

Veröffentlicht am 20.10.2019

Die Apothekerin ermittelt

Schwarzer Nachtschatten
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Dieses Buch über eine Arzneimittel-Expertin, die unter Mordverdacht gerät und selbst aktiv wird, um ihre Unschuld zu beweisen, hat mich sofort neugierig gemacht.

Durchaus interessant fand ich in diesem ...

Dieses Buch über eine Arzneimittel-Expertin, die unter Mordverdacht gerät und selbst aktiv wird, um ihre Unschuld zu beweisen, hat mich sofort neugierig gemacht.

Durchaus interessant fand ich in diesem Roman, dass die Tätersuche hauptsächlich von der in Mordverdacht geratenen Apothekerin Maja Ursinus ausgeht. Als Apothekerin hat sie wichtige Hilfsmittel im Vergleich zur Polizei nicht zur Verfügung. Außerdem sind ihre Aktionen keineswegs ungefährlich. Der ermittelnde Kommissar Markus Brodtbeck lässt die Einmischungen zu, was wohl in Wirklichkeit unzulässig wäre.
Man erfährt viel über Maja Ursinus, ihr Leben und ihre Vergangenheit. Auch das angespannte Verhältnis zu ihrer Familie wird beleuchtet. Ich fand Maja Ursinus auf Anhieb irgendwie sympathisch. Sie war die Geliebte des ersten Mordopfers, des unsympathischen Arzneimittel-Großhändlers Sören Reeb. Kurz vor seinem Tod wurde sie von ihm eiskalt abserviert. Mit dem zweiten Mordopfer, der streitsüchtigen Nachbarin, hat sie sich überhaupt nicht verstanden. Beide Opfer wurden mit einem starken Pflanzengift ermordet, mit dem sich Maja Ursinus gut auskennt.

Ich könnte mir vorstellen über diese Apothekerin in weiteren Romanen mehr zu erfahren. Auch wie es mit der Beziehung zu ihren Eltern weitergeht, die sie gerne als Nachfolgerin ihrer Apotheke sehen würden, fände ich interessant. Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen. Das lag sicher auch an der Hauptperson, von der man relativ viel erfährt. Aber auch der Erzählstil mit verschiedenen Perspektiven hat mich überzeugt.

Veröffentlicht am 20.10.2019

Erschütterndes Geheimnis

Dreck am Stecken
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Der Titel dieses Buches ließ ein dunkles erschütterndes Geheimnis vermuten. Dies wird in dieser Geschichte nach und nach gelüftet.

Vier Geschwister, die alle einen anderen Vater haben, wachsen bei einer ...

Der Titel dieses Buches ließ ein dunkles erschütterndes Geheimnis vermuten. Dies wird in dieser Geschichte nach und nach gelüftet.

Vier Geschwister, die alle einen anderen Vater haben, wachsen bei einer ziemlich labilen Mutter und einem vorbelasteten Großvater unter schwierigen Verhältnissen auf.
Nachdem die Mutter eines Tages Selbstmord begeht, müssen sich die vier Brüder mit dem immer kranker werdenden Großvater im Leben durchkämpfen. Jeder Bruder hat eigene persönliche Probleme, die oftmals mit einem hohen Einfallsreichtum, aber auch mal mit Gewalt gelöst werden.
Trotz einiger Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen ist durchaus ein enger Zusammenhalt unter den vier Brüdern zu erkennen. Im Laufe der Jahre leben sich die Brüder, mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben, immer mehr auseinander, bis nach dem Tod des Großvaters ein ominöses Tagebuch auftaucht. Auch die Beerdigung wirkt überraschend, als man mehreren unbekannten Personen begegnet. Darunter eine seltsame unsympathische Frau, die in Argentinien lebt. Nun wird klar, dass Großvater alles andere als ein normales belangloses Leben führte. Die komische Frau aus Argentinien spielte dabei eine nicht unwesentliche Rolle.
Die Brüder entschließen sich Nachforschungen anzustellen, die keineswegs ungefährlich sind – nicht nur für die Brüder.

Dieses Buch gliedert sich in zwei zeitlichen Ebenen. Die wesentliche Handlung spielt dabei im Jahr 2008, als Großvater verstirbt und daraufhin die Entdeckungen gemacht werden. Es werden aber in regelmäßigen Abständen auch nebensächliche, aber keineswegs uninteressante Auszüge aus dem Alltag der vier Brüder aus früheren Zeiten des Zusammenlebens erwähnt. Dies fand ich durchaus aufschlussreich, weil man sich somit umso mehr in die Personen mit deren Problemen und Schicksalen hineinversetzen konnte. Nebenbei gibt es noch fünf Tagebucheinträge vom Großvater, indem er seine persönliche Situation schildert. Abgesehen von diesen Tagebucheinträgen wird die komplette Geschichte aus Sicht des ältesten Sohnes Johannes in der Ich-Perspektive erzählt.

Ich persönlich fand dieses Buch sehr unterhaltsam und angenehm zu lesen. Ich wurde neugierig über das Schicksal des Großvaters und was danach aus den vier Brüdern geworden ist.