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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2021

Eine ganz besondere Liebesgeschichte

The Story of a Love Song
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Inhalt (Klappentext)

Griffin und Luca waren Brieffreunde, doch nach einem schrecklichen Ereignis bricht Luca den Kontakt ab. Seither meidet sie Menschenmengen und hat sich zurückgezogen. Als sie Jahre ...

Inhalt (Klappentext)

Griffin und Luca waren Brieffreunde, doch nach einem schrecklichen Ereignis bricht Luca den Kontakt ab. Seither meidet sie Menschenmengen und hat sich zurückgezogen. Als sie Jahre später ein Brief von Griffin erreicht, gibt Luca sich einen Ruck, und sie knüpfen da an, wo sie als Teenager aufgehört haben: Sie schreiben sich, vertrauen sich alles an. Aber jetzt will Luca mehr, sie will Griffin endlich auch persönlich kennenlernen und überwindet ihre größte Angst. Luca macht sich auf den Weg nach Kalifornien, um ihn aufzusuchen. Was sie nicht weiß: Griffin ist der Sänger einer der bekanntesten Bands der Welt ...

Meine Meinung

„The Story of a Love Song“ war nicht mein erstes Buch des Autorenduos und da Vi Keeland und Penelope Ward mich zuvor immer mit ihren Geschichten begeistern konnte, habe ich mich umso mehr auf dieses Buch gefreut. Schon die Leseprobe hat mich so neugierig gemacht, dass ich unbedingt weiterlesen wollte!

Die Autorinnen haben einen tollen Schreibstil, der sowohl locker und humorvoll als auch spannend und tiefgründig ist. Dadurch fliegt man nur so durch die Seiten und merkt gar nicht, wie die Zeit dabei vergeht. Bisher habe ich alle Bücher der beiden in sehr kurzer Zeit verschlungen.

Die Charaktere sind mir alle sehr ans Herz gewachsen im Laufe des Buches. Zuerst lernen wir Luca kennen. Seit einem traumatisierenden Ereignis in ihrer Jugend hat sie mit einer Angststörung zu kämpfen, die ihren Alltag massiv einschränkt. Ein normales Leben erscheint ihr unvorstellbar. Nach dem Erlebnis schottete sie sich von ihren Mitmenschen ab und brach auch den Kontakt zu ihrem Brieffreund Griffin ab, der einst ihr engster Vertrauter war. Jahre später erhält sie dann unerwartet wieder einen Brief von diesem, doch seine Worte scheinen nichts mehr mit dem Jungen von damals gemeinsam zu haben.
Was Luca nicht weiß: Griffin hat es in den Jahren, in denen sie keinen Kontakt hatten, geschafft und seinen Traum von einer Karriere als Musiker verwirklicht. Mittlerweile ist er der Sänger einer weltweit bekannten Band und so sieht sein Alltag ganz anders aus, als der von Luca.

Bewertung

4,5/5☆



Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bei der Lesejury gelesen - vielen Dank, dass ich dabei sein durfte! ♡

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 10.04.2021

Ein typisches Highschool-Drama

Lost Hearts - Wenn aus Rache Liebe wird
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Inhalt (Klappentext)

Vanessa kann nicht glauben, was Harrison ihr antut: Weil sie mit ihm Schluss gemacht hat, veröffentlicht er ein peinliches Video von ihr. Und plötzlich ist sie an ihrer Schule das ...

Inhalt (Klappentext)

Vanessa kann nicht glauben, was Harrison ihr antut: Weil sie mit ihm Schluss gemacht hat, veröffentlicht er ein peinliches Video von ihr. Und plötzlich ist sie an ihrer Schule das Mädchen mit dem schlechten Ruf. Das will Vanessa nicht auf sich sitzen lassen! Zum Glück ist sie nicht allein - der attraktive Neue an der Schule, Kai, hat ganz eigene Gründe, sich an Harrison zu rächen. Sie schließen einen geheimen Pakt. Doch dann geschehen zwei Dinge, die alles verändern: Die Racheaktion gerät außer Kontrolle und Vanesso verliebt sich zum ersten Mal in ihrem Leben. Ausgerechnet in Kai ...

Meine Meinung

Mit ihrer „Dark Love“-Reihe, die ich schon vor Jahren gelesen habe, hat Estelle Maskame mich erstmals zu einem riesen Fan von New Adult Romanen gemacht. So war es also kein Wunder, dass ich ihren neuen Roman auch unbedingt lesen wollte.

Zuallererst muss ich ehrlich sagen, dass das Cover allein mich wahrscheinlich nicht dazu gebracht hätte, obwohl ich eigentlich wirklich ein Coveropfer bin. Hier hätte ich mir gewünscht, man hötte das Original-Cover übernommen. Zwar ist es hier im Stil ihrer anderen Bücher in der deutschen Übersetzung gehalten, allerdings passt es meiner Meinung nach nicht ganz so sehr zu der Story. Außerdem meine ich, die Protagonistin hätte braune Haare, während die Frau auf dem Cover blond ist.

Estelle Maskames Schreibstil ist angenehm zu lesen und man kommt sehr schnell durch ihre Geschichte, da sie locker schreibt, was auch hier gut zum Buch gepasst hat.

Es dauert nicht lange bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt und so muss man nicht lange warten, bis es so richtig los geht. Allerdings habe ich dennoch etwas gebraucht, um richtig in die Geschichte einzutauchen, was an der Protagonistin lag.
Ich konnte relativ lange nicht mit Vanessa warm werden. Vor den Ereignissen, die ihr Sozialleben verändern werden, ist sie das typische beliebte Mädchen. Sie verbringt ihre Wochenenden aus Partys und flirtet gerne mit Jungs, aber sie ist nicht der Typ für feste Beziehungen. Daran ist natürlich nichts verwerflich, nur konnte ich ihren Charakter nicht wirklich ausmachen.
Auch ihre tragische Hintergrundgeschichte - eine Mutter, die zu früh verstorben ist, und ein Vater, der seinen Töchtern seitdem nicht mehr genug Beachtung schenkt - konnte mich nicht richtig berühren. Erst zum Ende konnte ich alles besser nachvollziehen, wie Vanessa wirklich fühlt.
Kai mochte ich da schon eher auf Anhieb und ich hatte das Gefühl, dass das Beisammensein mit ihm Vanessa um einiges sympathischer gemacht hat. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, woher seine Wut auf Harrison herrührt und wieso er so sehr Rache nehmen muss und nun ja... dazu später mehr.

Die Story entwickelt sich irgendwie vorhersehbar und ist ein typisches Highschool-Drama, aber gleichzeitig ließ sie sich auch locker lesen. Es war unterhaltsam die Dialoge zwischen Vanessa und Kai zu lesen und zu erfahren, was sie sich so ausdenken, um Rache an Harrison zu nehmen.
Man konnte sich sehr gut in Vanessas Situation hineinversetzen und ich konnte gut verstehen, wieso sie so wütend war - immerhin hat Harrison sich mit der Veröffentlichung des Videos auch strafbar gemacht und für sein Verhalten konnte ich ihn echt nicht leiden. Doch die Art und Weise, wie die beiden Rache an ihm nehmen wollten, hat sie mir stellenweise ein wenig unsympathisch gemacht - besonders Vanessa, die gerne mal über das Ziel hinausschießt, sodass man sich fragt, was sie sich bitte dabei gedacht hat. Beide haben sich mit ihren Aktionen teilweise strafbar gemacht und das einzige, was das wieder annähernd gut gemacht hat für die Geschichte, war, dass sie es auch wirklich von selbst eingesehen haben und auch Vanessa das meiste direkt bereut hat.
Ich bin ziemlich zwiegespalten, was die Story angeht. Zum einen hatte ich Spaß und zum anderen konnte ich nicht aufhören den Kopf zu schütteln. Es wurde in manchen Momenten unrealistisch in meinen Augen.
Und so gut och Vanessa auch verstehen konnte, fand ich Kais Grund für diese Rache irgendwie irrelevant. Ich habe wirklich mehr erwartet und sein unglaublicher Hass auf Harrison hatte dann doch einen vergleichbar kleinen Grund.

Was mir dennoch sehr gut gefallen hat, war, wie schon gesagt, dass Vanessa hier eine Charakterentwicklung durchgemacht hat und eingesehen hat, wie auch sie zu weit gegangen ist und wäre es nicht ihr selbst passiert, vielleicht genau wie ihre Mitschüler über eine betroffene Person gelacht hätte. Damit hat die Autorin gezeigt, wie schnell sich die Sichtweise auf Ereignisse ändern kann, wenn man selbst im Mittelpunkt dieser steht.
Und auch Vanessas Familienverhältnisse wurden zum Ende hin noch aufgegriffen, was ebenfalls ein positiver Punkt in der Geschichte war. Dabei wurde Vanessa für mich noch greifbarer.

Fazit

Alles in allem war das Buch gut für zwischendurch und ich glaube, ich hatte einfach zu hohe Erwartungen nach „Dark Love“. Irgendwie habe ich nicht so ein 0815 Teenie-Drama erwartet und doch ging die Geschichte eher in diese Richtung. Wenn man jedoch ein Fan von Highschool Komödien ist, wird einem das Buch bestimmt besser gefallen. Außerdem glaube ich, dass das Buch ehr für jüngere Leser geeignet ist. Ich selbst bin etwa im Alter der Protagonisten und ich empfand alles etwas weniger authentisch, aber oft nimmt man Dinge in verschiedenen Altersgruppen andere wahr.


Bewertung

3-3,5/5☆


An dieser Stelle noch einmal Vielen Dank an den Heyne Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. ♡

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2021

Eine Geschichte zum Verlieben

Bridgerton - Der Duke und ich
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Inhalt (Klappentext)

Als Daphne Bridgerton ihren Namen in der Kolumne von Lady Whistledown liest, kümmert es sie nicht besonders. Aber ihre Mutter drängt sie, endlich einen Ehemann zu finden, bevor ihr ...

Inhalt (Klappentext)

Als Daphne Bridgerton ihren Namen in der Kolumne von Lady Whistledown liest, kümmert es sie nicht besonders. Aber ihre Mutter drängt sie, endlich einen Ehemann zu finden, bevor ihr Ruf in dieser Ballsaison völlig dahin ist. Daphne schließt einen Pakt mit Simon Basset, dem heiratsunwilligen Duke of Hastings: Indem er ihr den Hof macht, erscheint der umschwärmte Aristokrat vergeben. Sie dagegen rückt gesellschaftlich in den Mittelpunkt und entflieht den Kuppelversuchen ihrer Mutter. Ein prickelndes Spiel beginnt – bis Daphne erkennt, dass nur einem Mann ihr Herz gehört: Simon!

Meine Meinung

Als ich die Serie auf Netflix begonnen habe, hat sie mich so begeistert, dass ich sie an nur einem Tag durchgeguckt habe und ich danach am liebsten direkt von vorne anfangen wollte. Und als ich dann auch noch gesehen habe, dass es eine Buchverfilmung ist, war sofort klar, dass ich auch das Buch lesen muss!

Schon ab der ersten Seite hat mich das Buch in seinen Bann gezogen und wollte es nicht mehr weglegen.
Ehrlich gesagt habe ich es anfangs ein wenig bereut, das Buch auf deutsch zu lesen, nachdem ich die Serie auf englisch geguckt habe und dementsprechend immer die Redewendungen und Stimmen im Kopf hatte, aber nach einer Weile habe ich mich doch gut an den Schreibstil gewöhnt. Bisher habe ich noch nicht so viele historische Liebesromane gelesen, aber meiner Meinung nach hat er (auch im deutschen) wirklich gut zur Geschichte gepasst.

Während des Lesens konnte ich nicht aufhören die Besetzung der Serie und die Charaktere in dem Buch mit einander zu vergleichen. Rein optisch werden Simon und Daphne anders beschrieben, aber ich habe sie mir dennoch so wie in der Serie vorgestellt.
Ich mochte die beiden soo gerne und auch wenn ich wusste, wie alles ausgeht, habe ich sehr mit ihnen mitgefiebert. Die Gefühle von Simon und Daphne kommen toll zur Geltung und im Buch konnte ich Simon sogar noch besser verstehen als in der Serie. Hier erfährt man mehr und früher etwas über seine Vergangenheit und die Beziehung zu seinem Vater.
Daphne mochte ich hier noch lieber als in der Serie schon, denn sie ist schlagfertiger und selbstbewusster.
Nach der Serie hätte ich mir auch hier mehr Diversität gewünscht, aber da es nun mal ein historischer Roman ist und die Geschichte so realistischer ist, beziehe ich das nicht in meine Bewertung mit ein.
In dem Buch stehen, anders als in der Serie, die beiden Protagonisten im Vordergrund. Wer die Serie kennt, weiß, dass dort auch die Schicksale der anderen Charaktere eine große Rolle spielen - doch auch hier kamen sie kurz vor. Besonders Daphnes Brüder habe ich lieb gewonnen und so freue ich mich schon auf die nächsten Bände.

Und da ich nun mal nicht aufhören kann Buch und Serie zu vergleichen, hier auch etwas zur Handlung: In dem Buch standen die gesellschaftlichen Ereignisse nicht ganz so im Vordergrund wie in der Serie und dadurch passiert auch etwas weniger. Dennoch konnte mich die Story fesseln und so habe ich das Buch im Endeffekt in zwei Tagen durchgelesen. Die Umsetzung hat alles eigentlich wieder wettgemacht.

Fazit

Obwohl das Buch anders ist als die Serie, welche ich zuvor gesehen habe, konnte mich auch das Buch überzeugen und ich kann es auch sehr weiterempfehlen! Ich fiebere schon auf die nächsten Bände hin und freue mich, dass sie jetzt neu verlegt werde.

Bewertung

4,5-5/5☆


Ich möchte mich zum Schluss noch einmal beim HarperCollins Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! ♡

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2021

Eine süße Liebesgeschichte mit einigen ernsten Themen

The Music of What Happens
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Inhalt (Klappentext)

Max und Jordan haben nicht viel miteinander zu tun. Während Max Sport und Videospiele liebt und gern mit seinen Jungs abhängt, ist Jordan eher introvertiert, schreibt Gedichte und ...

Inhalt (Klappentext)

Max und Jordan haben nicht viel miteinander zu tun. Während Max Sport und Videospiele liebt und gern mit seinen Jungs abhängt, ist Jordan eher introvertiert, schreibt Gedichte und trifft sich mit seinen beiden besten Freundinnen in der Mall. Erst, als sie gemeinsam im alten Food-Truck von Jordans Vater arbeiten, lernen sie sich besser kennen. Und ganz langsam merken die beiden, dass zwischen ihnen vielleicht mehr ist als bloß Freundschaft ...

Meine Meinung

Als ich die Programmvorschau des One Verlags durchgegangen bin und „The music of what happens“ darin entdeckt habe, wurde ich direkt neugierig. Bisher habe ich leider noch keine anderen LGBTQ-Romane gelesen und meines Wissens ist dies auch der erste, der bei One erschienen ist. Es macht mich aber sehr glücklich zu sehen, dass sich nun auch endlich mal die größeren Verlage in Deutschland trauen, das Genre zu veröffentlichen.

Der Schreibstil von Bill Konigsberg war so toll! Ich bin sehr schnell und leicht durch die Seiten geflogen. Gleichzeitig ist er auch emotional und tiefgründig. Durch diese Kombination passt er perfekt zur Story - deren Handlungsverlauf mich sogar positiv überrascht hat.

Die beiden Protagonisten Jordan und Max wirken auf den ersten Blick komplett unterschiedlich, wenn nicht sogar gegensätzlich.
Jordan verbringt die meiste Zeit mit seinen Freundinnen Pam und Kayla und hat sonst keine anderen Freunde. Er wird nervös, wenn es darum geht, andere Leute kennenzulernen und interessiert sich für Poesie und schreibt auch selbst Gedichte.
Er lebt seit dem Tod seines Vaters allein mit seiner Mutter, doch leider läuft es nicht gut für sie. Um die Hypothek auf ihr Haus abzubezahlen, müssen die beiden den alten Foodtruck von Jordan‘s Vater wieder in Betrieb nehmen... nur haben sie beide keine Ahnung wie das geht. Als Max zufällig Zeuge von dem Nervenzusammenbruch von Jordans Mutter wird, erklärt er sich bereit, Jordan mit dem Foodtruck zu helfen.
Maxs Eltern sind geschieden und er lebt dadurch ebenfalls nur mit seiner Mutter. Er liebt Sport und Videospiele, weshalb er und seine „Amigos“ vorhatten, den Sommer genau so zu verbringen. Aber dann kommt alles ganz anders als erwartet.

Die Liebesgeschichte der beiden hat mir richtig gut gefallen. Sie war stellenweise vielleicht ein wenig kitschig, aber einfach schön. Die Jungs kommen sich bei der Arbeit im Foodtruck immer näher und lernen sich besser kennen. Dabei entdecken sie an sich selbst Seiten, die sie vorher nicht kannten und beeinflussen einander positiv.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass Jordan ab und an etwas unverantwortlich handelte, wie z.B. mit dem verdienten Geld. Seine Mutter und er waren sehr darauf angewiesen und doch begann er es irgendwann etwas überschwänglich auszugeben. Dennoch glaube ich, dass der Autor diesen Wesenszug gut in die Geschichte eingebaut hat, sodass es am Ende doch noch Sinn ergibt.

Mit den Nebencharakteren Kayla und Pam bin ich bis zum Ende nicht ganz warm geworden. Zwar haben sie letztlich doch gezeigt, dass sie immer für Jordan da sind, aber trotzdem hat es mich sehr gestört wie sie manchmal mit ihm umgegangen sind. Maxs Freunde Betts und Zay-Rod, besonders letzteren, mochte ich da schon lieber. Sie haben ihn toll unterstützt und akzeptiert.

Was mir besonders an dem Buch gefallen hat, war, dass der Autor auch ernste Themen in dieser Geschichte verarbeitet hat. Der Klappentext klingt nach einer süßen Liebesgeschichte, aber sie beinhaltet auch eine tolle Message. Die Protagonisten fühlen sich vielleicht nicht von Frauen angezogen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass es sie weniger männlich macht oder einer „die Frau“ in der Beziehung sein muss.
Zudem gibt es am Anfang des Buches eine Triggerwarnung und es heißt, dass diese Spoiler für das gesamte Buch enthalte, aber ich möchte kurz darauf eingehen, deshalb rate ich euch, den nächsten Absatz zu überspringen, solltet ihr es nicht wissen wollen.

In dem Buch wird über Vergewaltigung gesprochen und die Umsetzung fand ich so gut! Es wird genau betont, dass Nein auch wirklich Nein bedeutet und das ganz gleich, ob man sich dagegen ganz körperlich wehren oder in eine Schockstarre verfallen.
Zudem verdeutlicht der Autor, dass dies auch Jungs und Männern geschehen kann und sie jedes Recht haben, Emotionen zu zeigen.

Fazit

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es euch allen wärmstens empfehlen! Ich möchte definitiv noch weitere Bücher des Autors lesen, deshalb hoffe ich, dass bald auch seine anderen Bücher ins Deutsche übersetzt werden.

Bewertung

4-4,5/5☆


Zu guter Letzt möchte ich mich ganz herzlich beim One Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! ♡

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2021

Nett für zwischendurch mit ein paar kleineren Schwächen

Dare to Trust
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Inhalt (Klappentext)

Weil sich in jedem Herzen etwas Gutes verbirgt
Als der New Yorker Geschäftsmann Hayden Millard nach Jahren seiner ehemaligen Mitschülerin Tori Lancaster gegenübersteht, gerät seine ...

Inhalt (Klappentext)

Weil sich in jedem Herzen etwas Gutes verbirgt
Als der New Yorker Geschäftsmann Hayden Millard nach Jahren seiner ehemaligen Mitschülerin Tori Lancaster gegenübersteht, gerät seine Welt augenblicklich ins Wanken. Schließlich war sie es, die ihm das Leben in der Highschool zur Hölle gemacht hat – auch wenn sie ihn anscheinend nicht wiedererkennt! Als Hayden herausfindet, dass Tori dringend einen Job braucht, bietet er ihr eine Stelle als Assistentin bei seinem Plattenlabel Ever Records an - um ihr endlich heimzuzahlen, was sie ihm einst angetan hat! Doch der in sich gekehrte CEO merkt schon bald, dass sein Herz ganz andere Pläne als Rache hat …

Meine Meinung

„Dare to trust“ war mein erstes Buch von April Dawson und ich habe mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass ich bei der Leserunde bei der Lesejury dabei sein darf! Ich habe schon einiges Positives gehört und die Leseprobe konnte mich auch schon neugierig machen.
Und dann noch dieses Cover: Es sieht wirklich traumhaft schön aus. Ich liebe die Pastelltöne und es sieht toll aus im Regal.

Am Anfang des Buches befindet sich eine Triggerwarnung zum Thema Mobbing und ich muss sagen, dass ich dadurch relativ hohe Erwartungen an die Verarbeitung des Themas in dem Buch hatte.

Schon im Prolog werden wir mit Haydens Vergangenheit konfrontiert und man erfährt die ersten Details. Er war mir als Protagonist sehr sympathisch und ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen. Auch wenn er mittlerweile ein erfolgreicher CEO eines Musiklabels ist und schon lange nicht mehr aussieht, wie der „schwache“ Junge von früher, hat er nicht vergessen, was er im Leben durchmachen musste und kämpft noch immer mit seinen Erinnerungen an die Vergangenheit.
Gleichzeitig hat dies ihn aber auch zu einem wunderbaren Menschen gemacht, der sich um seine Mitmenschen, seien es Freunde, Kollegen oder Mitarbeiter, sorgt und immer Verständnis zeigt für die jeweiligen Lebenssituationen der Anderen. Sein Geld spendet er für viele wohltätige Zwecke und hat sogar selbst Frauenhäuser eröffnet, in denen er persönlich immer wieder nach dem Rechten schaut. Man kann Hayden eigentlich nur lieben.
Ihn und Tori verbindet eine Vergangenheit, denn sie war Teil der Gruppe, die ihm das Leben in Highschool schwer gemacht hat. Damals sah er in ihr nur das verwöhnte und reiche Mädchen und doch hat er sich schon vor Jahren in die für ihn unerreichbare Tori verliebt.
Als er sie nach all der Zeit wieder trifft, möchte Hayden ihr alles heimzahlen. Zu dem Zeitpunkt weiß er nur noch nicht, wie sehr sie sich verändert hat und dass nach dem Tod ihres Vaters nichts mehr von der alten Tori übrig geblieben ist. Sie engagiert sich ehrenamtlich in einer Tierklinik aus, obwohl sie sich selbst schon mit Jobs durchkämpfen muss, um überhaupt ihre Miete bezahlen zu können. Sie ist nett, hilfsbereit, ehrlich und ist sich nicht mehr zu schade, hart zu arbeiten.
Obwohl ich anfangs nicht sicher war, ob ich so leicht über ihre Rolle in Haydens Vergangenheit hinwegsehen könnte, war das letztlich doch ziemlich der Fall, da sich wirklich vom Grund auf zu einem besseren Menschen entwickelt hat.

So kommt es also, dass Hayden seine Pläne recht schnell aufgibt, als er ihr neues Ich näher kennenlernt und er beginnt sogar, Gefühle für Tori zu entwickeln. Das einzige Problem: Sie scheint sich nicht mehr an ihn zu erinnern und so weiß sie nicht, dass vor ihr der Junge steht, der noch immer mit den Geschehnissen zu kämpfen hat, die er dank ihr und ihrer Freunde erfahren hat.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich nicht zu schnell und auch wenn man beim Klappentext vielleicht den Kopf schütteln könnte, konnte ich gut nachvollziehen wieso die beiden sich ineinander verliebt haben. Wie wahrscheinlich schon herauszulesen war, hat besonders Hayden es mir angetan, aber auch Tori mochte ich ganz gerne. Vor allem am Anfang habe bei den beiden mitgefiebert und darauf gewartet, dass einer von beiden endlich den ersten Schritt macht.
Ich muss zugeben, an einigen Stellen fand ich die Konversationen etwas hölzern, weil es teilweise mehr nach einem Interview klang als nach einem Gespräch über ihr Leben, aber letztlich gab es auch viele Situationen, die authentischer wirkten.

Was mich leider gestört hat, war jedoch die Wendung, die das Buch genommen hat. Wie man es natürlich erwartet, findet Tori irgendwann heraus wer Hayden ist und dass sie sich eigentlich bereits kennen.
Da hat mich allerdings gewundert, dass sie sich so lange an rein gar nichts erinnert hat. Hayden hat noch zwei Geschwister bzw. Adoptivgeschwiste, Dorian und Quinn, da sie alle drei zusammen adoptiert wurden, und obwohl sie auch diese kennt und ihnen im Laufe der Geschichte wieder über den Weg läuft, hat sie keine Ahnung, dass sie Hayden aus der Schulzeit kennt. Immerhin ist das eigentlich nichts, was man so einfach vergisst, besonders wenn man sich wie Tori an die Geschehnisse an sich nur zu gut erinnert.
Zudem wird es in der Geschichte so umgedreht, als wäre Tori hier das eigentlich Opfer und als wäre Hayden der Böse während er eigentlich mehr als genug Gründe hätte, ihr nicht zu verzeihen bei was sie mitgemacht hat - auch wenn er nicht die ganze Geschichte kennt. Daher fiel es mir dann doch extrem schwer, Empathie für Tori zu empfinden.

Es gab leider nicht so viele Flashbacks und Erinnerungen, weshalb man lange nur ahnen kann, was Hayden wirklich durchgemacht hat. Die, die es gab, waren dabei weitaus schlimmer als ich mir ausgemalt hätte. Nur hätte ich mir auch da noch etwas mehr Tiefe und Emotionen gewünscht, weil das Mobbing doch weniger thematisiert wurde als erhofft.

Fazit

Zwar konnte mich das Buch nicht komplett überzeugen, aber es war nett für zwischendurch. In den Folgebänden der Reihe soll es um die Geschwister von Hayden gehen und da ich sie hier gerne mochte, möchte ich auch noch den anderen Büchern eine Chance geben. Alles in allem hätte ich mir mehr Tiefe und Emotionen, was das Thema Mobbing angeht, gewünscht. Die Liebesgeschichte an sich war schön und auch die Charaktere waren größtenteils sehr sympathisch und liebenswert.

Bewertung

3,5/5☆


Zu guter Letzt möchte ich mich noch einmal bei der Lesejury für die tolle Leserunde und das Rezensionsexemplar bedanken! ♡

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Cover