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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2025

Eine herzliche Familie, die man sich nicht aussuchen würde

Giraffenmord
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Koffer weg, keinen Haustürschlüssel dabei. Martin Bloch hat sich die Rückkehr aus dem Urlaub anders vorgestellt. Und dann liegt noch ein toter Mann im Wohnzimmer. Nach und nach kommt die ganze Familie ...

Koffer weg, keinen Haustürschlüssel dabei. Martin Bloch hat sich die Rückkehr aus dem Urlaub anders vorgestellt. Und dann liegt noch ein toter Mann im Wohnzimmer. Nach und nach kommt die ganze Familie zusammen, nur die Polizei lässt auf sich warten.
Skurril werden hier sowohl der Mordfall als auch die Familienbande skizziert. Die Geschichte schraubt sich von Pointe zu Pointe dem Höhepunkt (oder auch mehreren Höhepunkten) zu. In der kurzen Geschichte steckt viel Wortwitz drin, manchmal nahe dran, zu nerven. Es gelingt dem Autor jedoch diesen kritischen Punkt zu umschiffen, so dass es schwarzhumorig und zynisch bleibt. Ein Urlaubsende mit Komplikationen und neuen Erkenntnissen über die liebe Familie!

Schwarzhumorig und zynisch, eine kurze Geschichte für zwischendurch

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Ein Krimi mit viel Lokalkolorit in einer traumhaften Region

Sirmione & Mord - Pizza, Pasta, Tod
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Niels und seine Schwester Sofia erben eine Villa sowie ein Restaurant in Sirmione am Gardasee. Eigentlich haben sie das Ziel, alles zu verkaufen, um ihre individuellen Pläne zu verwirklichen. Aber wie ...

Niels und seine Schwester Sofia erben eine Villa sowie ein Restaurant in Sirmione am Gardasee. Eigentlich haben sie das Ziel, alles zu verkaufen, um ihre individuellen Pläne zu verwirklichen. Aber wie so oft im Leben, passiert Unvorhergesehenes und sie finden sich in einen Mordfall verwickelt.
Ich war bei Einstieg in die Geschichte gleich gedanklich in Sirmione angekommen. Mir gefallen die Beschreibung von Sirmiones Gassen und der Villa - die Atmosphäre kommt gut rüber. Und wir lernen die Personen kennen, ich finde sie gut charakterisiert, die zwei Hauptprotagonisten sind sehr sympathisch. Was sonst eher als Nebenhandlung in Krimis rangiert, das Privatleben der Hauptpersonen, nimmt hier etwas mehr Raum ein. Dafür ist es auch ein Cosy-Krimi, ein Krimi zum Wohlfühlen, der auch ohne blutige Beschreibungen auskommt. Einige Entwicklungen sind vorhersehbar, aber schlussendlich gibt es noch eine Überraschung. Insgesamt ein entspannt zu lesendes Buch nicht nur für Fans des Gardasees.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Keine ganz neue Idee, aber spannend umgesetzt

Dread Wood. Tödliches Nachsitzen
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Die vier Schüler Hallie, Angelo, Gustav und Naira können sich nicht leiden. Aber jetzt, beim Nachsitzen, müssen sie zeigen, dass sie auch zusammenhalten können. Erst verschwindet ein Schulschwein, dann ...

Die vier Schüler Hallie, Angelo, Gustav und Naira können sich nicht leiden. Aber jetzt, beim Nachsitzen, müssen sie zeigen, dass sie auch zusammenhalten können. Erst verschwindet ein Schulschwein, dann der Lehrer, der sie beaufsichtigen soll.
Erzählt wird aus der Sicht von Angelo, das macht es direkt erlebbar. Der Schreibstil von Jennifer Killick ist lebhaft und die Dialoge lassen die vier Kids plastisch werden, die unterschiedlichen Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen sind gut getroffen. Das Buch punktet mit den kurzen Kapiteln, so dass sich jeder entsprechend dem persönlichen Leserhythmus in die Geschichte vertiefen kann. Richtig interessant wurde es für mich ab der Mitte des Buches. Dann bleibt es bis zum Schluss eine spannende Schulgeschichte mit etwas Humor und einer kindgerechten Prise Grusel, die einfach Spaß macht und schon auf Halloween einstimmt. Aber Vorsicht, es kommen reichlich Spinnen in der Geschichte vor, dies lässt das Cover auch schon erahnen. Ich hatte das Buch an einem Abend durchgelesen.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

War Eduardo wirklich ein Mörder?

Die Toten von Valldemossa
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Diese Frage stellt sich für die Berlinerin Leni Pérez nach einiger Zeit in Valldemossa. Sie hat eine Finca auf Mallorca geerbt und beschließt nach einer gescheiterten Beziehung dort einen Neuanfang zu ...

Diese Frage stellt sich für die Berlinerin Leni Pérez nach einiger Zeit in Valldemossa. Sie hat eine Finca auf Mallorca geerbt und beschließt nach einer gescheiterten Beziehung dort einen Neuanfang zu wagen. Begleitet wird sie von Walter, ihrem Hund. Doch der Start gestaltet sich nicht einfach, die Finca ist ziemlich heruntergekommen und viele Bewohner des Ortes treten ihr ablehnend gegenüber. Ihr verstorbener Onkel Eduardo soll vor vielen Jahren mehrere Frauen ermordet haben.
Der Krimi hat mir gut gefallen, Noelia Herrera hat einen guten Schreibstil und auch der Aufbau der Geschichte ist gut. Neben den aktuellen Geschehnissen tauchen wir zwischendurch ab in die Vergangenheit, als Eduardo und sein Freund Ricardo sich an die Geschehnisse erinnern. Leni erfährt aber nicht nur Ablehnung, sondern wird von dem jungen Tobi bei der Renovierung der Finca unterstützt und der ehemalige Kommissar Mateo Ruiz, der inzwischen als Touristenführer arbeitet, hilft ihr als es gefährlich für Leni wird.
Ich hatte das Buch nach zwei Tagen durch, es las sich gut, blieb spannend bis zum Schluss und ließ mich nicht los.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Von Machtmissbrauch und Korruption im schönen Südtirol

Finale Curioso
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Der Titel deutet es schon an, ein letzter Fall für das Team um Fabio Fameo und Francesca Giardi wartet auf die Leserschaft. In einer Bozener Villa, einem Edelbordell, werden vier Frauen ermordet. Ein Trickbetrüger ...

Der Titel deutet es schon an, ein letzter Fall für das Team um Fabio Fameo und Francesca Giardi wartet auf die Leserschaft. In einer Bozener Villa, einem Edelbordell, werden vier Frauen ermordet. Ein Trickbetrüger treibt sein Unwesen und eine Trompete wird gestohlen. Dazu wird der Quästor unerwartet ersetzt, durch eine Person, an die Fabio keine guten Erinnerungen hat.
Der Krimi gliedert sich nach den Ermittlungstagen, die in weitere Kapitel unterteilt sind. Dadurch fällt es leicht, dem individuellem Leserhythmus zu folgen. Dazu der angenehme Schreibstil lässt einen Spaß am Lesen des Krimis haben. Wieder fällt auf, dass Ralph Neubauer nicht mit Lokalkolorit geizt, was einen großen Reiz der Reihe ausmacht.
Fand ich im letzten Band, das dort etwas wenig Krimi für einen Krimi drinsteckte, so trifft dies hier nicht zu. Man erhält reichlich Krimi und Ermittlungsarbeit, die zum Mitermitteln anregt und am Ende wird man dann doch noch überrascht. Daneben erfahren wir einiges aus Fabios Familienleben und auch Tommaso, Fabios Kollege im Ruhestand, spielt wieder eine Rolle. Das freute mich sehr, aber die etwas zu ausführlich erzählten Passagen rund um die Musikkapelle habe ich dann doch eher überflogen. Insgesamt ein guter Krimi mit guten Haupt-Charakteren, deren Handlungsweisen und persönlichen Entscheidungen am Ende nachvollziehbar sind.

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