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Veröffentlicht am 31.05.2018

Die Pranken des Löwen

Die Pranken des Löwen
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Robert Fitzooth wird durch einen glücklichen Wink des Schicksals zum Leibwächter der jungen Prinzessin Matilda. Nichtsahnend, dass sie einmal als ganz große Kaiserin in die Geschichte eingehend wird. Ebenso ...

Robert Fitzooth wird durch einen glücklichen Wink des Schicksals zum Leibwächter der jungen Prinzessin Matilda. Nichtsahnend, dass sie einmal als ganz große Kaiserin in die Geschichte eingehend wird. Ebenso wie Roberts Enkel, der den Sheriff von Nottingham das Fürchten lehren und mit seinen „Merry Men“ für Gerechtigkeit sorgen wird.

Ich hatte bisher noch kein Buch des Autors gelesen; unterm Strich habe ich Die Pranken des Löwen ganz gerne gelesen, auch wenn es doch kleine Kritikpunkte gibt. Eine stilistische Eigenheit hat mich zunehmend genervt. Für meinen Geschmack viel zu oft finden sich Wendungen ähnlich „das sollte sich noch rächen“, „er sollte bis an sein Lebensende dort bleiben“ usw. Ich will als Leser nicht ständig mit einem ungaren Halbsatz gespoilert werden, auch wenn es sich dabei um historisch verbriefte Tatsachen handelt. Ansonsten mochte ich den Erzählstil ganz gerne und das Buch liest sich recht flüssig. Dem Autor gelingt es sehr gut, bekannte Legenden über Robin Hood in die eigene fiktive Geschichte um ihn einzubinden. Historische Ereignisse werden zu Hauf angerissen, aber viele sind dann für mich zu oberflächlich abgehandelt. Die Handlung erstreckt sich über viele Jahre, da wären manche Ereignisse dann doch lieber ausgelassen und dafür andere ausführlicher behandelt worden. Der Cut zwischen Robert als Hauptfigur zu Robin hat mich dann doch sehr gestört. Ich hatte das Gefühl, das eine Buch beendet und ein neues zur Hand genommen zu haben. Zudem wurde ich mit Robin in der relativ kurzen Zeit dann nicht so richtig warm, er kommt mir sehr oberflächlich und auch leichtsinnig vor. Natürlich braucht diese Figur Entwicklungspotential, schließlich soll sie den Leser ja noch über weitere Bände fesseln, trotzdem hätte ich mir da auch jetzt schon etwas mehr gewünscht, eben auch um den „Verlust“ von Robert zu überwinden ; ) Den mochte ich sehr gerne, die ca. zwei Drittel des Buches, die sich um ihn drehen, lagen mir insgesamt vielleicht einfach mehr.
So richtig gefesselt hat mich Robin nicht, trotzdem bin ich schon ein bisschen neugierig was ihn in den nächsten Bänden erwarten wird. Weitere Geschichten über seinen Großvater würde ich hingegen jederzeit und sofort lesen wollen ; )

Veröffentlicht am 27.05.2018

Mr Chalk

Der Kreidemann
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Der Sommer 1986 wird Eddie immer im Gedächtnis bleiben, ist es doch der Sommer, in dem der Kreidemann in sein Leben tritt. Auch ein etwas unheimlicher neuer Lehrer ist in der Stadt, als zudem auf der örtlichen ...

Der Sommer 1986 wird Eddie immer im Gedächtnis bleiben, ist es doch der Sommer, in dem der Kreidemann in sein Leben tritt. Auch ein etwas unheimlicher neuer Lehrer ist in der Stadt, als zudem auf der örtlichen Kirmes ein schrecklicher Unfall geschieht. Als auch noch die Leiche eines jungen Mädchens gefunden wird, ist in der Kleinstadt endgültig nichts mehr wie es war.

Die Autorin hat bei mir voll ins Schwarze getroffen, denn der Kreidemann ist ein Thriller ganz nach meinem Geschmack. Subtile Spannung, aber immer mit Sogwirkung, sehr flüssig, aber auch authentisch erzählt. Eddie fungiert als Ich-Erzähler, berichtet sowohl als 12-Jähriger, als auch 30 Jahre später vom Geschehen. Tudor schafft es sehr gut, dass beide Stränge sich zu einer tollen Geschichte verbinden, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Eddie mochte ich als Hauptfigur sehr gerne, mit der Zeit merkt man jedoch, dass auch er Geheimnisse hat. Seine Figur ist sehr gut ausgearbeitet, andere hätten durchaus noch ein bisschen Feinschliff vertragen können. Das ist aber tatsächlich auch mein alleiniger Kritikpunkt, denn ansonsten hat mir der Kreidemann wirklich ausnehmend gut gefallen. Eine Autorin, die ich mir merken muss.

Veröffentlicht am 22.05.2018

Stadt ohne Gott

Stadt ohne Gott
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In Beirut treffen vier ganz unterschiedliche junge Erwachsene aufeinander. Die Berlinerin Rosie ist eigentlich auf der Suche nach ihrem verschollenen Freund als die Liebe sie findet. Daoud entkommt seiner ...

In Beirut treffen vier ganz unterschiedliche junge Erwachsene aufeinander. Die Berlinerin Rosie ist eigentlich auf der Suche nach ihrem verschollenen Freund als die Liebe sie findet. Daoud entkommt seiner Familie, aber nicht seiner Erziehung. Rafik plant eine große Karriere in der Modebranche, findet aber gar keinen rechten Einstieg.

Auf zwei Zeitebenen bringt uns der Autor das Geschehen um Rosie, Daoud, Rafik und den anderen näher. Also versucht er, ich habe bis zum Schluss zu keinem der Figuren irgendeine Art von Beziehung aufgebaut. Alle wirken unnahbar und je weiter ich las, desto mehr waren sie mir irgendwann egal. Sicherlich nicht die vom Autor gewünschte Wirkung ; ) Jeder von ihnen kämpft um sein persönliches Stückchen Glück, jeder schwelgt in Erinnerungen, keiner von ihnen weiß so recht wohin mit sich. Dieses Hin und Her ohne rechtes Vorwärtskommen fand ich bald sehr ermüdend, die Figuren (naja, der Autor somit) macht es einem sehr schwer alle Intentionen zu verstehen. Die Handlung selbst verschwindet fast unter diesem Berg von Gefühlen und Gedanken undundund, sodass mir als Leser ein bisschen der rote Leitfaden und damit Sinn und Zweck des Ganzen abhanden gekommen ist. Die immer mal wieder aufflackernden Kämpfe rund um Beirut, sowie die Darstellung des Alltags unter diesen Bedingungen selbst, sind dem Autor hingegen gut gelungen. Dadurch und auch durch die sprachliche Gestaltung war ich dann doch wieder ein bisschen mit „Stadt ohne Gott“ versöhnt. Unterm Strich reicht das aber nicht aus, um viele Fragezeichen und das Gefühl zu vertreiben, dass der Autor diesen Roman sicherlich zielgenau für irgendjemanden geschrieben hat. Nur halt nicht für mich.

Veröffentlicht am 21.05.2018

Für neugierige Macher

Puff! Platsch! Peng! Mit 52 Experimenten durch das Jahr
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Von Klassikern wie der Kartoffelbatterie über kulinarische Experimente (wie macht man eigentlich Quark?) bis hin zur eigenen Minibiosphäre: in diesem Buch findet man für jeden Geschmack und jede Wetterlage ...

Von Klassikern wie der Kartoffelbatterie über kulinarische Experimente (wie macht man eigentlich Quark?) bis hin zur eigenen Minibiosphäre: in diesem Buch findet man für jeden Geschmack und jede Wetterlage einen spannenden Versuch. Diese sind kindgerecht erklärt, meist gut bebildert und liefern zusätzlich immer noch ein bisschen Wissen für obendrauf. Versuche, bei denen sicherheitshalber ein Erwachsener helfen sollte, sind entsprechend gekennzeichnet, es gibt jedoch auch genug Experimente, mit denen man Kinder guten Gewissens alleine werkeln lassen kann. Die Aufmachung kommt bunt und quietschig daher, mir hat der Stil der Figuren leider überhaupt nicht gefallen (ich glaube als Kind hätte ich sie auch nicht gemocht). Da es sich immer um Illustrationen im Comicstil handelt, sind manche Schritte auf den Bildern nicht ganz gut zu erkennen, da bin ich mir nicht sicher, ob jedes Kind sofort versteht was gemeint ist.
Unterm Strich fand ich das Buch recht gelungen, die Experimente machen Spaß und sorgen ganz spielerisch für einen Wissensgewinn, auch wenn an manchen Stellen noch etwas Verbesserungsbedarf vorhanden ist.

Veröffentlicht am 13.05.2018

Ewiges Eis?

Das Eis
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Bei einer spektakulären Gletscherkalbung in Spitzbergen wird plötzlich die Leiche des seit Jahren vermissten Umweltschützers Tom Harding frei. Sein alter Freund Sean Cawson war dabei als Tom den Tod bei ...

Bei einer spektakulären Gletscherkalbung in Spitzbergen wird plötzlich die Leiche des seit Jahren vermissten Umweltschützers Tom Harding frei. Sein alter Freund Sean Cawson war dabei als Tom den Tod bei einer gemeinsamen Besichtigung einer Eishöhle fand. Nun werden alte Wunden wieder aufgerissen und langsam tritt die Wahrheit ans Licht.

Ich hatte von der Autorin bereits „Die Bienen“ gelesen und hier wie da stellt sich bei mir dasselbe Fazit ein: tolle Grundidee, sehr gut recherchiert, spannende Fakten… und trotzdem springt bei mir der Funke einfach nicht über. Aber der Reihe nach. Die Grundthematik von ewigem Eis unter dem Einfluss des Klimawandels fand ich sehr interessant. Die Autorin hat wirklich informative und anschauliche Fakten zusammengetragen und verknüpft diese hervorragend mit der fiktiven Geschichte. Das Thema Umweltschutz nimmt somit ebenfalls viel Raum ein, jedoch ohne belehrend zu wirken. Ebenfalls sehr spannend fand ich Auszüge aus Forschungs- und Reiseberichten vergangener Tage, die die Autorin zwischen den Kapiteln wiedergibt. Bei der fiktiven Handlung rund um Tom und Sean hat mir dann doch ein bisschen was gefehlt, hier zu verworren erzählt, da zu langatmig geraten. Erst in der zweiten Hälfte wurde das etwas besser, das konnte für mich das Ruder aber nicht mehr endgültig herumreißen. Viele der Nebenfiguren fand ich etwas blass und unklar, oft werden sie auf eine Eigenschaft reduziert und zeigen wenig Entwicklungspotential. Die Beschreibungen der arktischen Landschaft sind der Autorin da viel besser gelungen, schon auf den ersten Seiten des Buches spürt man die beißende Kälte und wird von glitzernden Eisbergen beeindruckt. Auch sonst hat mir der Erzählstil recht gut gefallen, auch wenn dieser die z.T. langatmige Handlung nicht immer aufzupeppen vermag. Insgesamt also ein eher etwas durchwachsener Roman, der aber durchaus mit starken Momenten zu punkten vermag.