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Veröffentlicht am 08.06.2017

Bewegender und emotionaler Antikriegsroman

Die Liebe in diesen Zeiten
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Als ich den Klappentext las dachte ich an eine Liebesgeschichte zu der Zeit.
Und um es vorwegzunehmen, es ist alles andere als das.
Vielmehr wird hier in 3 großen Leseabschnitten die Geschichte von 4 jungen ...

Als ich den Klappentext las dachte ich an eine Liebesgeschichte zu der Zeit.
Und um es vorwegzunehmen, es ist alles andere als das.
Vielmehr wird hier in 3 großen Leseabschnitten die Geschichte von 4 jungen Menschen während des Zeitraumes 1939 bis 1942 des Weltkrieges geschildert.

Die Handlung spielt in London und auf der Insel Malta, wo britische Truppen zur Verteidigung stationiert sind.
Mary, eine junge Frau der Londoner Oberklasse bisher vom Beruf Tochter ist rebellisch und ich empfand sie zuerst etwas naiv, allein schon da sie den Kriegsausbruch als etwas Wunderbares sieht.
Allerdings in der Handlung durchläuft auch sie neben den anderen Charakteren eine immense Wandlung.
Mir gefiel ihr Engagement für Zachary sehr.
Sie meldet sich freiwillig zur Truppenunterstützung und wird aber als Hilfslehrerin eingesetzt.
Der erste Einsatz entwickelt sich nicht zufriedenstellend und sie wird gefeuert.
Als sie bei der Schulbehörde vorsprechen will lernt sie Tom kennen und es entwickelt sich eine Beziehung.
Diese ist nicht nur Marys Familie ein Hindernis.
Mary ist mit Hilda befreundet.
Hilda ist etwas unscheinbarer als Mary und ist daher etwas weniger die Strahlefrau.
Auch erscheint sie auf den ersten Eindruck etwas langweilig aber sie ist standfest und ist eine unerschütterlich gute Freundin.
Ihre berufliche Entwicklung beeindruckte mich.
Tom ist mit Alistair befreundet.
Alistair hat sich freiwillig zur Truppe gemeldet und ist auf Heimaturlaub.
Dort treffen alle 4 aufeinander.
Und Mary und Alistair verspüren ab da eine besondere Anziehung zueinander.
Das macht es nicht gerade einfach, da auch Hildas Interesse an Alistair geweckt ist und auch Mary mit Tom zusammen ist.
Allerdings währt das erste Treffen nur kurz und Mary und Alistair bleiben für geraume Zeit durch Briefe verbunden.
Tom ist ein unscheinbarer Typ- fast etwas lasch und der ganze Gegensatz zu seinem Freund.
Alistair ist eine Persönlichkeit und trotz aller schlimmen Erlebnisse bleibt er sich selbst treu.
Alle bekommen die Härte des Krieges zu spüren - mit teilweise dramatischen Folgen.
Die Leichtigkeit und das anfängliche Unterschätzen wandeln sich.
Mehr möchte ich nicht verraten ;o)

Ich habe mich beim Lesebeginn erst etwas eingewöhnen müssen.
Das lag wohl auch daran das mir erst (außer Alistair) die Hauptcharaktere wenig sympathisch erschienen.
Aber trotzdem sind sie neben der Handlung glaubhaft dargestellt.
Die Nebencharaktere wie z.B. der dunkelhäutige Junge Zachary der den Extremismus der englischen Gesellschaft zu spüren bekam wurden gut dargestellt.
Der abwechselnde erzählte Perspektivwechsel zwischen Mary und Alistair ist gut gelungen.
Den Schreibstil empfand ich speziell aber als ich mich eingelesen hatte gefiel es mir sehr gut und es las sich flüssig.
Es lag unter anderem an dem eingebundenem britischen Humor welcher in der geschilderten Zeit und in bestimmten Situationen daherkommt.
Auch mochte ich die treffend eingebundenen wörtlichen Reden.
Der Spannungsbogen wurde gehalten und das nicht zu erwartende Ende gefiel mir.


Fazit:

Ein Roman der mir gut gefallen hat da er mich berührt und ergriffen hat.
Außergewöhnlich im Stil aber absolut lesenswert!
Eine Liebesgeschichte welche in einen Kriegsroman eingewoben ist, aber keine Dreiecksbeziehung bildet. Das hat dem Buch einen Stern gekostet.
Die Geschichte ist glaubwürdig dargestellt und hat mich einmal mehr an den Schrecken von Kriegen nachdenken lassen. Aber auch an das Positive was in solch einer schlimmen Situation erwachsen kann: Freundschaft, Zueinanderstehen, Loyalität und Einsatz für seine Mitmenschen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen


Veröffentlicht am 07.06.2017

Kleiner Gefallen unter Freunden….

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
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Ich bin ein Höhrbuchneuling und dementsprechend gespannt.
Das Cover ist ansprechend gestaltet und weist auf ein Geheimnis hin, welches gut zur Handlung passt.
Auch ist mir die Autorin Darcy Bell bis dato ...

Ich bin ein Höhrbuchneuling und dementsprechend gespannt.
Das Cover ist ansprechend gestaltet und weist auf ein Geheimnis hin, welches gut zur Handlung passt.
Auch ist mir die Autorin Darcy Bell bis dato unbekannt gewesen.
Da ich solche Bücher mir unbekannter Autoren gern lese und auch eine Thriller Leserin bin mich auf das Höhrbuch.
Schon die ersten Sätze welche von Tanja Gerke gesprochen werden haben mich fasziniert.
Ihre eingängige Stimme ist einfach Klasse!
Selbst Perspektivwechsel umschifft sie mit der Stimme trotz ein wenig Monotonie recht gut.


Aus dem Inhalt:
 
Stephanies und Emily sind beste Freundinnen.
Als Stephanie um den kleinen Gefallen gebeten wird bis zum Abend auf den Sohn von Emily aufzupssen scheint das auch nicht ungewöhnlich.
Doch dann wird er abends nicht abgeholt und Emily bleibt am nächsten und übernächsten Tag verschwunden.
Trotz begonnener Nachforschung….niemand weis wo Emily steckt.
Das thematisiert Stephanie welche allein stehend ist in ihrem Blog und hofft auf Zuspruch, Ideen oder Hilfe.
Wird sie wieder auftauchen? Ist ihr etwas Schlimmes passiert?
Darüber wird man auf 6 CD´s aufgeklärt.

Mein Eindruck:
Ich kam erst gut in die Handlung.
Allerdings waren einige Charaktere wie z.B. Sean etwas gewöhnungsbedürftig.
Meine Sympathie war erst bei Stephanie , das änderte sich allerdings als sie mehr begann aus ihrer Vergangenheit zu erzählen und immer mehr wirkte sie naiv- mir zu naiv.
Oftmals habe ich gedacht das sie einfach nicht zu ertragen ist.
Aber nur so ist es erklärlich das ein starker dominater und durchdachter Charakter wie Emily überhaupt Stephanie so nutzen konnte.
Das und das Rücken des Verschwindens in den Hintergrund lies bei mir zwischenzeitlich die Spannung sinken.
Das änderte sich aber wieder etwas.
Gern hätte ich mehr Handlung von Emily erlebt denn da wäre meines Erachtens mehr Handlung und mehr Spannung möglich gewesen!
Auch ein starken Gegenpart wäre eine gute Idee gewesen.
Das Ende fand ich recht gut gelöst.

Mein Fazit:
Für einen Thriller mir etwas zu seicht, die Spannung war nicht konstant vorhanden.
Für ein Erstlingswerk mit leisen Tönen nicht schlecht, aber da besteht mehr Steigerungspotential.

Und somit gibt es von mir 3,5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Dramaturgie
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 16.05.2017

Jeder Tropfen zählt – eine Botschaft für Nachhaltigkeit

rüffer&rub visionär / Jeder Tropfen zählt
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Dieses Buch traf meinen Nerv sofort.
In der heutigen Zeit wo Wasser immer knapper wird, und da das Thema nun auch noch durch große Konzerne angeheizt wird welche das Allgemeingut Wasser privatisieren ...

Dieses Buch traf meinen Nerv sofort.
In der heutigen Zeit wo Wasser immer knapper wird, und da das Thema nun auch noch durch große Konzerne angeheizt wird welche das Allgemeingut Wasser privatisieren wollen, ist das Thema wichtiger denn je.
Leider gibt es noch zu wenige Menschen welche dieses Thema aufgreifen oder für teilenswert erachten.
Da kommt Herr Ernst Bromeis mit seiner Botschaft gerade recht.
Wasser ist die Grundlage für alles Leben und wenn wir das Leben bewahren wollen muss es geschützt werden.
Die Umschlaggestaltung gefällt mir sehr gut und in den Innenseiten finden sich ergänzende Karten.
Das Buch ist kein reines Sachbuch, es bringt einen dem selbst ernannten Wasserbotschafter näher und fungiert auch als Ratgeber.
Wir lernen neben dem Autor selbst, seine Heimat, auch die Motive seines Handelns bis zur Bildung seines Projektes "Das blaue Wunder" kennen.
Seine Aktionen welche Anerkennung gefunden haben, und für Aufsehen gesorgt haben.
Er durchschwamm Seen in der Schweiz, und auch der Rhein gelangte durch eine erst missglückte und später gelungene Expedition in den Focus.
Diese Beschreibungen sind interessant und driften nicht nur in eine reine Sachbeschreibungen ab.
Sie zeigen die Bindung der Schwimmer an den See und die körperlichen Herausforderungen bei den Expeditionen welche abverlangt wurden.
Bilder seiner Expeditionen bereichern das Buch ungemein.
Ab und an musste ich innehalten und meinen Gedanken dazu freien Lauf lassen, denn es wurden auch Denkanstösse bei unserem täglichen Umgang mit Wasser und die Folgen wenn das Wasser weltweit knapper wird gegeben.
Herr Bromeis möchte unabhängig bleiben und das ist gut so!
Er hat noch Pläne welche umgesetzt werden sollen.
So ein eigenes Wasserzentrum oder die Ausdehnung von Expeditionen europaübergreifend.

FAZIT:
Absolut lesenswert, und es wäre schön wenn dieses Buch es schafft gelesen zu werden und es somit schafft mehr und mehr Menschen für dieses lebenswichtige Thema zu begeistern.
Wir sind eine Welt und sollten alle dazu beitragen Leben zu erhalten …denn Wasser ist Leben….

Veröffentlicht am 16.05.2017

Hoch emotional, beeindruckend und lässt einen nachdenklich zurück

Das Glück kennt kein Erbarmen
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Ich bin auf dieses Buch aufgrund des sehr schön gestalteten Covers aufmerksam geworden.
Es sprach mich emotional sofort an.
Und auch wenn der Titel einem etwas Anderes verspricht, tat der Klappentext sein ...

Ich bin auf dieses Buch aufgrund des sehr schön gestalteten Covers aufmerksam geworden.
Es sprach mich emotional sofort an.
Und auch wenn der Titel einem etwas Anderes verspricht, tat der Klappentext sein Übriges.
In diesem Buch lernen wir eine junge Frau kennen welche in Ihrem Privatleben den Teufel in Form ihres Ehemannes kennenlernt.
Als für sie Nichts mehr zu gehen scheint, lernt sie in einer Notsituation die Unterstützung eines Mannes kennen der sie durch seine Art, Geduld, Aufopferung und seinem selbstlosen Handeln die Hoffnung auf ein anderes schönes Leben erblühen lässt.
Endlich gibt es jemanden in ihrem Leben, der ihr Zuversicht geben kann.
Leider dreht das Schicksal eigene Wendungen und es ist ein sehr beschwerlicher auch an den Nerven zerrender Weg bis sich für die Protagonisten ein Ende abzeichnet.
Dieses ist so nicht vorauszusehen.
Mehr möchte ich aus dem Inhalt nicht verraten.
Für mich ist dieses Buch sehr emotional und fesselnd gewesen.
Man merkt dem Autor an, mit welcher Emotionalität er dieses Werk verfasst hat.
Mir bleib kein Auge trocken da ich mich emotional so eingebunden gefühlt habe.
Also keine beschwingte leichte Kost!
Aber trotzdem nicht so grausam, da der Autor auf brutale Szenen verzichtet und es trotzdem schafft die Realität in Form von Gewalt, tiefer Demütigung und psychischem Stress darzustellen.
Eine Realität die es Öfters gibt als man sich vorstellen kann.
Mir gefiel sehr gut das das Buch in kurze Abschnitte unterteilt ist, da ich Ab und An mal tief schlucken oder innehalten musste.
Die vorhandenen Perspektivwechsel sind gelungen.
Alle Protagonisten wirkten für mich glaubhaft und gut vorstellbar!
Das Besondere an dem Buch ist, daß es die Welt nicht schön redet sondern zeigt wie sie auch sein kann.

Mein Fazit:
Nichts für Freunde der leichten und seichten Unterhaltung die von der Realität abgelenkt werden möchten!
Eine klare Leseempfehlung für alle Anderen!
Ich vergebe 5 Lesesterne!

Veröffentlicht am 04.05.2017

Die Herzen des Monsieur Lefort – speziell, besonders und daher absolut lesenswert

Die Herzen des Monsieur Lefort
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Das ist das mittlerweile 4. Buch welches ich von der Autorin Mara Ferr gelesen habe, und ich war im Vorfeld sehr gespannt.
Und diesen besonderen Krimis geht immer einer Gemeinsamkeit voraus.
Sie spielen ...

Das ist das mittlerweile 4. Buch welches ich von der Autorin Mara Ferr gelesen habe, und ich war im Vorfeld sehr gespannt.
Und diesen besonderen Krimis geht immer einer Gemeinsamkeit voraus.
Sie spielen in Paris und kommen als gutes Buch ohne extremes blutmäßiges Gemetzel aus.
Das fasziniert mich immer an Büchern der Autorin.
Dieses Cover ist außergewöhnlich und im Gegensatz zu den bisherigen Büchern ist es das bisher am passendsten zum Buchthema.

Aus dem Inhalt:
Der Protagonist Jerome Lefort ist ein Commandant im Ruhestand.
Er ist verheiratet doch diese Ehe obwohl gut situiert ist nicht mehr das was sie sein sollte.
Kurzum es fehlt an Herz…auf einen Auslöser entwickelt sich eine Liebe zu Herzen und steigert sich in eine immer steigende Obsession.
Mehr möchte ich gar nicht verraten, das sollte man erlesen.

Wie schon erwähnt sind Krimis von Mara Ferr etwas Besonderes.
Kein Gemetzel und trotzdem sehr gute Unterhaltung.
Dem ist die Autorin in diesem Buch wieder gerecht geworden.
Der Spannungsbogen ist vorhanden und man möchte das Buch nimmer aus der Hand legen.
Die Auflösung ist schlüssig, hat mir persönlich sehr gut gefallen und die eigene Sprache etwas anspruchsvoller und keine Plattitüde.
Trotzdem liest es sich zügig und flüssig.
Die Charaktere sind gut gezeichnet und polarisieren.
Fazit:
Ein absolut lesenwertes Buch, für Freunde des Besonderen, da hier Klassen- statt Massenware vorhanden ist!