Schon der Einstieg hat mich vollkommen zerstört zurückgelassen: heftig, schonungslos, gewaltsam.
Wir lernen Marissa kennen, die durch ihren gewalttätiger Vater eine Trauma erlitt. Am Tag der Liebe geschieht ...
Schon der Einstieg hat mich vollkommen zerstört zurückgelassen: heftig, schonungslos, gewaltsam.
Wir lernen Marissa kennen, die durch ihren gewalttätiger Vater eine Trauma erlitt. Am Tag der Liebe geschieht eine Tat, die ihr Leben für immer prägt. Jahre später scheint sie als Erwachsene in einer stabilen Beziehung angekommen zu sein. Doch als ihr Partner Lukas sich zunehmend verändert, kriecht das alte Trauma aus ihr hervor. Der Höhepunkt wird sein Antrag: „Marry me on Valentine.“
Ein kurzweiliger, eindringlicher Thriller über Gewalt in Beziehungen. Spannend, hart, erbarmungslos. Ich habe ihn verschlungen.
Aber: Wer sensibel auf solche Themen reagiert, sollte lieber die Finger davon lassen.
In diesem Buch folgen wir der jungen Soley, die aufgrund ihrer Gehörlosigkeit oft Mobbing und Ausgrenzung erlebt hat. Sie trifft auf Damian, einen Jungen, für den Eroberungen bisher nur Striche auf einer ...
In diesem Buch folgen wir der jungen Soley, die aufgrund ihrer Gehörlosigkeit oft Mobbing und Ausgrenzung erlebt hat. Sie trifft auf Damian, einen Jungen, für den Eroberungen bisher nur Striche auf einer Liste sind. Durch einen Vorfall am ersten Schultag gerät Soley ins Visier von Michael, dem Anführer von Damians Clique. Sie soll Opfer eines gemeinen Plans werden und dafür muss Damian seine Rolle als „Player“ unter Beweis stellen.
Beide Protagonisten spiegeln gut die Realität und die zwei Seiten der Gesellschaft wider: Hörende und Gehörlose/Taube.
Damian ist anfangs unsicher im Umgang und muss viel lernen.
Eine hörende Person kann die Welt nie so wahrnehmen wie eine gehörlose – und umgekehrt genauso.
Dennoch haben beide Gruppen eine Schnittmenge: das Menschsein.
Genau hier müssen wir alle ansetzen, wenn wir ein gutes Miteinander schaffen wollen.
Aus einem anfänglich gemeinen Plan entwickelt sich eine zarte Liebe. Besonders gefällt mir, dass viele Figuren – wie Michael (Cliquenchef), Karla (Dolmetscherin in der Klasse) und im Verlauf auch Jessica (anfangs eher die Zicke) – an Tiefe gewinnen. Die beiden Hauptfiguren Soley und Damian harmonieren sehr gut und ergeben ein glaubwürdiges Paar.
Die Geschichte liest sich flüssig, und die Konflikte werden nicht unnötig in die Länge gezogen, was ich sehr erfrischend finde. Ein schöner Jugendroman und ein gelungener Auftakt einer interessanten Reihe.
Da die Dolmetscherin in manchen Rezensionen kritisiert wird, möchte ich betonen: Das Buch ist Fiktion, keine Dokumentation. Die Autorin versucht, Soley dadurch eine Stimme zu geben und das ist ihre Art der literarische Umsetzung.
Wichtig finde ich auch: Soleys Zurückhaltung entsteht nicht durch ihre Gehörlosigkeit, sondern aus den Traumata und negativen Erfahrungen an den vorherigen Schulen.
❗️❗️❗️Achtung, Spoiler zum Ende:❗️❗️❗️
Das Ende mit der Implantation eines Cochlea-Implantats (CI) ist für mich eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung. Soley war nicht von Geburt an gehörlos, sondern konnte in ihrer frühen Kindheit hören. Warum sollte sie diese Fähigkeit nicht zurückerlangen wollen?
Es gibt gehörlose Menschen, die sich für ein CI entscheiden – und andere, die es ablehnen, weil ihre Sprache bereits eine vollwertige Sprache ist und nicht als Behinderung verstanden werden will. Beide Wege sind legitim und Ausdruck persönlicher Entscheidung.
Dass die Autorin diesen Weg für ihre Figur gewählt hat, ist eine künstlerische Entscheidung und Teil ihrer Geschichte. Sie spricht damit nicht der Gehörlosengemeinschaft ihre Existenz ab, sondern zeigt einen möglichen individuellen Wegs.
In der Buchhandlung an der Charing Cross Road 200 wird ein unbeliebter Kollege mit einem Messer im Rücken gefunden. Während Scotland Yard ermittelt, beginnen auch die Angestellten Sally und Johnny auf ...
In der Buchhandlung an der Charing Cross Road 200 wird ein unbeliebter Kollege mit einem Messer im Rücken gefunden. Während Scotland Yard ermittelt, beginnen auch die Angestellten Sally und Johnny auf eigene Faust zu schnüffeln. Zwischen Gerüchten über Geister, verdächtigen Kunden und Wanderern Auffälligkeiten tasten sie sich Schritt für Schritt an die Wahrheit heran.
Dieser Krimi hat mich vor allem mit seinem stimmungsvollen Bild des Londons der 50er Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg überzeugt. Zwischen verregneten Straßen, der besonderen Höflichkeit jener Zeit und dem Charme eines alten Antiquariats entfaltet sich eine angenehme „Cozy-Crime“-Atmosphäre. Man merkt allerdings, dass die Art der Krimierzählung aus einer anderen Zeit stammt. Sie ist gemächlich, stellenweise ein wenig altmodisch, aber auch mit genau diesem Charme, der heute selten geworden ist.
Ich finde es schön, das Henrietta Hamilton ein Comback bekommen hat.
Wer bei einem Krimi auf gemütliche Spurensuche statt rasanter Action setzt, ist hier genau richtig.
4 von 5 Sterne, da mich doch ein paar Längen beim Lesen kämpfen haben lassen.
„Yara’s Heart“ entführt euch Landratten in die Zeit der klassischen Piraterie, wie wir sie kennen. In der Karibik ist Kapitänin Mary Fulfort auf dem Weg zu ihrem Traum vom Ruhestand. Doch obwohl sie nicht ...
„Yara’s Heart“ entführt euch Landratten in die Zeit der klassischen Piraterie, wie wir sie kennen. In der Karibik ist Kapitänin Mary Fulfort auf dem Weg zu ihrem Traum vom Ruhestand. Doch obwohl sie nicht an Seemannsgarn glaubt, werden ihr Schiff, ihre Mannschaft und ihre Beute Opfer eines Kraken – und seiner geheimnisvollen Herrin: einer Sirene.
Diese Sirene trägt eine tragische Vergangenheit mit sich und versucht, ihre Herkunft und ihren Fluch zu entschlüsseln.
Beide Gegnerinnen – Piratin und Sirene – müssen in dieser rauen, von Männern und Mythen beherrschten See ihren Weg gehen.
Seit ich klein bin, zieht es mich zu Piraten und ihren Abenteuern auf hoher See hin. Lange waren sie im Mainstream jedoch vergeblich zu suchen, bis Fluch der Karibik die Freibeuter neu belebte.
Dieses Buch hatte deshalb sofort meine Aufmerksamkeit, und ich habe mich sehr gefreut, bei der Leserunde auf LovelyBooks dabei sein zu dürfen.
Die beiden Hauptcharaktere sind in all ihren Facetten überzeugend dargestellt, und die Welt um sie herum wirkt sehr authentisch – das hat mir besonders gut gefallen. Die mystischen Elemente verweben sich perfekt mit dem harten Leben auf dem Meer.
Wer Abenteuer, Piraten, Nixen, epische Seeschlachten und eine Prise Romantik mag, ist bei „Yara’s Heart“ genau richtig.
Passt nur auf, dass eure Herzen an der richtigen Stelle bleiben!
Anis und ihre Freunde haben mich sofort in ihre zauberhafte Welt entführt.
Schon auf den ersten Seiten entfaltet sich eine Atmosphäre, die stark an die melancholisch-schöne Magie von Studio Ghibli erinnert: ...
Anis und ihre Freunde haben mich sofort in ihre zauberhafte Welt entführt.
Schon auf den ersten Seiten entfaltet sich eine Atmosphäre, die stark an die melancholisch-schöne Magie von Studio Ghibli erinnert: Naturgeister, Tiere mit Persönlichkeit, zarte Freundschaften und ein unterschwelliger Zauber.
Die Geschichte wirkt gleichzeitig verwunschen und vertraut. Wie bei Mein Nachbar Totoro entsteht dieser „Cozy-Fantasy“-Effekt, der nicht auf Krawall, sondern auf Stimmung, Figuren und Gefühl setzt.
Anis ist eine Herzseherin und kann mit Geistern und Göttern in Kontakt treten.
Besonders ihre Begegnungen mit den Waldbewohnern waren für mich das ein Herzstück der Geschichte.
Ihr stiller, aber entschlossener Kampf gegen die Zerstörung der Natur und das Vergessen der alten, mystischen Wesen macht sie zu einer starken und entschlossenen Heldin.
An wenigen Stellen hätte ich mir etwas mehr erzählerische Tiefe gewünscht, und das Erzähltempo schwankt gelegentlich. Doch der insgesamt positive Eindruck überwiegt bei weitem.