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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.10.2020

Eine humorvolle Geschichte mit kleinen Sprachfehlern

Urmel: Urmel aus dem Eis
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Schon als Kind mochte ich die Geschichte um das kleine Urmel, den Professor Tibatong und die anderen Tiere auf der Insel sehr gerne. Doch auch als Erwachsene finde ich dieses Buch immer noch äußerst unterhaltsam. ...

Schon als Kind mochte ich die Geschichte um das kleine Urmel, den Professor Tibatong und die anderen Tiere auf der Insel sehr gerne. Doch auch als Erwachsene finde ich dieses Buch immer noch äußerst unterhaltsam. Es ist in einem witzigen Erzählstil geschrieben und die kleineren Sprachfehler der Tiere sind einfach auch sehr komisch - vor allem, wenn man versucht die Texte laut vorzulesen - gar nicht so einfach. Eine tolle Vorlesegeschichte!

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Veröffentlicht am 18.10.2020

Emotionaler und ehrlicher Erlebnisbericht

Mehr als wir uns erträumten
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Meines Erachtens nach wird in der Gesellschaft viel zu wenig über das Thema Frühgeburt oder Fehlgeburt gesprochen - dabei betrifft es so viele Frauen und Familien. Deswegen bin ich froh, dass es dieses ...

Meines Erachtens nach wird in der Gesellschaft viel zu wenig über das Thema Frühgeburt oder Fehlgeburt gesprochen - dabei betrifft es so viele Frauen und Familien. Deswegen bin ich froh, dass es dieses Buch gibt. Der finnische Schriftsteller Juha berichtet über die 3. und 4. Schwangerschaft seiner Frau Rose. Ungeschliffen erzählt er seine Sorgen, Ängste, und zarte Sprösslinge der Hoffnung. Ich konnte dieses Buch nicht an einem Stück lesen, sondern brauchte zwischen manchen Abschnitten ein paar Tage Pause, aber seine Ehrlichkeit, mit der er auch über düstere Gedanken und Wünsche berichtet, haben mich emotional sehr bewegt. Besonders gut finde ich es auch, dass er das aus Sicht seiner Mann- und Vaterrolle schreibt, wobei er offen zugibt, dass diese Sichtweise sich oft von der seiner Frau unterscheidet. Aber auch das gehört zu diesen schwierigen Situationen dazu. Ein Buch, was sehr viel Nähe und Offenheit zulässt und den Blick für ein Tabuthema eröffnet.

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Veröffentlicht am 17.10.2020

Wie der Vater, so der Sohn

Das Rosie-Resultat
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Don zieht mit seiner Rosie zurück nach Australien, da Rosie die Möglichkeit bekommt ihre wissenschaftliche Karriere voran zu treiben. Auch Don hat ziemlich schnell eine neue Stelle als Genetiker gefunden ...

Don zieht mit seiner Rosie zurück nach Australien, da Rosie die Möglichkeit bekommt ihre wissenschaftliche Karriere voran zu treiben. Auch Don hat ziemlich schnell eine neue Stelle als Genetiker gefunden - doch für Hudson ist der Umzug, die neue Umgebung und vor allem die neue Routine nicht leicht. In der neuen Schule fällt er durch unkontrolliertes Verhalten auf und auch Don erlebt einen einschneidendes Erlebnis, weswegen er rassistischer Ansichten beschuldigt wird. Das sind Gründe genug, warum Don ein neues Projekt startet: das Hudson-Projekt. Er kündigt seinen Job, um sich mehr um Hudson zu kümmern. Vor allem soziale und motorische Kompetenzen soll er erweben, damit er sich den gesellschaftlichen Konventionen und Anforderungen anpassen und besser bzw. unauffälliger mit dem Strom schwimmen kann. Doch die ersten Programmpunkte liefern leider nicht den gewünschten Effekt: eher im Gegenteil. Die schulischen Probleme von Hudson verstärken sich, sodass die Schulleitung auf einem Test zur Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung besteht. Don und Rosie sind nun damit konfrontiert eine Entscheidung zu treffen: wollen sie Hudson auf Autismus testen lassen oder nicht? Nebenbei erfährt der Leser weitere Eigenschaften von Don und auch seinem Vater, sodass offensichtlich wird, dass bestimmte Charakterzüge, Eigenschaften und Vorlieben schon seit Generationen in Dons Familie vorliegen.

Mich hat das Buch wieder sehr bewegt und ich finde es genauso gelungen wie den ersten Teil der Reihe. Das Thema Autismus ist wesentlich presenter als im ersten Band und sowohl Hudson als auch Don sehen sich mit Vorurteilen gegenüber Autismus konfrontiert - entdecken sich selbst aber auf eine bestimmte Art und Weise auch in den Beschreibungen von Menschen mit Autismus wieder. Ganz besonders hat mir aber gefallen, dass es Graeme Simsion schafft den Menschen unmittelbar in den Mittelpunkt der Geschichte zu rücken und zwar unabhängig von einer bestätigten Autismusdiagnose. Immer wieder werden gängige Charakterzüge und Eigenschaften von autistischen Menschen mit dem Verhalten der handelnden Personen gegenübergestellt und so die Individualität der Personen betont. Ein sehr gelungenes und einfühlsames Buch. Und wieder sehr humorvoll und unterhaltsam geschrieben!

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Veröffentlicht am 17.10.2020

Die Liebe zu sich selbst finden

Die Liebe zu den nicht perfekten Dingen
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Dieses Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Zu vielen kleinen Themen werden kurze Geschichten und Annekdoten erzählt. Anschließend werden viele kleine Gedanken und Impulsideen vermittelt wie man leichter ...

Dieses Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Zu vielen kleinen Themen werden kurze Geschichten und Annekdoten erzählt. Anschließend werden viele kleine Gedanken und Impulsideen vermittelt wie man leichter mit bestimmten Themen z.B. Achtsamkeit und Selbstliebe umgeht und so leichter und mehr bei sich durch das Leben geht. Dazu sind die Bilder wunderschön inszeniert. Ein Buch, dass den Leser auf eine ganz andere Reise mitnimmt und sich selbst ein Stück weit näher bringt.

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Veröffentlicht am 30.08.2020

Nichts ist beständiger als die Veränderung

Ein Gefühl von Hoffnung
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Nach dem ersten wundervollen Teil der „Ruhrpott-Saga“ mit „Ein Traum vom Glück“ hatte ich hohe Erwartungen an den zweiten Teil. Und nach dem Lesen kann ich resümieren, dass diese Erwartungen auf der einen ...

Nach dem ersten wundervollen Teil der „Ruhrpott-Saga“ mit „Ein Traum vom Glück“ hatte ich hohe Erwartungen an den zweiten Teil. Und nach dem Lesen kann ich resümieren, dass diese Erwartungen auf der einen Seite vollkommen gerechtfertigt waren und auf der anderen Seite zu meiner Freude wieder vollkommen erfüllt worden.
Das Leben der Familie Wagner geht nach Katharinas Tod unbeirrt weiter. Inzwischen sind ganze sieben Jahre vergangen. Einiges hat sich verändert; anderes knüpft direkt an die Geschehnisse von vor sieben Jahren an, sodass sich weitere Träume erfüllt und andere aufgegeben werden musste. Dadurch sind zur Episode, in der der zweite Teil spielt, neue Hoffnungen entstanden, die jedoch aufgrund weiterer Veränderungen im Dilemma zwischen Verwirklichung und Aufgabe stehen.
Inge musste ihren Traum vom Abitur und einem anschließenden Studium verabschieden, um ihren kleinen Bruder großziehen zu können. Derzeit arbeitet sich auf Teilzeitbasis in einer Buchhandlung. Derweil plant ihr Verlobter Peter mit immer konkreter werdenden Plänen ihre Hochzeit. Aber irgendwie fühlt sich die Beziehung von Inge eher bedrückend als beglückend an und so steht sie vor der Entscheidung den Weg der Beziehung, Vertrautheit und ein Stück weit der Zukunft einer normalen Hausfrau einzuschlagen oder den Weg der offenen und ungewisseren Zukunft mit der Chance auf eine glücklichere Liebe einzuschlagen.
Auch Johannes Leben verläuft nicht eintönig seit er die erste Liebe seines Lebens aufgeben musste. Inzwischen ist er mit Katharinas Freundin Hannah verlobt; doch auch die beiden scheinen sich im Laufe der Zeit eher zu entfernen als das sie weiter zueinanderfinden. Nebenbei macht er sich große Sorgen um seinen Sohn Jakob. Dieser ist offiziell als Karls Sohn eingetragen, sodass Johannes keine gesetzlichen Recht als anerkannter Vater besitzt. Als Jakob Schwierigkeiten in der Schule bekommt, obwohl er ein außergewöhnliches mathematisches Talent besitzt, stellt dies Johannes vor eine innerliche Zerreißprobe, da er seinem Sohn in der Öffentlichkeit nicht so beistehen und ihn unterstützen kann, wie er möchte. Zusätzlich dazu muss er sich eine neue Liebe eingestehen, die ihn zunächst sehr aus der Bahn wirft.
Und auch die weiteren Charaktere, neben diesen beiden Hauptdarstellern, müssen eine Brücke zwischen Hoffnungen und den realen Erlebnissen überwinden. Bärbel hat ebenfalls mit Problemen in der Schule zu tun, die jedoch eher auf ihre starke Willenskraft, ihre Selbstständigkeit und den Wunsch für ihre Ansichten einzutreten, zurückzuführen sind. Die Nachbarsfamilie um Klaus hat mit der Alkoholsucht und der Medikamentenabhängigkeit der Eltern zu kämpfen, während auch noch der älteste Sohn der Familie, Manfred, mit seinem Verhalten in der Gesellschaft aneckt und dann plötzlich verschwindet. Und Oma Mine versucht die Familie und Nachbarschaft in dem ganzen Chaos zusammenzuhalten, für alle zu Sorgen und zu wenig um sich selbst zu kümmern, sodass das Leben auch für sie eine besondere Wendung einschlägt.
Die begonnene Geschichte der Charaktere wird eine großartige, ansprechende, liebevolle und doch sehr realistische Weise weitererzählt. Ich habe die Lesestunden sehr genossen und kann das Buch wärmstens weiterempfehlen. Allerdings sollten, meiner Ansicht nach, die Geschehnisse des ersten Teils der Leserschaft bekannt sein.

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