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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Magie und Geheimnisse um die Anderwelt

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
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Irida und ihre Freunde Cedric, Jinjin und Jeremy sind die Bande der Furchtlosen. Sie wohnen im Städtchen Hohenburg, wo es neben einem Schloss noch einige Ungereimtheiten gibt. Ob es wirklich spukt im Schloss? ...

Irida und ihre Freunde Cedric, Jinjin und Jeremy sind die Bande der Furchtlosen. Sie wohnen im Städtchen Hohenburg, wo es neben einem Schloss noch einige Ungereimtheiten gibt. Ob es wirklich spukt im Schloss? Die seltsamen Ereignisse führen Irida auf die Spur einer geheimen Anderswelt und lassen sie viel Neues über sich selbst erfahren. Irida und ihre Freunde wissen bald nicht mehr, wem sie vertrauen können. Und dann ist da ja auch noch das allgegenwärtige Kaninchen...

Das Buch ist der erste Band der Reihe um Irida und ihre Freunde. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich im Geschehen wirklich zurechtgefunden habe. Dann aber habe ich die Handlungssträngen sehr genossen, gerade auch um die seltsamen Geschöpfe, die aus der geheimen Anderswelt in unsere Welt hineinspielen. Wie gut, dass die Furchtlosen sich mit den Sagen und Legenden rund um ihre Stadt beschäftigen, denn diese werden ihnen weiterhelfen. Jeder der vier Furchtlosen hat so seine Handicaps, doch jeder hat auch ganz eigene Talente, und gemeinsam lösen sie auch den schwierigsten Fall. Ihre Freundschaft ist ihnen allen sehr wichtig. Es bleiben noch viele Fragen offen, so dass genügend Stoff für Fortsetzungen bleibt. Ich bin schon sehr gespannt darauf.

Das Fantasy-Buch um die geheime Anderswelt, die an die unsrige gekoppelt ist, wendet sich an junge Leser ab 11 Jahren. Auch ich habe mit viel Spaß die Geschichte gelesen, obwohl ich der Altersempfehlung längst entwachsen bin. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 24.03.2026

Herausfordernder Fall

Der Kuckucksjunge
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In Kopenhagen verschwindet die geschiedene Mutter Silje Thomsen. Auf ihrem Handy entdecken die Ermittler einen Abzählreim sowie zum Schluss die Worte “Hab dich”. Kommissarin Naia Thulin findet Zusammenhänge ...

In Kopenhagen verschwindet die geschiedene Mutter Silje Thomsen. Auf ihrem Handy entdecken die Ermittler einen Abzählreim sowie zum Schluss die Worte “Hab dich”. Kommissarin Naia Thulin findet Zusammenhänge zum Fall einer 19-jährigen Schülerin, die auch solche Nachrichten erhielt, kurz bevor sie ermordet wurde. Und diese beiden Toten sind nur der Anfang einer Reihe von Menschen, die immer nach dem Abzählreim verschwinden...

Das Buch ist nach dem Erfolg des “Kastanienmanns” der zweite Thriller von Søren Sveistrup. Naia Thulin hat bereits im ersten Band der Reihe mit dem eher verschlossenen Ermittler Mark Hess zusammen gearbeitet, und eigentlich wollte sie das nicht wiederholen... Doch erneut findet sie sich in enger Zusammenarbeit mit ihm. So schwierig die Zusammenarbeit der beiden erscheint, ergänzen sie sich doch sehr gut in einem äußerst herausfordernden Fall. Die Geschichte, die zu den Morden führt, gibt lange Rätsel auf, wobei die Auflösung genial gestrickt ist. Das Privatleben der beiden Ermittler spielt eine große Rolle, man kann hier gut die Entwicklung der einzelnen Charaktere nachverfolgen. Viele Handlungsfäden lassen zunächst mal etwas Verwirrung aufkommen, doch schnell hatte ich mich hier zurechtgefunden und habe mitgerätselt, warum ein harmloser Kinderreim zu einem grausamen Tod führen kann.

Auch dieser Thriller hat mich bestens unterhalten können, wie schon sein Vorgänger. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Fälle mit Naia Thulin und Mark Hess.

Veröffentlicht am 20.03.2026

Ungeschönt und dabei äußerst einfühlsam

Narbenmädchen
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Lara ist fünfzehn. Die nächsten vier Wochen wird sie wegen psychischer Probleme in einer Kurklinik verbringen. Sie ritzt sich regelmäßig, das verschafft ihr Erleichterung, wenn alles andere über ihr zusammenzubrechen ...

Lara ist fünfzehn. Die nächsten vier Wochen wird sie wegen psychischer Probleme in einer Kurklinik verbringen. Sie ritzt sich regelmäßig, das verschafft ihr Erleichterung, wenn alles andere über ihr zusammenzubrechen droht. Deshalb musste sie auch alle Rasierklingen gleich zu Beginn der Kur abgeben. Doch klammheimlich hat sie welche mit hineingeschmuggelt. Nichts in dieser Kur scheint wirklich zu helfen. Doch dann fangen Lara, Finn und Neo an, über den Grund ihres Kuraufenthaltes zu sprechen. Und das hilft mehr als alles andere...

Lara ist ein Mädchen, das sich mit psychischen Problemen herumschlägt. Anfangs weiß der Leser noch nicht in allen Einzelheiten, was der Hintergrund dazu ist, und mit Lara zusammen fühlt man, wie vergebens die Kur doch sein wird. Die drei jungen Menschen finden ihre Inseln, in denen sie sie selbst sein können. Das kann dann schon mal eine Sauferei sein, wobei die Jugendlichen schnell merken, wie wenig sinnvoll diese Aktion ist. Doch nach und nach gelingt es ihnen, tiefer ins Thema zu gleiten, und sie nehmen den Leser mit auf ihre Weiterentwicklung. Sehr gut kommt dabei heraus, wie verletzlich alle drei jungen Menschen sind. Die Geschichte wirkt sehr authentisch, insbesondere da sie aus Laras Sicht erzählt wird. Da schwingt vor allem anfangs auch viel Wut mit, ungefiltert und ungehindert, wie Lara sie selbst empfindet. Am Ende des Buches sind hilfreiche Adressen gelistet, für alle Leser, die selbst Hilfe brauchen.

Dieser ungeschönte Roman über psychische Probleme bei Jugendlichen überzeugt mit der Einfühlsamkeit, in der das Geschehen geschildert wird. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 20.03.2026

Verwirrend

Die Geister von La Spezia
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Italien, 1822. Nach dem Tod ihres Mannes, dem Dichter Percy Bysshe Shelley, trauert Mary Shelley um ihn. Sie ist bekannt für ihren Roman Frankenstein. Ermittlerin Pat soll die Umstände seines Todes klären, ...

Italien, 1822. Nach dem Tod ihres Mannes, dem Dichter Percy Bysshe Shelley, trauert Mary Shelley um ihn. Sie ist bekannt für ihren Roman Frankenstein. Ermittlerin Pat soll die Umstände seines Todes klären, dafür muss sie in die Erinnerungen von Mary eintauchen, erzählte ihr Mann doch seit Jahren von Geistern und Visionen. Indem Pat mit Mary deren Erinnerungen erlebt, wird sie Zeugin unerklärlicher Geschehnisse und dunkler Geheimnisse.

Diese Geschichte fußt teilweise auf wahren Begebenheiten, insofern fand ich es spannend, mich mit den Ereignissen vor und rund um den Tod von Shelley zu beschäftigen. Eingetaucht bin ich dabei in eine Welt, in der Männer das alleinige Sagen hatten. Es tauchen eine Menge Personen auf, und schon bald hatte ich Schwierigkeiten dabei, diese richtig zueinander in Bezug zu setzen. Schnell stellte sich bei mir ziemlich viel Verwirrung ein, zu der sich noch mehr gesellte, als im Verlauf der Geschehnisse die Erinnerungen ineinander fließen. Eigentlich bin ich bisher mit den Büchern von Oliver Plaschka gut gefahren, aber dieses Buch hat mich nicht wirklich in die Geschichte hineinziehen können. Ich habe es dennoch zu Ende gelesen, aber ob das wirklich so einen echten Unterschied macht?

Wer sich mehr mit der Lebenswelt von Mary Shelley und Percy Bysshe Shelley beschäftigen möchte und dabei auch einige langatmige Durststrecken durchhalten kann, wird vermutlich weniger Verwirrung merken als ich bei der Lektüre. Ich selbst kann das Buch nur sehr verhalten weiter empfehlen und vergebe 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 13.03.2026

Faszinierende magische Welt

Die Chroniken von Mistle End 3: Der Untergang droht
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Die entscheidende Schlacht um Mistle End steht an – und für die Welt der magischen Lebewesen, denn Crutch hat viele finstere Gestalten auf seine Seite gezogen, um Cedrik zu schlagen und die Macht über ...

Die entscheidende Schlacht um Mistle End steht an – und für die Welt der magischen Lebewesen, denn Crutch hat viele finstere Gestalten auf seine Seite gezogen, um Cedrik zu schlagen und die Macht über die gesamte Welt zu übernehmen. Der junge Druide hat bereits die Hilfe von seinen magischen Freunden Emily und Elliot, und zusammen mit den beiden bricht er auf, um weitere Hilfe zu ersuchen. Dabei findet er auch seine Mutter, die Baumnymphe, Tochter von Cerunnos, gebannt in einen Baum, so dass sie ihn nicht verlassen kann. Crutch aber zeigt sich nicht nur erbarmungslos in seinen Vorbereitungen für den Kampf, sondern auch findig in der Suche nach dunklen Verbündeten. Wird es Cedrik gelingen, die Schlacht für sich und für den Erhalt der magischen Welt zu entscheiden?

Das Buch ist der dritte Band der Chroniken von Mistle End und damit der Abschluss dieser Geschichte. Wieder einmal taucht der Leser in die Welt von Mistle End ein, Refugium für magische Wesen. Hier wimmelt es von Hexen, Trollen, Gestaltwandlern und noch vielem mehr, und jeder von ihnen hat seine Begabung. Einige Mythen über alte Götter sind in die Geschichte eingebaut, verbunden mit einer Prophezeiung, die schwer zu deuten ist und eigentlich erst nach all den Ereignissen wirklich Sinn ergibt. Das zu entdecken, ist äußerst faszinierend beschrieben. Spannend ist es auch, die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen. Und obwohl diese Trilogie endet, gibt es bereits eine Fortsetzung in der Reihe über den Druiden von Mistle End, da bin ich schon sehr darauf gespannt.

Der Abschluss der Trilogie hat mich mit seiner magischen Welt von Anfang an begeistern können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.