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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

Starker Auftakt der neuen Reihe

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Das neue Dreamteam Luise Menkhoff und Ramin Brunner begegnen sich bei dem dramatischen Entführungsfall eines kleinen Mädchens.
Luise bietet sich als externe Beraterin an, weil sie selbst im Alter von fünf ...

Das neue Dreamteam Luise Menkhoff und Ramin Brunner begegnen sich bei dem dramatischen Entführungsfall eines kleinen Mädchens.
Luise bietet sich als externe Beraterin an, weil sie selbst im Alter von fünf Jahren von vielleicht dem gleichen Psychopaten entführt wurde. Bewacht wurde sie damals von Nicole Klement, die ebenfalls vermisst wird.
Dr. Joachim Lichner, Luises damaliger Entführer, wurde kürzlich wegen guter Sozialprognose vorzeitig aus der Haft entlassen. Die Zeit drängt.


Ein spannender und emotionaler Thriller, aber wenn Dietmar Wunder einen bereits guten Thriller liest, dann erlebt man als Hörer noch unzählige Gänsehaut-Momente mehr. Ich liebe Dietmar Wunders Stimmfarbe und die Emotion in seiner Stimme. Die passen hervorragend zu Arno Strobels Thrillern.
Luise Menkhoff und Ramin Brunner ihrerseits passen auch gut zusammen, unterstützen sich gegenseitig mit ihrem Wissen, Luises eidetischem Gedächtnis und mit Ramins Erfahrung.
Ein leises Knistern in ihrer Beziehung ist auch schon zu erkennen, wobei Ramons Kollege da vielleicht in Zukunft ein Wörtchen mitreden wird.
Der Fall ist vertrackt und lebensgefährlich. Die Ermittler geraten in Sackgassen und erleben einige Fehleinschätzungen.
Der Hörer wird gegen Ende mal von der einen Seite, mal von der anderen Seite überrascht und wenn man die eine Wendung verdaut hat, kann die Lösung schon wieder in einer anderen Richtung liegen, Chaos, Durchblick, Show-Down.
Ich liebe es und freue mich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Außergewöhnlicher Plot

Locked in
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Paul Maertens ermittelt in mehreren Vermisstenfällen in Heidelberg. Als er endlich eine brauchbare Spur verfolgt, gerät er in Not und erschießt den vermeintlichen Täter. Der Täter fällt ins Wachkoma und ...

Paul Maertens ermittelt in mehreren Vermisstenfällen in Heidelberg. Als er endlich eine brauchbare Spur verfolgt, gerät er in Not und erschießt den vermeintlichen Täter. Der Täter fällt ins Wachkoma und kann nichts mehr bei der Suche nach den Opfern beitragen. Die Zeit wird knapp…
Maertens ist verzweifelt und ergreift die einzige Chance, die ihm seiner Meinung noch bleibt. Er kontaktiert einen berühmten Neurologen, der eine Methode entwickelt hat, die Gedanken eines Komapatienten zu lesen. Die Methode ist nicht nur wissenschaftlich umstritten.

Henry Faber hat einen außergewöhnlichen Plot zu einem spannenden Thriller verarbeitet.
Kurze Kapitel mit verschiedenen Sichtweisen und Rückblicken im gut lesbaren Schreibstil treiben den Leser förmlich durch die Seiten. Während der Leser den Druck unter dem Maertens steht, mitempfindet, werden Szenen eines eingesperrten Opfers eingestreut. Stellenweise sind die verschieden Erzählebenen verwirrend, aber sie werden genial wieder zusammengeführt.
Der einzige Kritikpunkt, zugegebenerweise auf hohem Niveau, ist, dass ich keine Beziehung zur Paul Maertens aufbauen konnte. Er blieb mir fast bis zum Schluss fremd, aber das ist subjektiv. Die Spannung hat mich mitgerissen. Ich wurde gut unterhalten und war überrascht über einige Wendungen, die für mich nicht vorhersehbar waren.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Ein außergewöhnlicher Thriller

Notizen eines Killers
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Die alleinerziehende Krankenschwester Emilie findet ein liegengebliebenes gelbes Notizheft bei ihrer Feierabend-Muße-Stunde in einem Straßen-Cafe.
Nach einem Blick ins Heft, fängt sie fasziniert an zu ...

Die alleinerziehende Krankenschwester Emilie findet ein liegengebliebenes gelbes Notizheft bei ihrer Feierabend-Muße-Stunde in einem Straßen-Cafe.
Nach einem Blick ins Heft, fängt sie fasziniert an zu lesen. Jemand hat handschriftlich eine spannende Geschichte um einen Auftragsmörder verfasst. Emilie liest gebannt von mehreren Verbrechen, die so genau beschrieben wurden, dass sie sich fast real anfühlen. Nach kurzer Recherche entdeckt Emilie, dass Morde und Opfer tatsächlich real sind.


Das ist das erste Buch, dass ich von Ansgar Sittmann gelesen habe. Ich finde es faszinierend, wie der Autor langsam, aber stetig eine bedrohliche Kulisse aufbaut.
Anfänglich hatte ich Probleme, den roten Faden zu finden. Die mögliche Fantasie eines unbekannten Autors, Emilies Recherchen, ihr Umgang mit dem Wissen und ein unheilbar kranker Mann führten mich jedoch immer tiefer in die bedrohliche Situation.
Der leichte, gut lesbare Schreibstil trieb mich praktisch durch die Seiten und ließ mich doch viel zu schnell zum Ende kommen. Zum Schluss hätte ich mir noch etwas mehr Aufklärung gewünscht. Aber trotzdem kann ich eine klare Leseempfehlung für diesen spannenden, etwas anderen Thriller geben.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Fesselnder Psychothriller

Das Signal
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Als Viola Decker aufwacht, weiß sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Ihr wurde ein Unterschenkel amputiert. Ihr Leben wird sich von jetzt an drastisch ändern.
Eines ist ihr sofort klar, Adam, ihr smarter, ...

Als Viola Decker aufwacht, weiß sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Ihr wurde ein Unterschenkel amputiert. Ihr Leben wird sich von jetzt an drastisch ändern.
Eines ist ihr sofort klar, Adam, ihr smarter, erfolgsverwöhnter Ehemann wird diese Belastung nicht lange ertragen können.
Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, hat Adam bereits eine rumänische Vollzeitpflegerin, ohne Violas Einverständnis, engagiert.
Tag für Tag ist Adam seltener zu Hause. Über die Gründe seiner Abwesenheit belügt er sie. Viola kämpft um Gewissheit und stattet sich mit winzigen GPS-Trackern aus.


Das ist mal wieder ein Psychothriller, wie ich ihn mag, voller Spannung, Raffinesse und technischen Tricks.
Es ist für mich immer wieder faszinierend, dass Ursula Poznanski ständig neue Themen beleuchtet und spannende Psychothriller daraus bastelt.
Die Stimmung in diesem Thriller ist von Anfang an gespannt, lauernd und skeptisch. Viola gibt sich keiner naiven Hoffnung hin, dass die Beziehung zu ihrem Ehemann Adam unbeschadet durch diese Kriese kommt. Sie bereitet sich innerlich auf eine Abkühlung von Adams Gefühlen vor. Was sie dann erwartet, fordert einen klugen Plan von ihr. Ihre Bemühungen aus eigener Kraft wieder mobil zu werden, treiben dem Leser Schweißtropfen auf die Stirn und Gänsehaut am ganzen Körper. Die Zeichnung der Protagonisten in Violas Umgebung könnte unterschiedlicher nicht sein. Die eine Freundin lebenslustig, die andere wunderschön, aber sehr zurückhaltend und introvertiert, die hilfsbereiten, netten Nachbarn, die wortkarge Pflegerin sowie der undurchsichtige und betrügerische Ehemann.
Ich muss gestehen, dass ich von Anfang an einen gewissen Verdacht hatte und im Laufe des Thrillers dieser Verdacht sich verdichtete, aber letztendlich will ich nicht spoilern.
Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen, wünsche euch viel Spaß und Spannung. Ich fiebere schon dem nächsten Thriller von Ursula Poznanski entgegen.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Unrealistisch? Hoffentlich!

Der Tower
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Ein Jahr lang kostenlos im hochmodernen Pramtower mitten in Berlin wohnen. Was für ein Angebot für die arbeitslose und bald wohnungslose Galeristin Nova. Sie zieht in ein Luxus-Apartment mit KI gesteuertem ...

Ein Jahr lang kostenlos im hochmodernen Pramtower mitten in Berlin wohnen. Was für ein Angebot für die arbeitslose und bald wohnungslose Galeristin Nova. Sie zieht in ein Luxus-Apartment mit KI gesteuertem Superservice.
Nach kurzer Zeit wird ihr jedoch klar, einiges ist seltsam in diesem Haus. Die Vormieterin ihres Apartment hat Selbstmord begangen, die Nachbarn verhalten sich eigentümlich genauso wie die KI. Nova muss die Wahrheit herausfinden, bevor es auch für sie zu spät ist.


Was für ein Plot! Anfänglich war ich skeptisch. Wer nimmt schon so einen Gewinn an, aber Ivar Leon Menger hat daraus einen spannenden, Gänsehaut machenden Thriller gebastelt, der mich an mehreren Abenden atemlos zurückgelassen hat.
Eigentlich inszenierte Menger ein 381 Seiten langes Kammerspiel, was mir erst gegen Ende des Buches gewusst wurde. Die Szenen spielen hauptsächlich im Pramtower und bereiten eine Stimmung, die dem Leser manchmal das Atmen schwer werden lässt.
Die KI-Überwachung empfand ich, ähnlich wie Nova, anfangs als sprachlos machender Luxus, im Laufe der Geschichte wurde sie aber zunehmend bedrohlicher. Im Grunde bestätigt der Autor alle bestehenden Ängste der KI gegenüber. Sollen wir noch skeptischer und vorsichtiger gegenüber der KI werden? Oder werden wir spannungsgeladen unterhalten? Vorsicht ist sicher geboten, aber ich denke, Herr Menger wollte uns eher unterhalten.
Nova wirkt auf mich zweidrittel des Buches naiv, wie ein kleines Kind unterm Weihnachtsbaum. Selbst in ihrer Not vertraut bzw. misstraut sie den falschen Menschen. Trotzdem gelingt es dem Autor den Leser zu fesseln und immer wieder Überraschungen einzuflechten, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte.
Die Bücher von Iva Leon Menger überraschen mich immer wieder durch komplett unterschiedliche Szenarien, die unglaublich spannend und faszinierend sind.
Chapeau! Bitte immer weiter so!

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