Profilbild von GrueneRonja

GrueneRonja

Lesejury Star
offline

GrueneRonja ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit GrueneRonja über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2025

Godkillerin hätte man nicht übersetzen können?

Godkiller
0

„Götter sind Parasiten. Sie werden wiederkommen, wenn es Angst gibt, von der sie sich nähren können.“ (6%)

„Kyssenna - »Geboren aus der Liebe zum Meer«“ (2%) ist eine Veiga, eine Godkillerin. Sie hat ...

„Götter sind Parasiten. Sie werden wiederkommen, wenn es Angst gibt, von der sie sich nähren können.“ (6%)

„Kyssenna - »Geboren aus der Liebe zum Meer«“ (2%) ist eine Veiga, eine Godkillerin. Sie hat es sich zum Beruf gemacht, die verbleibenden Götter und ihre Schreine zu zerstören.
Inara ist das Geheimnis ihrer Mutter, und hat selbst eines. Sie ist mit dem Gott der Notlügen verbunden und sucht Kyssen auf, um von ihm getrennt zu werden. Kyssen ist anfänglich nicht begeistert von diesem Auftrag, doch sieht sie etwas in Inara, was sie an sich selbst erinnert.
Elogast ist Bäcker und glücklich mit seinem Leben, doch als der König plötzlich bei ihm auftaucht und einen Auftrag erteilt, fühlt er sich der Freundschaft willen verpflichtet, ihn anzunehmen.
Alle zusammen landen auf einem Pilgerweg nach Blenraden und begeben sich nicht nur auf ein Abenteuer sondern auch unweigerlich in Gefahr.

Kyssen ist ein unsympathischer Charakter, doch im Verlauf der Geschichte habe ich mich an ihre Art gewöhnt. Hätte man das Wort Godkiller nicht übersetzen können, da es ja schon Veiga als Berufsbezeichnung gibt? Göttermörder oder Gotttöter klingt wohl nicht edel genug? Wobei Kyssen nicht sehr edel ist ...
Elogast dagegen ist ein sehr sympathischer Charakter und durch seine Verbindung zum König wirkt er direkt edelmütig. Inara verbindet Elogast und Kyssen miteinander; obwohl sie wie ein Bindeglied erscheint, macht sie doch die größte Entwicklung durch. Es bildet sich eine wirklich angenehme Gemeinschaft.

Godkiller hat mich überrascht, da ich sowohl Gutes als auch nicht so überzeugte Meinungen dazu gehört habe. Doch ich bin gespannt, wie die Geschichte um Kyssen, Elo und Inara weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2025

Du hast doch einen Schatten!

City of Dust and Shadows
0

„Oh, nein, ich danke Ihnen. Ohne Ihre Unfähigkeit hätte ich keinen Grund gehabt, Mademoiselle hier zu retten.“ (Kapitel 3, 11%)

Tess ist 18 Jahre alt, gerade mit der Schule fertig und möchte vor ihrem ...

„Oh, nein, ich danke Ihnen. Ohne Ihre Unfähigkeit hätte ich keinen Grund gehabt, Mademoiselle hier zu retten.“ (Kapitel 3, 11%)

Tess ist 18 Jahre alt, gerade mit der Schule fertig und möchte vor ihrem Medizinstudium ihre Schwester Claire in Paris besuchen. Dort angekommen muss sie jedoch feststellen, dass Claire seit mindestens einer Woche verschwunden ist. Mit größter Mühe erfährt sie von Claires Mitbewohnern von einer Bar, in der ihre Schwester gearbeitet hatte.
Diese Bar befindet sich in einer Seitengasse und ihr Betreten verursacht höllische Kopfschmerzen. „Alkohol hilft gegen die Dimensionsschmerzen“ (Kapitel 2, 7%) Ohne ihr Wissen betritt Tess die Schattenwelt, in der die Anx noch die offensichtlichsten Monster sind. Dort begegnet sie auch Lucien, der nicht nur aussieht wie ein potentieller Bookboyfriend, sondern auch noch ausgesprochen höflich ist. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach Claire, mit einiger Hilfe.

City of Dust & Shadow hat mich mit sich in die Schattenwelt gerissen. Das Zusammenspiel der Charaktere hat mir ebenso gut gefallen, wie die Einführung in die Schattenwelt, die Tess, und damit auch der Leser, erhalten hat. Das Drogenthema fand ich zunächst ziemlich krass, hat aber prima in das Setting gepasst. Ich hatte zwischendurch eine Vermutung, wer der wahre Bösewicht sein könnte, habe aber bis zu dessen Enthüllung immer wieder geschwankt.
Tess macht eine nachvollziehbare Entwicklung durch, die ihre eigenen Traumata hat. Obwohl sie Krav Maga kann und nicht müde wird zu betonen, wie sehr sie das trainiert hat, macht sie das nicht zu einer kalten Kampfmaschine, die alles kann. Das war ganz nett.

Ein tolles Debüt, ich hoffe, da kommt noch mehr von der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2025

absouthinreißend

Wo die Nacht verweilt
0

„Schau nach vorn ins Licht, ermahnt sie sich selbst. Dann wirst du die Schatten hinter dir nicht sehen.“ (Kapitel 1, 2%)

Liska stellt eine Gefahr für ihr Dorf dar, da sie von Magie befallen ist. Ihr Leben ...

„Schau nach vorn ins Licht, ermahnt sie sich selbst. Dann wirst du die Schatten hinter dir nicht sehen.“ (Kapitel 1, 2%)

Liska stellt eine Gefahr für ihr Dorf dar, da sie von Magie befallen ist. Ihr Leben lang hat sie versucht die Magie zu verstecken, zu unterdrücken, doch manchmal ist sie regelrecht aus ihr herausgebrochen und Menschen sind zu Schaden gekommen. Um ein friedliches Leben führen zu können, möchte sie die verwunschene Farnblüte tief im Wald suchen, die nur eine Nacht des Jahres zu finden ist, und sich einen Wunsch erfüllen lassen. Doch als sie auf den Leszy trifft, überredet er sie zu einem Handel. „Ich bin so lange allein gewesen, kleiner Fuchs. Über diesen Wald zu wachen, kostet mich viel Kraft. Deshalb schlage ich dir Folgendes vor: Diene mir für ein Jahr, und wenn du das getan hast, werde ich dir deinen Wunsch erfüllen.“ (Kapitel 3, 6%)

„Der Leszy herrscht im Driadawald und hält die Geister darin in Schach. Er schützt die Reisenden auf ihrem Weg, genau wie die umliegenden Siedlungen. Niemand darf sein Reich betreten, ohne den Tribut zu entrichten […]“ (Kapitel 1, 3%)

Selbstverständlich läuft alles anders, als gedacht. Liska erfüllt das Haus des Leszy mit Leben, er erweckt ihre verkümmerte Magie, und zusammen sind sie unschlagbar. Obwohl sich der Leszy alle Mühe gibt, Liska von sich zu stoßen, kann er ihr nicht widerstehen. „Du bist wie Sonnenlicht. Du hauchst allem, was du berührst, Leben ein.“ (Kapitel 23, 58%)

Ich liebe dieses Buch, es hat einen Ehrenplatz in meinem Regal bekommen, weil es so hübsch ist und die Geschichte mir einfach unglaublich gut gefallen hat. Es erinnert entfernt an Die Schöne und das Biest, wobei nicht sicher ist, wer von beiden sich für das Biest hält. Die Charaktere sind liebenswürdig, ihre Entwicklungen nachvollziehbar und interessant zu beobachten. Das Magiesystem ist beeindruckend und der sich entwickelnde Konflikt sehr spannend. Ich habe das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und weilte noch lange danach mit Liska im Driadawald.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.09.2025

leider passiert nicht so viel

Das Schicksal der Fluchträger - Teil 1: Träume und Erinnerungen
0

„Willst du`s immer noch nicht begreifen? Es hast dich auserwählt! Aus Tausenden von Tausenden! Dich!“ (21%)

Dieses Buch habe ich bei einem Gewinnspiel des Autors auf Instagram gewonnen; die Karte dazu ...

„Willst du`s immer noch nicht begreifen? Es hast dich auserwählt! Aus Tausenden von Tausenden! Dich!“ (21%)

Dieses Buch habe ich bei einem Gewinnspiel des Autors auf Instagram gewonnen; die Karte dazu sieht hinreißend aus. Doch leider konnte das Buch mich nicht fesseln und ab 64% habe ich quer gelesen und festgestellt, dass mein Eindruck sich bis zum Ende durchzieht.

Fionn und Kellen sind zwei Freunde, die dem Ort, in dem sie leben, gerne entkommen würden. Sie planen das verlassene, gestrandete Boot an der Küste auf Vordermann zu bringen. Doch dann finden sie ein Schwert, das ihnen unheimlich vorkommt. Fionn möchte beweisen, dass er genauso stark wie Kellen ist und zieht das Schwert aus seiner Scheide, nur um von düsteren Visionen übermannt zu werden. Später schieben die beiden Jungen dies auf die sommerliche Hitze und gehen ihrem ganz normalen Tagen nach.
Bis ein dunkles Eisenschiff an ihrer Küste auftaucht und das ganze Dorf in Gefahr bringt.

Das Buch startet gemächlich und ab ca. 50% nimmt die Spannung langsam zu. Der Schreibstil ist sehr detailliert und es wird viel Zeit auf die Charakterbeschreibungen und -entwicklungen verwendet. Es wurden besonders häufig „nich“ und „is“ in der wörtlichen Rede verwendet, und ich bin mir nicht sicher, ob das Absicht war. Leider gab es auch einige Sätze, die anders endeten als sie geplant waren, oder falsche Zeitformen von Verben.

Das Schicksal der Fluchträger wird aus vier wechselnden Perspektiven erzählt: von den zwei Freunden Kellen und Fionn, dem Gelehrten Nehepu, und Sam.
Fionn wird als schwach, als Feigling dargestellt, was es schwierig macht, ihn zu mögen. Kellen als Gegenpart, mit einer Ausbildung als Kämpfer, war mir trotzdem nicht sympathischer. Die Beziehung der beiden ist undurchsichtig: sind sie Freunde oder Liebhaber? Kellen küsst Fionn z.B. auf die Stirn, was m.E. ungewöhnlich für 14-jährige Jungs ist.
Sam und Nehepu haben Abwechslung in die Handlung gebracht und im Fall von Nehepu auch die Geschehnisse aus einer anderen Perspektive. Das hat mir gut gefallen.
Im Laufe des Geschehens werden die meisten Zusammenhänge auch deutlich, doch bis ca 60% war mir Sams Rolle nicht ganz klar.

Leider war es für mich nicht spannend genug, um direkt in den zweiten Teil einzutauchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2025

Phantastisch!

Blazing Hearts - Das Schicksal der Drachen
0

Ja, ich habe schon Bücher abgebrochen, weil es mir zu viele explizite Szenen waren. Aber bei diesem Buch wusste ich von vornherein, worauf ich mich einlasse. Oder zumindest in etwa. Womit ich nicht gerechnet ...

Ja, ich habe schon Bücher abgebrochen, weil es mir zu viele explizite Szenen waren. Aber bei diesem Buch wusste ich von vornherein, worauf ich mich einlasse. Oder zumindest in etwa. Womit ich nicht gerechnet habe, wie gut mir dieses Buch insgesamt gefallen hat.

Lyneria ist die drittgeborene Tochter der Sonnenkönigin der Fae und gilt daher als weniger Magiebegabt. In den Augen der Königin ist sie sogar so wertlos, dass sie Lyneria ohne groß nachzudenken an den Draachenkönig verheiratet, in der Hoffnung ihre Macht zu erweitern und aus der dritten Tochter doch noch einen Nutzen ziehen zu können.
Womit die Königin jedoch nicht gerechnet hat, ist Lynerias Wille, den Drachen eine gute Königin zu sein. Selbst der Drachenkönig Alaric kann das nicht so ganz glauben und gibt sich distanziert. Für ihn ist die Ehe mit der Fae-Prinzessin eine rein politische Entscheidung und Gefühle haben in der Beziehung gar nichts zu suchen.
Der General der Drachen, Kethan, wird als Lynerias persönliche Leibgarde abgestellt und obwohl es ihn stört, nicht mehr seinen regulären Aufgaben nachgehen zu können, genießt er Lynerias Nähe mehr, als er sollte. Zudem ist er Alarics bester Freund und zögert nicht, dem König seine Meinung zu sagen.

Bereits in Kapitel 7 offenbart Lyneria in ihren Gedanken, welche lustvollen Träume sie sowohl von Kethan als auch Alaric, zu der Zeit noch als Botschafter getarnt, hat. Ab da ging es ziemlich schnell ziemlich oft um körperliche Verschmelzungen, trotzdem haben sie die Handlung vorangebracht. B. E. Pfeiffer schafft es, dass sogar mir „ein spicy Buch“ gefällt. Besonders fand ich die Umschreibungen der expliziten Szenen. Da war nichts unangenehm, obszön oder seltsam formuliert. Alles war einvernehmlich, liebevoll, heiß, aber auch romantisch. Die Beziehungen haben sich stetig weiterentwickelt, was vor allem Lyn hat wachsen lassen.

Übrigens gibt es auch noch eine Handlung, die mir sehr gut gefallen hat. Das Ende war absolut befriedigend (nicht auf sexuelle Art) und einfach schön. Ich bin froh, es gewagt zu haben, dieses Buch nicht nur zu erstehen, sondern auch direkt zu lesen. Vielleicht muss ich meine Sammlung der Autorin um ihre würzigeren Bücher erweitern ...

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere