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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2017

Zu konstruiert - hat mich nicht überzeugt

Ich bin die Nacht
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Positiv zu vermerken ist für mich Cross` schnelles Erzähltempo; quasi mitten ins Geschehen geworfen, liest sich das Buch fast wie ein Drehbuch.

Die Aussage "Ich möchte ein Spiel spielen" erinnert sehr ...

Positiv zu vermerken ist für mich Cross` schnelles Erzähltempo; quasi mitten ins Geschehen geworfen, liest sich das Buch fast wie ein Drehbuch.

Die Aussage "Ich möchte ein Spiel spielen" erinnert sehr an die SAW-Filme, da es dort das Motto ist. Also: Geklaut!!!

An einigen Stellen zu Anfang des Buches finde ich es echt widerlich und grenzwertig beschrieben; das war auch der Grund, warum ich die Bücher von Cody McFayden irgendwann nicht mehr gerne gelesen habe. Fühlte mich anfangs häufig an diese erinnert.

Den zwei Erzählsträngen kann man super folgen und es ist auch spannend, da klar ist, dass diese irgendwann zusammengeführt werden.

Ackerman ist ein Serienkiller, wie er im Buche steht. Ein echter Irrer, der die ganze Zeit nur wirres Zeug redet und natürlich (!) eine schreckliche Kindheit hatte. Nur durch sein mörderisches Werk als psychopathischer Serienkiller kann er sich unsterblich machen.
Leider wirkt die gesamte Story arg konstruiert.
Die Charaktere haben mir alle zu wenig Tiefe – der Sheriff wirkt noch wahnsinniger als Ackerman, Marcus mit seinen Schuldgefühlen wirkt unauthentisch, einen wirklichen Sympathieträger gibt es nicht. Die Dialoge bzw. Monologe des Sheriffs habe ich irgendwann überlesen, da sie nur Quatsch mit Soße sind.
Wo ist der rote Faden? Die Identität des Serienkillers ist bereits bekannt, also kann es nur darum gehen, was er noch anstellt, was Protagonist Marcus mit ihm zu tun hat/haben wird und ob Francis Ackerman jun. gefasst wird oder nicht – wobei aufgrund der Existenz der Folgebände Letzteres stark zu vermuten ist.
Insgesamt ist mir alles zu oberflächlich, wirkt wie eine Tv-Show, die einfach nur reißerisch irgendwas zeigen will.
Die „Begründungen“ für Ackermans Handeln sind mir auch zu flach.
Und die Ideen des Autors zeigen alle nichts Innovatives, so dass ich häufig das Gefühl hatte, alles bereits zu kennen.

Anfang und Ende des Buches sind spannend; eine nette Wendung ergibt sich fast zum Schluss, aber selbst diese wirkt arg konstruiert.
Merkwürdige, nicht wirklich stimmige und sinnige, teils biblische Metaphern und Bilder werden redundant eingesetzt und stören auf Dauer.


Fazit:
Für mich bleiben viele Fragezeichen nach der Lektüre. Richtig schlau geworden bin ich nicht daraus. Vor allem hat mir der rote Faden gefehlt und die Geschichte wirkt zu stark konstruiert.
Ein mäßiger Thriller, der leider keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.


Kleiner Hinweis am Rande: In meinem Buch sind einige Seiten gräulich (oben oder unten oder an beiden Seiten), was wohl vom farbigen Schnitt kommt??!!!
Es kommt mir so vor, als ob das keine Absicht ist, sondern einfach unabsichtlich "abfärbt", da es so unregelmäßig aussieht. Das Buch „mieft“ leider auch sehr. Eventuell aus diesem Grunde.

Veröffentlicht am 09.06.2017

Süße Liebesgeschichte rund um Autor und PR-Referentin

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt
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Inhalt:
PR-Referentin Bea wird dazu verdonnert, den kauzigen Autoren Tim zu betreuuen. Sie muss sogar mit ihm auf Lesereise. Was als furchtbarer Alptraum beginnt, wandelt sich vor dem Hintergrund von zahlreichen ...

Inhalt:
PR-Referentin Bea wird dazu verdonnert, den kauzigen Autoren Tim zu betreuuen. Sie muss sogar mit ihm auf Lesereise. Was als furchtbarer Alptraum beginnt, wandelt sich vor dem Hintergrund von zahlreichen seltsamen Ereignissen in eine Lovestory.

Meine Meinung:
Kristina Günak legt hier einen Roman mit einer süßen Story vor, dessen locker-leichter Schreibstil mich angesprochen hat.
Menschliche Charaktere mit Stärken und Schwächen werden dargestellt, wenn auch zunächst etwas klischeebehaftet. Die Überspitzungen dienen natürlich auch dazu, das Buch humorig und witzig zu machen. Tiefgründiger wird es bei der Beleuchtung der Kindheit der Protagonisten.

Es gibt einige Einblicke ins Verlagswesen und in Lesereisen, es wird vom Umgang der Mitarbeiter mit Autoren erzählt usw.
Positiv überrascht war ich von der Tatsache, dass tatsächlich ein etwas tiefgründigerer Hintergrund für Beas und Tims Verhalten in existiert. Diese Problematik wird aber nicht dramatisierend, sondern eher deskriptiv und erklärend behandelt.
Beide Protagonisten machen im Laufe des Romans eine recht schöne, nachvollziehbare Entwicklung durch.

Ich habe diese Lektüre genossen, geschmunzelt, mit Bea gezittert und war schließlich ganz ergriffen von der Liebesgeschichte. Das Ende ist eigentlich schon von Anfang an vorhersehbar, was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut.

Auch die Wortwahl gefällt mir gut, weil auch Fremdworte Verwendung finden und die Geschichte nicht in allzu einfacher Sprache erzählt wird.

Als Sahnehäubchen ist das Cover zuckersüß gestaltet und der Roman im Taschenbuchformat handlich und leicht zum Mitnehmen.

Fazit:
Eine einfache & schöne Lektüre für den Sommerabend im Garten oder die Urlaubsreise. Lesen!


Danke, Kristina, für die Leserunde, und herzlichen Dank an den Verlag.




Veröffentlicht am 04.05.2017

Wieder seeeeeehr spannend!

Das Erbe der Macht - Schattenchronik 2: Feuerblut (Bände 4-6)
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Das Erbe der Macht – Schattenchronik 2 ist ein Hardcover, das die Bände 4 bis 6 der Reihe enthält:
Feuerblut
Silberregen
Schattenfrau

Jennifer Danvers, die Lichtkämpferin, kann den Folianten lesbar machen ...

Das Erbe der Macht – Schattenchronik 2 ist ein Hardcover, das die Bände 4 bis 6 der Reihe enthält:
Feuerblut
Silberregen
Schattenfrau

Jennifer Danvers, die Lichtkämpferin, kann den Folianten lesbar machen und kommt somit der Identität der Schattenfrau ein Stück näher. Allerdings sind es noch unzählige Kämpfe, überraschende Wendungen und Cliffhanger, bis es dann am Ende von Band 6 soweit ist.

Andreas Suchanek überzeugt wiederum mit einem mitreißenden, spannenden Storytelling, das in Wortwahl und Schreibstil nicht unkomplex daherkommt. Zahlreiche Verbindungen zwischen Figuren werden aufgebaut, komplexe Zusammenhänge durchleuchtet und neue Fragen aufgeworfen.
Um nicht zu spoilern, werde ich inhaltlich nichts Weiter verraten, aber es sei soviel gesagt: Es tauchen neue Charaktere auf, zu den bekannten Figuren erfährt man teilweise Neuigkeiten. Meisterhaft versteht es der Autor, Verbindungen zu weben oder zu vertiefen und überraschende Enthüllungen zu präsentieren. Dabei wechseln verschiedene Handlungsstränge sich ab.

Da das Buch recht „dicht“ aufgebaut ist in seiner Story, brauchte ich ab und an kurze Pausen, um die Geschehnisse und Dialoge erneut zu durchdenken – habe ich alles richtig verstanden? Wie war es mit X, ist das mit Y wirklich so gewesen?
Auf der anderen Seite konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, da es wirklich sauspannend ist.

Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung und danke vielmals für das tolle Leseerlebnis!

Veröffentlicht am 17.10.2017

Enttäuschend

Zerbrochen
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Ehrlich gesagt hat mich der dritte Band der Trilogie rund um F. Abel enttäuscht.
Zu konstruiert, zu langatmig, zu redundant an vielen Stellen. Nur manchmal kommt ein Hauch von Spannung auf und das auch ...

Ehrlich gesagt hat mich der dritte Band der Trilogie rund um F. Abel enttäuscht.
Zu konstruiert, zu langatmig, zu redundant an vielen Stellen. Nur manchmal kommt ein Hauch von Spannung auf und das auch erst nach 250 Seiten!

Ich hatte mir von diesem Abschlussband viel, viel mehr versprochen.
Definitiv der schwächste der drei Teile.

Leider nur zwei Sterne.

Veröffentlicht am 11.10.2017

Melancholischer Jugendroman, der mir etwas zu düster ist

Schwebezustand
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Inhalt:
Andreas Jungwirth beschreibt in seinem Roman „Schwebezustand“ einen Ausschnitt aus dem Leben der 14jährigen Sophie. In schwiergen Verhältnissen lebend, porträtiert er ihre Sorgen und Nöte, die ...


Inhalt:
Andreas Jungwirth beschreibt in seinem Roman „Schwebezustand“ einen Ausschnitt aus dem Leben der 14jährigen Sophie. In schwiergen Verhältnissen lebend, porträtiert er ihre Sorgen und Nöte, die sich zwischen ihren besten Freundinnen, der ersten Liebe, Klamotten und schwierigen Beziehungsverhältnissen ihrer Eltern bewegen. Irgendwann steht sie zwischen zwei Jungs, die sehr unterschiedlich sind. Wie wird sie sich entscheiden?

Meine Meinung:
Mir hat das Buch mit seinem melancholischen Tonfall ganz gut gefallen. Sophie wird authentisch beschrieben und auch ihre Gefühlswelt kann man gut verstehen. Auch alle anderen Charaktere sind schön entworfen und ihr Verhalten nachvollziehbar beschrieben worden. Sophie macht im Verlauf des Romans eine Entwicklung durch, die m.E. Passend dargestellt wird.

Dass die Thematik Homosexualität aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wird - vom „Nichtsahnenden Paul“ über Sophie, die weiß, dass der Hausmeister schwul ist und gar nichts dabei findet, bis hin zum „Alten, der das selbst immer noch peinlich findet“- finde ich positiv.

Unterbrochen wird die Erzählung aus Sicht Sophies immer wieder von Pauls Tagebucheinträgen, die ebenfalls sehr eindrücklich die Emotionen des Jungen beleuchten.

Was ich etwas vermisst habe, war zwischendurch ein roter Faden. Durch viele kurze Sätze ergibt sich ein etwas abgehackter Erzählstil, der so manchen Lesefluss unterbricht und auf Dauer monoton wirkt. Einige wirklich spannende Passagen wechseln sich mit langwierigen deskriptiven Episoden ab. Mehr Gespräche von der Art gegen Ende des Romans mit Sophies Freundinnen über das Verliebtsein hätte ich schön gefunden.

Mein Fazit:
Ein nachdenklich machender melancholischer Jugendroman, der verschiedene Aspekte der Pubertät beleuchtet. Mir fehlte allerdings das optimistische „Leuchten“, eine weitaus positivere Sicht am Ende des Romans über das Deprimierende in Sophies Welt hinaus, ein Ausblick, der den „Schwebezustand“ noch lesenswerter machen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen würde.