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Veröffentlicht am 03.01.2026

Hommage an Horrorfilme

Verbrenn das Negativ
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Laura ist Journalistin und wird nach L.A. geschickt, um über das Remake eines Horrorfilms aus den 90ern zu berichten. Mit Schrecken stellt sie schnell fest, dass es sich hierbei um den Horrorfilm handelt, ...

Laura ist Journalistin und wird nach L.A. geschickt, um über das Remake eines Horrorfilms aus den 90ern zu berichten. Mit Schrecken stellt sie schnell fest, dass es sich hierbei um den Horrorfilm handelt, in dem sie selbst damals als Kind mitgespielt hat und der sie schwer traumatisiert hat. Damals sind während der Dreharbeiten viele Menschen ums Leben gekommen und der Film gilt als verflucht.

Als sich dann die Ereignisse zu wiederholen scheinen, versucht Laura, den Fluch zu brechen und herauszufinden, ob es den „Needle Man“ aus dem Film wirklich gibt.

Das Buch ist spannend geschrieben und durch die kurzen Kapitel sehr schnell lesbar. Auch die Auszüge aus Drehbüchern, Berichten und Social Media Beiträgen zum damaligen Film lockern die Handlung auf, was mir besonders gefallen hat.

Wenn man die Horrofilme speziell aus den 80ern und 90ern kennt, wird man viele Verweise finden. Speziell der Needle Man erinnert z.B. an Freddy Krueger. Mir war allerdings manches etwas zu okkult angehaucht, auch die Rolle, die das Medium Beverly spielt. Und die Handlungen von Laura erscheinen oft sehr unlogisch – wobei das in Horrorfilmen auch oft so ist.

Insgesamt aber auf jeden Fall ein kurzweiliger, spannender Roman zum zwischendurch lesen.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Gelungene Verknüpfung von Fantasy und Historie

Das Buch der verlorenen Stunden
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Das Buch der verlorenen Stunden erinnert mich von der Atmosphäre her an Kai Meyers Bücher aus dem Graphischen Viertel in Leipzig und auch ein wenig an Momo von Michael Ende.

Es geht um Lisavet, die als ...

Das Buch der verlorenen Stunden erinnert mich von der Atmosphäre her an Kai Meyers Bücher aus dem Graphischen Viertel in Leipzig und auch ein wenig an Momo von Michael Ende.

Es geht um Lisavet, die als kleines Mädchen von ihrem Vater in den sogenannten Zeitraum, einen Raum außerhalb der Zeit, gebracht wird, um sie vor den Nazis zu beschützen. Als ihr Vater nicht zurückkommt, macht sie sich mehr und mehr mit dem Raum vertraut und lernt, dass in der riesigen Bibliothek die Erinnerungen der Menschen in Büchern aufbewahrt werden und es auch Menschen gibt, die sogenannten Zeithüter, die zum Teil gezielt Erinnerung auslöschen.

Die Geschichte wird in 2 Zeitsträngen erzählt, die aufeinander zulaufen. Im zweiten Zeitstrang lernen wir im Amerika der 60er Jahre das Mädchen Amelia kennen, die durch Moira, eine Agentin des CIA, ebenfalls mit dem Zeitraum vertraut gemacht wird.

Wie alles mit den Zeithütern und historischen Ereignissen wie der Nazizeit und dem kalten Krieg zusammenhängt, ist eine spannende Verknüpfung von Fantasy und Geschichte. Die Entwicklung starker Frauenfiguren und der Gedanke an das Existieren verschiedener Realitäten machen das Buch zu einem äußerst lesenswerten Schmöker. Welche Erinnerungen man für seine Liebsten auslöschen oder bewahren sollte, indem man die Geschichte verändert, regt außerdem zum Nachdenken an.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Ruhig erzählter Roman über die Absurdität der Arbeitswelt

Lasst mich einfach hier sitzen und Yakisoba essen
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Der Roman ist eine ruhig erzählte Geschichte, in dem sich die namenlose Erzählerin aus ihrem Job wegen eines Burn-outs zurückzieht und einfach müde von der Arbeitswelt ist. Sie wünscht sich einen anspruchslosen ...

Der Roman ist eine ruhig erzählte Geschichte, in dem sich die namenlose Erzählerin aus ihrem Job wegen eines Burn-outs zurückzieht und einfach müde von der Arbeitswelt ist. Sie wünscht sich einen anspruchslosen Job, in dem sie möglichst wenig denken muss. Daraufhin begleitet man sie durch verschiedene, zum Teil schon fast absurde Jobs, die zwar langweilig klingen, aber zum Teil geschehen mysteriöse Dinge und mit jeder Tätigkeit bekommt sie wieder mehr Bezug zu ihrer Tätigkeit.

Es wird einem vor Augen geführt, welchen Raum die Arbeit im Leben einnehmen kann, gerade auch in Japan, wo die Arbeitsbedingungen noch einmal etwas anders sind als bei uns. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, auch wenn ich die zweite Hälfte etwas weniger spannend fand, als die erste Hälfte.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Eines unserer Lieblingsbücher

Und was fühlst du, Känguru?
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Die Bilder in diesem Buch sind wirklich schön und liebevoll gezeichnet und man kann immer wieder neue Details entdecken.

Quirin, das Känguru, wird von vielen verschiedenen Gefühlen übermannt und ist ...

Die Bilder in diesem Buch sind wirklich schön und liebevoll gezeichnet und man kann immer wieder neue Details entdecken.

Quirin, das Känguru, wird von vielen verschiedenen Gefühlen übermannt und ist von den vielfältigen Eindrücken im Alltag, die auf ihn einprasseln, überfordert. Darauf reagiert er mit Wut, Weinanfällen und Rückzug.

Gerade Eltern von Kleinkindern in der Trotzphase kennen das und können sich so in die Gefühlswelt der Kinder hineinversetzen und auch die Kinder lernen, ihre Gefühle zu benennen. Durch die Reimform lässt sich das Buch gut vorlesen und wir können auch schon Teile auswendig, da das Buch immer wieder gerne geholt wird.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Schönes Herbstbuch

Die Rückkehr der Kraniche
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Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zur Geschichte, die auch Ruhe und Naturverbundenheit vermittelt.

Hier treffen sich 4 Frauen aus verschiedenen Generationen im Familienhaus in der Elbmarsch. ...

Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zur Geschichte, die auch Ruhe und Naturverbundenheit vermittelt.

Hier treffen sich 4 Frauen aus verschiedenen Generationen im Familienhaus in der Elbmarsch. Die Mutter Wilhelmine ist gestürzt und ihr Zustand ist kritisch. Daraufhin ruft Grete, die als Vogelwartin arbeitet und den Hof bewirtschaftet, ihre jüngere Schwester Freya an, die aus der Großstadt anreist. Anne, die Tochter von Grete, kommt ebenfalls, um nach der Oma zu sehen.

Jede der Frauen hat Geheimnisse vor den anderen, das Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern und auch zwischen den beiden Schwestern ist angespannt. Vieles ist unausgesprochen und alte Konflikte keimen wieder auf.

Das Buch ist zwar insgesamt eher melancholisch und alle haben ihr Päckchen zu tragen, aber es versetzt einen in eine gemütliche, hyggelige Stimmung. Man möchte sich mit einer Scheibe frisch gebackenem Sauerteigbrot und einer Tasse Tee auf eine Gartenbank setzen und den Vögeln lauschen.

Für mich das perfekte Buch für den Herbst.

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