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Veröffentlicht am 21.06.2020

Viele Klischees aber spannende Handlung

Kiss Me Never (Crushed-Trust-Reihe 1)
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Inhalt
Amanda ist sich sicher, dass der Unfalltod ihres Bruders Andrew in Wahrheit Mord war - und dass seine ehemals besten Freunde Dante und Van die Schuldigen sind. Als Dante aus dem Nichts wieder in ...

Inhalt
Amanda ist sich sicher, dass der Unfalltod ihres Bruders Andrew in Wahrheit Mord war - und dass seine ehemals besten Freunde Dante und Van die Schuldigen sind. Als Dante aus dem Nichts wieder in der Stadt auftaucht, sieht Amanda ihre Chance, Beweise zu finden und ihrem Bruder endlich Gerechtigkeit zu verschaffen. Doch sie kommt nicht nur Dante näher, als ihr lieb ist...

Meine Meinung
Für mich war es das erste Buch der Autorin - Cover und Klappentext haben mich auf Anhieb angesprochen und im Moment ist mir einfach total nach YA/NA. Der Schreibstil hat mir recht gut gefallen, er liess sich wirklich angenehm und flüssig lesen. Leider sind gerade die Emotionen nicht zu 100 % rübergekommen. Aber ich habe das Buch in wenigen Tagen durchgelesen und bin mir sicher, dass ich bald Band 2 noch zur Hand nehmen werde.

Die Klischees
Das Genre YA (Young Adult) ist berühmt-berüchtigt, sämtliche Klischees zu bedienen, und auch Kiss Me Never greift ordentlich in diese "Trickkiste". Geheimnisvoller, abgebrühter Frauenheld, der natürlich auf die wohlerzogene junge Frau steht, sie aber vor etwas beschützen will, dass er ihr partout nicht darlegen möchte. Ja, manchmal habe ich die Augen fast verdrehen müssen. Natürlich ist Dante DER Frauenheld und hat jederzeit ein grossmöp... ich meine -herziges Mädel am Start. Und natürlich ist Amanda nicht auf den Mund gefallen und mutig, aber eigentlich voll gut erzogen. Und natürlich gibt es ein meeega Geheimnis. Mag jetzt alles sehr negativ klingen. Aber eigentlich hat es mich ganz gut unterhalten. Trotz der Klischees.

Die Protagonisten
Amanda - oder auch Amy Rose genannt - ist die Persönlichkeit, aus deren Sichtweise alles geschildert wird. Blöd, dass ich sie gar nicht mag. Ganz im Ernst... sie steht auf Rosa-Pastell, ist die wohlerzogene Tochter aus gutem und reichem Hause, aber sie ist sooo unglaublich zickig. Und was mich noch mehr gestört hat: Die Tante hat so unglaublich viele Vorurteile, ich hätte sie am liebsten an die Wand geklatscht. Sie bietet Fatshaming und auch ein bisschen Slutshaming. Findet, ÖV fahren ist peinlich. Und weinen ist peinlich. Ich wurde mit ihr nicht warm. Kein Wunder hat sie nicht viele Freunde...

Dante ist der klassische Bad Boy und Frauenmagnet. Immer wieder "reserviert", "kalt", "abweisend". Aber trotzdem fühlt man (Amanda) sich von ihm angezogen. Und er hat natürlich ein Schicksal hinter sich, das besonders ist. Und sowieso. Versteht mich nicht falsch, ich mochte Dante tatsächlich sehr gerne, auch wenn er etwas anstrengend da sehr wankelmütig ist, aber ich verstehe nicht, was ihn an Amanda so fasziniert. Sie passt nicht wirklich in sein Beuteschema.

Nebenbei gibt es den muskulösen Van, die etwas spiessige Jenny, den Nerd dessen Name ich vergessen habe, den Sportler-Ex Brian und den Good Boy mit dunkler Vergangenheit. Ein buntes Sammelsurium an verschiedenen, aber oft klischeebehafteten Charakteren, die mal besser, mal schlechter miteinander funktionieren.

Die Handlung
Es geht hier nicht nur um eine junge Frau, die den Mörder ihres Bruders sucht und dabei einem abgebrühten gefährlichen Kerl zu nahe kommt, nein, eigentlich besteht die Geschichte aus mehreren Erzählsträngen. Am meisten hat mir derjenige Erzählstrang, der gleich zu Beginn der Geschichte aufgegriffen wurde, zugesagt: In Natchez (ich habe immer, wirklich immer Nachos gelesen - und Hunger bekommen) verschwinden seit einer Weile junge Mädchen. Auf die Auflösung bin ich sehr gespannt! Und ich möchte auch wissen, was Dante, Van und Konsorte für ein Geheimnis haben. Und wer sind die Zetas? Echt jetzt, diese Aspekte waren wirklich spannend und hätte ich nicht andere Bücher, die bereits auf mich warten, würde ich direkt weiterlesen.

Fazit
Ziemlich klischeebehaftete Young Adult-Geschichte, die sich aber angenehm flüssig lesen lässt und mit verschiedenen, teils sehr spannenden Erzählsträngen überzeugen kann. Und das trotz der sehr unsympathischer Protagonistin. Bin gespannt auf Band 2.

3.5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.06.2020

Das Abenteuer in der Wüste geht weiter

Wüstenerbe (Die Wüsten-Serie 2)
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Inhalt
Dayana, die junge Königin des Wüstenreiches Sula, weiss nicht, wo ihr der Kopf steht. Ihr Mann, König Falk, hat sich aufgemacht, die kriegerischen Randstämme auf ihrem brutalen Raubzug durch die ...

Inhalt
Dayana, die junge Königin des Wüstenreiches Sula, weiss nicht, wo ihr der Kopf steht. Ihr Mann, König Falk, hat sich aufgemacht, die kriegerischen Randstämme auf ihrem brutalen Raubzug durch die Wüstenorte zu stoppen, und sie muss sich im Schutze des Palastes gegen die Intrigen des Adels behaupten. Gut, dass sie in der fremden Reisenden Nehan eine Freundin findet, auf die sie sich inmitten der intrigierenden, neidischen Frauen am Hofe verlassen kann. Doch Nehan ist nicht die, die sie zu sein scheint. Und die brutalen Randstämme sind nicht das einzige, was das Wüstenreich bedroht...

Meine Meinung
Als ich erfahren habe, dass Wüstenruf in die zweite Runde gehen soll, habe ich mich wahnsinnig gefreut. Das Buch war für mich damals eine riesige Überraschung und ein absolutes Lesehighlight. Kein Wunder also, dass ich auch nach Band 2 gegriffen habe! Der Schreibstil der Autorin war auch hier wieder an den richtigen Stellen humorvoll und emotional, spannend und flüssig. Dennoch hatte ich das Gefühl, Band 1 war diesbezüglich etwas besser.

Dayana muss sich am Hof des Wüstenreiches Sula erst einmal behaupten, denn der König, ihr Mann Falk, bricht mit den alten Traditionen und hat sich ihr alleine versprochen - obschon ihm ein ganzes Harem zusteht. Die adligen Familien mit ihren heiratswütigen Töchtern sind alles andere als begeistert und so muss sich Dayana mit Intrigen und Anschlägen herumschlagen. Derweil muss König Falk in den Krieg ziehen, denn ein paar der Randstämme haben sich zusammengetan und greifen Dörfer und Städte in der Wüste an - nur selten gibt es Überlebende. Zum Glück findet Dayana in der fremden Reisenden Nehan eine Freundin, die sie in dieser schweren Zeit unterstützt. Nur, dass Nehan ein grosses Geheimnis hütet. Und dass der Krieg plötzlich ungeahnte Ausmasse annimmt und nicht die einzige Bedrohung für das Wüstenreich darstellt...

Der Klappentext des Buches spoilert meiner Meinung nach ordentlich. Denn zum einen gibt es die Identität einer gewissen Person bereits preis, und zum anderen wird ein Erzählstrang, der eigentlich erst recht spät im Buch aufgegriffen wird, schon angesprochen. Etwas schade. Mich hat das Buch trotzdem wahnsinnig gut unterhalten!

Es hat so gut getan, wieder in diese Welt einzutauchen. Die Geschichte begleitet wieder Dayana und Falk, die sich nun als Königspaar behaupten müssen. Auch altbekannte Gesichter trifft man wieder: die Sandreiter, die Luftpiraten, die Priesterinnen der Göttin. Leider waren andere Personen nicht mehr dabei, so die Königskinder aus Band 1. Aber ich hoffe jetzt einfach mal, dass es in der Reihe vielleicht nochmal weitergeht, denn es gibt sicher noch vieles aus dieser Welt zu erzählen!

Neue Protagonisten trifft man natürlich auch wieder an. Allen voran Nehan, eine geheimnisvolle Reisende. Ich mochte sie von Anfang an so gerne und ihre Geschichte war wahnsinnig tiefgründig. Ich möchte nicht spoilern, aber sowas liest man einfach noch viel zu selten. Neu mit von der Partie sind unter anderem Balan und Elis, zwei blutjunge Soldaten mit schrecklichem Schicksal aber ordentlich Witz, und Izana, eine junge Frau mit grosser Bürde. Dieser Erzählstrang war oft brutal und blutig, emotional und ist mir nahe gegangen.

Setting und Worldbuilding haben mich auch hier wieder komplett abholen können. Dieses Mal spielt die Geschichte rein in der Wüstenregion, was ich sehr toll fand. Ich liebe Wüstensettings einfach, was soll ich machen? Alles am Worldbuilding ist rund und perfekt ausgearbeitet. Es macht einfach Spass, all das zu entdecken! Jap, ich will definitiv mehr!

Fazit
Intrigen am Königshof, ein aufkommender Krieg, eine Reisende mit einem grossen Geheimnis, eine versunkene Stadt und das Wiedersehen mit altbekannten Sandreitern und Luftpiraten - auch Band 2 der Wüstenreihe war unglaublich vielseitig, gut ausgearbeitet, spannend, emotional und fesselnd. Ich bin Fan und ich brauche Nachschub!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Ezlain sucht Cressa und findet Drayce oder: die grosse böse Welt

Stoneheart 1: Geraubte Flamme
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Inhalt
Ezlain wird nachgesagt, dass ihr als Kind eine Hexe das Herz geraubt und gegen einen Stein ausgetauscht hat. Kein Wunder hat die junge Frau bisher noch keinen Mann gefunden - was ihre Tante regelrecht ...

Inhalt
Ezlain wird nachgesagt, dass ihr als Kind eine Hexe das Herz geraubt und gegen einen Stein ausgetauscht hat. Kein Wunder hat die junge Frau bisher noch keinen Mann gefunden - was ihre Tante regelrecht in den Wahnsinn treibt. Andererseits hat Ezlain auch überhaupt keine Lust, sich den Konventionen und den Männern zu beugen. Als Strafe dafür, dass sie immer wieder aufbegehrt und sich weigert, einen einflussreichen Mann zu ehelichen, soll ihr das einzige genommen werden, das ihr im Leben wichtig ist: ihre Sklavin und beste Freundin Cressa. Um dem Schicksal zu entgehen, fliehen die beiden und heuern getarnt als Männer auf einem Schiff an. Doch als ihre Tarnung auffliegt, wird Ezlain dem Meeresgott geopfert und ins Meer geworfen. Ezlain landet auf einer abgelegenen Inseln bei einem Mann, der ihr verspricht, sie auf der Suche nach Cressa zu unterstützen ... und der ihr Herz aus Stein seltsam zum stolpern bringt

Meine Meinung
Für mich war es das erste Buch von Asuka Lionera und ich wurde unter anderem von dem unglaublich schönen Cover angelockt. Der Schreibstil der Autorin hat mir grundsätzlich gut gefallen, auch wenn ich nicht Fan von Ich-Form in Präsens bin, und mir der ein oder andere Tippfehler aufgefallen ist. Ich bin ziemlich schnell voran gekommen... aaaber, tatsächlich war ich mehrfach versucht, das Buch abzubrechen. Man könnte es als Hass-Liebe bezeichnen. Immer wieder war ich genervt und wollte es weglegen, dann passierte wieder etwas, was mir zugesagt hat. Aber von Anfang an...

Wenn Männer böse sind, die Welt böse ist, und sowieso alles böse ist..
In "Geraubte Flamme" sind Männer wichtig. Aber (dickes fettes ABER mit Ausrufezeichen) ausnahmslos alle Männer sind wollüstige, eklige, vergewaltigende Dreckskerle. Ausser natürlich Drayce, der Mann, dem Ezlain auf der abgelegenen Insel begegnet. Wobei sich auch dieser der jungen Frau immer mal wieder aufdrängt und sie fast schon denunziert (mein Lieblingssatz: "braves Mädchen"). Aber ihr Herz schlägt ja plötzlich für ihn. Also was solls. Auch sonst ist niemand Ezlain wohlgesonnen. Böse Tante, böse Schiffscrew, böse Welt. Nur Ezlain und ihre Sklavin sind gute Menschen. Apropos...

Die Sache mit den Sklaven
Alle Welt hält sich Sklaven. Natürlich aber sieht Ezlain ihre Sklavin Cressa als beste Freundin und behandelt sie gut. Natürlich handelt nur Ezlain so, alle anderen missbrauchen ihre Sklaven. Natürlich. Und was wäre das schon für ein Leben, dass sich Ezlain einem Mann "beugen" muss, nur damit sie und ihre Sklavin, die sie doch so sehr schätzt, ein gutes Leben haben? Irgendwie fand ich Ez ziemlich heuchlerisch. Ganz im Stil von: Ich will mein Leben so leben, wie ich will, aber ich halte mir eine Sklavin.

Aber zurück zur Geschichte
Die hat mir nämlich eigentlich ganz gut gefallen. Mir waren zwar die Charaktere nicht sympathisch (jetzt beim Reflektieren merke ich, dass ich gar niemanden sympathisch fand), aber die Story an sich war schon ganz nett. Junge Frau flieht mit Freundin, heuert getarnt als Mann auf einem Schiff an, das Meer trennt die beiden und sie setzt alles daran, ihre Freundin wieder zu finden. Leider hatte die Geschichte aber auch einige Längen. Vor allem dann, wenn Ezlain mal wieder a) alles hundertmal durchdacht hat, b) über ihre Ängste sinniert hat oder c) wieder einmal wütend/verletzt/eingeschnappt ob Drayce war.

Triggerwarnung bitte!
Ich glaube nicht, das ich damit spoilere, aber hier trotzdem eine entsprechende Warnung.
Was mich an der Geschichte richtig gestört hat, war, dass eine Beinahevergewaltigung ziemlich detailliert beschrieben wurde und irgendwie dann als Mittel zum Zweck missbraucht wurde. Ezlain ist davon natürlich und absolut verständlicherweise traumatisiert. Und immer und immer wieder werden diese Szenen wiedergegeben. Immer wenn sie auf einen Mann trifft. Und jeder Mann will ihr gleich an die Wäsche oder wüsteres. Nur Drayce natürlich nicht. Aber hier hätte ich mir definitiv eine Triggerwarnung gewünscht.

Endgegner: Ezlains verquere Weltanschauung
Den absoluten Bock hat Ez dann aber fast am Ende abgeschossen, als sie eine junge Frau (resp. ein Mädchen von 14 Jahren!!!) verurteilt, die sich lieber einem fremden Mann hingibt, anstatt zu sterben. Guuurl, what's wrong with you?

Werde ich nun Band 2 noch lesen?
Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Zwar hat mich die Geschichte zwischendurch echt fesseln können, aber noch mehr hat sie mich geärgert. Zwar waren gerade am Schluss einige unvorhersehbare Wendungen, aber noch mehr hab ich mich genervt. Ich hoffe sehr, dass die anderen Bücher von Asuka Lionera mir mehr zusagen, schliesslich habe ich zwei davon schon im Tolino-Regal stehen.

Fazit
Interessante Fantasy-Story über eine junge Frau, die sich allein in der Welt behaupten muss, um ihre beste Freundin wiederzufinden. Mich hat aber mehr an der Geschichte gestört denn gefallen und ich weiss noch nicht, ob ich wirklich wissen muss, wie die Sache mit Ezlain, Drayce und Cressa ausgeht.

2.5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2020

Wolfsglut / Elise & Nic

Wolfsglut
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Inhalt
Dr. Elise Hanover arbeitet für die Jägersucher und versucht verzweifelt, ein Heilungselixier für die Lykanthropie zu finden - nicht zuletzt, weil sie ein ganz persönliches Interesse daran hat. Denn ...

Inhalt
Dr. Elise Hanover arbeitet für die Jägersucher und versucht verzweifelt, ein Heilungselixier für die Lykanthropie zu finden - nicht zuletzt, weil sie ein ganz persönliches Interesse daran hat. Denn sie wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich den Fluch des Werwolfs loszuwerden. Schliesslich hat dieser ihr die grosse Liebe gekostet - welcher Mann will schon mit einer Frau zusammen sein, die sich einmal im Monat in ein pelziges Monster verwandelt? Da taucht unerwartet genau dieser Mann wieder in ihrem Leben auf: Nic ist mittlerweile beim FBI und untersucht die Fälle vermisster Personen. Dumm nur, dass Elise für deren Verschwinden verantwortlich ist...

Meine Meinung
"Wolfsglut" ist der dritte von elf Bänden, die zwar zusammenhängen (wiederkehrende Personen, Geheimorganisationen et al), aber auch unabhängig von einander gelesen werden können. Nachdem mich der zweite Band nicht komplett abholen konnte (aufgrund der Protagonistin), war Band 3 wieder einfach nur Unterhaltung pur.

Mir gefällt der Humor der Autorin einfach unglaublich gut. Sarkastisch und trocken, damit kann ich mich gut identifizieren. Allgemein ist der Schreibstil der Autorin wirklich toll und man kann ordentlich durch die Seiten fliegen. Ich mag das, bei mir kommt das aber eher weniger oft vor. Die Geschöpfe der Nacht-Reihe ist was das angeht einfach genau das Richtige für mich. Urban Fantasy mit Krimifaktor, viel Spannung, richtig gutem Humor und der ein oder anderen erotischen Szene. Catchy aber keine schwierige oder tiefgründige Literatur. Einfach das, was man zwischendurch mal braucht.

Dr. Elise Hanover kennt man bereits aus den ersten beiden Teilen. Sie wird als Eiskönigin betitelt und nun erfahren wir, warum sie so ist, wie sie eben ist. Sie ist das klassische Beispiel für harte Schale, weicher Kern. Tatsächlich habe ich sie jetzt nicht mehr als eiskalte Killerin gesehen, sondern als tief verletzte junge Frau. Kein Wunder, ist sie doch als Waise bei Mandenauer aufgewachsen, der bekanntlich nicht gerade umgänglich ist. Mir war Elise unglaublich sympathisch. Gerade auch weil sie so ein Kopfmensch ist und alles hundertmal durch denkt und sich Sorgen macht und das Gedankenkarussell ihr das Leben ganz schön schwer macht.

Nic ist der Mann ihrer Träume aber sie musste ihn früh verlassen, weil... nun weil sie ein pelziges Geheimnis hat. Ich konnte ihm erst nicht viel abgewinnen, aber so langsam hat er auch mich abholen können. Ich werde mich nicht in ihn verlieben, aber doch, er ist toll! Als Mensch, als Mann, als Sidekick.

Toll fand ich auch, dass vor allem Jessie und Will (aus Band 1) oft einen Auftritt hatten. Die beiden sind einfach grandios und es macht Spass, die Szenen mit ihnen zu lesen. Allgemein ist der dritte Band ähnlich wie seine Vorgänger, mich aber stört es nicht. Wieder viele Werwölfe, wieder grosse Gefahr und wieder einiges an Leichen. Das Konzept funktioniert einfach für mich. Ein klitzekleiner Minuspunkt waren die paar Sachen, die doch recht vorhersehbar waren. Ansonsten war das für mich eigentlich der beste Band bisher und ich bin gespannt darauf, was noch folgt!

Fazit
Spannende Urban Fantasy mit Krimifaktor und einer Prise Erotik. Mir gefällt es wahnsinnig gut und die Geschichte von Dr. Elise Hanover zu erfahren hat mich sehr gefesselt und phasenweise auch sehr berührt. Für mich bisher der beste Band der Reihe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Bin begeistert!

Paper Girls 1
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Inhaltsangabe © Cross Cult
Bei den PAPER GIRLS handelt es sich um vier Mädchen, die in einem amerikanischen Vorort im Jahre 1988, ausgestattet mit Walkie-Talkies, Tageszeitungen an Haushalte ausliefern. ...

Inhaltsangabe © Cross Cult
Bei den PAPER GIRLS handelt es sich um vier Mädchen, die in einem amerikanischen Vorort im Jahre 1988, ausgestattet mit Walkie-Talkies, Tageszeitungen an Haushalte ausliefern. Wie es sich für selbstbewusste Teenie-Mädels gehört, möchten sie eines dieser Walkie-Talkies natürlich wieder zurückerobern, als es ihnen ausgerechnet in der Nacht nach Halloween von einer mysteriösen Gestalt entwendet wird. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass in ihrer Kleinstadt Dinge vor sich gehen, die ihre bis dahin bekannte Vorstellungskraft weit übersteigt.

Meine Meinung
Nach Saga hat auch Paper Girls von Brian K. Vaughan seinen Weg zu mir gefunden. Dieses Mal mit einem anderen Zeichner im Gepäck, bietet die Geschichte wieder einiges. Tatsächlich war ich aber nach etwa 10 Seiten versucht, den Comic abzubrechen. Weil es nur um Teenies ging, die ja so krass sind, Zeitungen austragen und kleinere "Kämpfe" untereinander. Einfach nicht mein Ding. Aber dann ... ZACK ... ist alles anders geworden. Und ich hab den Comic praktisch inhaliert! Die Zeichnungen in den Blau-, Violett- und Rosatönen haben mich sehr begeistert, aber auch die Story war nach den anfänglichen Schwierigkeiten genial.

Die junge Erin will an Halloween das erste Mal Zeitungen austragen, doch irgendwie geht von Anfang an alles schief. Sie gerät an randalierende, aufdringliche Jungs und muss von den anderen Zeitungsausträgerinnen, den Paper Girls gerettet werden. Zusammen wollen sie das ihnen geklaute Walkie-Talkie zurückholen und plötzlich finden sie sich mitten in einer Invasion schräger Gestalten wieder.

Klingt wild? Ist es auch! Und es begeistert wirklich. Obschon ich weder mit Erin noch mit ihren neu gewonnenen Freundinnen etwas anfangen kann (irgendwie waren sie mir einfach unsympathisch), bietet die Geschichte viel. Mehr möchte ich hier aber nicht verraten. Entdeckt es am besten einfach selbst!

Fazit
Vier junge Mädels, die Zeitungen austragen und plötzlich im Abenteuer ihres Lebens stecken? Klingt erst etwas lahm, entwickelt sich dann aber zu einer genialen Geschichte. Die stimmigen Zeichnungen passen perfekt, ich bin begeistert!

4.5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere