Profilbild von Hauntedcupcake

Hauntedcupcake

Lesejury Star
offline

Hauntedcupcake ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hauntedcupcake über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2020

Rührend, bewegend, emotional und tiefgründig

Alles und noch mehr. Loreen & Carter
0

Dann schreie ich.
Ich schreie, weil meine Brust so unfassbar wehtut. [...] So muss es sich anfühlen, wenn einem etwas das Herz zusammendrückt. Wenn es nicht mehr weiter schlagen kann, weil es so zerfetzt ...

Dann schreie ich.
Ich schreie, weil meine Brust so unfassbar wehtut. [...] So muss es sich anfühlen, wenn einem etwas das Herz zusammendrückt. Wenn es nicht mehr weiter schlagen kann, weil es so zerfetzt von seinen Gefühlen ist, dass es unmöglich ist, auch nur noch ein weiteres Mal zu schlagen.
[S. 78/Tolino]

Inhalt
Nichts wünscht sich Loreen mehr, als alles über ihre viel zu früh verstorbene Mutter zu erfahren. Aber immer wenn sie das Thema anspricht, blocken ihr Vater und ihre beiden Geschwister Lara und Leon ab. Nachdem Loreen eine wüste Trennung von ihrem Ex durchgemacht hat, zieht sie sich immer mehr zurück. Niemand scheint sie und ihre Trauer zu verstehen, niemandem kann sie sich anvertrauen. Bereits am ersten Schultag des neuen Jahres trifft sie auf den mysteriösen Carter, den offenbar alle ausser sie kennen – und in dessen Augen sie denselben Schmerz entdeckt, der auch sie plagt. Carters Vergangenheit ist von Leid und Schuldgefühlen geprägt und die Wahrheit kennt kaum jemand. Bald müssen sich Loreen und Carter fragen, ob sie bereit sind, wieder zu vertrauen ...

Meine Meinung
Nachdem mich „Crystal Skies“ von der Autorin bereits so begeistert hat, musste ich auch „Alles und noch mehr“ von ihr lesen – auch wenn es ein komplett anderes Genre ist. Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wieder einfach klasse. Flüssig zu lesen, mit tollen Dialogen und so unglaublich viel Gefühl in den Worten.

Mein Kopf ist so leer und doch so voll mit Worten, die ich gerne sagen würde, aber ich schaffe es nicht.
[S. 264/Tolino]

Die Geschichte handelt von Loreen, einem jungen Mädchen, das früh ihre Mutter verloren hat aber sich kaum an sie erinnern kann. Sie würde so gerne mehr über die Mutter erfahren, aber niemand mag ihr in der Trauer Antwort geben, und so fühlt sich Loreen, als hätte sie nicht das Anrecht, um ihre Mutter zu trauern. Dass sie noch eine heftige Trennung von ihrem Ex hinter sich hat, weil etwas vorgefallen ist, über das sie mit niemandem reden kann, verursacht, dass Loreen eher zurückgezogen und ruhig ist.
Andererseits erzählt das Buch auch die Geschichte von Carter, der seine grosse Liebe Zoey verloren hat und sich für ihren Tod verantwortlich fühlt. Auch alle anderen sehen ihn als Mörder, ganz besonders der Bruder von Zoey. In Carter brodeln die Gefühle regelrecht – Wut, Trauer, Hilflosigkeit. Er leidet so sehr.
Abwechslungsweise erzählen die beiden Protagonisten ihre Geschichten, die zugegebenermassen nicht ganz überraschend waren, jedoch unglaublich emotional. Das Buch ist zwar eigentlich eher von der ruhigen Sorte, dennoch ist es spannend, man möchte wissen, wie es weitergeht, und ja, es hat auch den einen oder anderen Plottwist, mit dem ich nicht gerechnet habe.

Im allgemeinen kann man unglaublich gut mit den beiden mitfühlen. Die Gefühle und Emotionen von Loreen und Carter sind wahnsinnig gut gezeichnet und rübergebracht und ich musste mehr als einmal leer schlucken. Ausserdem fand ich es gut, dass eine Triggerwarnung angebracht wurde, denn die Thematik, mit der wir es in „Alles und noch mehr“ zu tun bekommen, ist äusserst harte Kost.

Fazit
„Alles und noch mehr“ ist eigentlich nicht mein Genre, aber die Autorin hat einfach alles richtig gemacht. Grosse Gefühle, starke Emotionen, zwei Protagonisten, mit denen man einfach mitfühlen muss, Spannung und die ein oder andere Überraschung. Bewegend, tiefgründig und rührend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2020

Dystopischer Action-Liebesroman

Blue Sky Black. Ohne Dunkelheit keine Sterne
0

„Manchmal wünschte ich mir, ich könnte die Vergangenheit auch einfach vergessen. Aber dann denke ich wieder an die schönen Momente, die vor dem Schmerz kamen. Die will ich niemals vergessen. Dafür nehme ...

„Manchmal wünschte ich mir, ich könnte die Vergangenheit auch einfach vergessen. Aber dann denke ich wieder an die schönen Momente, die vor dem Schmerz kamen. Die will ich niemals vergessen. Dafür nehme ich den Schmerz gerne in Kauf.“ - [S. 236]

Inhalt
Durch eine Reihe von Naturkatastrophen ist die Erde ein unwirtlicher Ort geworden. Die Menschen leben entweder in kleinen Grüppchen oder Clans zusammen und versuchen zu überleben, oder aber – wenn man jung und privilegiert ist – in sogenannten Safetowns. Mila wohnt mit ihrem Grossvater in einem Häuschen inmitten der kanadischen Natur und hat ein verhältnismässig angenehmes Leben. Bis sie im Wald auf einen schwerverletzten jungen Mann trifft, den sie mit nach Hause nimmt und gesund pflegt. Ziemlich schnell ist Mila fasziniert von ihm, doch es stellt sich heraus, dass er nicht ist, wer er vorgibt zu sein. Und dass die Erde ein noch viel gefährlicherer Ort ist, als gedacht. Denn die Union, die die Welt regiert und wiederaufbauen soll, verbirgt so einiges. Und irgendwie können Mila und der junge Mann nur gemeinsam die Menschheit retten – und sich selbst.

Meine Meinung
Ich hatte von der Autorin bereits „Lost in strange Eyes“ gelesen und für ziemlich gut befunden. Klar, dass ich auch zu „Blue Sky Black“ greifen musste, das doch vom Inhalt her in die selbe Richtung geht: Dystopie, Endzeit, eine bevorstehende Tragödie und die grosse Liebe. Der Schreibstil der Autorin lässt sich wirklich angenehm und rasch lesen. Er ist spannend und sehr bildlich gehalten, und ich finde es wirklich grossartig, dass Johanna es schafft, dass ich mich mitten im Geschehen fühlte und phasenweise sogar das Gefühl hatte, einen Film zu schauen und nicht zu lesen, weil alles so gut beschrieben war.

Nachdem die Welt von diversen Naturkatastrophen zerstört wurde, haben sich die wenigen überlebenden Menschen zusammengetan. Die Weltregierung ist vereinheitlicht worden und nennt sich nun Union. Und wer Glück hat und vor allem jung ist, darf in eine Safetown ziehen, in der sämtlicher noch verfügbarer Luxus geboten wird. „Blue Sky Black“ bietet ein klassisches Dystopie-Setting, das von A bis Z zu überzeugen vermag. Ich war regelrecht schockiert von den Geheimnissen, die Mila und ihre Freunde aufgedeckt haben. Und wie es sich für eine Dystopie auch gehört, muss Mila als Protagonistin ordentlich leiden und Verluste einstecken. Diese Tragik, die Gefühle und Emotionen, die Tragweite der Verbrechen an der Menschheit und Menschlichkeit waren einfach so gut umgesetzt!

Die Geschichte dreht sich um Mila, eine junge Amerikanerin, die fast alles verloren und in Kanada bei ihrem Grossvater ein neues Leben begonnen hat. Aber es gibt auch immer wieder Sichtwechsel zum männlichen Protagonisten Logan (dem Love Interest), zum Antagonisten Foulder (einem Agenten der Regierung) und zur Gruppierung um Mila, bestehend aus Doris, einer geheimnisvollen Hackerin, Jack, einem Freund von Logan, und Cait, einer ehemaligen Feuerwehrfrau, die einiges durchmachen musste. Die Gruppe der Protagonisten hat mir eigentlich gut gefallen. Vor allem Doris fand ich richtig toll, aber auch Cait und Jack habe ich in mein Herz geschlossen. Mila selber hat mir erst mit Fortlauf der Geschichte so richtig gefallen. Und Logan? Nun, er ist für mich ziemlich blass geblieben, konnte mich nicht abholen und sowieso fand ich ihn etwas seltsam. Ein gut trainierter und ausgebildeter Mann, der plötzlich alles stehen und liegen lässt für eine Frau, die er erst ein paar Tage kennt?

Damit bin ich beim grössten Kritikpunkt der Geschichte angekommen: Die Insta Love. Drei Tage und schwupps reden wir von der grossen Liebe. Ich habe nichts dagegen, wenn Protagonisten sich kennenlernen und am selben Tag rummachen. Oder recht schnell in der Kiste landen. Oder sich sympathisch finden und näher kennenlernen. Ja gar erste Verliebtheit auftaucht. Aber dann wirklich von Liebe zu sprechen ist doch ziemlich ein Ding. Und das zieht sich dann leider auch so durch die Geschichte. Ich sage es mal so: Mich hat es nicht überzeugt.

Alles in allem aber war die Story sehr gelungen. In erster Linie erwartet den Leser eine Dystopie mit ein bisschen Romanze. Aber es wird auch einiges an Tragik und vor allem an Action und Spannung geboten. Gerade das letzte Drittel der Geschichte kommt Schlag auf Schlag und ist so unglaublich spannend, dass man das Buch kaum weglegen kann. Die Szenen waren so gut umschrieben, es war einfach genial! Und dann kommt das Ende... Das fand ich eigentlich ganz gut, aber irgendwie war es dann auch zu kurz. Allgemein hätten dem Buch ein paar Seiten mehr nicht geschadet. Das hätte dann auch der Liebesgeschichte helfen können...

Fazit
„Blue Sky Black“ lässt sich am besten als „dystopischer Action-Liebesroman“ bezeichnen. Es gibt nervenzerreissende Spannung, faszinierende Plottwists und ein toll ausgearbeitetes Zukunftsszenario. Leider hat mich die Liebesgeschichte so gar nicht überzeugt – insgesamt konnte mich der männliche Hauptprotagonist auch überhaupt nicht abholen. Dafür trumpfen die restlichen Charaktere ordentlich mit Sympathie. Sehr lesenswert, trotz kleiner Mankos!

4 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2020

Werwölfe und Zombies in New Orleans

Wolfsfieber
0

Inhalt
Diana Malone, Zoologin mit Fachgebiet Kryptozoologie, hat ihrem verstorbenen Mann versprochen, seine Reputation wiederherzustellen und ihr Leben seiner Überzeugung zu widmen: Werwölfen. Als sie ...

Inhalt
Diana Malone, Zoologin mit Fachgebiet Kryptozoologie, hat ihrem verstorbenen Mann versprochen, seine Reputation wiederherzustellen und ihr Leben seiner Überzeugung zu widmen: Werwölfen. Als sie von einem reichen Mann engagiert wird, in den Sümpfen New Orleans nach einem Werwolf zu suchen, bekommt sie Adam Ruelle, Ex-Soldat und verirrte Seele, als Führer zugeteilt. Nur dass Adam nicht nur mit seinen Dämonen zu kämpfen hat, sondern auch das Feuer in Diana wieder entfacht...

Meine Meinung
Band 4 der Reihe trägt den Namen "Wolfsfieber" - nicht ganz passend, meiner Meinung nach, das Original kommt der Geschichte mit "Crescent Moon" (=Halbmond, Sichelmond) sehr viel näher. Auch das Cover passt wieder gar nicht, hat doch Diana Malone eine feuerrote Mähne. Nun denn, offenbar konnten die Bücher so besser vermarktet werden.

Mit Diana Malone bekommen wir eine Protagonistin, die etwas abseits der gängigen (Schönheits-) Ideale ist, was mir sooo gut gefallen hat. Sie ist etwas zu gross, hat ein bisschen zu viel auf den Hüften, ist eine trauernde Witwe, aber dennoch ist sie eine treue Seele, mutig und direkt, mit grossem Herzen und einer ordentlichen Portion Selbstironie. Allgemein gefällt mir, wie es die Autorin einfach schafft, jeder ihrer Protagonistinnen mit ihrem gekonnten Schreibstil einen eigenen Charakter zu geben - für mich ist das eine ganz grosse Kunst.

"Wolfsfieber" spielt in New Orleans, was ich einfach absolut geliebt habe als Setting. Man spürt die drückende, schwüle Hitze, das Lebensgefühl von da, die Mystik, ja manchmal auch den Horror. Voodoo, Magie und allerhand seltsame Gestalten finden sich da und ich habe mich sofort wohlgefühlt. Ich freue mich schon auf den nächsten Band, der offenbar in Haiti spielen soll und sich mit der Voodoo-Priesterin Cassandra auseinandersetzt - die wir hier schon kennen lernen durften. Sie ist genial!

Beide Protagonisten der Geschichte - Kryptozoologin Diana wie auch Ex-Soldat Adam - sind erwachsene Menschen mit ihren eigenen Geschichten, ihren Problemen, ihrer Vergangenheit. Umso mehr habe ich es geschätzt, dass sich die beiden auf "nur Spass" geeinigt haben. Es muss nicht immer die grosse Liebe sein. Die Message finde ich durchaus auch wichtig.

Ich habe mittlerweile bemerkt, dass die Bücher der Reihe mein "guilty pleasure" sind, mein "save haven". Wann immer ich eine Leseblockade habe, in anderen Büchern nicht weiterkomme, oder einfach nicht weiss, was lesen, dann greife ich zum nächsten Band der Reihe - und ich bin immer sofort gefesselt. Was will man bitte mehr?

Fazit
Ein bisschen weniger Krimi als in den bisherigen Büchern gab es hier nun halt. Damit konnte ich aber durchaus leben, da ich dafür in die Welt des Voodoo abtauchen durfte. Spannend, faszinierend, teilweise etwas gruselig. Aber einfach wieder genial!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2020

Abgebrochen und weggelegt - zu viel Dödel, null Spannung

Save Me Now (Crushed-Trust-Reihe 3)
0

Band 3 von 4 - Rezension kann Spoiler für Band 1 und 2 enthalten!

Die Rezension bezieht sich auf Kapitel 1-12 des Buches, danach habe ich es weggelegt.

Inhalt
Nach den Vorkommnissen der letzten Zeit ...

Band 3 von 4 - Rezension kann Spoiler für Band 1 und 2 enthalten!

Die Rezension bezieht sich auf Kapitel 1-12 des Buches, danach habe ich es weggelegt.

Inhalt
Nach den Vorkommnissen der letzten Zeit hat sich Amanda eine Auszeit gegönnt und den Kontakt zu Dante und den Zetas komplett abgebrochen. Dante selber ist an die MCU zurückgekehrt, wo er einerseits versucht, sich die Zeit ohne Amanda totzuschlagen, und andererseits, die verschwundenen Mädchen aufzuspüren. Als seine Angebetete endlich wieder zurückkehrt, ist alles anders: Amanda ist sich ihrer Gefühle nicht mehr sicher - aber Dante würde alles tun, um sie für sich zu gewinnen - erneut.

Meine Meinung
Band 1 war mir zu klischeebeladen aber ganz nett, Band 2 hingegen fand ich mega. Spannend, fesselnd, fast schon ein Psychothriller. Richtig toll - und ich wollte natürlich wissen, wie es weitergeht. Und vor allem war ich gespannt auf Dante's Sicht der Dinge. Aber tatsächlich... nun ja, tatsächlich ist Save Me Now ein Reinfall, und ich habe es abgebrochen.

Amanda und Dante = Drama. Das müsste mittlerweile allen klar sein, inklusive meiner Wenigkeit. Ist es auch. Also hab ich mich auf mehr Drama eingestellt. Und was habe ich bekommen? Dante, Dantes Ständer, noch mehr Ständermomente und ah, Moment, Drama und Ständer. Tatsächlich geht es praktisch nur darum, dass Dantes Freund dauernd steht. Beim Joggen. Bei den Liegestützen. Unter der Dusche. Nachdem er sich einen von der Palme gewedelt hat nochmal unter der Dusche. Nach jedem Gedanke an Amy. Nach jedem Treffen mit Amy. EINFACH IMMER! Das Buch ist für mich ein schlechtes Beispiel dafür, wie Frauen Männer wahrnehmen - oder denken, dass sie so sind. Denn mal ehrlich: Dante, der schon x Frauen hatte und auch schon Dreier, der ein so erfahrener Liebhaber ist... dem steht doch nicht dauernd das Ding? Vor allem ist er auch nicht mehr ein Teenie und entdeckt gerade, was da abgeht? Im Normalfall kriegen Männer doch nicht einfach so zu jeder Tages- und Nachzeit einen Ständer? Zumindest nicht die Männer, die ich kenne...

Ähm ja, tatsächlich war es das dann auch schon an Inhalt. Bissel Drama, ein klein wenig Recherche, gefolgt von Eifersucht und noch mehr Drama, und eine ordentliche Portion Dantes Dödel. Nach Kapitel 11 hab ich aufgeben wollen. Dann dachte ich mir: Ach komm, gib dem Buch noch ne Chance, noch ein Kapitel! Und was ist passiert? Genau. Des Dantes Ding ist mal wieder gestanden, hat in seiner Hose gezuckt. Danke aber nein danke.

Fazit
Wer gerne darüber liest, wie eines Mannes Glied dauernd steht, ist hier richtig. Schade um die beiden Vorgänger, die eigentlich so gut angefangen und viel versprochen haben. Ich tu mir das nicht weiter an.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2020

Hold Me Tonight

Hold Me Tonight (Crushed-Trust-Reihe 2)
0

Band 2 von 4 - Rezension kann Spoiler für Band 1 enthalten!

Inhalt
Nachdem Amanda alles über die Zetas erfahren hat und dem Geheimnis um den Unfalltod ihres Bruders näher gekommen ist, ereignet sich plötzlich ...

Band 2 von 4 - Rezension kann Spoiler für Band 1 enthalten!

Inhalt
Nachdem Amanda alles über die Zetas erfahren hat und dem Geheimnis um den Unfalltod ihres Bruders näher gekommen ist, ereignet sich plötzlich Unfassbares: Es wurde wieder eine junge Frau entführt, dieses Mal ihre beste Freundin Jenny. Gemeinsam mit Dante und den Zetas schmiedet Amanda einen waghalsigen Plan, die Frauen zu retten. Dabei kommen ihr aber nicht nur ihre Gefühle für Dante in den Weg.

Meine Meinung
Auch wenn mir Band 1 ein wenig zu klischeebeladen war, die Story hat mich gepackt und ich musste einfach wissen, wie es weitergeht. In Band 2 legt die Autorin nochmal an Tempo zu, die Ereignisse überschlagen sich und es ist so wahnsinnig spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Hold me tonight ist meiner Meinung nach eher ein NA-Psychothriller denn eine Romanze. Klar kommen Dante und Amy wieder zum Zug und es gibt ordentlich Drama, aber das Hauptaugenmerk liegt auf den Geheimissen um die verschwundenen Mädchen und dem Tod von Andrew, Amandas Bruder. Man weiss kaum, woran man ist, was man glauben darf und vor allem was nicht, wem man trauen kann. Ich fand das wahnsinnig spannend und wurde doch - obschon es einige Szenen gab, die vorhersehbar waren (aber Amy ist halt nicht die hellste Kerze auf dem Kuchen, ich meine, wenn du Angst hast, dass dir jemand was ins Getränk mischt, dann lässt du das doch nicht einfach rumstehen...) und ich mir schon gedacht habe, in welche Richtung das alles geht - phasenweise recht überrascht von den Plot-Twists.

Das Drama um Dante und Amy war mir aber teilweise echt too much und zu sehr künstlich hochgeschaukelt. Echt jetzt, die beiden können sich einfach nur verletzen, nachdenken bevor man etwas tut, will gelernt sein - und in dieser Schulstunde haben die beiden offenbar geschwänzt. Ich weiss auch immer noch nicht, was Dante an ihr findet. Wie er sagt, wenn sie nicht ihren Willen bekommt, zickt sie rum. Ich konnte sie zwar schon ein wenig besser verstehen als noch in Band 1 und auch ihre Beweggründe nachvollziehen, aber ich finde sie immer noch mega unsympathisch, voller ekliger Vorurteile (das find ich richtig schlimm!) und manchmal einfach unglaublich mühsam.

Natürlich endet die Geschichte mit einem mega Cliffhanger... und ich bin froh, Band 3 schon zur Hand zu haben. Soweit ich weiss, ist dieser aus Sicht von Dante geschrieben und ich bin gespannt ob ich ihn danach mehr oder weniger mag. Ich finde ihn einen interessanten Charakter, aber er verhält sich oft ziemlich arschig. Ich hoffe mehr über ihn zu erfahren.

Fazit
Mehr NA-Psychothriller denn Romanze, voller sich überschlagender Ereignisse aber auch mit ordentlich Beziehungsdrama. Hat mir super gefallen, konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen!

4.5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere