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Veröffentlicht am 05.12.2017

Ein solides Weihnachtsbuch für die ganze Familie

Glorious Book for Christmas
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Das "Glorious Book for Christmas" bietet eine Auswahl an weihnachtlichen Geschichten, klassischen Gedichten, Weihnachtsliedern, Rezepten, Basteltipps und weiteren Informationen zu Besonderheiten beim Weihnachtsfest ...

Das "Glorious Book for Christmas" bietet eine Auswahl an weihnachtlichen Geschichten, klassischen Gedichten, Weihnachtsliedern, Rezepten, Basteltipps und weiteren Informationen zu Besonderheiten beim Weihnachtsfest in anderen Ländern oder zu weihnachlichen Begriffen oder Bräuchen.

Das Buch ist von der Aufmachung her liebevoll gestaltet und hat zum Beispiel grafische Abbildungen, die an nostalgische Glanzbilder erinnern oder an historische Fotos. Allerdings hätte ich mir für das "Einzig wahre Weihnachtsbuch für die ganze Familie" - so der Untertitel des Buches - und bei dem Preis von annähernd 20 EUR eine etwas hochwertigere Ausstattung gewünscht. Das Papier hätte haptisch angenehmer und die Illustrationen schärfer oder sogar etwas hervorgehoben sein können.

Die Auswahl der Weihnachtslieder und auch Gedichte erfüllt meine Minimalerwartung und bringt die wichtigsten und bekanntesten Lieder und Gedichte. Bei den Liedern hätte ich nur noch Tochter Zion, Es ist ein Ros' entsprungen oder Hört, ihr Hirten, helle Lieder erwartet, aber es ist das Dutzend der bekanntesten Lieder enthalten. Bei den Gedichten habe ich mich über Knecht Ruprecht, Weihnachten von Joseph von Eichendorff und Es treibt der Wind im Winterwalde am meisten gefreut. Mir fehlt jedoch das lustige Klassikergedicht Die Weihnachtsmaus.

Von den Rezepten und Basteltipps sollte man ebenfalls keine großen Überraschungen oder viele neue Ideen erwarten. Wie der Rest des Buches auch sind sie eher solide.

Fazit:
Es ist eine schöne solide Zusammenfassung von bekannten und sehr stimmungsvollen Gedichten, Liedern und Geschichten zur Weihnachtszeit, aber die Gestaltung könnte etwas hochwertiger sein. Der Titel "Glorious Book" bzw. Untertitel "das einzig wahre Weihnachtsbuch" hat das Buch meines Erachtens jedoch nicht verdient.

Veröffentlicht am 05.12.2017

Ein Muss für Smoothie-Fans in der kalten Jahreszeit

Smoothies im Winter
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Das kleine Büchlein "Smoothies im Winter" stellt insgesamt 20 Rezepte für winterliche Smoothies vor. Es sind warme und kalte Getränke dabei mit verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, mit und ohne (Mandel-)Milch ...

Das kleine Büchlein "Smoothies im Winter" stellt insgesamt 20 Rezepte für winterliche Smoothies vor. Es sind warme und kalte Getränke dabei mit verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, mit und ohne (Mandel-)Milch oder Milchprodukte.
Nachdem die Grundlagen erklärt werden, geht es direkt in die Rezepte, die jeweils auf zwei Seiten fotografisch dargestellt werden. Im Allgemeinen zeigt eine Seite das fertige Getränk und auf der anderen Seite werden die Zutaten im Bild dargestellt mit einer entsprechenden Mengenangabe und - in ganz seltenen Fällen - noch einem kurzem Zubereitungshinweis.

Die vorgestellten Rezepte sind sehr abwechslungsreich und passen alle gut zur winterlichen Jahreszeit, wobei auch ein leichter Schwerpunkt auf weihnachtlichen Getränken (mit entsprechenden Gewürzen) liegt.
Die Getränke haben alle schon sehr phantasievolle und lustige Namen wie Santa Claus' Magic Juice oder No-Red-Nose und überzeugen ebenfalls durch ein ansprechendes Äußeres auf den Fotos, wodurch schon das Durchblättern des Büchleins ein Genuss ist.
Zunächst fand ich es etwas befremdlich, dass nur die Zutaten als Fotos abgebildet sind ohne weitere Hinweise, aber beim Ausprobieren stellt sich auch schnell heraus, dass das vollkommen ausreichend ist. Die Zubereitung der Smoothies, die ich ausprobiert habe, war wirklich kinderleicht. Geschmeckt haben sie auch alle großartig. Allerding habe ich manchmal damit zu kämpfen gehabt, alle Zutaten zu bekommen. Beispielsweise hatte unser Supermarkt keine frischen Kurkumawurzeln und ich habe stattdessen Kurkumapulver verwendet.
Mein absoluter Favorit ist der "Yellow Star" (alias Kurkuma Latte), denn mit Ingwer und leckeren Gewürzen heizt er richtig ein, es ist mal etwas anderes als Bananenmilch.

Ich kann das Büchlein insgesamt für die Winterzeit sehr empfehlen, denn die Rezepte sind allesamt sehr lecker.

Veröffentlicht am 05.12.2017

Fesselnder und berührender Generationenroman

Sterne über Lissabon
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Kurze Zusammenfassung:
Tess räumt gemeinsam mit ihrer Tante Rose das Haus ihres Großvaters in Chicago nach dessen Tod aus. Dabei findet sie einen Fado-Text, den ihr Großvater offenbar 1940 in Lissabon ...

Kurze Zusammenfassung:
Tess räumt gemeinsam mit ihrer Tante Rose das Haus ihres Großvaters in Chicago nach dessen Tod aus. Dabei findet sie einen Fado-Text, den ihr Großvater offenbar 1940 in Lissabon geschrieben hat, wohin er aus Nazi-Deutschland mit seiner Verlobten (Tess‘ Großmutter Eleonore) geflohen war. Auf Drängen ihrer Tante macht Tess sich auf den Weg nach Lissabon, um die Geschichte ihrer Familie zu erforschen, und findet tatsächlich Spuren ihres Großvaters. Tragisch sind die Verbindungen zum tödlichen Unfall ihrer Mutter, die ebenfalls nach Lissabon gereist war, als Tess erst 13 Jahre alt war, und dort verunglückt ist.
Am Ende stellt man fest, dass sich alle Geschichten in allen Generationen um die Liebe drehen.

Meine Meinung:
Das Buch hat es geschafft, mich von Anfang an in seinen Bann zu ziehen, so dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Ich liebe grundsätzlich Familien- und Generationenromane, aber dieser war besonders meisterhaft konzipiert. Durch den extrem flüssigen Erzählstil und die vielen Perspektivenwechseln zwischen einzelnen Familienmitgliedern und auch Zeiten und Orten kommt man sehr schnell in die Handlung und will einfach wissen, wie sich die Geschehnisse in der Vergangenheit zugetragen haben und welche Auswirkungen diese auf das heutige Leben haben.
Die Charaktere sind nachvollziehbar gezeichnet, auch mit Ecken und Kanten, so dass man die beschriebenen inneren Konflikte gut nachfühlen kann. Man hofft immer wieder mit den handelnden Personen, dass sich ihre Wünsche und Träume erfüllen.
Wie auch durch den Fado versinnbildlicht, geht es aber vielfach um „Saudade“ – Sehnsucht, mit viel Traurigkeit und Melancholie vermischt.
Auch wenn es sicherlich zahlreiche Bücher über die Zeit des Zweiten Weltkriegs und entsprechende Familienschicksale gibt, ist dieses Buch für mich ein ganz Besonderes. Dies liegt zum Einen an den gewählten Themen und Schauplätzen, aber zum Anderen vor allem auch an der besonderen Stimmung, die das Buch einfängt und die sich über Generationen hinweg erstreckt.

Fazit:
Mich hat das Buch sehr berührt und ich kann es uneingeschränkt allen empfehlen, die gute Familien- und Liebesgeschichten mögen.

Veröffentlicht am 04.12.2017

Zauberhaft gestaltetes Backbuch mit komplizierten Rezepten

Boutique Baking
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Das Backbuch "Boutique Baking" von Peggy Porschen ist in sieben Hauptabschnitte unterteilt zu fünf verschiedenen Kategorien von Gebäck, Kuchen und Torten sowie Getränken und schließlich Dekoration (von ...

Das Backbuch "Boutique Baking" von Peggy Porschen ist in sieben Hauptabschnitte unterteilt zu fünf verschiedenen Kategorien von Gebäck, Kuchen und Torten sowie Getränken und schließlich Dekoration (von Gebäck). Ein Schwerpunkt wird bei den Rezepten auf Cupcakes und Schichttorten gelegt.

Wie schon das liebevoll gestaltete und ansprechende Cover vermuten lassen, ist das Buch sehr schön anzuschauen. Es ist mit dickem, happtisch tollem Papier ausgestattet sowie mit vielen wunderschönen und oft ganzseitigen Fotos (natürlich insbesondere der Backwaren). Vorherrschende Farbe ist, wie auch auf dem Cover, rosa. Auch die verwendeten Schriftarten sind ganz besonders und geben den Rezepten eine ganz persönliche Note.

Inhaltlich sind die Rezepte fast alle enorm aufwändig. Die Beschreibungen für die Zutaten und die Zubereitung umfassen fast immer zwei Seiten und erstrecken sich über ganz viele unterschiedliche Schritte in der Herstellung (z.B. geht es los mit dem Herstellen von drei Grundbestandteilen, weiter über das Zusammensetzen bis hin zum Glasieren und Dekorieren). Der hohe Zeitaufwand, der mit dem Nachbacken der Rezepte verbunden ist, hat mich bei den meisten Torten und Cupcakes bisher davon abgehalten. Auch ist es schwierig, den gleichen Perfektionsgrad bei dem Gebäck zu erreichen, den die Fotos suggerieren, wenn man nicht extrem geübt ist.

Grundsätzlich kann man sich aber auch beim Durchblättern Anregungen holen, die man dann beim Umsetzen anderer Backwaren einbringen kann.

Das Buch ist wunderschön, aber die Rezepte sind für mich in der Praxis kaum anwendbar.

Veröffentlicht am 04.12.2017

Ein tolles Vorlesebuch für die Osterzeit

Schnüpperle - 24 Ostergeschichten
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Wir begleiten nun den fünfjährigen Schnüpperle mit seinen Eltern, seiner großen Schwester Annerose, seinen Freundinnen und Nachbarinnen Annelie und Susanne durch die Osterzeit. Auch Schnüpperles Hund Purzel ...

Wir begleiten nun den fünfjährigen Schnüpperle mit seinen Eltern, seiner großen Schwester Annerose, seinen Freundinnen und Nachbarinnen Annelie und Susanne durch die Osterzeit. Auch Schnüpperles Hund Purzel darf natürlich nicht fehlen.
Im Frühling erlebt Schnüpperle in 24 Geschichten wieder einiges - er versteckt Schokoeier für Purzel, geht zu einem Osterfeuer, wird in den April geschickt und schickt selbst in den April, bemalt Eier für einen Eierstrauch... Es ist immer etwas los und so rückt Ostern schnell heran.

Die 24 Geschichten eignen sich wunderbar zum Vorlesen und machen in jedem Jahr zur Osterzeit wieder Freude. Auch im Osterbuch ist Schnüpperle genauso vorwitzig und altklug wie in den anderen Bänden und man hat seine helle Freude daran, wie er immer wieder unbekannte Begriffe verdreht. Besonders nett und lustig ist die Geschichte zum 1. April; wenn man diese vorliest, kommt man oft vor lauter Lachen nicht weiter...

Wenngleich die Geschichten auch heute noch immer schön zu lesen und anzuhören sind und es einfach Spaß macht, Schnüpperle und seine Familie durch das Jahr zu begleiten, so merkt man doch an manchem Detail, dass sie nicht immer total modern sind. Man muss ich darüber im Klaren sein, dass Schnüpperles Mutter keinem Beruf außer Hausfrau und Mutter nachgeht und sein Vater der Alleinverdiener ist. Schnüpperle scheint nicht in den Kindergarten zu gehen, denn er ist auch vormittags zu Hause bei seiner Mutter. Insgesamt tut dies meines Erachtens den schönen Geschichten aber keinen Abbruch.

Ich empfehle dieses Buch wärmestens zum Vorlesen in der Osterzeit - gerne auch wieder in jedem Jahr!