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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2017

Interessant und gut verständlich auch für Nicht-Biologen

Das Mysterium der Tiere
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Karsten Brensing beschäftigt sich in seinem Sachbuch "Das Mysterium der Tiere" mit Fähigkeiten von Tieren zum Denken und Fühlen. Das Buch ist in acht große Abschnitte unterteilt, wobei sich die größten ...

Karsten Brensing beschäftigt sich in seinem Sachbuch "Das Mysterium der Tiere" mit Fähigkeiten von Tieren zum Denken und Fühlen. Das Buch ist in acht große Abschnitte unterteilt, wobei sich die größten Kapitel mit dem Denken, Gemeinschaftssinn sowie dem Kulturbegriff bei Tieren beschäftigen.
Schließlich werden am Ende des Buches alle Fäden zusammengeführt und ein Vergleich zum Menschen gezogen, um gleichzeitig den Leser - ohne erhobenen Zeigefinger - auf Basis des Gelernten zu sensibilisieren, was den Umgang mit Tieren angeht.

Als erstes fällt die hochwertige Gestaltung des Buches auf, das beispielsweise zahlreiche Farbfotos von Tieren enthält, die als Beispiele für die Theorie dienen. Als nächstes merkt man als Leser, das die Themen sehr gründlich recherchiert sind und man natürlich zahlreiche weiterführende Literaturverweise und Quellen heranziehen kann.
Die Darstellung an sich ist sehr kurzweilig und gut zu lesen. Während in den ersten Abschnitten des Buches der Schreibstil manchmal sogar zu flapsig erscheint und etwas zu viele Beispiele (ohne die zugrundeliegende grundsätzliche Theorie) gebracht werden, ist der weitere Verlauf des Buches noch deutlich angenehmer zu lesen. Der Stil ist weiterhin gut verdaulich und unterhaltsam, allerdings auch sachlicher, was mir besser gefallen hat. Die späteren Abschnitte sind sehr gut strukturiert, so dass die Theorie ausführlich genug dargestellt wird, aber Beispiele dennoch nicht zu kurz kommen.
Als Leser erfährt man wirklich viele verblüffende neue Fakten über die Kultur und das Denken von Tieren (nicht nur von Säugetieren!), die einen auch nachdenklich stimmen. Es gibt scheinbar viel mehr Gemeinsamkeiten zwischen Tieren und uns Menschen, als noch bis vor einiger Zeit gedacht.

Somit erreicht das Buch auf jeden Fall das Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch Denkanstöße zu geben und den Leser wachzurütteln, um sich für ein wichtiges Thema zu engagieren!

Veröffentlicht am 03.12.2017

Ein Weihnachtsklassiker zum Vorlesen

Hilfe, die Herdmanns kommen 1
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Die Herdmann-Kinder sind die "schlimmsten Kinder aller Zeiten" nach Ansicht der Einwohner des amerikanischen Ortes, in dem die sechs Geschwister leben und zur Schule gehen. Sie rauchen und klauen, drangsalieren ...

Die Herdmann-Kinder sind die "schlimmsten Kinder aller Zeiten" nach Ansicht der Einwohner des amerikanischen Ortes, in dem die sechs Geschwister leben und zur Schule gehen. Sie rauchen und klauen, drangsalieren andere Kinder und steckten auch schon mal einen alten Geräteschuppen in Brand. Ausgerechnet diese Kinder reißen in diesem Jahr alle Hauptrollen im alljährlichen Krippenspiel an sich, das ausnahmsweise von der Mutter der Ich-Erzählerin geleitet wird. Schon die Proben für das Krippenspiel sind spannend und aufschlussreich, weil die Herdmanns die Weihnachtsgeschichte noch nicht kennen.
Und schließlich setzt die Mutter alles daran, das diesjährige Krippenspiel zum besten Krippenspiel aller Zeiten zu machen.

Das Buch begleitet mich, wie viele andere, seit der Grundschulzeit und wird in jedem Jahr vor Weihnachten wieder zum Vorlesen herausgeholt. Die Darstellung ist einfach herrlich: Das Buch ist total lustig geschrieben mit den "Untaten" der Herdmanns und der trotzigen Reaktion der Mutter auf die Kritik der Nachbarn und Gemeindemitglieder, und dennoch regt es vor allem zum Nachdenken an, denn jenseits von vermeintlicher Weihnachtsromantik erkennen die Herdmanns intuitiv den wahren Kern der Weihnachtsgeschichte und des Wunders von Bethlehem, so dass man dieses selbst mit ganz anderen Augen sieht.

Das Buch ist für Kinder, aber auch für Erwachsene, eine tolle Einstimmung auf das Weihnachtsfest und darf bei uns in keinem Jahr fehlen.

Veröffentlicht am 03.12.2017

Immer wieder schön zum Vorlesen in der Adventszeit

Schnüpperle - Vierundzwanzig Geschichten zur Weihnachtszeit
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Der fünfjährige Schnüpperle lebt zusammen mit seinen Eltern und der großen Schwester Annerose (im Grundschulalter) in einem Einfamilienhaus neben seiner Freundin und Nachbarin Susanne.
Er kann es überhaupt ...

Der fünfjährige Schnüpperle lebt zusammen mit seinen Eltern und der großen Schwester Annerose (im Grundschulalter) in einem Einfamilienhaus neben seiner Freundin und Nachbarin Susanne.
Er kann es überhaupt nicht mehr abwarten, bis Weihnachten da ist, hat er doch in diesem Jahr einen ganz besonderen Wunsch an das Christkind. Schnüpperles und Anneroses Mutter hat den beiden Kindern besondere Adventskalender selbstgemacht, um die Wartezeit bis Weihnachten zu verkürzen. Auch sonst ist einiges los im Dezember: Vom Bratäpfelbacken über Bastelnachmittage bis hin zu Anneroses Schulweihnachtfeier oder dem Weihnachtsbaumkauf erlebt Schnüpperle eine zauberhafte Weihnachtszeit.

Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen für kleinere und vor allem größere Kinder, und es macht Spaß, Jahr für Jahr an jedem Tag vom 1. bis zum 24. Dezember wieder eine Geschichte zu lesen.
Schnüpperle ist herrlich vorwitzig und bringt Annerose und seine Eltern und Nachbarn oft zum Lachen, weil er gerne Ausdrücke verdreht.
Die Erlebnisse von Schnüpperle in der Adventszeit lassen beim Vorlesen Weihnachtsvorfreude aufkommen. Einige Geschichten sind so lustig, dass man fast vor Lachen gar nicht mit dem Vorlesen weiterkommt.

Manchmal merkt man, dass die Geschichten schon einige Jahre alt sind, aber im Großen und Ganzen kann man sie auch heute immer noch gerne lesen / hören. Dass Schnüpperles Mutter nicht arbeitet und sein Vater der Hauptverdiener ist, sich die Familie also eher an klassischen Rollenmodellen orientiert, fällt aus heutiger Sicht schon sehr auf, aber den schönen Geschichten tut dies (auch mit geeigneter Moderation) meines Erachtens keinen Abbruch.

Ein wunderschönes Vorlesebuch zur Vorweihnachtszeit, das immer wieder Spaß macht!

Veröffentlicht am 01.12.2017

Das perfekte Kochbuch für Gemüseliebhaber

Greenbox
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Das Kochkuch "Greenbox" von Tim Mälzer hat sich komplett auf Gemüse, Salate, Kräuter und Gewürze spezialisiert, d.h. Fleisch- oder Fischgerichte sucht man hier vergeblich.
Man findet eine große Vielzahl ...

Das Kochkuch "Greenbox" von Tim Mälzer hat sich komplett auf Gemüse, Salate, Kräuter und Gewürze spezialisiert, d.h. Fleisch- oder Fischgerichte sucht man hier vergeblich.
Man findet eine große Vielzahl an Rezepten in dem Buch, wobei Hauptgerichte genauso zu finden sind wie Beilagen, Suppen oder Saucen.

Durch das große Format und die schöne Gestaltung mit haptisch herrlichem Papier und oft ganzseitige Fotos lädt das Buch zum Blättern ein, wobei mir schon oft das Wasser im Munde zusammenläuft.
Aber auch durch ganz unterschiedliche Register am Ende des Buches (A-Z, nach Gemüsesorten, nach Zubereitungszeit, nach Jahreszeit, nach Verwendungszweck - z.B. für Gäste) kann man das Buch ganz toll nutzen, um den Speiseplan für den nächsten Tag oder die nächste Woche zu planen.

Die Rezepte haben unterschiedliche Schwierigkeitsstufen und unterschiedlich außergewöhnliche Zutaten. Es gibt aber auf jeden Fall eine Menge Rezepte, die man auch gut nachkochen kann, wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat, und es gibt auch viele Rezepte, die ohne spezielle Zutaten auskommen, die man nur in ganz besonderen Geschäften bekommt.
Die Beschreibungen sind nach meiner Erfahrung gut verständlich, die Mengenangaben stimmen und auch an den Zubereitungszeiten kann man sich gut orientieren.

Mir gefallen am besten die eher "einfachen" Gerichte und so haben wir schon oft die "Mallorquinische Coca mit Rhabarber" gemacht oder die "Tex-Mex-Kartoffeln" aus dem Ofen. Es macht aber auch viel Spaß, eine neue besondere Beilage in einer ungewöhnlichen Zubereitung zu entdecken oder sich auf neue Geschmackserfahrungen wie in einem Gemüsecurry einzulassen.

Alles in allem ist "Greenbox" ein sehr gelungenes Kochbuch, das man häufig nutzen kann.

Veröffentlicht am 01.12.2017

Ein wunderschönes Weihnachtsbuch mit Rezepten und Geschichten

White Christmas
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Lisa Nieschlag und Lars Wentrup haben nach ihren "New York Christmas"-Klassikern / Bestsellern ein niegelnagelneues Weihnachtsbuch mit neuen Rezepten vorgelegt.
Schön auf den ersten Blick überzeugt der ...

Lisa Nieschlag und Lars Wentrup haben nach ihren "New York Christmas"-Klassikern / Bestsellern ein niegelnagelneues Weihnachtsbuch mit neuen Rezepten vorgelegt.
Schön auf den ersten Blick überzeugt der großformatige Band durch seine hochwertige Ausstattung: Neben dem wunderschönen Cover mit den erhabenen Buchstaben fällt das zauberhafte dicke Papier beim Durchblättern auf, auf dem sich die ganzseitigen Bilder mit den weihnachtlichen Schneemotiven außerordentlich gut machen.

Das Buch ist in fünf Abschnitte unterteilt, in denen Rezepte zu ganz unterschiedlichen Themen präsentiert werden: Naschereien für die Adventszeit, Wärmendes für kalte Tage, Leckereien zum Verschenken, Weihnachtsgebäck und Festliche Menüs.
Daneben eingestreut gibt es Weihnachtsgeschichten und natürlich viele Fotos.

Die Rezepte sind zum großen Teil gut nachzukochen bzw. zu -backen, denn sie kommen mit halbwegs "normalen" Zutaten aus und sind gut erklärt, so dass bei der eigenen Zubereitung, wenn man etwas Übung hat, wenig schiefgehen kann. Einige etwas außergewöhnlichere Speisen sind jedoch auch dabei, die sicherlich nicht jedermanns Sache sind.
Persönlich gefallen mir die Rezepte für das Gebäck (mein Favorit: Nussecken) am besten sowie einiger der Vorschläge zum Verschenken von Selbstgemachtem (z.B. Weihnachtslikör oder Granatapfel-Orangen-Gelee).

Mir gefällt dieses Buch mit seiner bezaubernden hochwertigen Gestaltung, den tollen Rezepten sowie den stimmungsvollen Geschichten und Fotos ausnehmend gut für die festliche Zeit vor und um Weihnachten.