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Veröffentlicht am 31.03.2017

Ich bin hin und weg

Die Buchspringer
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Klappentext:
Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss ...

Klappentext:
Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt: Schir Khan, der Tiger aus dem Dschungelbuch, hat stets wertvolle Ratschläge für sie, während Goethes Werther zwar seinen Liebeskummer in tintenhaltigen Cocktails ertränkt, Amy aber auch ein treuer Freund ist, seit sie ihn vor den Annäherungsversuchen der Hexen aus Macbeth gerettet hat. Lediglich die Idee, Oliver Twist Kaugummi zu schenken, war nicht die beste … Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen?

Meine Meinung:
Als ich in der Verlagsvorschau über diese Buch stolperte schlug mein Herz plötzlich schneller und ich wurde ganz hibbelig. Ich musste dieses Buch unbedingt lesen! Denn wer träumt nicht davon einmal selbst in ein Buch springen zu können?
Die Geschichte beginnt damit, dass wir Amy und ihre Mutter Alexis auf die Insel Stormsay begleiten, auf welcher sich der Familiensitz von Alexis befindet. Alexis selbst war seit der Geburt von Amy nicht mehr dort und hat bisher nur wenige Worte über ihr altes Leben gegenüber Amy verloren. Dort angekommen wird Amy schnell klar, dass ihr ein großes Erbe zuteilwurde. Sie ist eine Buchspringerin und kann in die verschiedenen Geschichten der Literatur springen. Gemeinsam mit dem Clan der Macallisters ist es die Aufgabe von Amys Familie, den Lennox, die Welt der Bücher vor möglichen Gefahren zu beschützen.

Die Idee ein Buch über Bücher zu schreiben ist nicht neu. Ein Buch zu schreiben in dem die Protagonistin in die Welt der Bücher springen kann, war für mich jedoch ein neues Leseerlebnis. Die Grundidee ist genial und auch die Umsetzung lässt nur wenige Wünsche offen. Sehr gut gefallen hat mir hier, dass Amy von einem Buch in das nächste spazieren kann und es daher eine riesige Bücherwelt zu bestaunen gibt. Ebenso toll fand ich das kleine Städtchen innerhalb der Buchwelt, in dem alle Buchcharakter aufeinander treffen und sich austauschen können.

Bereits ein Blick auf das wunderschöne Cover verrät einem welche Personen bzw. Geschichten in diesem Buch eine Rolle spielen werden. Amy taucht während des Lesens in einige Klassiker der Literatur ein, darunter z.B. Alice im Wunderland, Sherlock Holmes, Das Dschungelbuch, Stolz und Vorurteil, Peter Pan, Der Sommernachtstraum und und und. Ich hätte mir neben all diesen Klassikern das ein oder andere „moderne“ Buch (beispielsweise Harry Potter) gewünscht, in das Amy gesprungen wäre.

Die Insel Stormsay ist sehr klein und daher leben noch nicht einmal 15 Personen auf dieser Insel. Man könnte daher meinen, dass es auf Stormsay recht idyllisch und ruhig zugeht, doch weit gefehlt. Etwas dunkles lauert auf der Insel und wartet auf seine Chance in die Buchwelt einzugreifen. Daher kommt man nicht umhin an dem ein oder anderen Charakter zu zweifeln.
Amy war mir mit ihrer unkomplizierten und liebenswürdigen Art von Anfang an sympathisch. Sie nimmt sich nicht wichtiger als sie ist und kann ihr Glück nicht fassen, dass sie zu den Auserwählten Buchspringern gehört.
Auf der Insel lernt sie die Jugendlichen Will und Betsy kennen, welche dem Clan der Macalisters angehören und ebenfalls in Bücher springen können. Gerade ihre Beziehung zu Will gewinnt an Intensität und Vertrautheit. Die sich daraus entwickelnde Liebesgeschichte drängt sich jedoch zu keiner Zeit in den Vordergrund, sondern entwickelt sich langsam und stetig. Dies fand ich sehr angenehm.
Aber nicht nur die Macalisters lernt Amy kennen, sondern auch ihre Großmutter Lady Mairead und die geheimnisvollen Bibliothekare Desmond, Glenn und Clyde.
Neben den interessanten Personen in der realen Welt, gibt es jedoch auch ein paar interessante Buchcharaktere zu bestaunen. Wer hätte gedacht, dass Schir Khan gar nicht so böse ist, wie man bisher vermutet hat und das der junge Werther ein angenehmer Reisepartner durch die Buchwelt sein kann?

Das Buch ist mit seinen knapp 400 Seiten keineswegs ein dünnes Buch, dennoch hätte ich mir manche Szenen noch ausführlicher beschrieben gewünscht. In einigen Szenen steckte wirklich viel Potenzial, von daher hätte ich es klasse gefunden, wenn das Buch sogar noch dicker gewesen wäre.
Zwischen den einzelnen Kapiteln tauchen wir in ein Märchen der besonderen Art ein. Mehr wird jedoch an dieser Stelle nicht verraten, denn dafür müsst ihr schon das Buch selbst lesen.

Das Ende passt wunderbar zum gesamten Verlauf der Geschichte, beantwortet jedoch nicht alle Fragen. Das Buch wird zwar als Einzelband beschrieben, dennoch lässt sich die Autorin ein kleines Hintertürchen offen und somit habe ich die leise Hoffnung, dass wir doch noch in den Genuss eines zweiten Teils kommen werden.

Fazit:
Was bleibt mir anderes zu sagen außer das ich total hin und weg bin! Hin und weg von einer wahnsinnig genialen Idee, nämlich dem Springen in die verschiedensten Bücher der Literaturgeschichte. Auch hin und weg aufgrund der tollen und atmosphärischen Bibliothek auf Stormsay, die ich gerne mein Eigen nennen würde. Und natürlich hin und weg aufgrund der spannenden und teilweise lustigen Geschichte und den interessanten Personen. Ich kann das Buch jedem Buchliebhaber und jeder Leseratten absolut empfehlen. Lasst euch verzaubern von der Insel Stormsay und der fantastischen Buchwelt!
Nach dieser Lobeshymne gibt es von mir natürlich 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 14.12.2020

Genauso gut wie Band 1, nur Noárs Verhalten ist teilweise ein wenig too much

Cassardim 2: Jenseits der Schwarzen Treppe
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Inhalt:
Als Goldene Erbin und Verlobte des Schattenprinzen ist Amaia den Mächtigen in Cassardim ein Dorn im Auge. Auf ihrer Reise durch die Fürstentümer muss sie deshalb nicht nur die höfischen Intrigen ...

Inhalt:
Als Goldene Erbin und Verlobte des Schattenprinzen ist Amaia den Mächtigen in Cassardim ein Dorn im Auge. Auf ihrer Reise durch die Fürstentümer muss sie deshalb nicht nur die höfischen Intrigen überleben, sondern auch diverse Mordanschläge. Besonders in der Schattenfeste, wo Liebe als Schwäche gesehen wird, schwebt Amaia in großer Gefahr. Um sie zu schützen, ist Noár gezwungen, erneut zu dem skrupellosen Prinzen zu werden, den alle so fürchten. Doch wieder einmal ist nichts, wie es scheint, sodass nicht nur Amaias Herz auf eine harte Probe gestellt wird.

Meinung:
Amaia ist die Goldene Erbin von Cassardim. Doch nicht jeder Bewohner des Landes ist gut auf sie zu sprechen. Auch ihr Verlobter der Schattenprinz Noár stößt nicht gerade auf große Beliebtheit bei einem Teil von Cassardims Bewohnern. Daher entfliehen die Beiden für einige Zeit dem Trubel um höfische Intrigen und Machtkämpfe. Doch Amaia und Noár können sich nicht für immer verstecken und so müssen sie schon nach kurzer Zeit in die Schattenfeste, der Heimat von Noár. Der Umgangston dort ist hart und erbarmungslos und Liebe wird hier als Schwäche angesehen. So steht Amaia eine harte Prüfung bevor, denn ihre Gefühle für Noár dürfen auf keinen Fall ans Tageslicht gelangen. Denn dies würden die Bewohner der Schattenfeste knallhart zu ihren Gunsten ausnutzen.

Nachdem ich vom ersten Band der Cassardim-Reihe absolut begeistert war, habe ich mich auf diesen zweiten Band riesig gefreut.
Gleich zu Beginn fasst Autorin Julia Dippel die wichtigsten Ereignisse des ersten Bandes auf einer Seite zusammen. So schließen sich Erinnerungslücken und man ist ziemlich gut up to date um sich mit vollem Genuss diesen zweiten Band zu widmen.


Ab der ersten Seite war ich wieder von der Magie der Geschichte gefesselt. Julia Dippel versteht es auf unglaublich gute Art und Weise den Leser für ihre Geschichte begeistern zu können. Dies liegt an unterschiedlichen Komponenten. Zum einen hätten wir da die unglaublich facettenreiche Welt von Cassardim. Auch in diesem Band reisen Amaia und Noár durch die Lande und besuchen den wandernden Wald oder die Schattenfeste. Ich finde es toll, wie viel Mühe sich die Autorin mit den verschiedenen Völkern von Cassardim gegeben hat.

Damit auch niemand durcheinander kommt gibt es am Ende der Geschichte ein Glossar über die verschiedenen Reiche und Völker von Cassardim. Auch die wichtigsten Personen des goldenen Hofes, dem wandernden Wald oder des Schattenhofes werden aufgelistet.
Auch die wundervolle Karte von Cassardim darf natürlich nicht fehlen.

Allgemein gibt es in diesem Band, nein in der ganzen Reihe, so viele Charaktere die einem sofort ans Herz wachsen. Ich könnte gar nicht sagen, wer mein Lieblingscharakter ist, da sie alle einfach so unfassbar charismatisch und lustig sind. Nehmen wir z. B. Amaias kleinen Bruder Moe, der großen Mut und Willensstärke beweist. Wohingegen Amaias beste Freundin Zoey oft aufgrund ihrer großen Klappe und Unverblümtheit auffällt. Aber auch die besten Freunde von Noár sind ein lustiger, sympathischer und kämpferischer Haufen.
Zudem werden Kreaturen wie Shendais oder Okoklins zum Leben erweckt und entpuppen sich als wichtige Verbündete von Amaia und Noár.

Neben all diesen Komponenten besticht die Geschichte durch jede Menge Abwechslung, Spannung und überraschende Wendungen. Auch dieses Mal wird der Leser auf falsche Fährten geführt. Zu keiner Zeit fühlte ich mich gelangweilt.

Mein einziger Wermutstropfen ist ein wenig das Verhalten von Noár. Er sieht sich als Amaias großer Beschützer, wobei diese oftmals gar keine Hilfe benötigt. Dennoch löst er einige Probleme mit Gewalt. Mir war er stellenweise einfach zu schnell an der Klinge, anstatt Dinge mit Worten zu lösen.

Fazit:
Meine Erwartungen an diesen zweiten Band waren hoch, wurden jedoch vollumfänglich erfüllt. Mal wieder besticht diese Reihe mit außergewöhnlichen Charakteren, einer eindrucksvollen Fantasywelt, jeder Menge guter Unterhaltung sowie tollen Überraschungsmomenten.
Ich vergebe daher sehr gerne 5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2020

Etwas schwächer als die Vorgänger, dennoch absolut lesenswert

Amulett #5
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Inhalt:
Emily, Navin und ihre Freunde haben das Chaos in der Akademie der Wächter in der Stadt Cielis überstanden. Doch die nächste Mission lässt nicht lange auf sich warten, denn Max Griffin, ein ehemaliger ...

Inhalt:
Emily, Navin und ihre Freunde haben das Chaos in der Akademie der Wächter in der Stadt Cielis überstanden. Doch die nächste Mission lässt nicht lange auf sich warten, denn Max Griffin, ein ehemaliger Schüler der Akademie, hat den sogenannten Mutterstein gestohlen. Mit diesem Artefakt gelingt es dem bösen Elfenkönig, weitere Amulette zu schmieden und in die Nation Windsor einzufallen, um sie zu zerstören. Die Steinhüterin Emily führt die Soldaten der Cielis-Garde in den Kampf, um ihn aufzuhalten, aber Max stellt sich ihnen in den Weg. Als Emily die Stimme ihres Amuletts um Hilfe bittet, stellt sie fest, dass diese auch eine sehr unheimliche Seite hat…

Meinung:
Nachdem Max den Mutterstein gestohlen hat ermöglicht das dem Elfenkönig neue Amulette schmieden zu können. Doch Emily und ihre Freunde kämpfen gemeinsam mit den Soldaten von Cielis darum die Elfen aufzuhalten. Und auch zu der Stimme ihres Amuletts nimmt Emily Kontakt auf. Denn jede Hilfe und jede Information, die die Freunde erhalten können, ist Gold wert.

Hierbei handelt es sich um den fünften Band einer Reihe. Ein Quereinstieg bietet sich daher absolut nicht an, da die Handlung auf die vorherigen Bände aufbaut.

Da mich bisher noch kein Band der Amulett-Reihe enttäuscht hat und sie viel mehr wahre Begeisterungsstürme in mir ausgelöst hat, freute ich mich riesig auf diesen fünften Band. Auch der Titel „Der Elfenprinz“ versprach ein großes Augenmerk auf meinen Lieblingscharakter Trellis. Was meine Vorfreude nur noch mehr anstachelte.

In diesem Band erfährt der Leser mehr über die Vergangenheit von Max und wie er in die Situation hineingeraten konnte, in der er sich gerade befindet. Diese ausführliche Erläuterung sorgt dafür, dass man sich als Leser besser in ihn hineinversetzen kann und seine Beweggründe durchaus versteht. Daher mochte ich es, dass Autor Kazu Kibuishi ihm großen Spielraum in diesem Band einräumt.
Auch sehr interessant ist die Beziehung zwischen Emily und ihrem sprechenden Amulett. Hier erhält der Leser neue Erkenntnisse und man möchte Emily am liebsten zurufen bloß die Finger von diesem gefährlichen Amulett zu lassen, aber man versteht auch, dass sie jede Hilfe annehmen muss, die sie kriegen kann.
Wie aufgrund des Titels zu erwarten nimmt auch Elfenprinz Trellis eine nicht ganz so unwichtige Rolle in dieser Geschichte ein. Auch hier erfährt man mehr über ihn, seine Wünsche und seine Vergangenheit.

Die Handlung hatte ihre faszinierenden und packenden Seiten. Ich merkte jedoch zum ersten Mal im Laufe dieser Reihe, dass ich nicht ganz so begeistert an den Seiten hing wie in den vorhergegangenen vier Bänden. Mir fehlte ein wenig die absolute Sogwirkung.

Wieder ein absolutes Schmankerl sind die traumhaft schönen und sehr speziellen Illustrationen in diesem Buch. Sie sind und bleiben das klare Highlight dieser Reihe. Vor allen Dingen die doppelseitigen Bilder versetzen mich jedes Mal erneut in Verzückung und bringen mich zum Staunen.

Fazit:
Ein fünfter Band der wieder mit einer durchweg fesselnden Handlung aufwarten kann. Ich für meinen Teil musste jedoch feststellen, dass mich die Geschichte zum ersten Mal nicht ganz packen konnte. Nichtsdestotrotz gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung zur Amulett-Reihe. Denn diese Graphic Novel Reihe bietet neben wunderschönen Bildern auch jede Menge liebenswürdige Charaktere und einen spannenden Handlungsverlauf.
Ich vergebe 4 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.12.2020

Handlung braucht etwas um in Schwung zu kommen

Aleja und die Piratinnen. Das Schattenschiff
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Inhalt:
Als eines Tages ein sagenumwobenes Piratenschiff in Sevilla anlegt, überlegt die zwölfjährige abenteuerlustige Aleja nicht lange und wird Teil der Crew, die aus emanzipierten Frauen besteht. Unter ...

Inhalt:
Als eines Tages ein sagenumwobenes Piratenschiff in Sevilla anlegt, überlegt die zwölfjährige abenteuerlustige Aleja nicht lange und wird Teil der Crew, die aus emanzipierten Frauen besteht. Unter der Flagge der Athene müssen die Piratinnen auf ihrer Suche nach einer verschollenen magischen Karte all ihr Können und ihren Mut unter Beweis stellen. Aleja erkennt, dass das Meer noch viel mehr verbirgt, als sie sich je hätte vorstellen können. Mit dem erbeuteten Kartenstück zurück auf dem Schiff, muss sich Aleja entscheiden: Möchte sie zurück zu ihrer Familie oder bleibt sie bei den Piratinnen auf Abenteuersuche?

Meinung:
Aleja träumt seit Ewigkeiten davon Abenteuer zu erleben und die Welt zu erkunden. Doch in einer von Männern dominierten Welt, scheint ihr dies verwehrt. Als eines Tages dann jedoch ein Schiff voller Piratinnen in ihrer Heimatstadt Sevilla vor Anker liegt, ergreift Aleja die Chance um endlich über die Weltmeere segeln zu können und Großes zu erleben.

Als ich zum ersten Mal von dieser Geschichte gehört habe, war ich sofort sehr angetan von dem abenteuerlich klingenden Klappentext. Auch ein Schiff voller Frauen versprach jede Menge gute Unterhaltung.

Leider brauchte ich ein wenig um mit der Handlung warm zu werden. Mir war die erste Hälfte der Geschichte doch etwas zu sehr in die Länge gezogen. Mich konnte Aleja und ihre Geschichte leider nicht wirklich packen. Und ich ertappte mich dabei, wie meine Gedanken beim Hören der Handlung immer wieder abschweiften.
Ab einem gewissen Punkt der Geschichte nimmt jedoch der Abenteuerfaktor zu. Ab diesem Punkt konnte mich die Handlung dann endlich fesseln und begeistern.

Autorin Maria Kuzniar nimmt sich auf jeden Fall Zeit um den Lesern/Hörern Aleja und ihr Leben näherzubringen. Aber auch den verschiedenen Crewmitgliedern wird genug Zeit eingeräumt, um den Hörern einen guten Eindruck von sich selbst zu vermitteln. Hier trifft Aleja wirklich auf einen kunterbunten Haufen an unterschiedlichsten Frauen.

Der magische Ansatz des Buches hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ich mochte die Idee des Schattenschiffes und seiner legendären Crew. Auch Geister tummeln sich auf diesem Schiff. Zudem reisen die Frauen unter anderem in eine versunkene Wüstenstadt und erleben packende Abenteuer.

In die Geschichte sind immer wieder Fremdwörter eingebaut. Denn die Crewmitglieder stammen aus den verschiedensten Teilen der Welt. So darf der Hörer seinen Wortschatz um ein paar spanische, französische oder arabische Wörter erweitern. Dies hat mir sehr gut gefallen.

Gesprochen wird die Geschichte von Madiha Kelling Bergner. Ich habe bereits ein Hörbuch von ihr gehört und mag ihre Stimme wirklich sehr. Auch hier passt Madiha Kelling Bergners junge Stimme perfekt zum Charakter der lebendigen und abenteuerlustigen Aleja.

Fazit:
Ich brauchte ein wenig Zeit um mit der Geschichte und Protagonistin Aleja warmzuwerden. Dann hat sich vor mir jedoch eine Geschichte voller Mut, Abenteuer und Freundschaft entfaltet. Es ist eine tolle Botschaft, dass Frauen (junge Mädchen) sich nicht hinter Männern zu verstecken brauchen, sondern einfach ihren eigenen Weg gehen können.
Ich vergebe 3,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.12.2020

Etwas ausufernde Beschreibung das Ende überzeugt jedoch

Internat der bösen Tiere, Band 2: Die Falle
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Inhalt:
Noёls neuer Stundenplan hat es in sich. Dabei gehört das Kämpfen wie eine Raubkatze und das Büffeln von tödlichen Tiergiften zum ganz normalen Unterricht. Doch als eine Bootsfahrt ansteht, bei ...

Inhalt:
Noёls neuer Stundenplan hat es in sich. Dabei gehört das Kämpfen wie eine Raubkatze und das Büffeln von tödlichen Tiergiften zum ganz normalen Unterricht. Doch als eine Bootsfahrt ansteht, bei der seine Mitschüler lernen sollen, wie ein Hai zu tauchen, darf er nicht mit. Denn draußen auf dem Meer kann ihn niemand vor seinem Erzfeind beschützen. Noёl ist enttäuscht und will seine Lehrer unbedingt umstimmen. Er ahnt nicht, dass zwischen den Korallen eine schreckliche Gefahr lauert …

Meinung:
Noёl ist von seinem neuen Leben begeistert. Denn er geht auf die gefährlichste Schule der Welt! Und am liebsten möchte er wie seine Mitschüler bei der anstehenden Bootsfahrt mitmachen. Denn auf dieser sollen die Menschen lernen wie Tiere zu tauchen. Doch da Noёl durch niemanden auf dem offenen Meer beschützt werden kann, darf er nicht teilnehmen. Noёl setzt alles daran seine Lehrer umzustimmen. Er ahnt nicht, dass sein Erzfeind bereits die Fühler nach ihm ausgestreckt hat.

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der Reihe „Internat der bösen Tiere“. Es ist daher sehr sinnvoll diese Reihe mit dem ersten Band zu starten, da die Geschehnisse aufeinander aufbauen.

Zu Beginn möchte ich gleich ein Wort zum unheimlich ansprechenden Cover loswerden. Ich habe mich sofort in dieses verliebt und gerade der Hai strahlt doch ein wenig die Gefahr aus, in die Noёl hineinschlittert. Beim Aufklappen des Buches darf man dann den Hai in seiner vollen Pracht betrachten.

Der Start in die Geschichte ist mir gut geglückt. Dank kleiner Rückblenden, die Autorin Gina Mayer immer wieder einfügt, ist einem das Geschehen aus Band 1 wieder schnell präsent.

Was ich persönlich etwas schade fand ist, dass sich in diesem Band sehr viel Zeit für die Ausbildung der Schüler genommen wird. Natürlich ist es faszinierend mitzuverfolgen was für außergewöhnliche Fächer und Lehrer Noёl hat. Auf der anderen Seite fand ich es etwas ermüdend und langweilig so viel über den Schulunterricht zu erfahren.

Ab einem gewissen Punkt in der Handlung nimmt die Geschichte dann endlich ordentlich Fahrt auf und es wird wirklich spannend. Zudem wartet Gina Mayer mit der ein oder anderen kleinen, aber auch großen Überraschung auf. Für diese Entwicklungen habe ich die Autorin wirklich sehr gefeiert.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass man als Leser nun sehr gerne wissen möchte was im finalen Band der Reihe passieren wird.

Besonders hervorheben möchte ich, dass Noёl mit seinem ehemaligen Gegner Taiyo mittlerweile so gut befreundet ist. Ich finde es wunderschön wie aus Feinden Freunde geworden sind. Auch hegen beide gewisse Gefühle für ein Mädchen an der Schule. Doch diese Gefühle stehen ihrer Freundschaft (bisher) nicht im Weg.

Fazit:
Nach einem etwas behäbigen Start, dank der sehr ausufernden Berichte über die Unterrichtsfächer und die verschiedenen Kampftechniken, wurde ich mit einem spannenden zweiten Band belohnt. Aus Feinden werden Freunde und gemeinsam versuchen sie den absoluten Erzfeind zu besiegen.
Dafür gibt es von mir 4 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere