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Hornita

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2024

Solide, aber mit Potenzial

In den Wipfeln der Kiefer
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Es handelt sich hier um einen deutschen Autor, der sich ein finnisches Pseudonym gegeben hat. Der finnische Flair kommt hauptsächlich über die Namen der Charaktere zustande und daher, dass sie ziemlich ...

Es handelt sich hier um einen deutschen Autor, der sich ein finnisches Pseudonym gegeben hat. Der finnische Flair kommt hauptsächlich über die Namen der Charaktere zustande und daher, dass sie ziemlich oft in die Sauna gehen. Das waren mir zu viele Stereotype und zu wenig Substanz, da der Krimi ansonsten überall hätte spielen können und keine wirklich landestypische Handlung hatte. Der Fall war an sich nicht schlecht, es gab keine Logikfehler und er war nachvollziehbar. Die Ermittlungen fand ich allerdings etwas eigenartig. Manche Ansätze wurden erst spät verfolgt, manches wurde wirklich unprofessionell geregelt. In mancher Hinsicht gab es sehr viele, unnötige Details, in anderen Bereichen fehlen aber Informationen, um die Handlung nachvollziehbar zu machen. Vor allem juristische Details fand ich streckenweise unglaubwürdig, die hätten intensiver recherchiert werden dürfen. Auch in Bezug auf sein Privatleben fand ich Hämäläinens Handlungen und Gedanken nicht immer glaubwürdig und nachvollziehbar. Der Schreibstil ist einfach, es gibt viele kurze Sätze, dadurch wirkt die Erzählung sehr sachlich, aber auch etwas oberflächlich.

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Veröffentlicht am 14.02.2024

Außergewöhnlich

Notizen zu einer Hinrichtung
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Aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Erzählzeiten schildert die Autorin, wie es zu den Taten des Ansel Packer kommen konnte - bis zu seiner Hinrichtung. Dabei werden die Lebensgeschichten ...

Aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Erzählzeiten schildert die Autorin, wie es zu den Taten des Ansel Packer kommen konnte - bis zu seiner Hinrichtung. Dabei werden die Lebensgeschichten verschiedener Charaktere in einer Tiefe und mit einer psychologischen Intelligenz behandelt, wie ich sie selten gelesen habe. Dass es sich dabei ausschließlich um Frauen handelt, wirkt nicht gekünstelt, sondern schmiegt sich organisch in die Handlung ein. Die Erzählperspektiven in Verbindung mit der Hinrichtung sind außergewöhnlich und dennoch genial gemacht. Gesellschaftliche Themen werden aus verschiedenen Perspektiven geschildert und bleiben damit immer vielschichtig. Es werden keine oberflächlichen, simplen Lösungen für Lebensentscheidungen angeboten. Überhaupt werden die Zufälle in den Leben der betroffenen Frauen immer wieder möglichen Alternativen gegenübergestellt. Ein gut geschriebenes, intelligent gemachtes Buch, das mich durch seine Tiefgründigkeit und Spannung begeistert hat.

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Veröffentlicht am 14.02.2024

Etwas anderes erwartet

Spur und Abweg
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Aufgrund der Kurzbeschreibung habe ich mehr Informationen über die Familiengeschichte des Autors erwartet, als das Buch tatsächlich enthält. Die wenigen vorhandenen Informationen werden vollkommen willkürlich ...

Aufgrund der Kurzbeschreibung habe ich mehr Informationen über die Familiengeschichte des Autors erwartet, als das Buch tatsächlich enthält. Die wenigen vorhandenen Informationen werden vollkommen willkürlich in die Erzählung eingestreut, was mir die Orientierung erschwert hat. Man spürt wohl, dass die Vergangenheit und das Trauma des Vaters nachwirken, aber die kindlichen Erinnerungsfetzen sind etwas wirr und unfertig. Gut gefallen hat mir dagegen die Erklärung, wie der Vater als Jugendlicher gezwungen wurde, die Seiten zu wechseln und das eigentliche Fehlen einer klaren Trennlinie, das plötzliche Anderssein, nur weil es verordnet wird. Das Buch ist insgesamt eine Mischung aus Erinnerungen, Zitaten, Mitschriften, Diktaten, Tonbandaufnahmen, Briefen, Akten, eigenen Ansichten und der ein oder anderen Geschichtsstunde. Es gibt viel Politisches, Philosophisches, Musiktexte, Meinungen des Autors über Erinnerungskultur und Literatur, also wirklich eine bunte Mischung. Leider mir fehlt der rote Faden, was das Lesen des ziemlich unstrukturierten Textes im Laufe des Buches immer anstrengender gemacht hat. Ein wichtiges Thema, gute Ansätze, mir aber in der Umsetzung zu abschweifend.

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Veröffentlicht am 14.02.2024

Gelungene Fortsetzung

CATAN - Geheimbund der Raben (Band 2)
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Den ersten Band fand ich toll und war erst unsicher, wie der zweite Band sein würde, der 18 Jahre später spielt. Ich muss aber sagen, dass er mich innerhalb kürzester Zeit begeistert hat, da man zum einem ...

Den ersten Band fand ich toll und war erst unsicher, wie der zweite Band sein würde, der 18 Jahre später spielt. Ich muss aber sagen, dass er mich innerhalb kürzester Zeit begeistert hat, da man zum einem liebgewonnene Charaktere wiedertrifft und zum anderen erwachsen gewordene andere Figuren neu kennenlernt. Die Geschichte ist glaubhaft und nachvollziehbar und es wird gelungen geschildert, wie das Leben auf CATAN von schicksalhaften Entscheidungen und Zufällen geprägt ist. Besonders gut gefällt mir, wie der Pragmatismus der Menschen geschildert wird, die dadurch flexibel auf ihre Schicksale reagieren. Gleichzeitig werden wieder verschiedene Themen im Geschehen verarbeitet, vom Handwerk über Politik und Religion ist alles dabei. Mir hat diese intelligent gemachte Fortsetzung sehr gut gefallen und ich freue mich auf den dritten Teil, bin aber gleichzeitig schon traurig, dass es dann vorbei sein soll.

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Veröffentlicht am 14.02.2024

Schwacher Fall, aber spannendes Privatleben

Die Schuld, die man trägt
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Als großer Fan der Sebastian Bergmann-Reihe habe ich mich sehr auf diesen achten Band gefreut. Leider fand ich den Fall dieses Mal etwas eindimensional, er hat nicht so viele Überraschungen, wie die bisherigen ...

Als großer Fan der Sebastian Bergmann-Reihe habe ich mich sehr auf diesen achten Band gefreut. Leider fand ich den Fall dieses Mal etwas eindimensional, er hat nicht so viele Überraschungen, wie die bisherigen Fälle und hat mich deshalb ein bisschen enttäuscht. Spannend ist aber wie immer Sebastians Privatleben, das die Spannung dieses Buches getragen hat. Obwohl manches wirklich unwahrscheinlich ist, gelingt es den Autoren dank ihres packenden Schreibstils, auch diese Details glaubwürdig zu schildern. Es werden einige lose Enden verknüpft und offene Fragen aus den bisherigen Bänden beantwortet, weshalb ich ein bisschen Angst habe, dass dieses Buch das Ende der Reihe sein könnte. Am Ende gibt es wie gewohnt einen Cliffhanger, der alles möglich macht.

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