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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2026

Ein tolles Hörspiel

Joshua Jackelby
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London, 1851: Joshua ist ein cleverer Zeitungsjunge, der von einem besseren Leben träumt. Als er eines Tages einen verletzten Welpen aus der Themse rettet, gerät er gemeinsam mit seinen Freunden in ein ...

London, 1851: Joshua ist ein cleverer Zeitungsjunge, der von einem besseren Leben träumt. Als er eines Tages einen verletzten Welpen aus der Themse rettet, gerät er gemeinsam mit seinen Freunden in ein großes Abenteuer. Bald müssen sie sich gegen Straßenbanden behaupten, Dieben hinterherjagen und kommen dabei einer gefährlichen Verschwörung auf die Spur.

Das Hörspiel hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Besonders die Soundeffekte haben mir gefallen, weil sie die Geschichte sehr lebendig machen und man sich richtig in das alte London hineinversetzt fühlt. Auch die Sprecher machen ihre Sache großartig und geben den Figuren viel Persönlichkeit.

Die Geschichte ist spannend erzählt, ich habe beim Abenteuer gerne mitgefiebert und mochte die Charaktere sehr. Gerade Joshua und seine treue Hündin Hazel sind einfach sympathisch.

Ein unterhaltsames Hörspiel, das sich wunderbar für die ganze Familie eignet und Lust auf weitere Abenteuer macht.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Charaktere die im Kopf und Herzen bleiben

Der andere Arthur
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„Das Erste, was du über mich wissen musst: Ich bin unglaublich dick.“

Dieser Satz, gesprochen mit einem schweren, fast mühsamen Atmen des Sprechers, hat mich sofort mitten in Arthurs Welt gezogen. Arthur ...

„Das Erste, was du über mich wissen musst: Ich bin unglaublich dick.“

Dieser Satz, gesprochen mit einem schweren, fast mühsamen Atmen des Sprechers, hat mich sofort mitten in Arthurs Welt gezogen. Arthur wiegt fast 300 Kilo, verlässt sein Haus nicht mehr und lebt in einer Einsamkeit, die man beim Hören förmlich greifen kann.

Worum geht es? 📖
Arthur ist ein ehemaliger Uni-Dozent, hochintelligent und isoliert von der Außenwelt. Sein einziger sind Briefe an eine alte Freundin, der er ein Leben vorgaukelt, das er gar nicht führt. Parallel dazu lernen wir den 18-jährigen Cal kennen, dessen Leben durch die Alkoholsucht seiner Mutter aus den Fugen gerät. Und dann ist da noch Yolanda, eine junge, schwangere Frau, die beginnt, in Arthurs vernachlässigtem Haus – und seinem Herzen – aufzuräumen.

Meine Empfindungen: 🤎
Ich habe Arthur so schnell ins Herz geschlossen. Seine Scham, die Gedanken, in denen er sich verfängt, und diese aufgestaute Angst waren für mich so nachvollziehbar und spürbar. Aber auch Cals Verzweiflung und Yolandas Stärke haben mich tief berührt und ich habe mich zu allen dreien verbunden gefühlt.

Ich habe mit ihnen gelitten und mich bei den hoffnungsvollen Momenten gefreut, als wären sie meine eigenen Freunde. Ich liebe den Schreibstil der Autorin, weil er mich direkt so in das Leben der Protagonisten gesogen hat. Alles hat sich echt und authentisch angefühlt.

Fazit:
Was für eine schöne, traurige und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte. Ich bin so beeindruckt von dem Buch, dass ich nach diesem Erlebnis jetzt unbedingt „Gott des Waldes“ von Liz Moore lesen muss, von dem ich auch schon so viel gutes gehört habe.

Bewertung: 5/5 ⭐️
(Hörbuch-Empfehlung: Die Sprecher verkörpern die Charaktere ideal!)

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Zwischen Meer, Magie und Macht – ein fesselndes Fantasy-Abenteuer

Nightweaver
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Aster ist 16 und Piratin.
Aufgewachsen auf See, geprägt von Kämpfen, Verlust und Freiheit. Als ihr Schiff von den gefürchteten Nightweavern angegriffen wird, gerät ihre Welt ins Wanken und nichts ist so ...

Aster ist 16 und Piratin.
Aufgewachsen auf See, geprägt von Kämpfen, Verlust und Freiheit. Als ihr Schiff von den gefürchteten Nightweavern angegriffen wird, gerät ihre Welt ins Wanken und nichts ist so klar gut oder böse, wie sie immer dachte.

Der Einstieg ist actionreich und voller Piratenvibes. In meinem Kopf lief stellenweise die Musik von Fluch der Karibik. Ich hätte mir gewünscht, dass wir noch mehr Zeit auf dem Meer verbringen und der Piratenaspekt größer bleibt.

Stattdessen landen wir auf dem Anwesen einer adeligen Nightweaver-Familie. Dort ändert sich Asters Leben drastisch. Auch wenn ich das Meer vermisst habe, mochte ich dieses Setting sehr.

Ich mochte die starken Familienbande sehr. Überhaupt mochte ich die einzelnen Charaktere und hatte großen Spaß an den unterschiedlichsten (auch magischen) Wesen, denen wir hier begegnen.

Das Tempo hat mir richtig gut gefallen. Es ist immer etwas los. Intrigen, Enthüllungen, Machtspiele und brutale Kämpfe, bei denen es wirklich zur Sache geht.

Die Romance ist sanft, langsam und spannend. Besonders schön: kein Spice, sondern lediglich zaghafte Annäherungen.

Ein spannendes, vielschichtiges Fantasy-Abenteuer mit Meer, Magie, Blut und großen Gefühlen.
Und jetzt möchte ich unbedingt Band 2 lesen.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Wenn Reden alles verändert

Obacht!
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Mir gefällt der besondere Zeichenstil total – Schwarz-Weiß mit orangen Akzenten, das sticht richtig heraus und macht das Buch besonders. Die niedlichen Charaktere mit ihren lustigen Namen bringen mich ...

Mir gefällt der besondere Zeichenstil total – Schwarz-Weiß mit orangen Akzenten, das sticht richtig heraus und macht das Buch besonders. Die niedlichen Charaktere mit ihren lustigen Namen bringen mich zum Schmunzeln.

Die Figuren überlegen sich auf kreative Weise, wie sie mit dem riesigen unbekannten Tier umgehen sollen, das ihnen den Weg versperrt. Immer wieder hört man das Wort „Obacht!“, und ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder das nach dem Lesen direkt übernehmen.

Nur Mienchen hat den Mut, wirklich mit dem Tier zu sprechen. Wir sollten alle ein bisschen mehr wie Mienchen sein. Eine liebevoll gestaltete Geschichte darüber, wie wichtig Zuhören, Offenheit und miteinander Reden sind, um Lösungen zu finden. Einfach herrlich und ein großer Spaß!

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Eine wunderbare Geschichte

Unbeugsam wie die See
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Vier Frauen. Vier Leben.
Getrennt durch zweihundert Jahre. Verbunden durch das Meer.

Ein Teil der Geschichte spielt im Jahr 1801. Zwei Schwestern auf einem Gefangenenschiff. Rau, brutal und geprägt von ...

Vier Frauen. Vier Leben.
Getrennt durch zweihundert Jahre. Verbunden durch das Meer.

Ein Teil der Geschichte spielt im Jahr 1801. Zwei Schwestern auf einem Gefangenenschiff. Rau, brutal und geprägt von den Grausamkeiten ihrer Zeit.

Dann wechseln wir in die Gegenwart. Wieder zwei Schwestern. Eine sucht Schutz, die andere ist verschwunden und hinterlässt viele Fragen und Geheimnisse, die die Geschichte nach und nach entschlüsselt.

Ich hatte große Erwartungen, weil ich „Die Unbändigen“ von der Autorin so sehr geliebt habe. Und schon nach wenigen Minuten im Hörbuch, war ich vollkommen drin und gespannt. Der Schreibstil ist intensiv, detailreich, emotional und stellenweise poetisch. Die Atmosphäre ist schwer, melancholisch und gleichzeitig unglaublich fesselnd. Besonders das australische Setting mochte ich sehr.

Mich hat vor allem berührt und wütend gemacht, wie Lucy behandelt wird. Wie schnell ihr Vertrauen missbraucht wird und wie vertraut sich diese Realität anfühlt. Die Autorin hat ein besonderes Talent dafür, weibliche Erfahrungen ehrlich und ungeschönt darzustellen.

Ich mochte die Mischung aus Mystery, leiser Mythik und moderner Gesellschaftskritik sehr. Nach und nach entfaltet sich die Geschichte, verschiedene Zeitachsen verweben sich, und plötzlich kippt alles in eine Richtung, mit der man nicht direkt rechnet. Der Plottwist hat mich kalt erwischt.

Zum Ende hin wird der Ton rauer, intensiver. Female Rage wird spürbar. Und ich habe ihn auch gefühlt.

Auch als Hörbuch hat mich die Geschichte überzeugt: tolle Sprecherinnen, gutes Tempo, sehr atmosphärisch umgesetzt.

Ein starkes, intensives Buch über Frauen, ihre Verbindungen, Wut, Zärtlichkeit und das, was unter der Oberfläche liegt. Eine absolute Empfehlung. 🌊

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