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Veröffentlicht am 05.11.2017

Zeit für Windmühlen?

Wer den Wind sät
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"Wer den Wind sät" von Michael Lüders ist ein hoch interessantes Sachbuch über die Auswirkungen und Konsequenzen der westlichen Politik im Orient.

Dieses Buch rechnet ab mit westlicher Politik die mit ...

"Wer den Wind sät" von Michael Lüders ist ein hoch interessantes Sachbuch über die Auswirkungen und Konsequenzen der westlichen Politik im Orient.

Dieses Buch rechnet ab mit westlicher Politik die mit Hilfe ihres "werteorientierten" handelns eine Blutspur durch den Orient zieht, oder wie es ein Freund des Autors beschreibt "How the American and British fucked up the Middle East and happily continue to do so" (Lüders, 2016, p.7). Wer den Wind sät ist mit seinen 175 Seiten eine sehr übersichtliche Darstellung der Amerikanischen, aber spätestens seit 9/11, auch Europäischen Außenpolitik.

Lüders beginnt seine Darstellung beim Sündenfall, dem Putsch in Teheran 1953, der Iranischen Revolution 1979 bis hin zu aktuelleren Geschehnissen die den 50-tägigen Gaza-Krieg 2014 mit einschließen. Er erläutert sehr präzise die komplexen Vernetzungen dieser Ereignisse und ihre Auwirkungen auf das Wachstum von Islamistischen Terrormilizen.

Dieses Buch eignet sich sowohl für "Leihen" ohne großes Vorwissen, als auch für bereits informiertere Leser die nach interessanten neuen Rechercheimpulsen suchen. Einziges Manko ist der Mangel an wissenschaftlicher Quellen, geschweige denn eines allgemeinen Literaturverzeichnis/Quellenvezeichnisses.

Nichtsdestotrotz ist insbesondere das Kapitel "Freibrief für Israel? Der Gazakrieg 2014" sehr lesenswert und zeigt deutlich das bestehende Wachstumspotenzial des Islamischen Staates auf.

Besonders hervorzuhebende Denkanstöße gibt die Frage, ob ethische und völkerrechtliche Normen universelle Gültigkeit haben oder aber Palästinenser, Araber und Muslime Abstriche hinnehmen müssen aufgrund der von Deutschen eingerichteten Todesfabrik Ausschwitz. Können wir deshalb eine von Israel angestrebte Ethnokratie dulden?


Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen (Lüders, 2016, p. 173)

Veröffentlicht am 10.10.2017

Tschastin, hau ab so lange du noch kanst...

Schantall, tu ma die Omma winken!
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Darf ich vorstellen? Jochen, der selbstlose Sozialarbeiter mit Herz.

Jochen hat es nicht leicht im Leben. Er nicht nur von berufswegen Sozialarbeiter im Ruhrgebiet, nein er ist dem Härtefall aller bildungsfernen ...

Darf ich vorstellen? Jochen, der selbstlose Sozialarbeiter mit Herz.

Jochen hat es nicht leicht im Leben. Er nicht nur von berufswegen Sozialarbeiter im Ruhrgebiet, nein er ist dem Härtefall aller bildungsfernen Familien anvertraut. Familie Pröllmann, dem fleischgewordenen Schrecken aller Sozialarbeiter.

Das Herzstück der Familie, Jungmutter Schantall und ihr kleiner Tschastin. Während die Politik noch über Frauenquote und den Einklang von Familienleben und Arbeit diskutiert, hat Schantall den Dreh schon längst raus.

Mutter sein ist kein Kinderspiel! Wer weiß das besser als Schantall? Aber für eine echte Pröllmann ist kein Hinderniss hoch genug. Sie schafft es wie keine andere ein exzessives Partyleben mit fürsorglicher Kindererziehung zu vereinen. Das beste? Sie sieht dabei immer tadelos aus. Glitzer-Handy, pinker Lippenstift und die perfekte Sonnenbankbräune sind all-inklusive.

Kai Twilfer hat einen unterhaltsamen Schreibstil und stellenweise für nette Unterhaltung durch einfallsreiche Situationskomik gesorgt.

Trotz der witzigen Grundstory und versuchtem Ruhrpott Charme, bleibt das Buch für mich weit hinter seinen Erwartungen. Oft hat es mich gelangweilt, sich gezogen wie Kaugummi und wirkte aufgsetzt. Die ein oder andere Witze Szene konnte darüber leider nicht hinweg trösten

Aus echtem Ruhrpott Charme kann man doch bestimmt mehr machen? Ich warte also ab was Jochen als nächstes von Familie Pröllmann zu berichten hat.

Veröffentlicht am 09.10.2017

Thriller mit Nostalgiefaktor

Tote Mädchen lügen nicht
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Hannah Baker hat sich vor zwei Wochen das Leben genommen, keiner versteht genau warum, doch Hannah sorgt dafür das sie so schnell nicht vergessen wird.

Als Clay Jenson nach Hause kommt, wartet ein Päckchen ...

Hannah Baker hat sich vor zwei Wochen das Leben genommen, keiner versteht genau warum, doch Hannah sorgt dafür das sie so schnell nicht vergessen wird.

Als Clay Jenson nach Hause kommt, wartet ein Päckchen auf ihn, noch weiß er nicht das seine Welt danach nicht mehr die selbe sein wird. Der Inhalt, dreizehn Kassetten und dreizehn Gründe für Hannah Bakers Tod.

Clay drückt auf den "Play" Button dund ab jetzt gibt es keinen WEg zurück, mit Hannahs Stimme im Ohr wandert er duch dir Nacht, Dreizehn Personen macht Hannah verantwortlich, Clay ist einer davon...

Oft entsteht ein Buch aus einer einzigartig guten Idee heraus. Das alleine reicht oft für ein gutes Buch, aber für ein grandioses Buch, aus dessen Welt der Leser auch nach der letzten Seite nicht entfliehen kann braucht es auch einen Autor der aus einer einzigartigen Idee eine echte Geschichte machen kann. Jay Asher kann beides, er hat grandiose Ideen und ist ein mindestens genauso guter Geschichtenerzähler.

"Tote Mädchen lügen nicht" ist eine Geschichte die etwas zu sagen hat. Sie ist so ungewöhnlich wie auch alltäglich. Es könnte die Geschichte von jedem von uns sein.


Veröffentlicht am 09.10.2017

Nicht umsonst ein Spiegel Bestseller

Die Betrogene
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Kate Liville ist POlizistin beim Scotland Yard und entspricht nicht den typischen KLischees einer attraktiven Frau. Ganz im Gegenteil, sie lebt zurück gezogen, ihr engster Vertrauter ist ihr Vater, unter ...

Kate Liville ist POlizistin beim Scotland Yard und entspricht nicht den typischen KLischees einer attraktiven Frau. Ganz im Gegenteil, sie lebt zurück gezogen, ihr engster Vertrauter ist ihr Vater, unter den Kollegen wird sie gemieden.

Als ihr Vater jedoch auf grausame Weise in seinem eigenen Haus hingerichtet wird, verliert Kate den Boden unter den Füßen. Kurzerhand entscheidet sie sich die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen und die Aufklärung des Mordes an ihrem Vater nicht dem wenig vertrauenserweckenden alkoholkranken Ermittler vor Ort zu überlassen.

Die Betrogene ist ein intelligenter Kriminalroman der den typischen Charlotte Link CHarakter hat. mit immerhin 640 Seite hat die Geschichte die ein oder andere Länge, wird jedoch nie langweilig oder vorhersehbar.

Eine klare Leseempfehlung für alle Charlotte Link Fans und Freund der etwas ungewöhnlichen Protagonisten, denn Kate Linville ist eine einzigartige Protagonistin, die ihren Vergleich in der Deutschen Krimiwelt noch sucht.

Veröffentlicht am 09.10.2017

Eine tolle Herbstlektüre

Maybe Someday
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Frisch getrennt, belogen von der besten Freundin und dem mittlerweile Ex-Freund? Das alleine ist noch nicht genug. Sydney ist jetzt ganz offiziel obdachlos. Ein Glück das der attraktive Gitarrist Ridge ...

Frisch getrennt, belogen von der besten Freundin und dem mittlerweile Ex-Freund? Das alleine ist noch nicht genug. Sydney ist jetzt ganz offiziel obdachlos. Ein Glück das der attraktive Gitarrist Ridge zur Stelle ist und ihr aus der Patsche hilft.

Sich hals über Kopf in Ihren edlen Retter zu verlieben stand allerding nicht auf dem Plan. Aber auch Ridge hat gute Gründe seine neue Mitbewohnerin auf Abstand zu haltener hat seine Große Liebe nämlich eigentlich schon gefunden.

Maybe someday ist eine mitreißende Liebesgeschichte wie man sie nicht anders von Colleen Hoover gewohnt ist. Allerdings war mir Sydney von Anfang an etwas unsympathisch. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen.

Wenn man mal davon absieht das Sydney keine Sympathieträgerin ist und es der Geschichte an einigen Stellen an Tiefgang fehlt (z.B die Auseinandersetzung mit ihrer ehemaligen besten Freundin, aber auch das etwas überstürzte Ende), dann ist es eine wunderbate Lektüre, mit der kalte und dunkle Herbstabende ein bisschen wärmer werden.