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Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine ganz und gar ungewöhnliche Liebe

Léon und Louise
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Eine erheiternde erste Begegnung zwischen Léon Le Gall und Louise Janvier findet während dem ersten Weltkrieg statt. Es ist Louise, die Frau mit der gepunkteten Bluse auf dem quietschenden Fahrrad, die ...

Eine erheiternde erste Begegnung zwischen Léon Le Gall und Louise Janvier findet während dem ersten Weltkrieg statt. Es ist Louise, die Frau mit der gepunkteten Bluse auf dem quietschenden Fahrrad, die Léon seit ihrer ersten Begegnung nicht mehr aus dem Kopf geht. Und obwohl Louise erst nicht auf Léons Bitten, sich mit ihm zu treffen, eingeht, entschließt sie sich schlussendlich doch kurzerhand dazu, ihn auf einem Wochenendausflug mit dem Fahrrad zu begleiten. 24 Stunden, in denen sie sich endlich ein wenig näher kommen, sind ihnen dabei vergönnt, dann reißt sie ein Bombenangriff jäh auseinander.
Beide in dem Glauben, der jeweils andere wäre tot, treffen sie erst ganze zehn Jahre später in der Pariser Métro zufällig wieder aufeinander ...

Das Problem dabei ist, dass der gute Léon zehn Jahre später, also 1928, mit Yvonne verheiratet und zusätzlich bereits Vater ist. Und da Léon viel zu loyal und pflichtbewusst ist, käme es für ihn auch gar nicht in Frage, seine Frau für Louise zu verlassen.
Überraschenderweise ist Louise genau derselben Ansicht, was ich erst gar nicht erwartet habe, da ich sie als laute, selbstbewusste und vor allem emanzipierte, wie der Schnabel gewachsen redende Frau kennengelernt habe, die klare Vorstellungen von ihrem Leben hat.

Für Léon, der sich schon lange daran gewöhnt hatte, zwei Frauen zu haben - eine an seiner Seite und eine im Kopf -, änderte sich damit nicht viel.
(S. 229)

Ja, für Léon ändert sich nicht viel, als er Louise wiedertrifft, denn für ihn ist klar: er wird seine Frau Yvonne und die Kinder nicht verlassen. So ein Mann ist er nicht. Dennoch denkt er ständig an Louise, was ich ihm auch gar nicht verdenken kann, schließlich war er jahrelang der Ansicht, sie sei 1918 ums Leben gekommen.
Auch Louise akzeptiert Léons Entscheidung, sie geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt, sie sollen sich gar nicht mehr treffen. Es hat all die Jahre funktioniert, also wird es auch weiterhin funktionieren. Eine Begründung für Louises Denken gab es keine, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es für sie nur schmerzhaft gewesen wäre, weiterhin mit Léon zusammen zu sein, in dem Wissen, dass er seiner Frau versprochen hat, sie und die Kinder niemals zu verlassen.

»Ob ich auch Dich vergessen habe? Na, ein wenig schon - es hat ja keinen Sinn, sich hier Tag für Tag vor Sehnsucht zu verzehren. Und doch habe ich Dich, daran ändert sich nichts, immer bei mir.«
(S. 276)

Eine Liebe, wie sie Léon und Louise ein Leben lang verbindet, und das, obwohl sie mehr oder weniger ein fast vollständig getrenntes Dasein führen, ist meiner Ansicht nach sehr, sehr ungewöhnlich und kommt auf dieser Welt wahrscheinlich nicht besonders häufig vor. Vor allem muss man bedenken, dass sie vor ihrer Trennung bei dem Bombenangriff gerade mal, wenn überhaupt, 24 Stunden miteinander verbracht haben. Aber in dieser Zeit dürfte irgendetwas entwachsen sein, was beide für immer aneinander gebunden hat: eine tiefe, prägende Liebe, die nie nachgelassen hat. Ich würde sogar so weit gehen und die beiden als seelenverwandt beschreiben, anders kann ich mir dieses lebenslange Aneinanderfesthalten sonst gar nicht erklären.

So wundervoll, aber gleichzeitig ebenso bedauernswert ich diese außergewöhnliche Liebe auch empfunden habe, genauso sehr hat mir der Schreibstil Alex Capus’ zugesagt. Zwar kamen in der Geschichte kaum direkte Reden vor, was ich ein wenig vermisst habe, aber dafür hatte diese Erzählung etwas Lockeres und Leichtes an sich, das mich wunderbar an das Buch fesseln konnte. Auch den ganz eigenen Humor des Autors fand ich erfrischend und hat absolut meinen Geschmack getroffen. Hier versucht Léon zum Beispiel die wechselnden Stimmungen seiner Frau Yvonne ganz nüchtern, aber auch amüsant treffend, zu beschreiben:

Er war zu einem Mann von einiger Lebenserfahrung herangewachsen, und nach fünf Jahren Ehe war ihm bekannt, dass die Seele einer Frau auf geheimnisvolle Weise in Verbindung steht mit den Wanderungen der Gestirne, dem Wechselspiel der Gezeiten und den Zyklen ihres weiblichen Körpers, möglicherweise auch mit unterirdischen Vulkanströmen, den Flugbahnen der Zugvögel und dem Fahrplan der französischen Staatsbahnen, eventuell sogar mit den Förderquoten auf den Ölfeldern von Baku, den Herzfrequenzen der Kolibris am Amazonas und den Gesängen der Pottwale unter dem Packeis der Antarktis.
(S. 99)

Die ganze Geschichte von Léon und Louise startet auf einer Beerdigung, auf der ein Haufen Le Gall - Familienmitglieder anwesend sind: Kinder, Enkel und Urenkel. Man hat also schon die Vermutung, dass Léon es ist, um den hier getrauert wird. Hinzu kommt, dass das Buch von einem von Léons Enkeln erzählt wird.
Aber nicht nur die Familie ist anwesend, auch eine alte Frau sitzt in den Reihen, über die munter getuschelt wird. - Es ist Louise. Und genau an dieser Stelle startet für uns Leser eine der außergewöhnlichsten Liebesgeschichten zwischen zwei Menschen, die sich einander näher fühlen, je weiter sie voneinander entfernt sind ...

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die zauberhafte Macht der Liebe

Sommerzauber wider Willen
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Im Dezember 2014 habe ich bereits Band eins der Snow Crystal - Trilogie (Winterzauber wider Willen) gelesen und war damals schon total verzaubert von der Magie, die von Snow Crystal ausgeht. In Sommerzauber ...

Im Dezember 2014 habe ich bereits Band eins der Snow Crystal - Trilogie (Winterzauber wider Willen) gelesen und war damals schon total verzaubert von der Magie, die von Snow Crystal ausgeht. In Sommerzauber wider Willen versprüht der bezaubernde Winterort zwar nicht so sehr diesen besonderen Charme, da ich mir das Ganze in einer verschneiten Version viel besser vorstellen konnte, aber da der Sommer und alles, was damit zu tun hat, eigentlich eher sehr nebensächlich im Buch erwähnt wird, konnte ich die Geschichte um Sean und Elise trotzdem ganz gefesselt verfolgen.

Viel mehr geht es hier um die Familie und die Konflikte, die in einer solch vielköpfigen Sippe entstehen können, bedingt durch Druck, zu hohe Erwartungen, oder Angst, den anderen zu verletzen. Anhand der O'Neil Familie sieht man aber vor allem auch die schönen Seiten der Familie: Zusammenhalt, Vertrauen, Spaß und Liebe.

Manchmal schien es einfacher zu sein, einen Streit vor sich hin gären zu lassen, als ihn beizulegen. Manchmal war man zu verstrickt in seine Emotionen, um sie entwirren zu können. Man meinte, dass man alles später lösen würde. Dass man auf einen besseren Zeitpunkt warten musste. Aber manchmal kam dieser Zeitpunkt nie.
(S. 112)

Vor allem Elise liebt die O'Neils über alles, für sie sind sie wie eine Familie, deswegen ist ihre Loyalität ihnen gegenüber nur zu verständlich.
Als ich Elise nach und nach kennen gelernt und mitbekommen habe, dass ihr die O'Neils als Familie so viel bedeuten, habe ich schon geahnt, dass sie wohl keine besonders schöne Vergangenheit mit sich herum trägt ... Der in meinen Augen schon fast überperfekt beschriebene Sean ist ja dann derjenige, der sich mit Elises Vergangenheit auseinandersetzen muss/will - und ganz ehrlich: ich habe den Mann bewundert, mit welcher Engelsgeduld er das "Projekt" Elise angegangen ist. Fast zu schön, um wahr zu sein ...

»Pass nur auf, dass du, wenn du jedes hübsche Mädchen küsst, das dir über den Weg läuft, nicht diejenige verlierst, die du für den Rest des Lebens küssen möchtest.«
(S. 196)

Jedenfalls waren mir die beiden Hauptprotagonisten, Sean und Elise, sehr sympathisch. Gut, Elise fand ich manchmal schon ein wenig anstrengend mit ihrer impulsiven Art und ihren teilweise sehr gewöhnungsbedürftigen Gedanken, die, wie ich bald feststellen musste, aber sowieso nur Produkte von alten Verletzungen aus der Vergangenheit waren.

»Das Leben hat die Angewohnheit, überall Chaos zu hinterlassen, vor allem dann, wenn die Menschen es am wenigsten erwarten.«
(S. 75)

Dennoch hat mich der Zauber der Liebe, der sich doch langsam zu entwickeln scheint, richtig packen können. Ich habe wirklich sehr gerne in dem Buch gelesen und kann es euch, wenn ihr auf gute und schöne Unterhaltung aus seid und eure Bücher am liebsten mit einem zufriedenen Seufzer zuklappt, nur allerwärmstens empfehlen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

»Wir sind in einem Albtraum gefangen.«

Schattentour
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Das erste Nennenswerte sind die beiden Erzählstränge, die sich kapitelweise abwechseln: Zuerst lernen wir die Urban Explorer kennen, die aus Shannon, Malte, Adam und Lara bestehen. Danach die Geisterjäger, ...

Das erste Nennenswerte sind die beiden Erzählstränge, die sich kapitelweise abwechseln: Zuerst lernen wir die Urban Explorer kennen, die aus Shannon, Malte, Adam und Lara bestehen. Danach die Geisterjäger, mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen Ghost Discoverers, Elin, Carly und Fynn.
Und anfangs habe ich mir noch gedacht: »Oje, bei so vielen Protagonisten komme ich sicher andauernd durcheinander ...« - Aber tatsächlich war es so, dass ich mich ganz schnell an die unterschiedlichen Namen und Charaktere gewöhnt habe keine Probleme mit dem Auseinanderhalten hatte. Lag bestimmt auch daran, weil die Autorin ihren Protagonisten sehr prägnante Eigenschaften, Denk- und Verhaltensweisen zugeschrieben hat, weswegen es wirklich einfach war, sich schnell an die sieben Entdecker zu gewöhnen.

»Gewissermaßen sind wir Detektive«, erklärte Jan auf dem Weg zur Tür. »Wir sind auf der Suche nach der Wahrheit.« ...
»Seid vorsichtig! Keine Wahrheit dieser Welt ist es wert, sein Leben aufs Spiel zu setzen.«

(S. 27)

Ich persönlich finde ja, dass sich die Buchbeschreibung total spannend liest und genau diese Erwartung hatte ich dann auch von dem Buch: es soll mich richtig fesseln können. Und genau das hat es auch getan. Sogar noch viel mehr, als ich erwartet habe. Unheimlich ist gar kein Ausdruck, der den gruseligen Dingen, die im Unus vorgehen, gerecht wird.

Unheimlich war bei weitem nicht die passende Bezeichnung für das Unus. Die Finsternis war unheimlich, genau wie Gruselgeschichten am Lagerfeuer oder dunkle, verlassene Friedhöfe. Das Unus war viel mehr.
(S. 194)

Das Lesen hat mich beunruhigt und aufgewühlt, wach gehalten und meinen Puls beschleunigt. Die Angst, die die Charaktere verspürt haben, ist richtig gut bei mir angekommen, ich habe mich fast wie mittendrin gefühlt. Und wenn eine Geschichte das schafft, dann kann ich gar nicht anders, als es am Ende mit einem Wow-Gefühl zuzuklappen.
Dass ich von Jessica Swieciks zweitem Buch schwer begeistert bin, merkt man, glaube ich!?

Wer ein nervenaufreibendes, spannungsgeladenes und fesselndes Buch sucht, sollte UNBEDINGT die Tour ins Unus wagen: ins stockfinstere Labyrinth des Horrors!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Pandora: ein Ort, an dem Liebe und Geheimnisse aufeinander treffen

Helenas Geheimnis
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Was steckt hinter dieser Heimlichtuerei mit Helenas Vergangenheit? Was muss das für eine alles verändernde Wahrheit sein, die Helena da vor ihrer Familie, allen voran Alex, ihrem ältesten Sohn, verbirgt? ...

Was steckt hinter dieser Heimlichtuerei mit Helenas Vergangenheit? Was muss das für eine alles verändernde Wahrheit sein, die Helena da vor ihrer Familie, allen voran Alex, ihrem ältesten Sohn, verbirgt? Diese Fragen spukten mir beim Lesen ständig im Kopf herum - und sie waren umso präsenter und spannender, je höher die Seitenzahl wurde.

In Lucinda Rileys Geschichten findet man normalerweise zwei verschiedene Zeitebenen, die sich immer wieder abwechseln. Ein Erzählstrang spielt meist sehr viel in der Vergangenheit und der zweite in der Gegenwart. Hier in Helenas Geheimnis ist es allerdings so, dass wir hauptsächlich im Jahre 2006 sind. Nur ganz zu Anfang und ganz am Ende findet die Handlung in 2016 statt. Lediglich zwei kurze Kapitel (gegen Ende des Buches) werden aus dem Jahr 1992 erzählt. Ganz typisch ist das für die Autorin ja nicht - und das fanden auch ein paar Leute aus der Leserunde, an der ich teilgenommen habe, nicht so gut. Mich persönlich hat das aber kaum gestört, ich war von der Erzählung, der Handlung an sich, sowieso zu meiner Zufriedenheit gefesselt. So sehr, wie ich es von Lucinda Rileys Büchern auch gewohnt bin.

Sie konnte noch so oft beteuern, Alexis' Motive seien völlig selbstlos, Alex wusste, dass es nicht stimmte.
Er wusste, dass sie ihm nicht die ganze Wahrheit erzählte.
Sein Wissen trog ihn nicht.
(S. 88)

Die Hauptcharaktere des Buches sind Alex und Helena. Alex lernen wir als 13-jährigen Sohn (in 2006) von Helena kennen, er ist überdurchschnittlich intelligent, ein hochbegabter Junge, und das lässt er auch immer wieder (gerne?) heraushängen, sehr zum Leidwesen seiner Familie, die sein besserwisserisches Getue manchmal einfach nur anstrengend findet. Ich selbst fand den Jungen aber gar nicht anstrengend, viel eher interessant und teilweise auch witzig. Mir war er also schon ziemlich sympathisch. Er wird als etwas übergewichtig (Babyspeck!) und wegen seiner Besserwisserei als nervtötend beschrieben. Aber wenn man genau liest, kann man auch erkennen, dass er ein großes Herz hat, einfühlsam und deswegen echt liebenswert ist.

In dem Buch war ganz schön was los: ein Haufen (alter) Freunde und Verwandte, die alle nach Pandora kommen und einige Zeit dort verbringen. Mit dem Merken der vielen Namen hatte ich überhaupt keine Probleme - die Autorin hat jedem Charakter etwas Einmaliges zugeschrieben, sodass es unmöglich war, durcheinander zu kommen.
In dem ganzen Tohuwabohu merkt man schon bald, dass sich einige Geheimnisse/Fragen/Merkwürdigkeiten auftun, die mich als Leserin natürlich beschäftigt und gespannt weiterlesen haben lassen.

Sie wünschte sich nichts sehnlicher, als das Geheimnis zu lüften, sich alles von der Seele zu reden. William und Alex nach all den Jahren die Wahrheit zu sagen, um sich endlich von der Last, die sie tagaus, tagein zu erdrücken drohte, zu befreien - aber das war unmöglich.
Damit würde sie alles zerstören.
(S. 151)

Man wird hineingeworfen in dieses Familienchaos, leidet sowohl mit Alex, als auch mit Helena mit, man erfreut sich am zypriotischen Klima und der Atmosphäre Pandoras, die zuweilen wirklich zauberhaft ist. Und zum Schluss musste ich sogar feststellen, dass es neben dem "großen Geheimnis" tatsächlich noch ein paar andere Dinge gab, die zu lüften waren und mich verblüffen konnten. Und im Grunde hat dieser Roman eine sehr schöne Botschaft, die es zu entdecken gilt. Hätte mich eine Leserundenteilnehmerin nicht darauf gestoßen, wäre mir diese gar nicht so bewusst geworden ...

Die schönsten Geschichten schreibt das Leben selbst

Und als ich dann noch das Nachwort der Autorin gelesen habe, in dem sie erzählt, dass sie vor über einem Jahrzehnt mit ihrer Familie Urlaub auf Zypern gemacht und ein Tagebuch darüber geführt hat, aus dem sich dann Helenas Geschichte entsponnen hat, war mir klar, dass das Leben einfach die schönsten und vor allem inspirierendsten Situationen entstehen lässt, aus denen man dann etwas so Wundervolles, wie dieses Buch hier, zaubern kann!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ist die Lösung deines Problems wirklich nur einen Steinewurf entfernt?

Das Sedona-Stein-Orakel
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Ganz so schnell geht es dann doch nicht. Aber was in diesem Buch versprochen wird, nämlich mittels einem Stein-Orakel Lösung(en) für sein persönliches Problem/seine Krisen zu finden, wird hier ausreichend ...

Ganz so schnell geht es dann doch nicht. Aber was in diesem Buch versprochen wird, nämlich mittels einem Stein-Orakel Lösung(en) für sein persönliches Problem/seine Krisen zu finden, wird hier ausreichend ausführlich erklärt und es erfordert auch ein wenig Zeit und Arbeit, um zum gewünschten Erfolg zu kommen.
Hier in meiner Rezension möchte ich euch nun erklären, wie es mir beim Orakeln ergangen ist.

Eine SOURCE bietet einen phänomenal einfachen Weg, persönliche Krisen innerhalb kürzester Zeit zu beenden. Dieses Buch kann dein Leben transformieren. Und jeder Mensch kann diese Methode sehr schnell erlernen!
(S. 17)

Positiv hervorheben möchte ich zuallererst die Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die Methode zum Orakeln zu erlernen. Einfach, schnell verständlich und leicht umsetzbar, da der Aufwand, bis man mit der Arbeit beginnen kann, nicht allzu groß ist. Man braucht einfach nur einen Stift, ausreichend Papier, ein paar kleine (am besten verschiedenfarbig, damit man sie gut auseinander kennt) Edelsteine, oder Steine, die man draußen finden kann, eine geeignete Unterlage (z. B. ein Tuch), auf die man die Steine werfen kann und eine Kamera zum Abfotografieren der Wurfkonstellationen.

Als ich das alles nach und nach zusammengesammelt hatte, ging es für mich dann auch schon los: mein persönliches Problem habe ich in einem Satz verbalisiert und zu Papier gebracht, danach habe ich jedem ausgesuchten Stein einen Player (am Problem beteiligte Personen und/oder Einflusskräfte) zugewiesen, nun um Hilfe gebeten, mich mit den Steinen in meiner Hand "verbunden" und sie sodann fallen lassen.

Ja, es gibt ihn, den Zugang zur Quelle tiefer, universeller Weisheit, und jeder kann ihn für sich finden.
(S. 19)

Ich muss gestehen, dass ich sowas zum allerersten Mal gemacht und eigentlich auch recht lange dafür gebraucht habe, nicht, weil es so aufwändig wäre, sondern, weil ich unsicher war. Es ging in weiterer Folge dann darum, die Wurfkonstellation zu betrachten, zu fühlen, ob sie sich für mich stimmig anfühlt und dann auszuloten - also die Player so zu verschieben, dass es gefühlsmäßig passt und mein Problem in der Konstellation verschwindet.

Ich hatte mich mit meiner zuerst geworfenen Konstellation überhaupt nicht wohl gefühlt, ich wusste, dass diese meine Krise sehr deutlich gemacht hat - das konnte ich auch feststellen, als ich mir die Zuordnung der Player dann angesehen habe, die ich mir vorher notiert habe, weil ich nicht mehr wusste, welcher Stein welcher Player ist.
Die Steine sind spannenderweise wirklich ziemlich genau so gefallen, wie meine momentane Problemsituation im Leben auch ausgesehen hat.

Schwierig war für mich dann eher das Verschieben der Steine. Ich wusste kopfmäßig ganz genau wie ich das Bild haben will. Aber das war das Problem: man soll hier keinesfalls mit dem Kopf arbeiten, sondern mit dem Herzen und dem Bauchgefühl. Und ich hatte einfach keines: Kein Gefühl. Ich habe kaum etwas gespürt, mit dem ich arbeiten hätte können. Also habe ich es auf die nächsten Tage verschoben und die Konstellation erst mal abfotografiert, aber auch so (am Boden) liegen gelassen. Aber jedes Mal, wenn ich dran vorbeigegangen bin, bin ich unruhig geworden und wollte am liebsten schnell Ordnung in dieses steinige Chaos bringen. Also habe ich es dann doch nochmal versucht und ein Bild gelegt mit dem ich um einiges zufriedener war, als zuvor.

Im Endeffekt hatte ich dann die Konstellation, die mich beruhigt hat, die also mein persönliches Problem auflösen hätte sollen.
Was das genau für eine Krise ist, die mir das Leben schon seit ein paar Jahren schwer macht, möchte ich hier nicht sagen, aber bisher hat sich in meinem Alltag diesbezüglich noch nichts getan bzw. verbessert.
Ich glaube, dass ich mich noch mehr mit meiner Zielkonstellation beschäftigen muss, sie öfter ansehen muss, um sie umsetzen/in mein Leben ziehen zu können. Leider bin ich mir aber auch nicht ganz sicher, ob nicht eventuell mein fehlendes Gefühl bei der ganzen Sache im Weg ist, um eine Veränderung wirklich zuzulassen. Oder aber mein Problem ist wirklich SEHR hartnäckiger Natur - was ich eher glaube ...

Für Menschen, die sich mit spirituellen Themen beschäftigen, die persönliche Krisen haben und einen alternativen Weg finden wollen, diese zu bewältigen, die es zulassen können, ihrem Bauchgefühl die Zügel in die Hand zu geben und offen für neue Wege sind, die zu Harmonie und Ausgleich im Leben führen, kann ich nur empfehlen, es mal mit dem Sedona-Stein-Orakel zu probieren.
Ihr werdet verblüfft sein, wie echt die Steine in die richtigen Konstellationen fallen und wie schnell und einfach ihr diese Methode erlernen könnt!