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Veröffentlicht am 04.07.2025

Max Bentow: Eulenschrei

Eulenschrei
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Wenn du dachtest, das Leben in Berlin sei schon aufregend genug, dann solltest du „Eulenschrei“ lesen. Ich sage dir, nach diesem Thriller schaust du jeden Baum und jede Badewanne mit einem ganz neuen Gefühl ...

Wenn du dachtest, das Leben in Berlin sei schon aufregend genug, dann solltest du „Eulenschrei“ lesen. Ich sage dir, nach diesem Thriller schaust du jeden Baum und jede Badewanne mit einem ganz neuen Gefühl der Beklommenheit an. Max Bentow hat mal wieder zugeschlagen – und zwar mit einer Geschichte, die so düster ist, dass selbst die Berliner Novembernächte dagegen wie ein Tag am Strand wirken.

Die Prämisse klingt wie der Stoff, aus dem Albträume sind: eine Frau, ermordet in einem Baumhaus (ja, ein Baumhaus! Ich meine, wer fühlt sich dort nicht sicher?), ein Mann, kaltblütig in seinem Auto getötet, und eine Schauspielerin, die tot in ihrer Badewanne aufgefunden wird. Klingt das nicht wie der perfekte Einstieg in einen der spannendsten Thriller, den du seit langem gelesen hast?

Profilerin Carlotta Weiss und der von Panikattacken geplagte Kommissar Nils Trojan stehen vor einem Rätsel, das selbst die kühnsten Theorien alt aussehen lässt. Was haben diese scheinbar wahllos ausgewählten Opfer gemeinsam? Als dann auch noch ein Maler auf grausame Weise sein Leben verliert und Carlotta ein Bild einer mysteriösen Frau mit einer Eule findet, fängt der eigentliche Spaß erst an.

Bentow schafft es, mit jedem Kapitel die Spannungsschraube weiter anzuziehen. Die Atmosphäre ist so dicht, dass du fast das Gefühl hast, selbst durch die düsteren Straßen Berlins zu schleichen – immer auf der Hut vor dem unbekannten Mörder. Und dann ist da noch Carlotta, die sich in die Rolle der Porträtierten wirft und dabei dem Mörder gefährlich nahe kommt. Ihr Plan, den Täter zu provozieren, lässt einem das Herz in die Hose rutschen – im positiven Sinne natürlich.

Was mir besonders gefallen hat, sind die unkonventionellen Ermittlungsmethoden von Carlotta. Sie ist keine typische Ermittlerin, und ihre Zusammenarbeit mit Nils Trojan ist geprägt von einer spannenden Dynamik. Während Trojan oft mit seinen eigenen Dämonen kämpft, stürzt sich Carlotta kopfüber in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche. Die Spannung zwischen den beiden Ermittlern und die unerwarteten Wendungen machen das Buch zu einem echten Pageturner.

Also, wenn du Lust auf einen Thriller hast, der dich bis zur letzten Seite fesselt und gleichzeitig deine Nerven auf die Probe stellt, dann schnapp dir „Eulenschrei“. Aber sei gewarnt: Nach diesem Buch wirst du vielleicht das Bedürfnis verspüren, deine Badewanne und Baumhäuser mit ganz neuen Augen zu sehen. Viel Spaß beim Lesen – und vergiss nicht, das Licht anzulassen!

Veröffentlicht am 04.07.2025

Max Bentow: Eulenschrei

Eulenschrei
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Wenn du dachtest, das Leben in Berlin sei schon aufregend genug, dann solltest du „Eulenschrei“ lesen. Ich sage dir, nach diesem Thriller schaust du jeden Baum und jede Badewanne mit einem ganz neuen Gefühl ...

Wenn du dachtest, das Leben in Berlin sei schon aufregend genug, dann solltest du „Eulenschrei“ lesen. Ich sage dir, nach diesem Thriller schaust du jeden Baum und jede Badewanne mit einem ganz neuen Gefühl der Beklommenheit an. Max Bentow hat mal wieder zugeschlagen – und zwar mit einer Geschichte, die so düster ist, dass selbst die Berliner Novembernächte dagegen wie ein Tag am Strand wirken.

Die Prämisse klingt wie der Stoff, aus dem Albträume sind: eine Frau, ermordet in einem Baumhaus (ja, ein Baumhaus! Ich meine, wer fühlt sich dort nicht sicher?), ein Mann, kaltblütig in seinem Auto getötet, und eine Schauspielerin, die tot in ihrer Badewanne aufgefunden wird. Klingt das nicht wie der perfekte Einstieg in einen der spannendsten Thriller, den du seit langem gelesen hast?

Profilerin Carlotta Weiss und der von Panikattacken geplagte Kommissar Nils Trojan stehen vor einem Rätsel, das selbst die kühnsten Theorien alt aussehen lässt. Was haben diese scheinbar wahllos ausgewählten Opfer gemeinsam? Als dann auch noch ein Maler auf grausame Weise sein Leben verliert und Carlotta ein Bild einer mysteriösen Frau mit einer Eule findet, fängt der eigentliche Spaß erst an.

Bentow schafft es, mit jedem Kapitel die Spannungsschraube weiter anzuziehen. Die Atmosphäre ist so dicht, dass du fast das Gefühl hast, selbst durch die düsteren Straßen Berlins zu schleichen – immer auf der Hut vor dem unbekannten Mörder. Und dann ist da noch Carlotta, die sich in die Rolle der Porträtierten wirft und dabei dem Mörder gefährlich nahe kommt. Ihr Plan, den Täter zu provozieren, lässt einem das Herz in die Hose rutschen – im positiven Sinne natürlich.

Was mir besonders gefallen hat, sind die unkonventionellen Ermittlungsmethoden von Carlotta. Sie ist keine typische Ermittlerin, und ihre Zusammenarbeit mit Nils Trojan ist geprägt von einer spannenden Dynamik. Während Trojan oft mit seinen eigenen Dämonen kämpft, stürzt sich Carlotta kopfüber in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche. Die Spannung zwischen den beiden Ermittlern und die unerwarteten Wendungen machen das Buch zu einem echten Pageturner.

Also, wenn du Lust auf einen Thriller hast, der dich bis zur letzten Seite fesselt und gleichzeitig deine Nerven auf die Probe stellt, dann schnapp dir „Eulenschrei“. Aber sei gewarnt: Nach diesem Buch wirst du vielleicht das Bedürfnis verspüren, deine Badewanne und Baumhäuser mit ganz neuen Augen zu sehen. Viel Spaß beim Lesen – und vergiss nicht, das Licht anzulassen!

Veröffentlicht am 04.07.2025

Nurianer – Gespaltene Welten

Nurianer
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Also, wenn ich dir sage, dass ich das Buch „Nurianer: Gespaltene Welten“ von Christina Degenhardt in einem Rutsch durchgelesen habe, dann meine ich das auch so – und das trotz seiner über 600 Seiten. Und ...

Also, wenn ich dir sage, dass ich das Buch „Nurianer: Gespaltene Welten“ von Christina Degenhardt in einem Rutsch durchgelesen habe, dann meine ich das auch so – und das trotz seiner über 600 Seiten. Und glaub mir, ich habe keine Magie angewendet, um das zu schaffen!

Die Geschichte startet mit Nina, die gerade so ihr Abitur überlebt hat und sich absolut keine Vorstellung davon macht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Was tut man also, wenn man ratlos ist? Man geht auf eine Party im Frankfurter Stadtwald – klar, wo sonst! Aber statt eines Katerfrühstücks am nächsten Morgen wacht Nina in einer völlig anderen Welt auf, dem Waldlandreich. Und hier beginnt das Abenteuer.

Das Waldlandreich, das klingt doch schon mal vielversprechend, oder? Es ist eine magische Parallelwelt, in der die Nurianer im Einklang mit der Natur leben und ein bisschen wie eine Mischung aus Öko-Hipster und Hogwarts-Studenten wirken. Was mich echt begeistert hat, war die Art und Weise, wie Christina Degenhardt diese Welt erschaffen hat. Ohne viel Technik, dafür mit jeder Menge naturverbundener Magie – da hat man fast das Gefühl, selbst an einem Waldspaziergang teilzunehmen. Und keine Sorge, du musst nicht deine Wanderstiefel schnüren, um mitzuhalten.

Dann ist da noch Tjarko – der Name allein klingt schon nach jemandem, den man entweder umarmen oder anbrüllen will, je nachdem, was er gerade sagt. Zwischen Nina und Tjarko fliegen die Funken, und ich meine das nicht nur im metaphorischen Sinne. Ihre Beziehung ist eine ständige Achterbahnfahrt, bei der man sich fragt, ob man am Ende mit Herzklopfen oder einem Herzinfarkt dasteht.

Jetzt denkst du vielleicht, es geht hier nur um Romantik und ein bisschen Natur-Idyll. Aber nein, da liegst du falsch! Die Handlung hat mehr Wendungen als ein Kreisel und ein Mysterium jagt das nächste. Wer steckt hinter den Angriffen auf Nina? Warum sind ihre Gefühle für Tjarko so kompliziert? Und vor allem: Warum gibt es in dieser Welt so wenig gutes WLAN? Na gut, die letzte Frage habe ich mir selbst gestellt, aber du weißt, was ich meine.

Das Buch hat mich auch immer wieder überrascht. Anfangs dachte ich, ich bekomme eine nette, kleine Fantasy-Geschichte. Doch Christina Degenhardt liefert weit mehr: tiefgründige Themen wie das Leben im Einklang mit der Natur, die Frage nach Identität und Zugehörigkeit, und – natürlich – die allseits beliebte Frage, warum Jungs manchmal so schwer zu verstehen sind.

Was den Humor betrifft, gibt es davon eine ordentliche Portion. Besonders der Schlagabtausch zwischen Nina und Tjarko ist so herrlich bissig, dass man manchmal nicht weiß, ob man die beiden für ihren scharfen Witz bewundern oder einfach nur schütteln sollte, damit sie endlich zur Sache kommen.

Wenn ich einen Kritikpunkt habe, dann vielleicht den, dass ich manchmal mehr über die Welt der Nurianer erfahren wollte. Die Details, die wir bekommen, sind faszinierend, aber ich habe das Gefühl, dass es da noch so viel mehr zu entdecken gibt. Vielleicht lässt uns Degenhardt ja im nächsten Teil noch tiefer in die Geheimnisse des Waldlandreichs eintauchen. Und ja, es gibt einen Cliffhanger – also halte dich fest, denn das Abenteuer ist noch lange nicht vorbei.

Fazit: „Nurianer: Gespaltene Welten“ ist ein magisches Abenteuer, das dich von der ersten Seite an fesselt. Es ist wie eine wilde Fahrt durch ein verzaubertes Waldland, bei der man nie weiß, was hinter der nächsten Ecke lauert – ob eine Romanze, eine Gefahr oder einfach nur ein riesiges, magisches Geheimnis. Wenn du auf der Suche nach einer neuen Fantasy-Welt bist, die dich überrascht, unterhält und zum Lachen bringt, dann schnapp dir dieses Buch und mach dich bereit für die Reise deines Lebens.

Veröffentlicht am 04.07.2025

Nurianer – Gespaltene Welten

Nurianer
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Also, wenn ich dir sage, dass ich das Buch „Nurianer: Gespaltene Welten“ von Christina Degenhardt in einem Rutsch durchgelesen habe, dann meine ich das auch so – und das trotz seiner über 600 Seiten. Und ...

Also, wenn ich dir sage, dass ich das Buch „Nurianer: Gespaltene Welten“ von Christina Degenhardt in einem Rutsch durchgelesen habe, dann meine ich das auch so – und das trotz seiner über 600 Seiten. Und glaub mir, ich habe keine Magie angewendet, um das zu schaffen!

Die Geschichte startet mit Nina, die gerade so ihr Abitur überlebt hat und sich absolut keine Vorstellung davon macht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Was tut man also, wenn man ratlos ist? Man geht auf eine Party im Frankfurter Stadtwald – klar, wo sonst! Aber statt eines Katerfrühstücks am nächsten Morgen wacht Nina in einer völlig anderen Welt auf, dem Waldlandreich. Und hier beginnt das Abenteuer.

Das Waldlandreich, das klingt doch schon mal vielversprechend, oder? Es ist eine magische Parallelwelt, in der die Nurianer im Einklang mit der Natur leben und ein bisschen wie eine Mischung aus Öko-Hipster und Hogwarts-Studenten wirken. Was mich echt begeistert hat, war die Art und Weise, wie Christina Degenhardt diese Welt erschaffen hat. Ohne viel Technik, dafür mit jeder Menge naturverbundener Magie – da hat man fast das Gefühl, selbst an einem Waldspaziergang teilzunehmen. Und keine Sorge, du musst nicht deine Wanderstiefel schnüren, um mitzuhalten.

Dann ist da noch Tjarko – der Name allein klingt schon nach jemandem, den man entweder umarmen oder anbrüllen will, je nachdem, was er gerade sagt. Zwischen Nina und Tjarko fliegen die Funken, und ich meine das nicht nur im metaphorischen Sinne. Ihre Beziehung ist eine ständige Achterbahnfahrt, bei der man sich fragt, ob man am Ende mit Herzklopfen oder einem Herzinfarkt dasteht.

Jetzt denkst du vielleicht, es geht hier nur um Romantik und ein bisschen Natur-Idyll. Aber nein, da liegst du falsch! Die Handlung hat mehr Wendungen als ein Kreisel und ein Mysterium jagt das nächste. Wer steckt hinter den Angriffen auf Nina? Warum sind ihre Gefühle für Tjarko so kompliziert? Und vor allem: Warum gibt es in dieser Welt so wenig gutes WLAN? Na gut, die letzte Frage habe ich mir selbst gestellt, aber du weißt, was ich meine.

Das Buch hat mich auch immer wieder überrascht. Anfangs dachte ich, ich bekomme eine nette, kleine Fantasy-Geschichte. Doch Christina Degenhardt liefert weit mehr: tiefgründige Themen wie das Leben im Einklang mit der Natur, die Frage nach Identität und Zugehörigkeit, und – natürlich – die allseits beliebte Frage, warum Jungs manchmal so schwer zu verstehen sind.

Was den Humor betrifft, gibt es davon eine ordentliche Portion. Besonders der Schlagabtausch zwischen Nina und Tjarko ist so herrlich bissig, dass man manchmal nicht weiß, ob man die beiden für ihren scharfen Witz bewundern oder einfach nur schütteln sollte, damit sie endlich zur Sache kommen.

Wenn ich einen Kritikpunkt habe, dann vielleicht den, dass ich manchmal mehr über die Welt der Nurianer erfahren wollte. Die Details, die wir bekommen, sind faszinierend, aber ich habe das Gefühl, dass es da noch so viel mehr zu entdecken gibt. Vielleicht lässt uns Degenhardt ja im nächsten Teil noch tiefer in die Geheimnisse des Waldlandreichs eintauchen. Und ja, es gibt einen Cliffhanger – also halte dich fest, denn das Abenteuer ist noch lange nicht vorbei.

Fazit: „Nurianer: Gespaltene Welten“ ist ein magisches Abenteuer, das dich von der ersten Seite an fesselt. Es ist wie eine wilde Fahrt durch ein verzaubertes Waldland, bei der man nie weiß, was hinter der nächsten Ecke lauert – ob eine Romanze, eine Gefahr oder einfach nur ein riesiges, magisches Geheimnis. Wenn du auf der Suche nach einer neuen Fantasy-Welt bist, die dich überrascht, unterhält und zum Lachen bringt, dann schnapp dir dieses Buch und mach dich bereit für die Reise deines Lebens.

Veröffentlicht am 04.07.2025

Der Heimweg

Der Heimweg
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Falls du dachtest, nach einem anstrengenden Arbeitstag wäre das Schlimmste, was dir passieren könnte, dass der Bus Verspätung hat oder dass du deinen Lieblingskaffee verschüttest – dann hast du definitiv ...

Falls du dachtest, nach einem anstrengenden Arbeitstag wäre das Schlimmste, was dir passieren könnte, dass der Bus Verspätung hat oder dass du deinen Lieblingskaffee verschüttest – dann hast du definitiv noch nicht „Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek gelesen. In diesem Thriller entführt Fitzek uns auf eine Reise durch die düstersten Ecken der Berliner Nacht, und ich sage dir, das ist nichts für schwache Nerven.

Stell dir vor: Es ist Samstagabend, kurz nach 22 Uhr, und Jules Tannberg sitzt am Begleit-Telefon, einem ehrenamtlichen Service für Frauen, die auf ihrem Heimweg Angst haben und einen beruhigenden Gesprächspartner brauchen. Das klingt zunächst nach einer beruhigenden Tätigkeit – bis Jules den Anruf von Klara annimmt. Sie hat panische Angst und das aus gutem Grund: Sie glaubt, dass ein Mann, der sie bereits einmal brutal überfallen hat, sie erneut verfolgt. Und das Gruseligste? Er hat ihr Todesdatum in Blut an die Wand geschrieben, und es ist heute Nacht.

Sebastian Fitzek gelingt es, von der ersten Seite an eine Spannung aufzubauen, die dich buchstäblich an den Seiten kleben lässt. Die Erzählung springt zwischen Jules, der am Telefon versucht, Klara zu helfen, und Klaras verzweifelten Versuchen, zu entkommen. Diese Perspektivwechsel sorgen dafür, dass du die ganze Zeit auf der Kante deines Sitzes hockst – obwohl, mal ehrlich, wer will da schon sitzen, wenn du ständig vor Aufregung auf und ab hüpfst?

Die Figuren sind so lebendig und komplex, dass ich mir mehrfach dachte: „Okay, ich kenne Klara jetzt wirklich.“ Aber Fitzek hat eine ganz besondere Begabung, dich glauben zu lassen, du würdest die Charaktere kennen – nur um dir dann den Boden unter den Füßen wegzuziehen und dir zu zeigen, dass du auf dem völlig falschen Dampfer warst. Bei Fitzek ist wirklich niemand so, wie er oder sie scheint. Wäre Jules ein Dessert, er wäre definitiv ein Zwiebelkuchen – viele Schichten und einige davon bringen dich zum Weinen.

Und apropos Weinen: Ich sage dir, meine Nerven waren ein einziges Mal in die Waschmaschine und dann in den Trockner geworfen worden. Die Art und Weise, wie Fitzek die Bedrohung eskaliert und gleichzeitig ein Netz aus Lügen, Halbwahrheiten und purer Angst webt, ist meisterhaft. Jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, und ich schwöre, ich habe mich mehrmals dabei erwischt, wie ich schneller blätterte, als ich lesen konnte – nur um herauszufinden, was als nächstes passiert. Spoiler: Es wird schlimmer, bevor es besser wird.

Der große Clou bei „Der Heimweg“ ist aber nicht nur die Spannung, sondern auch das Spiel mit deinen Erwartungen. Du denkst, du hast die Geschichte durchschaut? Denk noch mal nach! Fitzek führt dich so oft in die Irre, dass du dir am Ende fast sicher bist, dass du dich auf nichts und niemanden mehr verlassen kannst. Die Auflösung ist dabei so überraschend und gleichzeitig so logisch, dass du dir wünschst, du hättest es kommen sehen – aber keine Sorge, das hast du definitiv nicht.

Und dann, gerade wenn du denkst, du hast genug gelitten und alles verstanden, kommst du zur Danksagung. Fitzeks Danksagungen sind legendär. Da sitzt du mit pochendem Herzen und denkst, es kann nicht mehr schlimmer kommen, und dann haut er dich mit einer Mischung aus Charme und Humor völlig aus den Socken.

Kurzum, „Der Heimweg“ ist ein Meisterwerk des Psychothrillers. Fitzek beweist wieder einmal, warum er als einer der besten deutschen Thrillerautoren gilt. Wenn du einen Thriller suchst, der dich von der ersten bis zur letzten Seite fesselt, dich atemlos durch die Seiten hetzt und dich immer wieder aufs Neue überrascht – dann ist „Der Heimweg“ genau das Richtige für dich. Aber Vorsicht: Leg die Telefonnummer vom Begleit-Telefon bereit, denn nach diesem Buch wirst du sie vielleicht selbst brauchen.