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Veröffentlicht am 06.06.2025

Nicht mein Tag

Nicht mein Tag
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Stell dir vor, du lebst das Leben einer Tatort-Folge: mäßig spannend, kaum Überraschungen, und du ahnst schon zur Hälfte, wie es ausgehen wird. Genau so geht es Till Reiners, dem Durchschnittstypen par ...

Stell dir vor, du lebst das Leben einer Tatort-Folge: mäßig spannend, kaum Überraschungen, und du ahnst schon zur Hälfte, wie es ausgehen wird. Genau so geht es Till Reiners, dem Durchschnittstypen par excellence. Sein Name ist nicht hip, er wohnt am Rand des Ruhrgebiets, und sein Leben plätschert so ruhig dahin, dass selbst ein spannendes Wochenende in einem IKEA-Möbelhaus aufregender wäre. Doch dann taucht Nappo auf – und plötzlich ist alles anders.

Nappo, ein Typ mit einer Tätowierung, einer Sporttasche und einer echten Waffe, reißt Till aus seiner langweiligen Routine. Was folgt, ist eine irrwitzige Odyssee, die Till und Nappo in eine Kleingartenkolonie, nach Holland und schließlich nach Frankreich führt. Dabei entdeckt Till nicht nur neue Seiten an sich, sondern auch eine Vorliebe für das Absurde. Wer hätte gedacht, dass ein biederer Bankangestellter so gut in das Leben eines flüchtigen Kriminellen passen würde?

Husmann schafft es, die Tragikomik des Alltags wunderbar einzufangen. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, und der Humor trifft oft ins Schwarze. Besonders Tills Entwicklung vom braven Spießer zum abenteuerlustigen Antihelden sorgt für viele Lacher. Die Situationskomik ist grandios, und man kann nicht anders, als mit Till mitzufiebern – auch wenn man manchmal denkt: „Oh Mann, was machst du da nur?“

Natürlich gibt es auch ein paar Schwächen. Ab der Mitte verliert die Geschichte etwas an Schwung, und man fragt sich, warum Till nicht einfach abhaut. Auch das Ende wirkt ein wenig zu konstruiert und vorhersehbar. Doch das trübt das Lesevergnügen nur geringfügig. Der Schreibstil ist flott, die Dialoge spritzig, und die Situationen oft so absurd, dass man aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herauskommt.

Ein Highlight des Buches ist definitiv die Erzählweise. Husmanns Humor ist trocken und manchmal bitterböse, aber immer treffend. Wenn du also Lust auf eine unterhaltsame Geschichte hast, die dich zum Lachen bringt und gleichzeitig zum Nachdenken anregt, dann ist „Nicht mein Tag“ genau das Richtige für dich. Bereite dich darauf vor, dass du dich manchmal selbst in Tills Alltagstrott wiedererkennst – und vielleicht inspiriert dich seine Geschichte ja zu deinem eigenen kleinen Abenteuer.

Denn eins ist sicher: Nach der Lektüre dieses Buches wirst du deinen nächsten Besuch im Bankfilialen auf jeden Fall mit anderen Augen sehen. Wer weiß, vielleicht steht ja hinter dem Schalter der nächste Till Reiners, der nur darauf wartet, aus seinem Alltag gerissen zu werden.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Nicht mein Tag

Nicht mein Tag
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Stell dir vor, du lebst das Leben einer Tatort-Folge: mäßig spannend, kaum Überraschungen, und du ahnst schon zur Hälfte, wie es ausgehen wird. Genau so geht es Till Reiners, dem Durchschnittstypen par ...

Stell dir vor, du lebst das Leben einer Tatort-Folge: mäßig spannend, kaum Überraschungen, und du ahnst schon zur Hälfte, wie es ausgehen wird. Genau so geht es Till Reiners, dem Durchschnittstypen par excellence. Sein Name ist nicht hip, er wohnt am Rand des Ruhrgebiets, und sein Leben plätschert so ruhig dahin, dass selbst ein spannendes Wochenende in einem IKEA-Möbelhaus aufregender wäre. Doch dann taucht Nappo auf – und plötzlich ist alles anders.

Nappo, ein Typ mit einer Tätowierung, einer Sporttasche und einer echten Waffe, reißt Till aus seiner langweiligen Routine. Was folgt, ist eine irrwitzige Odyssee, die Till und Nappo in eine Kleingartenkolonie, nach Holland und schließlich nach Frankreich führt. Dabei entdeckt Till nicht nur neue Seiten an sich, sondern auch eine Vorliebe für das Absurde. Wer hätte gedacht, dass ein biederer Bankangestellter so gut in das Leben eines flüchtigen Kriminellen passen würde?

Husmann schafft es, die Tragikomik des Alltags wunderbar einzufangen. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, und der Humor trifft oft ins Schwarze. Besonders Tills Entwicklung vom braven Spießer zum abenteuerlustigen Antihelden sorgt für viele Lacher. Die Situationskomik ist grandios, und man kann nicht anders, als mit Till mitzufiebern – auch wenn man manchmal denkt: „Oh Mann, was machst du da nur?“

Natürlich gibt es auch ein paar Schwächen. Ab der Mitte verliert die Geschichte etwas an Schwung, und man fragt sich, warum Till nicht einfach abhaut. Auch das Ende wirkt ein wenig zu konstruiert und vorhersehbar. Doch das trübt das Lesevergnügen nur geringfügig. Der Schreibstil ist flott, die Dialoge spritzig, und die Situationen oft so absurd, dass man aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herauskommt.

Ein Highlight des Buches ist definitiv die Erzählweise. Husmanns Humor ist trocken und manchmal bitterböse, aber immer treffend. Wenn du also Lust auf eine unterhaltsame Geschichte hast, die dich zum Lachen bringt und gleichzeitig zum Nachdenken anregt, dann ist „Nicht mein Tag“ genau das Richtige für dich. Bereite dich darauf vor, dass du dich manchmal selbst in Tills Alltagstrott wiedererkennst – und vielleicht inspiriert dich seine Geschichte ja zu deinem eigenen kleinen Abenteuer.

Denn eins ist sicher: Nach der Lektüre dieses Buches wirst du deinen nächsten Besuch im Bankfilialen auf jeden Fall mit anderen Augen sehen. Wer weiß, vielleicht steht ja hinter dem Schalter der nächste Till Reiners, der nur darauf wartet, aus seinem Alltag gerissen zu werden.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Das Gesetz der Anziehung

Das Gesetz der Anziehung
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Stell dir vor, du könntest dein Leben genau nach deinen Wünschen gestalten – klingt verlockend, oder? Genau das verspricht Michael J. Losier in seinem Buch „Das Gesetz der Anziehung“. Aber keine Sorge, ...

Stell dir vor, du könntest dein Leben genau nach deinen Wünschen gestalten – klingt verlockend, oder? Genau das verspricht Michael J. Losier in seinem Buch „Das Gesetz der Anziehung“. Aber keine Sorge, es wird nicht zu esoterisch, sondern bleibt angenehm bodenständig.

Losier erklärt das Prinzip des Gesetzes der Anziehung auf eine sehr praxisnahe und leicht verständliche Weise. Er gibt dir nicht nur die Theorie an die Hand, sondern zeigt dir auch, wie du das Ganze konkret in deinem Alltag umsetzen kannst. Besonders gut gefallen haben mir seine Tipps, wie man aus negativen Gedanken herauskommt und sich auf das Positive fokussiert. Ein Beispiel ist das Erstellen von Listen, um Klarheit über deine Wünsche zu bekommen. So kannst du aus negativen Aussagen positive Wünsche formulieren – und das ist gar nicht so schwer, wie es klingt.

Das Buch ist voller praktischer Übungen und Methoden, die dir helfen, das Gesetz der Anziehung effektiv zu nutzen. Besonders hilfreich fand ich Losiers Ansatz, Affirmationen so zu formulieren, dass sie sich realistisch und erreichbar anfühlen. Statt „Ich bin reich und glücklich“ lieber „Ich bin auf dem besten Weg, reich und glücklich zu werden“. Klingt doch gleich viel besser, oder?

Ein weiteres Highlight sind die Fallbeispiele, die Losier einfügt. Sie zeigen, wie andere Menschen das Gesetz der Anziehung angewendet haben und welche Erfolge sie damit erzielt haben. Das motiviert und gibt dir das Gefühl, dass du es auch schaffen kannst.

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass das Buch kein Wundermittel ist. Losier betont selbst, dass man aktiv an seinen Zielen arbeiten muss, statt nur darauf zu warten, dass sich die Dinge von alleine fügen. Positives Denken und das Gesetz der Anziehung sind mächtige Werkzeuge, aber ohne eigene Anstrengung wird der Erfolg ausbleiben.

Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, sind die vielen Wiederholungen und die zahlreichen Listen und Illustrationen, die das Buch manchmal etwas in die Länge ziehen. Man könnte meinen, Losier wollte unbedingt auf eine bestimmte Seitenzahl kommen. Aber das ändert nichts daran, dass die Inhalte wertvoll und hilfreich sind.

Abschließend kann ich sagen, dass „Das Gesetz der Anziehung“ ein lesenswertes Buch für alle ist, die mehr über positive Lebensgestaltung und Selbsthilfe erfahren möchten. Es bietet praktische Anleitungen, die leicht umzusetzen sind, und inspiriert dazu, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und positiv zu gestalten. Also, warum nicht mal ausprobieren? Schließlich kann ein bisschen positive Energie nie schaden.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Das Gesetz der Anziehung

Das Gesetz der Anziehung
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Stell dir vor, du könntest dein Leben genau nach deinen Wünschen gestalten – klingt verlockend, oder? Genau das verspricht Michael J. Losier in seinem Buch „Das Gesetz der Anziehung“. Aber keine Sorge, ...

Stell dir vor, du könntest dein Leben genau nach deinen Wünschen gestalten – klingt verlockend, oder? Genau das verspricht Michael J. Losier in seinem Buch „Das Gesetz der Anziehung“. Aber keine Sorge, es wird nicht zu esoterisch, sondern bleibt angenehm bodenständig.

Losier erklärt das Prinzip des Gesetzes der Anziehung auf eine sehr praxisnahe und leicht verständliche Weise. Er gibt dir nicht nur die Theorie an die Hand, sondern zeigt dir auch, wie du das Ganze konkret in deinem Alltag umsetzen kannst. Besonders gut gefallen haben mir seine Tipps, wie man aus negativen Gedanken herauskommt und sich auf das Positive fokussiert. Ein Beispiel ist das Erstellen von Listen, um Klarheit über deine Wünsche zu bekommen. So kannst du aus negativen Aussagen positive Wünsche formulieren – und das ist gar nicht so schwer, wie es klingt.

Das Buch ist voller praktischer Übungen und Methoden, die dir helfen, das Gesetz der Anziehung effektiv zu nutzen. Besonders hilfreich fand ich Losiers Ansatz, Affirmationen so zu formulieren, dass sie sich realistisch und erreichbar anfühlen. Statt „Ich bin reich und glücklich“ lieber „Ich bin auf dem besten Weg, reich und glücklich zu werden“. Klingt doch gleich viel besser, oder?

Ein weiteres Highlight sind die Fallbeispiele, die Losier einfügt. Sie zeigen, wie andere Menschen das Gesetz der Anziehung angewendet haben und welche Erfolge sie damit erzielt haben. Das motiviert und gibt dir das Gefühl, dass du es auch schaffen kannst.

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass das Buch kein Wundermittel ist. Losier betont selbst, dass man aktiv an seinen Zielen arbeiten muss, statt nur darauf zu warten, dass sich die Dinge von alleine fügen. Positives Denken und das Gesetz der Anziehung sind mächtige Werkzeuge, aber ohne eigene Anstrengung wird der Erfolg ausbleiben.

Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, sind die vielen Wiederholungen und die zahlreichen Listen und Illustrationen, die das Buch manchmal etwas in die Länge ziehen. Man könnte meinen, Losier wollte unbedingt auf eine bestimmte Seitenzahl kommen. Aber das ändert nichts daran, dass die Inhalte wertvoll und hilfreich sind.

Abschließend kann ich sagen, dass „Das Gesetz der Anziehung“ ein lesenswertes Buch für alle ist, die mehr über positive Lebensgestaltung und Selbsthilfe erfahren möchten. Es bietet praktische Anleitungen, die leicht umzusetzen sind, und inspiriert dazu, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und positiv zu gestalten. Also, warum nicht mal ausprobieren? Schließlich kann ein bisschen positive Energie nie schaden.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Ich bin kein Serienkiller

Ich bin kein Serienkiller
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Stell dir vor, du bist 15 Jahre alt und hast das dringende Gefühl, dass du zu einem Serienmörder werden könntest. Willkommen in der Welt von John Wayne Cleaver, dem Protagonisten aus „Ich bin kein Serienkiller“ ...

Stell dir vor, du bist 15 Jahre alt und hast das dringende Gefühl, dass du zu einem Serienmörder werden könntest. Willkommen in der Welt von John Wayne Cleaver, dem Protagonisten aus „Ich bin kein Serienkiller“ von Dan Wells. Ich habe dieses Buch verschlungen und dabei eine Reise in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche unternommen.

John ist kein gewöhnlicher Teenager. Während seine Altersgenossen sich mit alltäglichen Teenagerproblemen herumschlagen, kämpft er gegen ein inneres Monster. John ist von Serienkillern fasziniert und überzeugt, dass er selbst das Zeug dazu hat, einer zu werden. Er studiert ihre Taten, kennt ihre Methoden und analysiert ihre Motive. Um sich selbst im Zaum zu halten, hat er strikte Regeln aufgestellt und geht zu einem Therapeuten. Aber als in seiner Stadt ein echter Serienmörder zuschlägt, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.

Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von John erzählt, was einen tiefen Einblick in seine Gedankenwelt gibt. Dan Wells hat es meisterhaft geschafft, sich in einen jungen Mann mit solch einer düsteren Neigung hineinzuversetzen. Johns Gedankengänge sind sowohl faszinierend als auch beunruhigend. Man kann nicht anders, als sich in seinen inneren Konflikten zu verlieren und ständig zwischen Mitgefühl und Abscheu zu schwanken.

Die Handlung nimmt eine Wendung ins Übernatürliche, was zunächst überraschend kommt, aber dann geschickt in die Geschichte eingewoben wird. Der Serienmörder, dem John auf die Spur kommt, ist kein gewöhnlicher Mensch, sondern ein Wesen, das Organe stiehlt, um sich selbst am Leben zu halten. Dieser übernatürliche Aspekt verleiht dem Buch eine zusätzliche Dimension, die es von herkömmlichen Thrillern abhebt.

Ein besonderer Pluspunkt des Buches ist die lebendige Darstellung der Charaktere. Johns Psychologe, der ihn ernst nimmt und versucht zu helfen, sowie seine Mutter, die versucht, die Probleme ihres Sohnes herunterzuspielen, sind glaubwürdig und gut ausgearbeitet. Auch die Nachbarn und anderen Bewohner der kleinen Stadt tragen zur dichten Atmosphäre bei.

Natürlich muss man sich auf einige brutale Szenen gefasst machen. Die Beschreibungen der Morde sind detailliert und nichts für schwache Nerven. Aber genau diese Authentizität macht das Buch so packend. Man fühlt sich manchmal selbst wie ein Detektiv, der versucht, die Puzzleteile zusammenzusetzen und die wahre Natur des Mörders zu enthüllen.

Fazit: „Ich bin kein Serienkiller“ ist ein packender Thriller mit einem Hauch von Fantasy, der dich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln wird. John Wayne Cleaver ist ein unvergesslicher Protagonist, dessen innerer Kampf und düstere Faszination dich nicht loslassen werden. Wenn du auf der Suche nach einem Buch bist, das dich in eine andere, unheimliche Welt entführt, dann solltest du dieses Werk von Dan Wells unbedingt lesen. Bereite dich darauf vor, in die Abgründe der menschlichen Psyche einzutauchen – und hab keine Angst vor den Monstern, die du dort findest.