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Veröffentlicht am 01.08.2024

McLean zeigt Wege auf, innere Blockaden zu lösen und emotionalen Ballast loszulassen

Lass los, was dich festhält
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Okay, ich gebe es zu: Als ich den Titel zum ersten Mal sah, dachte ich sofort an ein weiteres dieser unzähligen Esoterikbücher. Doch wie das Schicksal so will, habe ich es dennoch gelesen und was soll ...

Okay, ich gebe es zu: Als ich den Titel zum ersten Mal sah, dachte ich sofort an ein weiteres dieser unzähligen Esoterikbücher. Doch wie das Schicksal so will, habe ich es dennoch gelesen und was soll ich sagen? Ich wurde angenehm überrascht!

Penny McLean, die einst als Star der 70er und 80er Jahre die Bühne rockte, hat sich nun der Lebenslehre verschrieben. Ihr Buch ist kein typisches Handbuch, sondern vielmehr eine inspirierende Reise, die dich ermutigt, Ballast abzuwerfen und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Besonders gefallen hat mir ihr unkonventioneller, manchmal fast frecher Schreibstil. Es fühlt sich an, als würdest du mit einer guten Freundin plaudern, die dir mit einem Augenzwinkern und viel Humor zur Seite steht. Penny zieht aus ihren eigenen Erfahrungen und das macht ihre Ratschläge authentisch und nachvollziehbar.

Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat, ist ihre Fähigkeit, tiefgründige Themen leicht verständlich zu erklären. Sie zeigt auf, wie wir durch festgefahrene Muster und negative Energien blockiert werden und gibt uns Werkzeuge an die Hand, um diese Fesseln zu lösen. Klar, sie schweift manchmal ab und ihre Ansichten über die digitale Welt sind nicht jedermanns Sache, aber gerade das macht das Buch so interessant. Sie wirft einen kritischen Blick auf unsere moderne Lebensweise und regt zum Nachdenken an.

Ein besonders humorvoller Moment war für mich, als Penny über das Loslassen von materiellen Dingen sprach. Ihre Geschichte darüber, wie sie sich von ihrer gigantischen Schuhsammlung trennte, brachte mich zum Schmunzeln und ließ mich gleichzeitig über meine eigenen „Schätze“ nachdenken.

Natürlich sind nicht alle ihre Ideen revolutionär neu. Vieles kennt man schon aus anderen Büchern, aber die Art und Weise, wie Penny ihre Botschaften vermittelt, ist einzigartig. Sie ermutigt uns, unser eigenes Tempo zu finden und erinnert uns daran, dass Loslassen ein sehr persönlicher und individueller Prozess ist.

Für mich war das Lesen von „Lass los, was dich festhält“ wie ein frischer Wind, der durch mein Leben fegte und mir neue Perspektiven eröffnete. Wenn du bereit bist, alte Muster zu durchbrechen und dich auf eine Reise zu dir selbst zu begeben, dann kann ich dir dieses Buch wärmstens empfehlen. Es ist keine esoterische Wunderwaffe, aber es ist ein ehrlicher, bodenständiger und manchmal ziemlich witziger Begleiter auf deinem Weg zu einem freieren und glücklicheren Leben.

Veröffentlicht am 01.08.2024

McLean zeigt Wege auf, innere Blockaden zu lösen und emotionalen Ballast loszulassen

Lass los, was dich festhält
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Okay, ich gebe es zu: Als ich den Titel zum ersten Mal sah, dachte ich sofort an ein weiteres dieser unzähligen Esoterikbücher. Doch wie das Schicksal so will, habe ich es dennoch gelesen und was soll ...

Okay, ich gebe es zu: Als ich den Titel zum ersten Mal sah, dachte ich sofort an ein weiteres dieser unzähligen Esoterikbücher. Doch wie das Schicksal so will, habe ich es dennoch gelesen und was soll ich sagen? Ich wurde angenehm überrascht!

Penny McLean, die einst als Star der 70er und 80er Jahre die Bühne rockte, hat sich nun der Lebenslehre verschrieben. Ihr Buch ist kein typisches Handbuch, sondern vielmehr eine inspirierende Reise, die dich ermutigt, Ballast abzuwerfen und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Besonders gefallen hat mir ihr unkonventioneller, manchmal fast frecher Schreibstil. Es fühlt sich an, als würdest du mit einer guten Freundin plaudern, die dir mit einem Augenzwinkern und viel Humor zur Seite steht. Penny zieht aus ihren eigenen Erfahrungen und das macht ihre Ratschläge authentisch und nachvollziehbar.

Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat, ist ihre Fähigkeit, tiefgründige Themen leicht verständlich zu erklären. Sie zeigt auf, wie wir durch festgefahrene Muster und negative Energien blockiert werden und gibt uns Werkzeuge an die Hand, um diese Fesseln zu lösen. Klar, sie schweift manchmal ab und ihre Ansichten über die digitale Welt sind nicht jedermanns Sache, aber gerade das macht das Buch so interessant. Sie wirft einen kritischen Blick auf unsere moderne Lebensweise und regt zum Nachdenken an.

Ein besonders humorvoller Moment war für mich, als Penny über das Loslassen von materiellen Dingen sprach. Ihre Geschichte darüber, wie sie sich von ihrer gigantischen Schuhsammlung trennte, brachte mich zum Schmunzeln und ließ mich gleichzeitig über meine eigenen „Schätze“ nachdenken.

Natürlich sind nicht alle ihre Ideen revolutionär neu. Vieles kennt man schon aus anderen Büchern, aber die Art und Weise, wie Penny ihre Botschaften vermittelt, ist einzigartig. Sie ermutigt uns, unser eigenes Tempo zu finden und erinnert uns daran, dass Loslassen ein sehr persönlicher und individueller Prozess ist.

Für mich war das Lesen von „Lass los, was dich festhält“ wie ein frischer Wind, der durch mein Leben fegte und mir neue Perspektiven eröffnete. Wenn du bereit bist, alte Muster zu durchbrechen und dich auf eine Reise zu dir selbst zu begeben, dann kann ich dir dieses Buch wärmstens empfehlen. Es ist keine esoterische Wunderwaffe, aber es ist ein ehrlicher, bodenständiger und manchmal ziemlich witziger Begleiter auf deinem Weg zu einem freieren und glücklicheren Leben.

Veröffentlicht am 01.08.2024

Denk taucht in die Berliner Techno-Szene ein und erzählt ihre Geschichte

Der Klang der Familie
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Stell dir vor, die Mauer fällt, und plötzlich ist Berlin das Epizentrum einer völlig neuen Kultur. Das ist genau das Szenario, das Felix Denk in „Der Klang der Familie“ lebendig werden lässt. Ein Buch, ...

Stell dir vor, die Mauer fällt, und plötzlich ist Berlin das Epizentrum einer völlig neuen Kultur. Das ist genau das Szenario, das Felix Denk in „Der Klang der Familie“ lebendig werden lässt. Ein Buch, das dich direkt ins Herz der Berliner Techno-Szene der 90er Jahre katapultiert und dir zeigt, wie aus grauen Ruinen der wohl bekannteste Nachtleben-Magnet der Welt entstand.

Felix Denk nimmt dich mit auf eine Reise durch die Berliner Clubs, die damals wie Pilze aus dem Boden schossen. Orte wie der Tresor, das E-Werk und der Walfisch sind nicht einfach nur Clubs, sondern lebendige Legenden, die in diesem Buch zu neuem Leben erweckt werden. Mit 180 BPM durch die Nacht – so fühlte es sich an, als die Techno-Beats durch die verlassenen Industriehallen hallten und eine ganze Generation in ihren Bann zogen.

Was mir besonders gut gefällt, ist die Art und Weise, wie Denk die Geschichte erzählt. Er verzichtet auf trockene Historiker-Pose und lässt stattdessen die Leute sprechen, die mittendrin waren: DJs, Clubmacher, Musikproduzenten, Türsteher und Szenegestalten. Du hast das Gefühl, in einem riesigen Wohnzimmer zu sitzen und den spannenden Anekdoten aus erster Hand zu lauschen. Das Buch schafft es, die Widersprüchlichkeiten und unterschiedlichen Wahrnehmungen der Zeit einzufangen – und genau das macht es so authentisch.

Die Interviews sind meisterhaft arrangiert. Sie geben dir das Gefühl, mittendrin zu sein, und lassen die Dynamik und den Pioniergeist der damaligen Zeit spüren. Besonders faszinierend ist, wie die Fall der Mauer als kreativer Urmoment dargestellt wird, der Berlin von einer düsteren, abgeschotteten Stadt zu einem kulturellen Schmelztiegel verwandelte.

Aber Vorsicht, dieses Buch kann starke nostalgische Gefühle auslösen! Besonders, wenn du – wie ich – die Zeit miterlebt hast. Die Beschreibungen der legendären Nächte im Tresor oder die ersten Loveparades lassen Erinnerungen hochkommen, die man vielleicht schon längst vergessen glaubte. Es ist fast so, als würde man alte Freunde wieder treffen, die einem Geschichten von damals erzählen.

Für alle, die sich für die Geschichte von Techno in Deutschland interessieren, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Es ist nicht nur eine spannende Zeitreise, sondern auch eine liebevolle Hommage an eine Zeit, in der alles möglich schien. Die Techno-Kultur hat die Popkultur nachhaltig beeinflusst, und „Der Klang der Familie“ zeigt eindrucksvoll, wie diese Bewegung entstand und wuchs.

Also, schnapp dir das Buch und tauche ein in die verrückten, lauten und bunten Nächte des Berliner Techno. Es ist eine Reise, die du so schnell nicht vergessen wirst!

Veröffentlicht am 01.08.2024

Denk taucht in die Berliner Techno-Szene ein und erzählt ihre Geschichte

Der Klang der Familie
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Stell dir vor, die Mauer fällt, und plötzlich ist Berlin das Epizentrum einer völlig neuen Kultur. Das ist genau das Szenario, das Felix Denk in „Der Klang der Familie“ lebendig werden lässt. Ein Buch, ...

Stell dir vor, die Mauer fällt, und plötzlich ist Berlin das Epizentrum einer völlig neuen Kultur. Das ist genau das Szenario, das Felix Denk in „Der Klang der Familie“ lebendig werden lässt. Ein Buch, das dich direkt ins Herz der Berliner Techno-Szene der 90er Jahre katapultiert und dir zeigt, wie aus grauen Ruinen der wohl bekannteste Nachtleben-Magnet der Welt entstand.

Felix Denk nimmt dich mit auf eine Reise durch die Berliner Clubs, die damals wie Pilze aus dem Boden schossen. Orte wie der Tresor, das E-Werk und der Walfisch sind nicht einfach nur Clubs, sondern lebendige Legenden, die in diesem Buch zu neuem Leben erweckt werden. Mit 180 BPM durch die Nacht – so fühlte es sich an, als die Techno-Beats durch die verlassenen Industriehallen hallten und eine ganze Generation in ihren Bann zogen.

Was mir besonders gut gefällt, ist die Art und Weise, wie Denk die Geschichte erzählt. Er verzichtet auf trockene Historiker-Pose und lässt stattdessen die Leute sprechen, die mittendrin waren: DJs, Clubmacher, Musikproduzenten, Türsteher und Szenegestalten. Du hast das Gefühl, in einem riesigen Wohnzimmer zu sitzen und den spannenden Anekdoten aus erster Hand zu lauschen. Das Buch schafft es, die Widersprüchlichkeiten und unterschiedlichen Wahrnehmungen der Zeit einzufangen – und genau das macht es so authentisch.

Die Interviews sind meisterhaft arrangiert. Sie geben dir das Gefühl, mittendrin zu sein, und lassen die Dynamik und den Pioniergeist der damaligen Zeit spüren. Besonders faszinierend ist, wie die Fall der Mauer als kreativer Urmoment dargestellt wird, der Berlin von einer düsteren, abgeschotteten Stadt zu einem kulturellen Schmelztiegel verwandelte.

Aber Vorsicht, dieses Buch kann starke nostalgische Gefühle auslösen! Besonders, wenn du – wie ich – die Zeit miterlebt hast. Die Beschreibungen der legendären Nächte im Tresor oder die ersten Loveparades lassen Erinnerungen hochkommen, die man vielleicht schon längst vergessen glaubte. Es ist fast so, als würde man alte Freunde wieder treffen, die einem Geschichten von damals erzählen.

Für alle, die sich für die Geschichte von Techno in Deutschland interessieren, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Es ist nicht nur eine spannende Zeitreise, sondern auch eine liebevolle Hommage an eine Zeit, in der alles möglich schien. Die Techno-Kultur hat die Popkultur nachhaltig beeinflusst, und „Der Klang der Familie“ zeigt eindrucksvoll, wie diese Bewegung entstand und wuchs.

Also, schnapp dir das Buch und tauche ein in die verrückten, lauten und bunten Nächte des Berliner Techno. Es ist eine Reise, die du so schnell nicht vergessen wirst!

Veröffentlicht am 01.08.2024

Serno erzählt die Geschichte einer mutigen Medica im mittelalterlichen Bologna

Die Medica von Bologna
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Stell dir vor, du lebst im Bologna des 16. Jahrhunderts, einer Zeit, in der Frauen nichts zu sagen haben und schon gar nicht den Wunsch äußern dürfen, Medizin zu studieren. Doch genau das ist Carla Maria ...

Stell dir vor, du lebst im Bologna des 16. Jahrhunderts, einer Zeit, in der Frauen nichts zu sagen haben und schon gar nicht den Wunsch äußern dürfen, Medizin zu studieren. Doch genau das ist Carla Maria Castagnolos Traum – eine Frau mit einem Feuermal im Gesicht, das als Zeichen der Sünde und des Teufels gilt. Klingt nach einem harten Los, oder? Willkommen in „Die Medica von Bologna“ von Wolf Serno.

Carla wächst in einer Welt auf, die von Misstrauen und Aberglauben geprägt ist. Ihre Mutter versteckt sie vor den Augen der Öffentlichkeit, und jeder Tag ist ein Kampf gegen die Furcht vor der Inquisition. Doch Carla lässt sich nicht unterkriegen. Ihr Traum, Medica zu werden, gibt ihr die Kraft, sich heimlich in die Vorlesungen der Universität zu schleichen. Hier trifft sie auf den charismatischen Chirurgen Gaspare Tagliacozzi, der sich auf die Rekonstruktion von Nasen spezialisiert hat. Carla verliebt sich rettungslos in ihn und hofft, dass er ihr helfen kann, ihr entstelltes Gesicht zu heilen.

Jetzt mal ehrlich, wer hätte gedacht, dass ein Roman über Nasenrekonstruktionen so fesselnd sein könnte? Doch Wolf Serno schafft es, die Spannung hochzuhalten und uns in die Welt der Renaissance-Medizin zu entführen. Die Operationstechniken sind so detailliert beschrieben, dass man fast das Gefühl hat, selbst ein angehender Chirurg zu sein. Ein kleiner Tipp: Lies das Buch nicht beim Abendessen, es sei denn, du hast einen robusten Magen.

Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, besonders Carla, die trotz aller Widrigkeiten niemals aufgibt. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit sind inspirierend. Und dann ist da noch Gaspare – ein Mann, der Carla Hoffnung gibt, aber gleichzeitig ihre Liebe nur zum Schein erwidert und sie auf eine gefährliche Mission nach Venedig schickt, wo die Pest wütet. Was für ein Charmeur!

Wolf Serno hat es geschafft, eine glaubwürdige und faszinierende Geschichte zu erzählen, die nicht nur Fans von historischen Romanen begeistern wird. Die bildhaften Beschreibungen und die sorgfältig recherchierten historischen Details lassen das Bologna des 16. Jahrhunderts vor unseren Augen lebendig werden. Und auch wenn einige Zufälle die Handlung vorantreiben, tut das der Spannung keinen Abbruch.

Die Kapitelüberschriften in Deutsch und Italienisch und die kleinen Zeichnungen machen neugierig auf das, was kommt, und verleihen dem Buch eine besondere Note. Besonders interessant fand ich den bebilderten Anhang zur Nasenrekonstruktion – ein echter Bonus für alle, die sich für die medizinischen Techniken der damaligen Zeit interessieren.

Alles in allem ist „Die Medica von Bologna“ ein packender historischer Roman, der die perfekte Mischung aus Spannung, Romantik und medizinischem Fachwissen bietet. Ein Muss für alle, die sich für starke Frauenfiguren und die Welt der Renaissance interessieren. Also, schnapp dir das Buch und tauche ein in die faszinierende Geschichte von Carla Maria Castagnolo – du wirst es nicht bereuen!