Die Schrecken der Tiefe
Nautilus Noir / Das Geheimnis der Nautilus NoirEin ausrangierter Polizist, der nun als Privatdetektiv seinen Lebensunterhalt bestreitet, wird mit der Aufklärung eines Falles in einem U-Boot beauftragt. Einer der Meeresbiologen ist bei einem Landgang ...
Ein ausrangierter Polizist, der nun als Privatdetektiv seinen Lebensunterhalt bestreitet, wird mit der Aufklärung eines Falles in einem U-Boot beauftragt. Einer der Meeresbiologen ist bei einem Landgang spurlos verschwunden ..
Kommt zunächst also wie eine klassische Kriminalgeschichte daher, doch schon beim ersten Tauchgang erscheinen erschreckende Trugbilder und der Mystery bzw. Horroreffekt lauert fortan zwischen den Seiten. Trotzdem geht unser Held Victor Blackwell systematisch vor und lernt dabei alle Besatzungsmitglieder und Passagiere der Nautilus Noir kennen. Natürlich sind darunter nicht wenige interessante Persönlichkeiten.
Bald ist ein erster Toter zu beklagen. Und die Mischung zwischen Krimi und Horror nimmt an Fahrt auf bis zum großen Showdown.
Zeitlich und örtlich spielt die Geschichte wohl in einer Parallelwelt, aber mit klarem Bezug zum Erdenrund. Atmosphärisch würde ich die Handlung im späten 19. Jahrhundert verorten. Interessant fand ich die Auseinandersetzung mit Halluzination und Realität und dem einfachen technischen Mittel, diese voneinander zu unterscheiden.
Schön finde ich ebenso, dass einiges der eigenen Vorstellungskraft der Leserschaft zugetraut wird, indem nicht alles bis ins Detail aufgeklärt wird. Gar nicht gefallen hat mir jedoch der unmissverständliche Cliffhanger zum Schluss, obwohl ich prinzipiell solchen gar nicht so abgeneigt bin. Doch dieser war mir zu krass.
Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen und erzeugt vor allem im letzten Drittel sehr viel Spannung und lässt mitfiebern.
Besonders gut hat mir die Gestaltung des Buches gefallen. Schon beim Cover dachte ich mir, dass die Autorin über das Schreiben hinausgehende Fähigkeiten besitzt.