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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2020

Kopfkino zwischen den Zeilen

Weil niemand sie sah
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Ich bekenne mich ab sofort als großer Lisa Jewell Fan. Sie hat einfach ein Gespür dafür, wie man den Leser zum Fürchten bringt, ohne dass Thriller oder Krimi auf dem Cover steht.
Da mir ihr Vorgänger ...

Ich bekenne mich ab sofort als großer Lisa Jewell Fan. Sie hat einfach ein Gespür dafür, wie man den Leser zum Fürchten bringt, ohne dass Thriller oder Krimi auf dem Cover steht.
Da mir ihr Vorgänger "Der Fremde am Strand" schon so gut gefallen hat, war ich sehr froh zu lesen, dass es etwas Neues von der Autorin gibt.

𝒁𝒖𝒎 𝑰𝒏𝒉𝒂𝒍𝒕:
Darin geht es um Laurel, verheiratet und Mutter dreier Kinder. Ganz besonders Elli, die jüngste Tochter, spielt in ihrem Leben eine große Rolle.
Leider geschieht das Unvorstellbare. Elli verschwindet mit 15 Jahren spurlos. Die Polizei geht davon aus, dass sie abgehauen ist. Laurel selbst glaubt daran nicht.
Inzwischen haben wir 10 Jahre später. Von Elli fehlen immer noch jegliche Spuren. Laurel hat sich von ihrem Mann getrennt und zu den anderen Kindern hat sie wenig Kontakt. Da lernt sie Floyd, mit seiner 9 jährigen Tochternkennen und lieben. Was allerdings komisch erscheint, die sieht ihrer vermissten Tochter Elli total ähnlich.
Wenig später merkt Laurel, hier stimmt was nicht und fängt an zu recherchieren.

𝑬𝒊𝒈𝒆𝒏𝒆 𝑴𝒆𝒊𝒏𝒖𝒏𝒈:
Hier tun sich menschliche Abgründe auf, aber ohne viel Blutvergießen. Die Geschichte lebt eher von ihrer stetigen Spannung.
Mehrere Male musste ich die Luft anhalten.
Es wurde zwar nicht alles bis ins Kleinste beschrieben, trotzdem war es stellenweise ganz schön gruselig.
Das Gedankenkarussel wurde in Gang gesetzt.

𝑴𝒆𝒄𝒌𝒆𝒓𝒏 𝒂𝒖𝒇 𝒉𝒐𝒉𝒆𝒎 𝑵𝒊𝒗𝒆𝒂𝒖:
Es gab die ein oder andere Stelle, die ein wenig überzogen wirkte und ich weiß auch nicht, ob das im wahren Leben so geklappt hätte, trotzdem kann ich auch sagen, dass es sich hierbei um ein absolutes Leseerlebnis handelte. Man konnte nicht aufhören zu lesen.

𝑭𝒂𝒛𝒊𝒕:
Kopfkino zwischen den Zeilen!
Absolute Leseempfehlung!
Ein sogenanntes Must read!

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Veröffentlicht am 01.03.2020

Humorvoll und tiefgründig

Das Beste kommt noch
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Was für eine besondere Geschichte. Noch immer bin ich ganz fasziniert, auf welch wunderbare Weise ein Autor es schafft, mich gleichermaßen zum Lachen und zum Weinen zu bringen.

Zum Inhalt:
Es geht um ...

Was für eine besondere Geschichte. Noch immer bin ich ganz fasziniert, auf welch wunderbare Weise ein Autor es schafft, mich gleichermaßen zum Lachen und zum Weinen zu bringen.

Zum Inhalt:
Es geht um Andrew Smith, der eher introvertiert ist und nur den Leser in seine Gedanken blicken lässt.
Er arbeitet bei der Stadtverwaltung als eine Art Nachlassverwalter. Dort trifft er nicht nur täglich auf den Tod, sondern auch auf die Einsamkeit, die die Menschen davor umgeben hat. In der Regel gab es niemanden, der in den letzten Stunden bei ihnen war oder ihnen nahe stand und deshalb, so steht es im Abschnitt 46, der Gesundheitwesens-Verordnung, muss eine Beerdigung von der Gemeinde finanziert werden. Bevor Andrew diese Stelle aber angetreten hat, ist beim Einstellungsgespräch etwas geschehen, was sein Leben veränderte. Durch eine Frage, die er akustisch nicht verstand, weil er mit seinen Gedanken mal wieder woanders war, ist er plötzlich glücklich verheiratet und hat zwei Kinder. Eine Lüge, die sich immer mehr aufbaut und aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Bis eines Tages Peggy, eine neue Arbeitskollegin, dort beginnt und Andrew am liebsten die Wahrheit sagen würde. Doch leider fehlt ihm, wie oft, der Mut.

Eigene Meinung:
Von der ersten Seite an, habe ich Andrew in mein Herz geschlossen. Seine Gedanken, waren gerade zu Beginn, so skurril und witzig, dass man ihn einfach lieb haben musste. Doch ein bisschen weitergelesen, merkt man schnell, hier lauert eine tiefgründige Story. Und ja, allein die Tatsache, dass es hier auch um Tod geht, vor allem von Menschen die einsam sterben, lässt einen zum Nachdenken bringen.
Peggy, war einfach der Sonnenschein dieser Geschichte. Immer gut gelaunt, so scheint es. Doch, wie so oft, trügt auch hier der Schein.

Fazit:

Eine schöne Geschichte, die im Herzen berührt, - auf lustige und traurige Weise.

Ich vergebe einen Lesetipp-Stempel!

📍Anmerkung:
Das Ebook und das Hörbuch erscheinen bereits am 01.03.2020

Das wunderschöne Hardcover erst ein paar Tage später, am 10.03.2020

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Veröffentlicht am 29.02.2020

Gelungener Abschluss dieser Reihe

One More Time
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Nun habe ich den letzten Teil aus dieser Reihe gelesen und kann vorab schon sagen, keinen einzigen Band bereue ich gelesen zu haben. Sie sind alle sehr gut, auch wenn es ganz klar einen Favoriten gibt. ...

Nun habe ich den letzten Teil aus dieser Reihe gelesen und kann vorab schon sagen, keinen einzigen Band bereue ich gelesen zu haben. Sie sind alle sehr gut, auch wenn es ganz klar einen Favoriten gibt.

Dieses Mal geht es um ...
Bianca George, die zu einem Interview mit einem sehr erfolgreichen Geschäftsmann geht. Dexter Truit kennt man aus der Szene nur unter seinen Namen, ein Gesicht dazu kennen die meisten jedoch nicht. Deswegen ist Bianca auch froh darüber, dieses Interview ergattert zu haben. Doch auf den Weg dahin, bleibt sie im Fahrstuhl stecken. Noch dazu mit einem komischen Typen, der für ein Fahrradkurier arbeitet, so glaubt sie jedenfalls. Denn es handelt sich hier um Dexter Truit höchstpersönlich. Eine kleine Lüge, wird zu einem lustigen Wirrwarr, aus dem es kaum ein Entkommen zu geben scheint.

Wieder eine gelungene Story. Ich wiederhole mich zwar in jeder meiner Rezensionen zu dieser Reihe, aber Fakt ist, superwitzig, spritzig, sexy und an manchen Stellen eine gewisse Dramatik, sodass die Geschichte auch immer etwas Tiefgang hat.
Was mir aber am allermeisten an dieser Reihe gefallen hat, war ein roter Faden, der sich durch alle Teile zieht. Etwas, was man im ersten Band kennengelernt und sich in den anderen Büchern fortsetzt. Ein Gimmick, den ich beim Lesen immer sehnsüchtig erwartet habe. Einen Extra-Stern allein dafür.

Kleiner Tipp:
Allein wegen diesem Gimmick, lest die Bücher der Reihe nach.

Mein Favorit des Quartetts ist übrigens der erste Teil "One more Chance"

Fazit zu One more time:
Gelungener Abschluss einer Reihe. Das hat Spaß gemacht! Vor allem aber war ich gespannt, wie Dexter alles wieder gerade biegen will. Unglaublich verrückt und lustig!

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Veröffentlicht am 28.02.2020

Eine tolle Botschaft in Bildern

Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd
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Zu Recht sorgte dieses Buch in ganz Amerika und England schon für Furore und begeisterte viele Menschen, denn der Autor erzählt, auf einer sehr weisen und einfühlsamen Art, eine Geschichte über Freundschaft ...

Zu Recht sorgte dieses Buch in ganz Amerika und England schon für Furore und begeisterte viele Menschen, denn der Autor erzählt, auf einer sehr weisen und einfühlsamen Art, eine Geschichte über Freundschaft und das Leben. Also, ein ganz besonderes Buch, nicht nur äußerlich, sondern auch von seinen Werten her.

Ein wissbegieriger Junge, ein Kuchenliebender Maulwurf, ein sehr stiller Fuchs und ein Pferd das fliegen kann, lernen sich eines Tages kennen. Alle haben eins gemeinsam. Sie fühlen sich von der Welt im Stich gelassen. Doch sie geben sich Kraft, helfen und unterstützen sich.

Wer denkt, dass habe ich schon öfter gelesen, der irrt. Denn dieses Buch erzählt mit Bildern und wenig Text, was im Herzen berührt.
An einigen Stellen hatte ich tatsächlich einen Kloß im Hals. An manchen Stellen blieb ich hängen, weil ganz simpel etwas so auf den Punkt gebracht wird, was zum Nachdenken anregt.

Dabei habe ich den kleinen, kuchenliebenden Maulwurf ganz besonders in mein Herz geschlossen. Er hat nämlich eine tolle Denkweise.

Die Bilder sind einfach, teilweise skizziert, aber ausdrucksstark. Bei einigen Bildern musste ich allerdings 2 mal hinschauen, um genau zu erkennen, um was es geht. Andere Bilder wiederum sind auch schlicht, aber mit Wasserfarben gemalt.

Fazit:

Zum Glück hat mich dieses Buch überraschenderweise erreicht, denn ich bin sehr glücklich darüber, dass ich nun dieses Schätzchen besitze und immer mal wieder hineinschauen kann. Übrigens finde ich, ist dieses Buch für jede Altersgruppe geeignet. Ob jung oder alt, jeder kann daraus etwas für sich mitnehmen.

>> Ein berührendes Buch über die heilende Kraft der Freundschaft, egal wie verschieden wir sind. <<

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Veröffentlicht am 25.02.2020

Zeitgemäß und irre witzig!

Auf dich war ich nicht vorbereitet
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Dieses Buch lag schon etwas länger auf meinem Stapel. Immer wieder schob ich es vor mir her, im Glauben, bestimmt nur eine 08/15-Story.
Die ersten 70 Seiten ließen dies auch noch vermuten - irgendwie ...


Dieses Buch lag schon etwas länger auf meinem Stapel. Immer wieder schob ich es vor mir her, im Glauben, bestimmt nur eine 08/15-Story.
Die ersten 70 Seiten ließen dies auch noch vermuten - irgendwie war es ganz nett, mehr aber auch nicht.

Man hat Daisy kennengelernt, mit all ihren Macken. Allen voran mit ihrer Handysucht. Auf sämtlichen Kanälen ist sie zu finden und bei Familienessen muss man sie sogar auf WhatsApp anschreiben, damit sie mal aufschaut.

Nach dem Einstieg aber, fing die Geschichte an richtig Spaß zu machen. Ihre Schwester entführt Daisy nach Eden Valley, in ein kleines Örtchen Namens Lullamby, um mal socialmediamäßig zu detoxen und um auf andere Gedanken zu kommen. Inzwischen hat sie nämlich ihren Job verloren, wegen eines falschen Klicks beim Twittern. Das Ganze sollte privat gepostet werden, landete aber auf der Geschäftsseite.

Kaum angekommen, in Lullamby, hatte ich sofort dieses Gefühl zum Wohlfühlen. Hinzu kamen lustige Dialoge, die vor allem ironisch und sarkastisch waren. Ich liebe diese Art von Humor, zumal ich hier gar nicht mit gerechnet hatte. Plötzlich war ich so in der Geschichte drin, dass ich gar nicht bemerkte, wie flott sich das Buch lesen ließ. Ruck Zuck war es auch schon wieder vorbei.

Wer wissen möchte, was Daisy alles erlebt in dem Hinterwäldlerort, mit seinen komischen Einwohnern, dem kann ich nur raten, sich auf diese süße Geschichte einzulassen.

Schade fand ich allerdings, dass es keinen Epilog gab oder wenigstens einen kleinen Zeitsprung in die Zukunft. Gerne hätte ich noch erfahren, wie sich der Status Quo weiter entwickelt hat.

Fazit:
Eine süße, erfrischende, zeitgemäße und humorvolle Geschichte, die sogar ein wenig zum Nachdenken anregt, was das eigene Verhalten mit Social Media betrifft. Ich bin froh, dass sich zu diesem Buch spontan eine kleine Leserunde ergeben hat, sonst würde dieses Schätzchen vermutlich immer noch auf dem Stapel liegen.

Klare Leseempfehlung!

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