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Julia1311_

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2026

Eiskalt beginnen, heiß entfesselt

Like Ice We Break
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„Like Ice We Break“ setzt die Winter-Dreams- Reihe von Ayla Dade mit einem Eiskunstlauf-Setting fort, das mehr ist als Kulisse. Hier geht es um Gwen und Oscar, zwei starke Charaktere, die allein für sich ...

„Like Ice We Break“ setzt die Winter-Dreams- Reihe von Ayla Dade mit einem Eiskunstlauf-Setting fort, das mehr ist als Kulisse. Hier geht es um Gwen und Oscar, zwei starke Charaktere, die allein für sich kämpfen gelernt haben. Beide stehen an einem Punkt, an dem ihre bisherigen Träume zerbrechen und sie plötzlich miteinander auskommen müssen, wenn sie im Paarlauf Erfolg haben wollen. Die Idee, dass zwei sehr unterschiedliche Menschen lernen müssen, einander völlig zu vertrauen, trägt die Geschichte mit nachhaltiger Spannung. 

Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat, ist der Kontrast zwischen Verletzlichkeit und Stärke. Gwen ist jemand, der durch äußere Umstände an den Rand dessen gedrängt wurde, was sie kennt, und Oscar ist der Neue, der gleich Anfangs für Reibung sorgt. Dieses „Enemies to Lovers“-Spiel ist nicht oberflächlich, sondern durchzogen von echten Gefühlen, die sich langsam öffnen. Der Sport ist deshalb kein bloßes Setting, sondern macht die Konflikte greifbar: Selbstvertrauen, Kontrolle, das Zögern vor Nähe, all das spiegelt sich im Paarlauf wider. 

Sprachlich bleibt Dade nah an ihren Figuren. Was wirkt, sind nicht große Worte, sondern die Feinheiten der Interaktion. Nähe wird nicht verschenkt, sie wird erarbeitet. Oscar und Gwen wachsen nicht nur als Paar, sondern als Menschen, die lernen, einander emotional zu spiegeln und zu fordern. Die Balance zwischen persönlichem Wachstum und romantischer Spannung ist gut gearbeitet: Man spürt, dass Vertrauen kein Geschenk, sondern ein hart erkämpftes Ziel ist. 

Die Tropes in diesem Buch funktionieren, weil sie eben nicht bloß abgearbeitet werden. Sports Romance, Enemies to Lovers, Forced Proximity und Dark Secret tragen zur dichten Atmosphäre bei. Sie geben der Geschichte sowohl Struktur als auch emotionale Tiefe. 

Fazit:
„Like Ice We Break“ ist ein eingängiger, emotional anspruchsvoller Sports Romance-Roman, der mit starken Figuren, echter Entwicklung und einer Liebesgeschichte überzeugt, die verdient erkämpft wird. Ich gebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Wenn alte Gefühle wieder aufflammen

Like Fire We Burn
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„Like Fire We Burn“ ist eine Liebesgeschichte, die nicht einfach erzählt, sondern erlebt wird. Ayla Dade nimmt dich mit zurück nach Aspen, in eine winterliche Welt, die mehr ist als Kulisse. Hier treffen ...

„Like Fire We Burn“ ist eine Liebesgeschichte, die nicht einfach erzählt, sondern erlebt wird. Ayla Dade nimmt dich mit zurück nach Aspen, in eine winterliche Welt, die mehr ist als Kulisse. Hier treffen zwei Menschen aufeinander, die einst verbunden waren und sich dennoch verloren haben. Aria kehrt nach Jahren und Abstand zurück, um Verantwortung zu übernehmen und findet sich plötzlich wieder im emotionalen Sturm mit Wyatt, dem Eishockeyspieler, der ihr einst das Herz gebrochen hat. 

Was diese Geschichte so stark macht ist, wie tief sie Gefühle und Erinnerungen verwebt. Die Figuren sind keine Schablonen aus einem Liebesroman, sie tragen Vergangenheit, Hoffnungen und Zweifel sichtbar mit sich. Ihr wiederkehrendes Aufeinandertreffen fühlt sich echt an. Entscheidungen, verletzte Sehnsucht und die Frage, ob zweite Chancen wirklich möglich sind, treiben die Handlung voran.

Sprachlich bleibt der Roman klar und emotional. Dade schafft es, die Spannung zwischen Nähe und Distanz in jedem Satz spürbar zu machen. Die winterliche Atmosphäre von Aspen, der Sport, der Druck und gleichzeitig die Verbundenheit von Menschen, die dieselbe Welt teilen, sind mehr als nur Hintergrund – sie treiben die Emotionen an. 

Die Tropes, die „Like Fire We Burn“ für mich besonders machen: Sports Romance, Second Chances, Forced Proximity, Friends to Lovers – klassische Elemente, die hier keine Floskeln sind, sondern in echter Entwicklung und emotionalem Wachstum münden. 

Fazit:
Ein Winterroman, der nicht nur unterhält, sondern berührt. Leidenschaftlich, warm und echt. Fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Leise, intensiv, unvergesslich – eine Liebesgeschichte mit Haltung

Like Snow We Fall
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„Like Snow We Fall“ ist ein Roman, der leise beginnt und dann immer tiefer unter die Haut geht. Ayla Dade erzählt eine Liebesgeschichte, die nicht auf Effekte setzt, sondern auf Wahrhaftigkeit. Jede Szene ...

„Like Snow We Fall“ ist ein Roman, der leise beginnt und dann immer tiefer unter die Haut geht. Ayla Dade erzählt eine Liebesgeschichte, die nicht auf Effekte setzt, sondern auf Wahrhaftigkeit. Jede Szene wirkt durchdacht, jede Begegnung trägt Gewicht. Das Buch liest sich nicht, es entfaltet sich. Und genau darin liegt seine Kraft.

Im Zentrum steht eine Verbindung, die nicht einfach passiert, sondern wächst, stockt, zerbricht und sich neu zusammensetzt. Nähe entsteht hier nicht durch große Gesten, sondern durch vorsichtige Schritte. Vertrauen ist kein Versprechen, sondern eine Entscheidung. Die Figuren wirken nicht wie Konstruktionen, sondern wie Menschen mit Vergangenheit, Angst und Hoffnung. Man glaubt ihnen jedes Zögern und jede Sehnsucht.

Sprachlich bleibt der Roman klar, ruhig und präzise. Ayla Dade braucht keine lauten Bilder, um Emotionen spürbar zu machen. Ihre Sätze lassen Raum. Genau dort entsteht die Intensität. Viele Dialoge treffen so genau, dass man sich selbst darin wiederfindet.

Die Geschichte arbeitet mit klar erkennbaren Romance Tropes, die hier spürbar Tiefe bekommen:
• Slow Burn: Gefühle entwickeln sich Schritt für Schritt, glaubwürdig und mit spürbarer Spannung.
• Forced Proximity: Nähe entsteht nicht zufällig, sondern durch Umstände, die niemanden unberührt lassen.
• Second Chances: Entscheidungen haben Gewicht, Fehler bleiben nicht folgenlos.
• Sports Romance: Der Leistungssport ist kein Hintergrund, sondern Motor der Handlung, prägt Selbstbild, Druck, Ehrgeiz und die Dynamik zwischen den Figuren.

Was dieses Buch so stark macht, ist seine Haltung. Es behauptet nicht, dass Liebe alles löst. Es zeigt, dass sie Mut verlangt. Mut, ehrlich zu sein. Mut, sich zu öffnen. Mut, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Fazit:
„Like Snow We Fall“ ist eine intensive, ehrliche Liebesgeschichte mit ruhiger Wucht. Ein Buch für Menschen, die Emotionen nicht nur lesen, sondern erleben wollen. Für mich klar fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Zwischen Medaillentraum und Herzklopfen

One Date to Gold
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One Date to Gold ist ein Roman, der sehr genau weiß, welchen Ton er treffen will, und diesen Ton über die gesamte Geschichte hinweg erstaunlich sicher hält. Ivy Leagh erzählt keine überladene, sondern ...

One Date to Gold ist ein Roman, der sehr genau weiß, welchen Ton er treffen will, und diesen Ton über die gesamte Geschichte hinweg erstaunlich sicher hält. Ivy Leagh erzählt keine überladene, sondern eine konzentrierte Liebesgeschichte, die sich auf Dynamik, Tempo und emotionale Entwicklung verlässt statt auf künstliche Dramen.

Die Geschichte bedient sich bekannter Romance-Tropes wie Fake Dating, Enemies to Lovers, Forced Proximity, Slow Burn, He Falls First und Only One Bed. Sie stehen hier nicht im Vordergrund als Etiketten, sondern bilden das Gerüst, auf dem die eigentliche Geschichte sauber aufgebaut ist. Man merkt, dass die Autorin weiß, wie diese Motive funktionieren und wie man sie so einsetzt, dass sie der Handlung dienen statt sie zu dominieren.

Besonders überzeugend ist die Verbindung von Romance und sportlichem Umfeld. Die olympische Kulisse wirkt nicht wie bloße Dekoration, sondern als realer Spannungsraum, in dem Nähe, Konkurrenz und Leistungsdruck ineinandergreifen. Dadurch bekommen Entscheidungen Gewicht und Konflikte fühlen sich organisch an.

Die Beziehung zwischen Amie und Hunter entwickelt sich mit einer Ruhe, die man in diesem Genre nicht immer findet. Nähe entsteht schrittweise, Reibung bleibt spürbar, und genau daraus zieht die Geschichte ihre emotionale Kraft. Der Roman nimmt sich Zeit, ohne träge zu werden, und baut seine Höhepunkte so, dass sie sich verdient anfühlen.

Ein zusätzliches, überraschend starkes Detail sind die Kapitelüberschriften. In Form von Schlagzeilen gesetzt, funktionieren sie wie kleine Kommentare zur Handlung, geben Stimmung vor, setzen Akzente und sorgen dafür, dass man sich von Kapitel zu Kapitel tragen lässt. Das ist kein bloßer Gag, sondern ein stilistischer Mehrwert, der dem Buch eine eigene Handschrift verleiht.

Sprachlich bleibt der Roman klar, zugänglich und präzise. Die Dialoge tragen die Geschichte, innere Monologe liefern Tiefe, ohne den Rhythmus zu bremsen. One Date to Gold ist damit leicht zu lesen, aber nicht oberflächlich. Ein Roman, der unterhält, ohne beliebig zu sein, und der zeigt, dass klassische Motive mit Haltung und Struktur immer noch sehr gut funktionieren. Ein verdientes Fünf-Sterne-Buch.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Gefährliche Anziehung zwischen Labor und Chefetage

A Crush on the Boss
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A Crush on the Boss hat mich überzeugt, weil Ava Cooper nicht einfach eine weitere Office Romance erzählt, sondern Figuren, die ihre Entscheidungen mitdenken. Layla ist ehrgeizig, aber nicht kalt. Sie ...

A Crush on the Boss hat mich überzeugt, weil Ava Cooper nicht einfach eine weitere Office Romance erzählt, sondern Figuren, die ihre Entscheidungen mitdenken. Layla ist ehrgeizig, aber nicht kalt. Sie will in der Forschung etwas bewegen, auch ohne Titel. Miles trägt die Last seiner Position, was seine Reserviertheit erklärt, statt sie als Klischee stehenzulassen.

Die verbotene Anziehung baut sich langsam auf. Besprechungen, Laborarbeit bis spät in die Nacht, kleine Momente, in denen professionelle Distanz bröckelt. Dazu kommt Clarice als Verbindung in Miles’ Vergangenheit, was die Frage nach Vertrauen glaubwürdig macht. Das Dreieck dient hier eher als Stressor, nicht als billiger Twist.

Das Setting im Biotech-Labor gibt dem Ganzen Substanz. Entscheidungen haben ethische und berufliche Folgen, nicht nur emotionale. Gerade diese Spannung zwischen Karriere und Nähe macht die Beziehung der beiden fesselnd.

Ich gebe fünf Sterne, weil die Mischung stimmt: spürbare Spannung, moralische Reibung, Figuren mit Ecken und Kanten und ein Sog, der einen durch die Kapitel trägt. Wer Office Romance mit mehr als Oberflächenkitzel sucht, findet hier Stoff.

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