Eiskalt beginnen, heiß entfesselt
Like Ice We Break„Like Ice We Break“ setzt die Winter-Dreams- Reihe von Ayla Dade mit einem Eiskunstlauf-Setting fort, das mehr ist als Kulisse. Hier geht es um Gwen und Oscar, zwei starke Charaktere, die allein für sich ...
„Like Ice We Break“ setzt die Winter-Dreams- Reihe von Ayla Dade mit einem Eiskunstlauf-Setting fort, das mehr ist als Kulisse. Hier geht es um Gwen und Oscar, zwei starke Charaktere, die allein für sich kämpfen gelernt haben. Beide stehen an einem Punkt, an dem ihre bisherigen Träume zerbrechen und sie plötzlich miteinander auskommen müssen, wenn sie im Paarlauf Erfolg haben wollen. Die Idee, dass zwei sehr unterschiedliche Menschen lernen müssen, einander völlig zu vertrauen, trägt die Geschichte mit nachhaltiger Spannung. 
Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat, ist der Kontrast zwischen Verletzlichkeit und Stärke. Gwen ist jemand, der durch äußere Umstände an den Rand dessen gedrängt wurde, was sie kennt, und Oscar ist der Neue, der gleich Anfangs für Reibung sorgt. Dieses „Enemies to Lovers“-Spiel ist nicht oberflächlich, sondern durchzogen von echten Gefühlen, die sich langsam öffnen. Der Sport ist deshalb kein bloßes Setting, sondern macht die Konflikte greifbar: Selbstvertrauen, Kontrolle, das Zögern vor Nähe, all das spiegelt sich im Paarlauf wider. 
Sprachlich bleibt Dade nah an ihren Figuren. Was wirkt, sind nicht große Worte, sondern die Feinheiten der Interaktion. Nähe wird nicht verschenkt, sie wird erarbeitet. Oscar und Gwen wachsen nicht nur als Paar, sondern als Menschen, die lernen, einander emotional zu spiegeln und zu fordern. Die Balance zwischen persönlichem Wachstum und romantischer Spannung ist gut gearbeitet: Man spürt, dass Vertrauen kein Geschenk, sondern ein hart erkämpftes Ziel ist. 
Die Tropes in diesem Buch funktionieren, weil sie eben nicht bloß abgearbeitet werden. Sports Romance, Enemies to Lovers, Forced Proximity und Dark Secret tragen zur dichten Atmosphäre bei. Sie geben der Geschichte sowohl Struktur als auch emotionale Tiefe. 
Fazit:
„Like Ice We Break“ ist ein eingängiger, emotional anspruchsvoller Sports Romance-Roman, der mit starken Figuren, echter Entwicklung und einer Liebesgeschichte überzeugt, die verdient erkämpft wird. Ich gebe fünf Sterne.