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Veröffentlicht am 10.04.2026

Parlabane hat bei mir nicht gezündet, Mich hat die Geschichte etwas überfordert

Der Gefallen
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Momentan bin ich überrascht von der Inhaltsangabe, die den Titel gerade auf diese Szene bezieht. Denn Gefallen werden verschiedene getan in dieser Geschichte. Jedoch sah Parlabane die Konfrontation mit ...

Momentan bin ich überrascht von der Inhaltsangabe, die den Titel gerade auf diese Szene bezieht. Denn Gefallen werden verschiedene getan in dieser Geschichte. Jedoch sah Parlabane die Konfrontation mit den Männern am Bahnhof nicht als Gefallen, sondern als Möglichkeit, seinen eigenen Frust abzureagieren. Er ist also gar kein Held oder Wohltäter. Auch wenn er einen deutlichen journalistischen Auftrag spürt, unterstützt er Kendra aus eigenen Motiven. Schön, dass auch jemand anderes nicht ganz durchgeblickt hat bei dieser Story. Mir war sie nicht ganz klar. Es gibt verschiedene Wendungen und die Erzählung ist nicht chronologisch. Das ist an sich nicht schwierig. Dennoch fand ich die Vorstellung schräg/unrealistisch, dass Parlabane die Geschichte erzählt, während er im 5. Stock von einem Fensterbrett hängt. Beim Ende wusste ich nicht, ob ich denke, es ist offen oder abgeschnitten. Ganz zufrieden war ich nicht mit dem Text und er hat mich auch nicht begeistert für weitere Parlabane-Storys, obwohl es dem Autor gelungen war, bei mir ein gewisses Interesse zu erzeugen. Thematisch war der Text nicht uninteressant und griff verschiedene aktuelle Problematiken auf. Sprachlich fiel manchmal eine gewisse Derbheit auf, die aber auch lebhaft war und dem entsprach, was ich mir für Parlabane vorgestellt hatte. Für mich war das eher ein grober Klotz, der als früherer Investigativ-Journalist sich für nichts zu schade ist. Ich gebe dieser Geschichte 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Interessante All-Age-Krimireihe

Flavia de Luce - Das Geheimnis des kupferroten Toten
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Mir hat diese Kurzgeschichte sehr gefallen. Gleich der erste Satz verkündet unerschrockene kindliche Neugier für Flavia. Unmittelbar darauf wird deutlich, dass sie zudem erwachsene Umsicht und ein Wissen ...

Mir hat diese Kurzgeschichte sehr gefallen. Gleich der erste Satz verkündet unerschrockene kindliche Neugier für Flavia. Unmittelbar darauf wird deutlich, dass sie zudem erwachsene Umsicht und ein Wissen besitzt, welches das Wissen vieler Erwachsenen übertrifft. Wie Flavia in die Situation gerät, einen Tod zu klären, ist eigentlich eine absurde Sache für ein Kind, wurde jedoch nachvollziehbar erklärt. Sprachlich fällt der ein oder andere Begriff auf, der lockerer ist und eher der Jugendsprache entlehnt ist. Das gibt dem Text aber auch etwas mehr Lebendigkeit. Insgesamt bietet Flavia aufgrund ihrer Art Identifikationsmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen und ich halte den Begriff All-Age-Krimireihe für zutreffend. Schade fand ich nur, dass das Ende überraschend schnell kam und der Raum im Buch nicht voll für die Geschichte des kupferroten Toten genutzt wurde. Von den 46 Seiten werden etliche von einer Leseprobe eines weiteren Bandes eingenommen. Ich gebe der Geschichte 4 Sterne und werde mir Flavia de Luce/Alan Bradley merken.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Der Schreibstil ist überhaupt nicht meins

DOORS - Der Beginn
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Ich finde die Idee der Buchreihe mit den Zeit-Raum-Portalen und der Antwort auf die Frage "was wäre wenn?" zwar nicht neu, aber dennoch interessant. Allerdings halte ich die Umsetzung für schlecht. Nach ...

Ich finde die Idee der Buchreihe mit den Zeit-Raum-Portalen und der Antwort auf die Frage "was wäre wenn?" zwar nicht neu, aber dennoch interessant. Allerdings halte ich die Umsetzung für schlecht. Nach meiner Meinung fehlt dem Autor der Blick fürs Wesentliche. Er erzählt nicht, sondern er beschreibt wie ein Regisseur oder Maler. Mich als Leserin haben die vielen Details gestört und wenn sich ein Dreitagebaart kurz in einer Sonnenbrille spiegelt, mag dies ein kreativer Kunstgriff sein, welcher trotzdem nichts für die Story getan hat. Ich hätte mir gewünscht, dass öfter ein schlichtes Pronomen verwendet worden wäre statt eines weiteren beschreibenden Substantivs. Wenn ich lese, dass jemand Mitte 40 ist, dann ist "Mittvierziger" in den meisten Fällen dennoch kein gutes Synonym für dessen Namen. Erst nach mehr als 20 Seiten wird der Stil etwas lockerer und weniger ausführlich. Spannung oder sonstige Gefühlsregungen werden trotzdem zwischen irrelevanten Angaben und Schilderungen zerrieben. Inhaltlich fand ich es etwas viel, dass jede der sechs Personen ein Geheimnis/ eine vorgeschützte Identität haben sollte. So scheint der Inhalt genauso wie die Darstellung überladen zu sein. Ich bin mir sicher, dass ich die weitere Geschichte, egal in welcher Form, nicht lesen möchte, und gebe dem Text 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Eine lebhafte, interessante Geschichte mit herrlich normalen, netten Figuren

Konstantins Erbe
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Wer hätte es gedacht, dass man so viel Ärger bekommen kann, weil man einfach nur seinen Job macht und jemand beerdigt. Aus Konstantins ersten Nachfragen werden rasch richtige Ermittlungen, die ihn zuerst ...

Wer hätte es gedacht, dass man so viel Ärger bekommen kann, weil man einfach nur seinen Job macht und jemand beerdigt. Aus Konstantins ersten Nachfragen werden rasch richtige Ermittlungen, die ihn zuerst an den Bodensee und dann bis nach Bozen führen. Dass es Reisebeschränkungen wegen Corona gibt und man eigentlich etwas Verbotenes tut, stresst Konstantin zusätzlich. Aber er will es eben einfach wissen und die Polizei kann er nicht fragen. Das ist alles sehr einleuchtend und interessant erzählt. Es gibt immer wieder kleine oder größere Wendungen, die die Geschichte am Laufen halten. Die Charaktere sind mir sehr sympathisch gewesen, vor allem durch ihr Verhältnis zu einander. Man zwiebelt sich, ist auch mal kurz angebunden. Aber das Vertrauen und die Verlässlichkeit zwischen Konstantin und Chrissy bzw. Franz sind deutlich spürbar. Mir gefällt auch, dass es normale Menschen sind, mit denen man sich leicht identifizieren kann. Gut, Konstantin hört und sieht den Geist seiner Großtante Fanny. Aber die wirkt wenig esotherisch und eher so, als wäre sie real. Oft treibt sie Konstantin mit einem Satz an oder warnt ihn, als ob er genau das gerade braucht. Mit ihrem Dialekt ist sie das einzige bayerische Element. Lokalkolorit habe ich so viel nicht gefunden und dann eher noch in Südtirol als München. Damit kann ich aber eh wenig anfangen und bin froh, dass es mir erspart blieb. Die Geschichte ist, wie jeder Band der Reihe, in sich fast geschlossen. Die Figuren werden natürlich älter und es ändert sich manches bei ihnen. Und so war es, nachdem ich bereits spätere Bände gelesen gabe, interessant genauer zu erfahren, woher sich Konstantin und Flora kennen. Die Geschichte war nicht immer unvorhersehbar. Manches dachte ich mir gleich, anderes war erst kurzfristig zu erahnen. Es hat mir trotzdem Spass gemacht, den Krimi zu lesen, und ich gebe ihm trotz einiger Tippfehler 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Hauptfigur etwas arrogant, sieht so aus, als gäbe sich das; lebhafter, interessanter Text

Tapetenwechsel 1
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Auch diese Inhaltsangabe gilt wieder einmal dem kompletten Roman und nicht dem vorliegenden ersten Teil. Der Abriss des Hauses ist noch nicht in Sicht. Kathrin ist erst einmal eingezogen und hat ihre neue ...

Auch diese Inhaltsangabe gilt wieder einmal dem kompletten Roman und nicht dem vorliegenden ersten Teil. Der Abriss des Hauses ist noch nicht in Sicht. Kathrin ist erst einmal eingezogen und hat ihre neue Stelle angetreten. Man hat sie und ihr Umfeld etwas kennenlernen dürfen. Wirklich angenehm war sie mir dabei nicht. Sie wirkte etwas arrogant und die übrigen Personen waren, aus Kathrins Augen heraus betrachtet, alle irgendwie hässlich oder dumm. Es deutet sich zwar an, dass sich der ein oder andere Charakter in eine andere Richtung entwickeln könnte. Aber sollte das nicht passieren, dann wären die mir alle zu prototypisch und eindimensional. Zutrauen würde ich der Autorin Kirsten Rick solche Wendungen jedoch, weil der Text inhaltlich wie sprachlich kreativ ist. Es gibt überraschende Bilder und bei bewundernswert gleichmäßig interessantem Erzählfluß leitet die Autorin gekonnt zwischen der Handlung und einer Anmerkung, einer Erinnerung oder einer Erklärung hin und her. Daraus ergibt sich ein lebendiger Text, in dem mich lediglich etwas störte, wie schnöselig Kathrin ist. Mit der reelen Hoffnung, dass sich das im Folgenden ändert, bewerte ich dieses Buch mit 4 Sternen.

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