Parlabane hat bei mir nicht gezündet, Mich hat die Geschichte etwas überfordert
Der GefallenMomentan bin ich überrascht von der Inhaltsangabe, die den Titel gerade auf diese Szene bezieht. Denn Gefallen werden verschiedene getan in dieser Geschichte. Jedoch sah Parlabane die Konfrontation mit ...
Momentan bin ich überrascht von der Inhaltsangabe, die den Titel gerade auf diese Szene bezieht. Denn Gefallen werden verschiedene getan in dieser Geschichte. Jedoch sah Parlabane die Konfrontation mit den Männern am Bahnhof nicht als Gefallen, sondern als Möglichkeit, seinen eigenen Frust abzureagieren. Er ist also gar kein Held oder Wohltäter. Auch wenn er einen deutlichen journalistischen Auftrag spürt, unterstützt er Kendra aus eigenen Motiven. Schön, dass auch jemand anderes nicht ganz durchgeblickt hat bei dieser Story. Mir war sie nicht ganz klar. Es gibt verschiedene Wendungen und die Erzählung ist nicht chronologisch. Das ist an sich nicht schwierig. Dennoch fand ich die Vorstellung schräg/unrealistisch, dass Parlabane die Geschichte erzählt, während er im 5. Stock von einem Fensterbrett hängt. Beim Ende wusste ich nicht, ob ich denke, es ist offen oder abgeschnitten. Ganz zufrieden war ich nicht mit dem Text und er hat mich auch nicht begeistert für weitere Parlabane-Storys, obwohl es dem Autor gelungen war, bei mir ein gewisses Interesse zu erzeugen. Thematisch war der Text nicht uninteressant und griff verschiedene aktuelle Problematiken auf. Sprachlich fiel manchmal eine gewisse Derbheit auf, die aber auch lebhaft war und dem entsprach, was ich mir für Parlabane vorgestellt hatte. Für mich war das eher ein grober Klotz, der als früherer Investigativ-Journalist sich für nichts zu schade ist. Ich gebe dieser Geschichte 3 Sterne.