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Veröffentlicht am 10.02.2025

Eine schöne Idee, aber...

Undoubtable Love
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Nach dem Tod ihrer Tante erbt Susie ihr Haus und zieht dort ein, um es zu renovieren. Als sie zur Unterstützung eine Firma engagiert, sieht sie Lars wieder, den besten Freund ihres Ex. Obwohl die beiden ...

Nach dem Tod ihrer Tante erbt Susie ihr Haus und zieht dort ein, um es zu renovieren. Als sie zur Unterstützung eine Firma engagiert, sieht sie Lars wieder, den besten Freund ihres Ex. Obwohl die beiden sich mochten, hatte Susie aufgrund der unschönen Trennung gehofft, dass sie Lars nicht so schnell wieder begegnen wird und auf Abstand bleiben kann. Doch bei den Renovierungsarbeiten finden sie eine ominöse Scheidungsurkunde aus der Zukunft, die auf Susie und Lars ausgestellt ist. Im Laufe der nächsten Zeit und bei den Nachforschungen über die Scheidungsurkunde entwickelt sich eine zarte Freundschaft zwischen den beiden und langsam auch mehr…

Susie ist eine sympathische, junge Frau, die mit ihrer offenen Art und ihrem Sinn für Humor einen in der Geschichte mitreißt. Man merkt ihr an, dass sie es nicht immer einfach hatte, sowohl durch ihre schwierige Kindheit, als auch durch ihren katastrophalen bisherigen Geschmack bei Männern. Trotzdem ist sie eine warmherzige Frau geworden, die für ihre Freunde da ist.

Mit Lars dagegen bin ich über das ganze Buch nicht wirklich warm geworden. Er scheint sowohl vom Verhalten, als auch vom Aussehen eher der Wikinger-Typ zu sein. Man erfährt beim Lesen nicht wirklich viel über ihn, was vielleicht auch an seiner sehr ruhigen Art liegen könnte. Viele seine Äußerungen bestehen eher aus „Grunzen“ und „Grummeln“. Susie scheint seine animalische Art zu schätzen, mich stört sie. Bei vielen Gesprächen blockt er ab, sobald es tiefsinniger werden könnte. Ich mag es auch nicht besonders, wenn Menschen einen festen Plan fürs Leben haben, von dem sie keinen Zentimeter abweichen möchten. Zum Ende hin finde ich ihn schon etwas netter, vor allem weil er der Ruhepol zu Susie ist, es reicht aber für mich leider nicht, um Teil seines Fan-Clubs zu werden.

Insgesamt hatte ich einige Schwierigkeiten mit den Charakteren. Sie wurden meist sehr oberflächlich dargestellt, zeigten kaum Entwicklung und wenn doch, kam diese meist viel zu plötzlich, sodass ich die Sinnesänderung nicht nachvollziehen konnte.

Auch der Plot hat mich nicht überzeugt. Anfangs war ich total begeistert, da ich die Scheidungsurkunde aus der Zukunft sehr spannend und auch etwas spooky fand, aber nachdem das Thema zum hundertsten Mal von Lars und Susie durchgekaut wurde, hatte es für mich an Reiz verloren. Zum Ende hin gab es noch ein paar ganz nette Entwicklungen und auch den Epilog fand ich superschön, aber viele Ansätze in dem Buch wurden nicht zu Ende gedacht und verliefen einfach im Nichts.

Ebenfalls hat es mich gestört, dass es am Ende des Buchs Zusatzkapitel gab. Also nicht die Kapitel an sich haben mich gestört, sondern dass sie nicht als Prolog genutzt wurden. In diesem Abschnitt wird die Trennung von ihrem Ex beschrieben und der Tod ihrer Tante, sowie ihre Beerdigung. Ich hatte das ganze Buch über das Gefühl, als würden mir Informationen fehlen, die ich erst durch die Bonus-Kapitel erhalten habe. Ich hätte so gerne Susies Tante vorher kennengelernt oder gesehen, wie Susie und Lars bereits während der Beziehung mit ihrem Ex miteinander umgegangen sind.

Auch der Erzählstil hat mir nicht wirklich gefallen. Ich fand Susie witzig, gerade mit ihrer selbstironischen Art, aber das war´s dann. Man landet oft plötzlich in einer Szene und erfährt erst im Nachhinein, worum es überhaupt geht. Die Dialoge bleiben mitunter sehr nichtssagend. Natürlich führt man im Alltag nicht dauernd tiefgründige Gespräche, aber damit die Beziehung zwischen Susie und Lars sich glaubhaft weiterentwickelt, wäre es nötig gewesen etwas mehr in die Tiefe zu gehen. Auch die Wortwahl fand ich öfters doch sehr fragwürdig, das kann aber natürlich an der Übersetzung liegen. Es hat das angenehme Lesen aber leider trotzdem beeinträchtigt.

Ich hatte mich aufgrund des Themas mit der plötzlich auftauchenden Scheidungsurkunde und des wirklich wunderschönen Covers auf eine tolle Liebesgeschichte gefreut, aber selbst Susie konnte es insgesamt nicht retten. Zum einen lag es sicher an Lars, der mich persönlich einfach so gar nicht angesprochen hat, aber auch Plot und Erzählstil waren leider nicht meins.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Temporeicher Beginn einer Trilogie

Shifter Island - Die Akademie der Wölfe
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Nai lebt mit ihrem Vater und ihrem Rudel Werwölfen in den Weiten Montanas. Ihre freie Lebensart wird plötzlich beendet, als sie früher als erwartet abgeholt wird, um ihre Ausbildung an der Alpha Academy ...

Nai lebt mit ihrem Vater und ihrem Rudel Werwölfen in den Weiten Montanas. Ihre freie Lebensart wird plötzlich beendet, als sie früher als erwartet abgeholt wird, um ihre Ausbildung an der Alpha Academy zu absolvieren. Denn nur durch die vierjährige Ausbildung und dem Erlernen einer Elementarenergie wird es ihr später erlaubt sein, das Rudel von ihrem Vater zu übernehmen und als Alpha anzuführen.

Sie wird in die magische Welt gebracht und hat innerhalb kürzester Zeit mit den verschiedensten Problemen zu kämpfen: die Bedingungen an der Akademie, das Erlernen der Magie und nicht zuletzt die verbotene Verbindung zu ihrem Gefährten.

Ich möchte gar nicht genauer auf den Inhalt eingehen, denn es passiert so viel innerhalb kürzester Zeit, dass eigentlich jede Beschreibung ein Spoiler wäre. Das gesamte Buch ist in einem rasanten Tempo geschrieben, sodass einem kaum Zeit zum Luftholen bleibt. Obwohl sicher einige Dinge zu erwarten waren, gab es genauso viele überraschende Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen.

Nai ist eine sympathische und humorvolle Hauptfigur, die man sofort ins Herz schließt. Innerhalb kürzester Zeit findet sie eine loyale Freundin, die sie in allen Lebenslagen unterstützt. Die Liebe und Beziehung zu ihrem Gefährten ist ein ständiges auf und ab der Emotionen, da die ganze Situation doch etwas verzwickter ist, als man erwarten sollte.
Der einzige Kritikpunkt sind für mich die doch sehr stereotypen Charaktere. Es gibt kaum Entwicklungen oder Überraschungen, selbst Nai ist einfach immer nett, loyal und selbstbewusst. Das ist sicher dem Tempo der ganzen Geschichte geschuldet, trotzdem hätte ich mir da etwas mehr gewünscht.

Dagegen finde ich das Worldbuilding sehr angenehm. Obwohl es Magier und die verschiedensten Werwesen in der Story gibt, ist alles so aufgebaut, dass man sich schnell hineinlesen kann. Und auch wenn es nicht viele Orte gibt, sind diese zumindest so prägnant beschrieben, dass man sich die Szene gut vorstellen kann und sie die passende Stimmung vermitteln.

Insgesamt wirft der erste Band der Trilogie mehr Fragen auf, als er beantwortet und endet dann auch noch mit einem Cliffhanger. Allen ungeduldigen Lesern kann ich nur empfehlen mit der Lektüre vielleicht bis zum Sommer 2025 zu warten, denn dann kommen erst die beiden Folgebände heraus. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich es bis dahin durchhalten soll, da ich auf jeden Fall die weiteren Bände lesen möchte und ich es bereits jetzt kaum abwarten kann.

Trotz kleinerer Schwächen hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Es war eine kurzweilige und spannende Story, die in den nächsten Bänden sicher noch einiges zu bieten hat.

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Mehr als eine Liebesgeschichte…

A thousand heartbeats - Der Ruf des Schicksals
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Es ist eine Geschichte der Gegensätze. Die freundliche, gütige Annika aus dem strahlenden Kadier trifft auf den verbitterten und dunklen Lennox, der sein Leben im düsteren Vosino Castle verbringt. Es entwickelt ...

Es ist eine Geschichte der Gegensätze. Die freundliche, gütige Annika aus dem strahlenden Kadier trifft auf den verbitterten und dunklen Lennox, der sein Leben im düsteren Vosino Castle verbringt. Es entwickelt sich eine Story über die erste Liebe, Verrat und Eifersucht, aber auch über die Frage, was uns ausmacht und wer unsere Geschichte schreibt.

Ich bin bei diesem Roman hin und hergerissen. Auf der einen Seite fand ich den Anfang sehr langgezogen, die Orte und Personen werden ausführlich erklärt, ohne dass viel passiert. Hat man diese Einleitung erst einmal überstanden, überschlagen sich die Ereignisse so schnell, dass ich kaum hinterher kam. Während einige Szenen sehr ausführlich beschrieben werden und die meisten Personen sehr lebendig wirken, fehlen an anderen Stelle entscheidende Details, um in der Geschichte versinken zu können. Ich werde das Gefühl nicht los, dass man das Buch vielleicht gekürzt hat, damit es ein Standalone bleibt. Denn zwischendurch gibt es immer wieder wunderschöne Textstellen, die einen verzaubern und zum Träumen verführen und man fragt sich, warum nicht das ganze Buch in diesem Stil ist.

Die Liebesgeschichte steht für mich in diesem Roman nicht im Vordergrund. Sie ist süß und teilweise auch noch etwas unschuldig. Und auch wenn ich verstehe, warum sich Annika und Lennox ineinander verlieben, hätte ich gerne mehr Gefühl und auch mehr Zeit gehabt, damit die Liebe mit der Geschichte mitwachsen kann und sie sich nicht zu plötzlich aus dem Nichts entwickelt.

Trotz des wunderschönen und femininen Covers sollte man nicht zu viel Romantik erwarten, es wird viel Raum für den Plot über die beiden verfeindeten Parteien und auch für die Entwicklung der einzelnen Charaktere gegeben. Immer wieder stellt sich die Frage, was einem wichtig ist: Liebe? Freundschaft? Oder doch das Pflichtgefühl? Trotzdem hatte ich oft das Gefühl, dass die Protagonisten sich selbst im Weg standen und sich damit das Leben unnötig schwer gemacht haben.

Es bleibt ein leichtes Gefühl des Bedauerns, dass die Autorin nicht mehr aus der Geschichte rausgeholt hat. Ich hatte bei der Autorin und dem Thema des Buches einfach mehr erwartet. Trotzdem war das Buch insgesamt angenehm zu lesen und hat mich zwischenzeitlich immer wieder durch seine spannenden Abschnitte gefesselt.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Die süßeste Spinne der Welt geht zum Arzt

Die kleine Spinne Widerlich - Besuch beim Doktor
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Die kleine Spinne muss zur U-Untersuchung und lernt dabei sowohl die Arztpraxis, als auch eine Apotheke und die Hilfe bei leichten Erkrankungen kennen, als sie sich mit ihrer Mutter zusammen um ihren Freund ...

Die kleine Spinne muss zur U-Untersuchung und lernt dabei sowohl die Arztpraxis, als auch eine Apotheke und die Hilfe bei leichten Erkrankungen kennen, als sie sich mit ihrer Mutter zusammen um ihren Freund Niesi kümmert.

Das Buch behandelt alles, was zum Thema Arztbesuch dazugehört. Auf eine einfache und für Kinder verständliche Art und Weise wird der Ablauf der U-Untersuchungen und die wichtigsten Instrumente vom Arzt erklärt. Neben der Vorsorge beschäftigt sich das Buch auch damit, was passiert, wenn man doch einmal krank wird. Besonders schön finde ich hier, vielleicht gerade durch meinen Beruf als Gesundheits- und Krankenpflegerin, dass der Schwerpunkt nicht bei der Medikamenteneinnahme liegt, sondern auch alte Hausmittel wie Tees oder eine warme Suppe genutzt werden. Natürlich soll keiner auf Medizin verzichten, der sie wirklich benötigt, aber viele unserer kleineren Erkrankungen kann man am besten durch Ruhe und Fürsorge kurieren. Das Buch zeigt da sehr schön: Manchmal ist etwas Aufmerksamkeit und Liebe die beste Medizin.

Die Bilder sind einfach nur bezaubernd, farbenfroh und von der Farbwahl neutral gehalten, sodass es sowohl für Mädchen als auch Jungen geeignet ist. Die kleine Spinne Widerlich ist wirklich sehr niedlich gestaltet. Mit ihren großen Kulleraugen dürfte sie meinetwegen gerne mit ihrer Familie bei uns zu Hause einziehen, gegen so zuckersüße Tierchen kann keiner etwas haben, im Gegensatz zu den Spinnen, die ich normalerweise bei uns zu Hause finde 😉

Insgesamt finde ich, dass es ein sehr schönes Buch zur Vorbereitung auf einen Arzttermin ist, sich aber auch als Gute-Nacht-Geschichte eignet. Am Ende kuscheln sich alle in ihr gemütliches Spinnennetz und freuen sich auf den nächsten Tag.

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Veröffentlicht am 18.08.2024

Speed-Dating mal anders

Spellbound - Der Zwerg im Glassarg
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Und wieder ist etwas in Spellbound geschehen, doch statt eines weiteren Toten, liegt jetzt nur ein Zwerg (statt Schneewittchen?) verflucht im Sarg. Emma muss sich mit dem Fall auseinandersetzen, da ihre ...

Und wieder ist etwas in Spellbound geschehen, doch statt eines weiteren Toten, liegt jetzt nur ein Zwerg (statt Schneewittchen?) verflucht im Sarg. Emma muss sich mit dem Fall auseinandersetzen, da ihre Freundin aus der Hexen-Förderklasse als Verdächtige verhaftet wurde.

Wie immer löst Emma den Fall auf unkonventionelle Art und Weise, dieses Mal indem sie sich mit der Dating-Szene in Spellbound auseinandersetzt, was auch zu Verwirrung in ihrem eigenen Liebesleben führt. Nebenbei sorgt sie für jede Menge Chaos, wenn sie wieder etwas in der magischen Welt nicht bedacht hat und damit eine ganze Kettenreaktion auslöst.

Das Buch wirft auf sehr lustige Weise die Frage auf, wie Dating abläuft, wenn jeder jeden kennt, die meisten sehr lange oder gar für immer leben und es keine Möglichkeit gibt, den Ort des Geschehens zu verlassen, falls es denn doch nicht klappen sollte. Es war schon sehr unterhaltsam ein magisches Speed-Dating mitzuerleben und beruhigend zu wissen, dass auch in Spellbound nicht jedes magische Date gleich voller Magie sein muss…

Es ist vielleicht nicht der spannendste Krimi, aber trotzdem ein Buch für gute, kurzweilige Unterhaltung. Emma verzaubert einen mit ihrer unkomplizierten, frischen Art und man fühlt sich in Spellbound schon wie zu Hause. Die Charaktere wachsen einem im dritten Band langsam ans Herz und man fiebert mit, wie sich alles für jeden weiterentwickeln wird.

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